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Häufige Pressefragen
Lesen Sie hier die Antworten auf die häufigsten Journalisten Fragen. Unsere Antworten auf viele W-Fragen: Wer, Was, Wo, Wie und Warum. Sollte Ihre spezielle Frage nicht beantwortet sein – wir freuen uns von Ihnen zu hören und zwar 24/7.
- Seit wann ist kununu online?
- Was war der Ausgangspunkt für Ihre Idee, ein Arbeitgeberbewertungsportal zu gründen, worauf ist der unverwechselbare Name „kununu“ zurückzuführen?
- Wieviele Bewertungen gibt es?
- Wie verteilen sich die Bewertungen auf die Länder?
- Werden eher mittelständische oder Dax-Konzerne bewertet?
- Wie garantiert kununu die Seriosität?
- Wie erfolgt die Kontrolle?
- Die „statistische Meßgrösse“, d.h. die Anzahl der Bewertungen eines Arbeitgebers, ist ein wichtiger Einflussfaktor auf die Relevanz der Bewertung. Gibt es aus Ihrer Sicht eine Mindestmenge an Bewertungen, die erreicht werden sollte?
- Wie gehen Sie mit den üblichen Vorurteilen gegenüber Bewertungsportalen um?
- Fürchten sie nicht um die Glaubwürdigkeit von kununu, wenn Unternehmen einerseits bewertet werden und andererseits Firmenpräsenzen buchen?
- In Social Media gewinnen Verbraucher, Nutzer, Kunden und auch Arbeitnehmer einen Zugriff zu Informationsplattformen der Meinungsäußerung und der Bewertung. Welchen Stellenwert, welche Bedeutung haben diese Portale im Vergleich zu den bisherigen traditionellen Portalen der Meinungsführerschaft in der Medien- und Firmenwelt?
- Können Sie konkrete Beispiele nennen, wie sich beispielsweise Arbeitnehmerbewertungen bei kununu auf das Employer Branding positiv oder negativ auswirken?
- Welche konkreten Rückschlusse können Arbeitnehmer oder Bewerber aus den Firmenbewertungen ziehen?
- Wie könnten Unternehmen an negativen Bewertungen interessiert sein?
- Wie sollte ein Personaler bzw. ein Arbeitgeber mit negativen Bewertungen umgehen? Was ist unbedingt zu vermeiden?
- Wie sichern Sie sich juristisch gegen mögliche Klagen von Unternehmen ab?
- Wie sehen Sie die weitere Entwicklung bzw. den zukünftigen Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen? Müssen Arbeitgeber ihre Investitionen in die Markenbildung, also in das Employer Branding intensivieren oder ist das in naher Zukunft ein Unterfangen ohne grosse Chancen?
- Braucht der HR-Markt so etwas wie kununu?
- Wie ist die Resonanz der Firmen?
- Was ist das langfristige Ziel von kununu was Inhalte und Marktbedeutung betrifft?
Seit wann ist kununu online?
kununu ist am 05. Juni 2007 online gegangen.
Was war der Ausgangspunkt für Ihre Idee, ein Arbeitgeberbewertungsportal zu gründen, worauf ist der unverwechselbare Name „kununu“ zurückzuführen?
kununu stammt aus der afrikanischen Sprache Suaheli und bedeutet „unbeschriebenes Blatt“.
Wir haben damals einen Namen gesucht, der knapp, innovativ und - wie Sie sagen -unverwechselbar sein sollte.
Das ist uns mit „kununu“ gelungen. Die Marke ließ sich leicht schützen, ist bislang 100 Prozent imitationsfrei geblieben und im deutschprachigen Raum zum Synonym für Arbeitgeberbewertung im Internet geworden.
Ausgangspunkt der Idee war unserer Wunsch, sich umfassend über potentielle Arbeitgeber zu informieren, sowohl bei konkreten Bewerbungsrunden als auch generell beim regelmäßigen „Screening“ des Arbeitsmarkts.
Im Sinn von kontinuierlicher Marktbeobachtung wird Letzteres zunehmend wichtig für alle Angestellten, die den Begriff der „Employability“ für sich selbst ernst nehmen.
