Pro: Kollegen: In den wissenschaftlichen und produktiven Bereichen, also den eigentlichen Kernfunktionen, gibt es noch viele "alte Hasen" mit Erfahrung, mit denen man gut zusammenarbeiten und von denen man immer etwas lernen kann.
Aufgaben: Die Aufgabengebiete sind vielseitig und herausfordernd. Wenn man selbst motiviert ist, ein ideales Pflaster.
Contra: 1. OPEX 2011: Eine Initiative, die die Effizienz verbessern sollte sprich Stelleneinsparungen, de facto wurden nicht mehr ganz so leistungsfähige, im wesentlichen ältere Mitarbeiter gekündigt, im selben Zug werden deren Stellen aber neu besetzt. Das hat nicht mit operational excellence zu tun, wenn man die Arbeitsabläufe nicht grundlegend reformiert, um mit weniger Leuten genauso viel zu erreichen, sondern einfach mit angeblichem "Ballast abwerfen." Und bei den verbleibenden eine grösseren Druck auf Leistung aufzubauen. Mittlerweile ist der Druck jedoch in vielen Bereichen so gross, dass die Abteilungen quasi nicht mehr Hand in Hand arbeiten, d.h. emails werden nicht beantwortet, keine Rückrufe mehr auf voicemail, Telefone nicht mehr abgenommen, da jeder nur noch zusieht, dass er wenigstens seine wichtigsten Aufgaben schafft.
2. Der Chef hat immer recht: eine grundlegende Duckmäuserkultur der Mitarbeitenden (bei langjährigen wohl aufgrund bereits gemachter schlechter Erfahrungen) die dem Management selbst bei absoluten Fehlentscheidungen kein kritisches Feedback gibt. Das Management selbst völlig ahnungslos von den realen Businessabläufen, da aufgrund der Grösse der Firma die Möglichkeit besteht, sich von der realen Wertschöpfung der Abteilung abzukoppeln und seine Arbeit nur noch über Teilnahme in diversen obskuren meetings zu dokumentieren. Deren output ist aber gering, da viel gewollt, jedoch kaum grundsätzlich überlegt wird. Das kann man ja dann delegieren.
3. Es geht auch anders: Aufgrund der gigantischen Firmengrösse mag das vorher gesagte nicht auf jede Abteilung zutreffen, aber gerade solche Diskrepanzen führen zu noch mehr Unzufriedenheit.
Work life balance: Gute Sozialleistungen, benefits, gutes Gehalt. Aber wenn Du keine Zeit hast, um es zu geniessen, weil Dich die Arbeit jeden Tag kaputtmacht, wenn Du mehrere Stunden brauchst, um wieder Mensch zu werden, läuft etwas schief. Viele burn-out Fälle, Nervenzusammenbrüche, Blaumachen aus Selbstschutz etc. im weiteren Umfeld beobachtet. Es kriselt.
USA, wir auch: Mit der Genetech Übernahme hat ein grundlegender Wechsel der Firmenkultur stattgefunden, auf die die vielen europäischen Angestellten noch keine Anpassung gefunden haben. Der amerikanische Arbeitnehemer ist von jeher gewohnt sich in diesem Umfeld selbst zu schützen, den Europäern fehlt das noch, insbesondere Schweizern, die einen hohen Qualitätsanspruch an ihre Arbeitsprodukte anlegen. Jetzt zählt Masse statt Klasse, auch wenn die Ergebnisse nicht mehr das Blatt Papier wert sind, auf dem sie stehen.
Resumee: Um Dich als Mitarbeiter in dieser Firma zu halten, muss Dir das gute Gehalt und der Name Roche so viel wert sein, dass Du dafür:
1.Dich min. 9 Stunden am Tag selbst verleugnen kannst, insbesondere wenn Du über gutes Fachwissen in der jeweiligen Disziplin verfügst.
2.Dich selber nicht über Deine Arbeit definieren, da Du im wesentlichen fremdbestimmten Schwachsinn ein kleines bisschen weiterbeabeitest, bis der nächste übernimmt.
3. Ein Fan von Absitzmeetings (2-4h tgl.) sein.
Verbesserungsvorschläge: 1. 1. Management in weiten Teilen austauschen
2. Eine funtionsfähige Personalabteilung haben, die das Management ggf. in die Schranken weist.
3. Dem Management konkrete Aufgaben innerhalb der Wertschöpfungskette der jeweiligen Abteilung übertragen.
4. Nur noch halb soviel wollen, das dann aber auch zu 100% umsetzen.
5. Aktuelle Entwicklungen auf dem Pharmamarkt nicht verschlafen.
6. Mut haben, an die Expertise der eigenen Mitarbeiter zu glauben.
Seit 2011 schlechter Arbeitgeber!
