vor 48 Wochen
"- Karrieremöglichkeiten hat man nur, wenn man sein Privatleben völlig hintenanstellt und permanent Überstunden macht und auch seine wenige Freizeit mit den Kollegen aus höheren Hierarchieebenen verbringt.
- Weiterbildungen haben derzeit nur eine Form – Wochenendworkshops. Diese werden weder vergütet, noch wird ein Freizeitausgleich an anderen Tagen eingeräumt. Solche Workshops dienen leider keiner Weiterbildung der Mitarbeiter, sondern der Weiterentwicklung von firmeneigenen Projekten.
- Eine zweite Art der Workshops sind die Wochenendworkshops, um den Mitarbeitern für den Einsatz während einer stressigen Zeit zu danken. Der Ablauf dieser Workshops ist jedoch derselbe wie bei allen anderen Wochenendworkshops, d.h. es geht auch hier zum einen um Teambuilding-Maßnahmen und zum anderen zum Brainstorming für neue Projekte, d.h. um Arbeit am Wochenende.
- Es ist angedacht, Weiterbildungen anzubieten, ohne dabei professionelle Trainer zu engagieren und wirklich in die Entwicklung der Mitarbeiter zu investieren. Zudem finden auch jene „Weiterbildungen“ außerhalb der Arbeitszeit statt.
- Weiterbildungen müssten priorisiert werden, da vor allem junge Mitarbeiter ohne bzw. mit geringer Berufserfahrung und teilweise ohne fachliche Ausbildung ins Unternehmen geholt werden. Die Mitarbeiter können also das anwenden, was sie bis dahin kennengelernt haben, bleiben dann aber auf einer Stelle stehen, ohne die Chance auf eine Weiterentwicklung.
- Viele Mitarbeiter werden als Trainees eingestellt. Der Gedanke eines Trainees im Allgemeinen ist der, dass Trainees ausführlich in verschiedene Stationen ihres Fachbereichs eingearbeitet werden, um sich zu entwickeln und seine Stärken und Schwächen herauszukristallisieren. Bei der EOL gibt es eine solche Einarbeitungszeit nicht. Man wird auch hier unter dem üblichen branchenüblichen Traineegehalt bezahlt, muss sich jedoch selbstständig alle Prozesse in kürzester Zeit aneignen, um möglichst schnell produktiv zu sein."