Auch im späteren Verlauf meines Karrierewegs habe ich meine Jobwechsel stets sehr strategisch vollzogen, indem ich mich umfassend über interessante Karrieremöglichkeiten informiert habe.
Bei dieser Gelegenheit wuchs meine Unzufriedenheit mit den Informationsmöglichkeiten über Arbeitgeber .
Ich suchte aktiv nach erfahrungsbegründeten Informationen um mir ein Bild über den nächsten Job zu machen.
Mit Suchkombinationen wie "Betriebsklima", "Aufstiegschancen" usw. in Kombination mit Firmennamen, suchte ich im Internet nach Insider-Berichten von dort tätigen Arbeitnehmern.
Mit den Ergebnissen war ich unzufrieden. Eines Abends erzählte ich meinem Bruder davon; am nächsten Tag begannen wir mit der Arbeit an kununu.
Wieviele Bewertungen gibt es?
Auf kununu wurden
179.718 Bewertungen zu über
63.339 Firmen abgegeben. (Aktueller Stand)
Wie verteilen sich die Bewertungen auf die Länder?
Die Bewertungen teilen sich wie folgt auf (aktueller Stand):
| Bewertungen | Firmen |
| Österreich | 25.795 | 11.379 |
| Deutschland | 133.676 | 45.063 |
| Schweiz | 20.247 | 6.897 |
Werden eher mittelständische oder Dax-Konzerne bewertet?
Aktuell sind über 179.718 Bewertungen zu mehr als 63.339 Firmen abgegeben worden. Wir wachsen mit ca. 200 Bewertungen pro Tag - bei Presseberichten können es bis zu 1.000 Bewertungen sein. Auf kununu ist vom DAX Konzern bis zum "Metzger" jeder bewertet. Tendenziell eher die großen Unternehmen, die bekannten Marken und jegliches Unternehmen, das sich stark im Personalmarketing engagiert - diese Unternehmen werden auch am meisten gegoogelt. Große Unternehmen weisen zahlreiche Bewertungen auf, kleine Unternehmen naturgemäß eher wenige.
Wie garantiert kununu die Seriosität?
Die Seriosität von kununu wird einerseits durch die Bewertungsmethoden und andererseits durch die Kontrolle der Bewertungen gewährleistet. 1. Die Bewertungsmöglichkeiten beruhen (Kategorien in den Fragebögen der Express- und der Standardbewertung) auf dem EFQM (European Foundation for Quality Management) Modell zur qualitativen Bewertung von Unternehmen. Dies soll sicherstellen, daß auch ohne Abgabe von Kommentaren ein ganzheitliches Bild des Arbeitgebers entsteht. 2. Jede Bewertung wird auf die Einhaltung der kununu Regeln kontrolliert und bei Bedarf auf inaktiv gesetzt! Die Bewertungsregeln lauten:
1. Die Bewertung von Personen ist nicht erlaubt!
2. Die Veröffentlichung firmeninterner Informationen ist nicht erlaubt!
3. Diskriminierende, beleidigende, rufschädigende, rassistische und vulgäre Aussagen sind verboten!
Wie erfolgt die Kontrolle?
Die kununu Bewertungen unterliegen einer technischen und manuellen Kontrolle. Jeder Eintrag durchläuft zunächst technische Sicherheitsvorkehrungen und wird dann - wir nennen es nach dem "4-Augen-Prinzip" - zumindest von 2 Personen manuell kontrolliert. Auf kununu gehen Einträge zunächst online und werden innerhalb von 24h vom kununu Team kontrolliert. Weiters steht jedem Besucher von kununu die Möglichkeit offen, Missbrauch zu melden. Wir prüfen diese Bewertungen dann doppelt und dreifach. Die von kununu eingeführten Massnahmen zur Vermeidung von Missbrauch und Hetze haben uns in zahlreichen Medien den Ruf als „professionellste Arbeitgeberbewertungsplattform“ eingebracht.
Die „statistische Meßgrösse“, d.h. die Anzahl der Bewertungen eines Arbeitgebers, ist ein wichtiger Einflussfaktor auf die Relevanz der Bewertung.