Pro:
Kollegen: In den wissenschaftlichen und produktiven Bereichen, also den eigentlichen Kernfunktionen, gibt es noch viele "alte Hasen" mit Erfahrung, mit denen man gut zusammenarbeiten und von denen man immer etwas lernen kann.
Aufgaben: Die Aufgabengebiete sind vielseitig und herausfordernd. Wenn man selbst motiviert ist, ein ideales Pflaster.
Contra:
1. OPEX 2011: Eine Initiative, die die Effizienz verbessern sollte sprich Stelleneinsparungen, de facto wurden nicht mehr ganz so leistungsfähige, im wesentlichen ältere Mitarbeiter gekündigt, im selben Zug werden deren Stellen aber neu besetzt. Das hat nicht mit operational excellence zu tun, wenn man die Arbeitsabläufe nicht grundlegend reformiert, um mit weniger Leuten genauso viel zu erreichen, sondern einfach mit angeblichem "Ballast abwerfen." Und bei den verbleibenden eine grösseren Druck auf Leistung aufzubauen. Mittlerweile ist der Druck jedoch in vielen Bereichen so gross, dass die Abteilungen quasi nicht mehr Hand in Hand arbeiten, d.h. emails werden nicht beantwortet, keine Rückrufe mehr auf voicemail, Telefone nicht mehr abgenommen, da jeder nur noch zusieht, dass er wenigstens seine wichtigsten Aufgaben schafft.
2. Der Chef hat immer recht: eine grundlegende Duckmäuserkultur der Mitarbeitenden (bei langjährigen wohl aufgrund bereits gemachter schlechter Erfahrungen) die dem Management selbst bei absoluten Fehlentscheidungen kein kritisches Feedback gibt. Das Management selbst völlig ahnungslos von den realen Businessabläufen, da aufgrund der Grösse der Firma die Möglichkeit besteht, sich von der realen Wertschöpfung der Abteilung abzukoppeln und seine Arbeit nur noch über Teilnahme in diversen obskuren meetings zu dokumentieren. Deren output ist aber gering, da viel gewollt, jedoch kaum grundsätzlich überlegt wird. Das kann man ja dann delegieren.
3. Es geht auch anders: Aufgrund der gigantischen Firmengrösse mag das vorher gesagte nicht auf jede Abteilung zutreffen, aber gerade solche Diskrepanzen führen zu noch mehr Unzufriedenheit.
Work life balance: Gute Sozialleistungen, benefits, gutes Gehalt. Aber wenn Du keine Zeit hast, um es zu geniessen, weil Dich die Arbeit jeden Tag kaputtmacht, wenn Du mehrere Stunden brauchst, um wieder Mensch zu werden, läuft etwas schief. Viele burn-out Fälle, Nervenzusammenbrüche, Blaumachen aus Selbstschutz etc. im weiteren Umfeld beobachtet. Es kriselt.
USA, wir auch: Mit der Genetech Übernahme hat ein grundlegender Wechsel der Firmenkultur stattgefunden, auf die die vielen europäischen Angestellten noch keine Anpassung gefunden haben. Der amerikanische Arbeitnehemer ist von jeher gewohnt sich in diesem Umfeld selbst zu schützen, den Europäern fehlt das noch, insbesondere Schweizern, die einen hohen Qualitätsanspruch an ihre Arbeitsprodukte anlegen. Jetzt zählt Masse statt Klasse, auch wenn die Ergebnisse nicht mehr das Blatt Papier wert sind, auf dem sie stehen.
Resumee: Um Dich als Mitarbeiter in dieser Firma zu halten, muss Dir das gute Gehalt und der Name Roche so viel wert sein, dass Du dafür:
1.Dich min. 9 Stunden am Tag selbst verleugnen kannst, insbesondere wenn Du über gutes Fachwissen in der jeweiligen Disziplin verfügst.
2.Dich selber nicht über Deine Arbeit definieren, da Du im wesentlichen fremdbestimmten Schwachsinn ein kleines bisschen weiterbeabeitest, bis der nächste übernimmt.
3. Ein Fan von Absitzmeetings (2-4h tgl.) sein.
Verbesserungsvorschläge:
1. 1. Management in weiten Teilen austauschen 2. Eine funtionsfähige Personalabteilung haben, die das Management ggf. in die Schranken weist. 3. Dem Management konkrete Aufgaben innerhalb der Wertschöpfungskette der jeweiligen Abteilung übertragen. 4. Nur noch halb soviel wollen, das dann aber auch zu 100% umsetzen. 5. Aktuelle Entwicklungen auf dem Pharmamarkt nicht verschlafen. 6. Mut haben, an die Expertise der eigenen Mitarbeiter zu glauben.
Jobstatus: Aktueller Job | Hierarchie: Management | 15.06.2011