vor 43 Wochen
"Als ich vor über 10 Jahren bei Tchiba anfing, war ich noch voll motiviert. Ich dachte es gäbe einen Weg im Laufe der Jahre mehr als nur 15-20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Doch dem war nicht so. Es gibt in den Filialen nur Teilzeitkräfte und von denen wird absolute Flexibilität verlangt. Also ist es nicht möglich einen zweiten Job zu haben um über die Runden zu kommen. Arbeitspläne werden kurzfristig gemacht und täglich geändert. Freie Tage werden gestrichen, ohne gefragt zu werden und auch Urlaube werden ohne Nachfrage verschoben. Was allerdings ein Problem mit der Filialleitung ist.
Von den Bezirksleitern wird man ständig getriezt, der Laden kann einwandfrei sein, es wird immer irgend etwas gefunden was bemängelt wird. Sind zu wenig Kunden da sollte man die Kollegin nach Hause schicken, sind zu viele Kunden da kommt die Frage, wo denn die Kollegin sei.
Sind die Regale leer, heißt es man soll auffüllen, wird beim auffüllen etwas aus dem Laden gestohlen heißt es man soll nicht auffüllen, sondern aufpassen.
Es heißt alle Mitarbeiter sind gleichberechtigt, dann sagt der Chef aber so etwas wie ,,einem Mann ist es nicht zumutbar Teilzeit zu arbeiten,,.
Frauen haben keine Führungspositionen, man kann sich auch nicht weiterentwickeln, die Damen im Verkauf bleiben ihr Leben lang hinterm Thresen, auch wenn sie Potenzial für mehr haben. Dann kommt noch der Satz ,,Sie werden nicht fürs denken bezahlt,,."