Gibt es aus Ihrer Sicht eine Mindestmenge an Bewertungen, die erreicht werden sollte?
Zunächst zur Frage der „Relevanz“: Wie schon gesagt, macht kununu als typische Erscheinung des Social-Media-Zeitalters subjektive Mundpropaganda über Arbeitgeber nutz- und recherchierbar. Das heißt, dass jetzt auch Jobsucher ohne direkte Kontakte zu Menschen, die als Mitarbeiter Erfahrungen bei ihren Wunscharbeitgebern gesammelt haben, diese Erfahrungen in Form von bei kununu veröffentlichten Bewertungen und Kommentaren nutzen können. Damit sind selbst wenige Bewertungen pro Unternehmen erst einmal ein riesiger Fortschritt aus der Sicht der Bewerber.
Natürlich gilt: Je mehr Bewertungen es für einzelne Unternehmen gibt, desto größer ist die Menge an subjektiven Erfahrungen, aus denen unsere Nutzer schöpfen können. Aber auch einzelne subjektive Bewertungen treffen oft zu: Nutzer von kununu berichten übrigens immer wieder über „Vor-Ort-Erfahrungen“ dass schon eine einzige Bewertung die „Realität“ abgebildet hat.
Eine einzige Bewertung ist bereits HILFREICH durch die übersichtliche Darstellung der gebotenen Lohnnebenleistungen. Die Aussagekraft eines kununu Bewertungsprofils liegt im Auge des Betrachters – jeder kununu Besucher liest aus den Bewertungsprofilen das heraus, was für ihn bei der Wahl des nächsten Arbeitgebers wichtig ist. 3 Bewertungen eines 5-Personen-Unternehmens erachten wir als repräsentativ, 10 Bewertungen eines 3.000-Personen-Unternehmens nicht. Für die Repräsentativität eines Bewertungsprofils kann der Arbeitgeber selbst sorgen. Im Gegensatz zu anderen Bewertungsplattformen ist das auf kununu sehr einfach - ein Rundmail an die eigenen Mitarbeiter genügt.
Wie gehen Sie mit den üblichen Vorurteilen Gegenüber Bewertungsportalen um:
1. Es handelt sich in erster Linie nicht um "echte", sondern von Unternehmen gesteuerte Bewertungen
Was die Qualität von Bewertungen auf kununu betrifft, orientieren wir uns an den Emails, Stimmen, Blogbeiträgen unserer Zielgruppe und nicht an Meinungen unter Personalern.
Von Unternehmen gesteuerte Bewertungen müssten schon sehr geschickt koordiniert werden um die Kontrollmechanismen (technische und manuelle) von kununu zu umgehen. Wir gelten nicht umsonst als „professionellste“ Arbeitgeberbewertungs-plattform, weil wir einerseits die Bewertungen sehr streng kontrollieren und zweitens die Meinungsabgabe auf kununu in Richtung konstruktive Kritik „lenken“.
Hinzu kommt, dass ein Manipulationsversuch sehr kurzfristig gedacht ist. Gehen wir mal davon aus, Bewerber unterschreiben einen Arbeitsvertrag auf Basis gefälschter Bewertungen auf kununu. Schön für das Unternehmen, neue Mitarbeiter mit hohem Potential für sich gewonnen zu haben. Aber wie schnell wird sich hier wohl der Schleier lüften, dass Werteversprechen nicht eingehalten wurden bzw. auch gar nicht eingehalten werden können. Das ist ja so ähnlich, als würde sich Ihr zukünftiger Lebenspartner beim Kennenlernen vollkommen verstellen, um in Ihr Wunschbild zu passen. Wie lang kann man diese Fassade aufrecht erhalten? Und das Fazit ist bei beiden Situationen: Enttäuschung, Desillusionierung, womöglich Wut und das Gefühl betrogen worden zu sein. Eine solche Erfahrung findet dann auch wieder ganz schnell ihren Weg zurück zu kununu.
