Auszeit und Orientierung

  • Franz99
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Hallo ich weiß nicht wie ich anfangen soll.
ich bin 42, männlich,  aus Österrreich, habe Matura, bin 17 Jahre in der Firma als Softwareentwickler, Stimmung in der Firma ist nicht so besonders toll sehe aber auch kein Weiterkommen.
Irgendwie kann kann ich das nicht mehr sehen (zumindest für eine mehr oder weniger lange Zeit)  und habe so etwas wie ein (leichtes) burn out. Vielleicht ist es auch eine Midlife crises, jedenfalls habe ich das Gefühl, ich werde da nur älter, aber sonst tut sich nicht so viel. Der Chef hat eigentlich grundsätzlich eine gute Meinung von mir, denke ich zumindest.
Nun überlege ich, mir eine Auszeit (Bildungskarenz) zu nehmen (drei Monate, besser sechs Monate), auch mit einer etwas längeren Reise.
Das Dumme ist, ich weiß eigentlich weiß, was ich wirklich möchte. Ein psychologischer Test wäre vielleicht nicht schlecht (Persönlichkeitstest, ..) Ich interessiere mich eher für Naturwissenschaft, Linux, ...
Die Frage ist, ob es besser ein Kurs oder gleich ein Studium (einmal ein Semester probieren; wird laut Arbeiterkammer vom Arbeitsamt als Weiterbildungsmasnahme aktzeiptiert) wäre. Studieren mit 42, (wegen dem Alter?) Ein Kurzstudium mit 4 Semester wäre möglicherweise doch realistisch (?)
Finanziell geht es mir nicht so schlecht, als dass ich 6 Monate ohne mein gewohntes Gehalt nicht aushalten könnte.
Ich denke mir (und das beschäftigt mich schon länger): Je länger ich warte (mit meinen 42 Jahren), desto schwieriger wird es, deswegen habe ich schon eine Zeitpanik, um doch noch einen Absprung oder Änderung zu schaffen.
Jetzt wird vielleicht wer fragen oder vorschlagen, Änderung in der Fimra oder in meinem Aufgabenbereich herzuführen. Das habe ich vor knapp 2 Jahren gemacht (Abteilungswechsel). Am Anfang war es sehr interessant und ich war sehr motiviert, doch in den letzten paar Monaten ist wieder der gleiche ablauf, den ich schon seit den letzten Jahren kam, eingetreten.
Bin ich hier eigentlich im richtigen Forum? Oder wäre ein anderes besser für mein Anliegen?
Wie seht ihr das oder was würdet ihr mir empfehlen?
Danke schon einmal im voraus für mögliche Antworten. :)
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo Franz99!
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Willkommen im Forum.
Lies doch mal das hier: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/burnout.htm
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Es hilft vielleicht die eigene Situation besser einschätzen zu können.  Sollte es überhaupt nicht passen, hast du schon mal ein Problem weniger.
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VG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Franz99
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Hallo kanunu4Me, danke für die Antwort und dem Willkommensgruß und dem Link.
Was mich noch interessieren würde. Leute, die ein Sabattical oder Auszeit nahmen: würden sie es wieder tun? Muss ja ein richtiges Gefühl der Freiheit sein :)
  • Franz99
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
zu deinem Link:
Die "Belastung" ist eigentlich recht unterschiedlich. Manchmal gibt es sogar kaum was zu tun, dann kommen parallel wieder Aufgaben herein. Hängt sicher auch mit der Organisation zusammen. Was ich mir noch denke, ich habe nie das Gefühl, dass eine Arbeit wirklich abgeschlossen ist, weil oft Nachforderungen und -verbesserungen
erwartet und gestellt werden.
Sonst: ja, einige oder viele Stellen kommen mir bekannt vor bzw. treffen auf mich zu, also besonders was Warn- und Alarmsignale angeht. Tagesmüdigkeit bzw. chronische Müdigkeit bzw. allgemeine Erschöpfbarkeit oder Abgeschlagenheit.
Sonst möchte ich noch bemerken, sehr guter Artikel, besonders der Abschnitt "Vorbeugende Maßnahmen".
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo Franz99!
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Ich hoffe, Du findest jemanden im Forum der Dir aus eigener Erfahrung einen Tipp geben geben kann.
(Dazu bin ich gerade aufgrund meiner eigenen Situation nicht im Stande. Nebenbei bemerkt: Ich bin eine Frau ;-) )
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Ich kann Dir im Moment nur sagen, dass es mir oft geholften hat, hier auf lebenserfahrene Menschen getroffen zu sein, die vielleicht ähnliches aus eigener Erfahrung kennen und Dich auf die Fallstricke der Arbeitswelt aufmerksam machen können.
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Sicher, es geht hier nicht um psychologische Beratung, sondern um das unerschöpfliche Thema Arbeit (oder Nicht-Arbeit). Beides ist nicht immer lupenrein zu trennen. Vielleicht ist es für Dich gerade wichtig zu verstehen, was Dein eigentliches Problem ist: Arbeit? Leben? Sinnfindung? ...
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Ich wünsche alle Gute,
C
  • Franz99
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Danke kanunu4me oder C ;),
Ich werde im Forum noch ältere Beiträge durchlesen (ist immer interessant).
Ja, Du hast recht, es ist nicht nur ein Problem, sondern eher eine Kombination aus Deinen genannten Faktoren Arbeit, Leben, Sinnfindung. Grundsätzlich ist ja meine Arbeit ja nicht sooo weit weg von dem was mich interessiert (auch wenns halt immer einseitiger wird, deswegen auch der Wunsch, einmal etwas anderes zu machen oder zumindest probieren), nur die Atmosphäre in der Firma lässt zu wünschen übrig.
Franz
Danke nochmals :)
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
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