Man darf auch nicht vergessen, dass ein Manipulationsversuch im Web 2.0 die eigene Arbeitgebermarke nachhaltig zerstören kann. Die 10 zur Manipulation aufgerufenen Mitarbeiter gehen nachhause und berichten in deren Blogs, Twitter oder ihrem Facebook Account von der Aktion. Ist schon passiert und ging auch schön in die Hose – aber nicht für kununu sondern für das Unternehmen!
2. Es gibt für viele Firmen (noch) zu wenige Bewertungen, um sich wirklich ein qualitatives Bild zu machen
Stimmt! Aber:
1. Absolut gesehen sind wir im deutschsprachigen Raum mit 179.718 Bewertungen die mit sehr großem Abstand größte Plattform dieser Art.
Auch in Europa sind wir nach meinem Wissensstand der größte Anbieter.
2. Kununu bietet bereits Mehrwert durch die Informationen über Benefits für Mitarbeiter.
Viele Firmen sind sich zudem nicht bewußt, dass aufgrund von selbst nur wenigen Bewertungen sehr viele potenzielle Mitarbeiter versuchen, sich ein Bild über den Arbeitgeber zu bilden.
Das sind oft tausende bei bekannten Arbeitgebermarken.
3. An welchem Maßstab orientiert sich das „zu wenige“?
Vor dem Zeitalter der Bewertungsplattformen konnten Nutzer sich dann ein Bild aus erster Hand über einen Arbeitgeber verschaffen, wenn sie über einen Bekannten verfügten, der dort schon gearbeitet hatte. Aber auch dieser Einblick aus dem Zeitalter der nicht-digitalen Mundpropaganda war äußerst subjektiv. Jetzt haben Menschen die Möglichkeit, sich im Internet über eine Vielzahl subjektiver Arbeitgeber-Eindrücke zu informieren – auch ohne einen Bekannten haben mit entsprechenden Erfahrungen zu haben.
kununu hat die Informationssituation für Bewerber also eindeutig verbessert. „Zu wenig Bewertungen“ orientiert sich daher nicht am status quo vor dem kununu-Zeitalter, sondern an einem fiktiven Wunschbild, am Ideal einer objektiven, nutzergenerierten und weitgehend unfehlbaren Arbeitgeber-Prüfstelle. Schön wär’s, das dürfte in absehbarer Zeit aber schwierig werden.
Dennoch bleiben wir an unserem Ziel dran, möglichst viele Erfahrungen mit Arbeitgebern für andere zugänglich zu machen: Wir wünschen uns mehr Bewertungen.
Hier arbeitet die Zeit für uns: Derzeit verzeichnen wir einen Zuwachs bei den Bewertungen von monatlich 15 Prozent. Wir rechnen damit, dass diese Zahl künftig noch eher zunimmt.
Uns von kununu ist es schließlich im Grunde genommen egal, wieviele Bewertungen zu einem einzelnen Arbeitgeber auf kununu zu finden sind - den Firmen sollte es wichtig sein, ein repräsentatives Arbeitgeberprofil auf kununu zu haben! Viele Firmen haben dies verstanden und animieren deren Mitarbeiter zu (ehrlichen) Bewertungen.
Andere werden in Bewerbungsgesprächen darauf angesprochen, warum denn nicht mehr Bewertungen auf kununu zu finden sind. Motto: „Haben Sie etwas zu verbergen?“
3. Es handelt sich eigentlich nur um eine Jobbörse, der Nutzen als Bewertungsportal steht für User nicht so im Vordergrund
kununu ist keine Jobbörse. Auf Jobbörsen geht es vordergründig um die Besetzung von Stellen. Auf Social Media Plattformen – und kununu wird zu diesen hinzugezählt – geht es um Präsenz, Markenaufbau und Steigerung der Bekanntheit unter potentiellen Bewerbern. Erst wenn man bekannt ist, generiert man auch Bewerbungen.
Wir haben erst kürzlich unsere Bewerter befragt, wie diese das „Tool“ kununu anwenden. Als Jobbörse sieht kununu kein einziger unserer Besucher, sondern vielmehr als ein Arbeitgeberverzeichnis, das die Suche nach dem passenden Arbeitgeber ermöglicht. Das Herzstück von kununu - die Suche – spiegelt diese Funktion wieder. Hier sucht man nicht (wie auf Jobboards) nach Tätigkeit bzw. Tätigkeitsbereich, sondern nach einem Arbeitgeber, der Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitsmodelle, ein gutes Arbeitsklima und den Firmensitz im Umkreis von 20km vom Wohnort bietet.
Auf kununu steht das Arbeitgeberportrait in all seinen Facetten im Vordergrund. Neben einem ausführlichen Profil und Fotos vom Arbeitsalltag runden die auf kununu platzierten Stellenanzeigen ein Arbeitgeberportrait ab.
Die auf kununu eingebundenen Stellen erfüllen 2 Zwecke:
a) das Unternehmen signalisiert, dass es wächst, interessante Stellen zu besetzen hat etc. und
b) soll der Weg zur Bewerbung so einfach wie möglich gemacht werden.
Unser Preismodell für Stelleneinbindung (Flat-Tarif) ähnelt dementsprechend auch eher einer Werbeplatzierung als einer Stellenanzeigen-Buchung.
Fürchten sie nicht um die Glaubwürdigkeit von kununu, wenn Unternehmen einerseits bewertet werden und andererseits Firmenpräsenzen buchen?
Nein. Offizielle Arbeitgeber-Profile sind eindeutig von den nutzergenerierten Bewertungen getrennt. Das ist eine zusätzliche – und vielleicht auch besonders interessante – Stimme im Dialog über Unternehmen als Arbeitgeber. Wir wünschen uns die offene Aktivität von Unternehmen auf kununu. Deshalb räumen wir allen Unternehmen kostenfrei die Möglichkeit ein, einen HR-Account zu nutzen, um zu Bewertungen Stellung zu nehmen.
In Social Media gewinnen Verbraucher, Nutzer, Kunden und auch Arbeitnehmer einen Zugriff zu Informationsplattformen der Meinungsäußerung und der Bewertung.
Welchen Stellenwert, welche Bedeutung haben diese Portale im Vergleich zu den bisherigen traditionellen Portalen der Meinungsführerschaft in der Medien- und Firmenwelt?
Der wichtigste Unterschied zu den traditionellen Medien ist, dass diese zum großen Teil von Arbeitgebern selbst oder den von Ihnen beauftragten Agenturen produziert wurden. Die auf kununu eingestellten Informationen/Bewertungen sind dagegen Stimmen echter Mitarbeiter und deshalb glaubwürdiger.
Subjektive Meinungsportale wie zum Beispiel kununu, werden immer nur ein Puzzleteil zum Gesamtbild über Arbeitgeber beisteuern können. Bei meiner Arbeitgeber-Recherche besuche ich natürlich parallel die Karrierewebseiten, Messestände auf Absolventenmessen und googele das Unternehmen um subjektive und authentische Informationen zu finden.
Können Sie konkrete Beispiele nennen, wie sich beispielsweise Arbeitnehmerbewertungen bei kununu auf das Employer Branding positiv oder negativ auswirken?
Unsere Erfahrungen zeigen durchgängig, dass Unternehmen, die aktiv mit kununu umgehen, besonders von unserer Plattform profitieren. Unternehmen wie die Deutsche Telekom, die Commerzbank, Bosch, Siemens, E.ON oder Bayer (um nur einige zu nennen) weisen Mitarbeiter und Bewerber explizit auf kununu hin und generieren dadurch auch Bewertungen von zufriedenen und tendenziell eher nicht mitteilungsbedürftigen Mitarbeitern.
Es ist für uns eine sehr wünschenswerte Entwicklung, dass durch Arbeitgeber-Bewertungsportale die „Guten“ unter den Arbeitgebern vom Imageschub profitieren und sich von den „Bösen“ abheben. Natürlich glauben wir daran, dass Unternehmen wandlungsfähig sind und durch Feedback - auf Plattformen wie kununu - Verbesserungspotentiale entdecken und nutzen.
Welche konkreten Rückschlusse können Arbeitnehmer oder Bewerber aus den Firmenbewertungen ziehen?
Auf kununu bieten die Suchfunktionalitäten die Möglichkeit, passende Arbeitgeber zu finden. Passend definiert sich hierbei als ein gutes „Matching“ aus den individuellen Bedürfnissen der Bewerber und den Informationen, die unsere Bewerter zur Verfügung stellen.
Ein typischer kununu Besucher sucht anlaßbezogen entweder konkret nach einem Unternehmen - zum Beispiel um sich auf ein Vorstellungsgespräch oder die Entscheidung zwischen mehreren Arbeitgebern vorzubereiten. Oder er sucht zum Beispiel nach einem Arbeitgeber, bei dem das Betriebsklima stimmt, der flexible Arbeitszeitmodelle bietet und sich im Umkreis von 10km befindet.
Wie könnten Unternehmen an negativen Bewertungen interessiert sein?
Wir bringen gerade hier gerne das Beispiel: Wenn Firmen Produkt-Rückholaktionen starten, bleibt den Kunden nicht in Erinnerung, DASS EIN PRODUKT FEHLERHAFT WAR, sondern WIE DAMIT UMGEGANGEN WURDE. Es gibt Beispiele für Unternehmen, denen der richtige Umgang mit Reklamationen bzw. das Handling von Produkt-Rückholaktionen (!) einen Image-Schub verpasst hat! Genauso wird es den Unternehmen einen Glaubwürdigkeits- und Imageschub verpassen, wenn Arbeitnehmer sehen, daß
1. seitens des Unternehmens eine Offenheit gegenüber Feedback-Medien wie kununu herrscht und
2. auf eventuelle Kritik reagiert wurde.
Wie sollte ein Personaler bzw. ein Arbeitgeber mit negativen Bewertungen umgehen? Was ist unbedingt zu vermeiden?
Bewerter haben in den wenigsten Fällen die Absicht, ihrem Unternehmen zu schaden. Vielmehr nutzen sie solche Plattformen, um auf Verbesserungsmöglichkeiten in Unternehmen hinzuweisen. Arbeitgeber sollten für dieses Feedback dankbar sein. Treten trotzdem Fälle falscher Behauptungen auf, so sollte man die Betreiber von solchen Plattformen kontaktieren und belegen, dass die abgegeben Bewertungen nicht der Wirklichkeit entsprechen. Zudem haben HR-Verantwortliche bei kununu die Möglichkeit, einen Arbeitgeber-Account anzulegen und dadurch zu den Bewertungen und Kommmentaren offiziell und sichtbar Stellung zu beziehen. Dieses Instrument können Arbeitgeber im Einzelfall überlegt und gezielt einsetzen.
Mit negativen Bewertungen und Kommentaren zu Arbeitgebern, die der Wahrheit entsprechen, werden Arbeitgeber leben müssen. Das gilt nicht nur für kununu, sondern für alle Social Media-Plattformen. Vor der Manipulation von Bewertungen als Gegenstrategie möchte ich ausdrücklich warnen. Gefälschte Bewertungen im Stil althergebrachter Arbeitgeber-Imagebroschüren erkennen unsere Nutzer leicht. Erboste Reaktionen auf solche Manipulationstaktiken lösen schnell einen Schneeballeffekt aus, der das Image eines Arbeitgebers nachhaltig schädigt.
Doch was ist die Alternative zur Manipulation? Der produktive Umgang mit Arbeitgeber-Bewertungsplattformen gehört zu einer modernen Personalmarketing Strategie. Eine Plattform wie kununu.com, die in der Fachwelt einen guten Ruf genießt und enorme Zuwachszahlen aufweist, sollten Personalmarketingverantwortliche ernst nehmen. Ein richtiger Umgang mit solchen Plattformen wäre, aktiv die eigenen Mitarbeiter zur Abgabe einer Bewertung aufzufordern. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man betreibt internes Personalmarketing, weil man seinen Mitarbeitern Offenheit für Feedback signalisiert. Nach außen betreibt man authentisches Personalmarketing, indem man sich auf den Dialog einlässt und so in der Gunst potenzieller Bewerber steigt. Zudem bietet kununu zahlreiche Möglichkeiten das Bild als Arbeitgeber durch das Hinzufügen eines Firmenprofils, Unternehmensvideos oder der Einbindung von Stellenanzeigen mit zu gestalten.
Wie sichern Sie sich juristisch gegen mögliche Klagen von Unternehmen ab?
Vom ersten Tag an, haben wir uns juristisch beraten lassen und so ruht kununu auf sehr soliden Beinen - auch juristisch gesehen. Durch unsere Bewertungsmethodik, Bewertungsregeln, durch die moralische Verpflichtung des kununu Teams und die Gründervisionen für die kununu Zukunft, gilt kununu als "professionellste Arbeitgeber Bewertungsplattform" und genießt in HR Kreisen einen ausgezeichneten Ruf.
Wie sehen Sie die weitere Entwicklung bzw. den zukünftigen Einfluss von Arbeitgeberbewertungsportalen?
Müssen Arbeitgeber ihre Investitionen in die Markenbildung, also in das Employer Branding intensivieren oder ist das in naher Zukunft ein Unterfangen ohne grosse Chancen?
kununu.com gilt als einer der fünf Trends in der Jobsuche (lt. BITKOM Studie) und wird an Bedeutung für die Suche nach dem passenden Arbeitgeber bzw. Arbeitgeber-Recherche noch stark zunehmen.
Zudem zählt kununu zu den TOP 10 Social-Media Diensten für Recruiting (lt. SF eBusiness Studie) und für Unternehmen wird es zunehmend wichtiger werden, in den Dialog mit den Bewertern zu treten und aktiv das Bild auf kununu mitzugestalten.
Abgesehen davon, dass Employer Branding ein fixer Budgetposten in HR sein solte, sehe ich eine Zunahme von Employer Branding Ausgaben im Zusammenhang mit Social Media bzw. User-generated-content nicht - schon eher eine Umschichtung in neue Kanäle. Die Kosten einer Absolventenmesse oder eines einziges Printinserats in Social Media Dienste investiert, bringt für die Arbeitgebermarkenbildung spürbare Gewinne.
Braucht der HR-Markt so etwas wie kununu?
Martin Poreda: „Der "HR-Markt" ist ebenso ein Marktplatz, mit den Markteilnehmern: Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ich befürworte grundsätzlich Transparenz für alle Marktteilnehmer in jedem Markt, die bisher im "HR-Markt" nur einseitig gegeben war. Es herrscht eine Informationsasymmetrie zugunsten von Arbeitgebern, die - wenn sie sich geschickt anstellen - jedes noch so peinliche Detail über einen Bewerber googeln können. (Stichwort "Personensuchmaschinen"). Dass anscheinend auch Arbeitgeber gegoogelt werden, zeigt der Erfolg von kununu. Bei einer derart wichtigen Entscheidung Pro-Contra eines Jobs, wollen Bewerber für eine fundierte Entscheidungsfindung mehr über den zukünftigen Arbeitsplatz in Erfahrung bringen und konsultieren Plattformen wie kununu. Auch hier gilt "wer kauft schon gern die Katze im Sack"?“
Wie ist die Resonanz der Firmen?
Die Resonanz auf kununu ist tendenziell sehr positiv. Der Großteil der Firmen sieht kununu als was es ist: Eine zusätzliche Informationsquelle (neben den hausinternen Mitarbeiterbefragungen in großen Unternehmen), die Aufschluß darüber gibt, wie die eigenen Mitarbeiter über das Unternehmen denken und sich die Mühe machen, dies auch zu veröffentlichen.
Was ist das langfristige Ziel von kununu was Inhalte und Marktbedeutung betrifft?
Unser Ziel ist es, die kununu Mission zu erfüllen und über möglichst viele Unternehmen repräsentative Informationen zu liefern. Wir messen den Erfolg von kununu anhand unseres Rufs in der HR Szene, der Anzahl von engagierten Arbeitgebern auf unserer Plattform und der Besucher bzw. Bewertungsanzahl auf unserer Plattform.
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