Burn Out

  • nikky
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 3 Jahre
Hallo,

ich habe neun Jahre in einer Firma gearbeitet und bis an meine Leistungsgrenze getrieben.
Nun bin ich seit einem halben Jahr arbeitslos und leide seither an Burn Out.
Wenn ich mich jetzt für einen neuen Job entscheide, dann soll es ein Job sein, der mich wirklich erfüllt und mich auch persönlich begeistert.
Ich möchte nicht mehr arbeiten gehen nur damit ich finanziell über die Runden komme. Schließlich verbringt man 80% seiner Zeit im Job.
Ich bin auch bereit eine neue Ausbildung (berufsbegleitend) zu beginnen.
Allerdings habe ich auch Angst, dass ich den üblichen schweren Start nicht überstehe, weil ich einfach keine Kraft mehr habe.

Hat jemand Erfahrung mit Burn Out?
Wie lange dauert so eine Phase?
Ist man danach wieder so leistungsfähig wie zuvor, oder bleibt man ein "Vaserl"?

LG
  • Siegfried
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 53
vor > 3 Jahre
Hallo nikky,

meine Theorie ist, dass Burn Out gar keine schlechte Sache ist. Ein Schutzmechanismus so ähnlich wie eine Thermosicherung bei einem Elektrogerät, damit verhindert wird, dass die Wicklungen durchbrennen. Die Alternative lautet nämlich immer öfters auch bei jungen Leuten Herzinfarkt oder Schlaganfall. "Karoshi" (Tod durch Überarbeiten) war in den 80ern in Japan ein Begriff.

Ich würde es langsam angehen und vesuchen die richtige "Drehzahl" für dich zu finden. Ich glaube nicht dass du ein Vaserl sein mußt, aber begib dich nicht unnötig in den roten Bereich, der hat keinen guten Wirkungsgrad.

Lass dich ein bißchen Beraten bezüglich Jobneuorientierung oder Weiterbildung.
Schau was für Weiterbildungskurse angeboten werden,
und wie du dir tust dabei. Also etwas zurückschalten wenn es zu stressig wird. (Eine Kur machen, ein entspannendes Hobby zulegen...)

Eine berufsbegleitende neue Ausbildung oder Weiterbildung ist nicht schlecht, vielleicht gibt es Förderungen in deinen Fall, oder vielleicht auch ein berufsbegleitendes Studium.
In Österreich gibt es da zum Beispiel auch Förderungen.
Im Prinzip bist du momentan in der guten Lage diese Dinge jetzt in Angriff zu nehmen, was für die Weiterbildung zu machen, wenn man im "Hamsterrad" drinsteckt hat man meist eh kaum Zeit und Motiation.

Alles Gute, Sigi
  • MantaFan
  • Status: Legende
  • Beiträge: 689
vor > 3 Jahre
Hallo nikky,

Ich finde nicht das du deswegen ein Vaserl bist. Das kann jeden mal passieren. Ich denke auch du solltest es langsam angehen. Aber du wirst sehen wenn du was findest das dir richtigen Spass macht, dann hat auch für dich das Árbeiten wieder einen Sinn und kann dann auch Spass machen.

mantafan
  • nikky
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 3 Jahre
Ich habe heute ein wenig im Internet gestöbert (vermutlich ein Fehler, denn ich bin jetzt wieder total deprimiert) und dabei bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen: Wenn ich wieder in einen ähnlichen Bürojob zurück gehe, wovor ich eigentlich geflohen bin, dann kann ich mit EUR 2000,- (brutto) im Monat rechnen, wenn ich allerdings die Ausbildung mache die mich eigentlich interessiert (Sozialarbeiterin bzw. Lebens- und Sozialberaterin), dann kostet mich die Ausbildung EUR 12.000,-, dauert drei Jahre und ich kann danach mit einem Gehalt zwischen EUR 1.400,- bis 1.800,- rechnen.
Um meine Fixkosten decken zu können muß ich allerdings mindestens EUR 1.600,- NETTO (!) verdienen und deshalb gehe ich auch zusätzlich am Sonntag arbeiten.
So wie ich das sehe ist es wohl besser, wenn ich meinen Traum aufgebe und schaue, dass ich viel Geld verdiene und bald wieder genügend Kraft habe, damit ich auch wieder viel arbeiten kann.
Irgendwie bereue ich jetzt, dass ich damals den Job gekündigt habe, denn ich habe wirklich (inklusive Prämie und 13. + 14. Gehalt) sehr gut verdient. Auf´s Monat aufgerechnet waren das EUR 1.850,- (!!!)
Ich hab´s aber leider nicht mehr ausgehalten, weil mich mein Chef so gemoppt hat und vermutlich auch, weil ich den Job gar nicht so richtig zu schätzen wusste (nach 9 Jahren wurde es mir einfach zu langweilig und ich wollte etwas arbeiten was wirklich Sinn und Freude macht).
Ich bin ein Vollidiot!!! :evil:
  • bodrum56
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 408
vor > 3 Jahre
Hallo nikky,

Du hast damals sicher wichtige Gründe gehabt, den Job zu kündigen. Du warst dort unglücklich und hast es nicht mehr ausgehalten. Daher deine Entscheidung. Überlege dir einmal in Ruhe, was du wirklich möchtest und was dir wichtig ist. Vor allem welche Vor- und Nachteile jeder Job hat. Vielleicht fällt dir die Entscheidung dann leichter. Daß du damals gekündigt hast, solltest du dir jedenfalls nicht mehr vorwerfen.

Liebe Grüße
  • sunny67
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 3 Jahre
hallo nikky

ein guter rat, such dir auf jedenfall psychologische hilfe,ich spreche aus eigener erfahrung, mit viel glück und dem richtigen wohnort, bekommt man das sogar von der krankenkase bezahlt,

mit burn-out, fühlt man sich zeitweise auch wieder sehr gut, nur die abstände zwischen den depressiven phasen werden immer kürzer bis man dann garnicht mehr kann, wichtig für dich ist jetzt nur mal auf dich rücksicht zu nehmen, auf deine bedürfnisse zu achten, auch wenns den mitmenschen manchmal ein bisschen egoistisch vorkommt,

suche dir in ruhe die richtige arbeit und setze dich nicht unter druck und lasse dich nicht unter druck setzen,
  • LocoCoco
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 7
vor > 3 Jahre
Liebe nikky, Wie gehts dir mittlerweile - dein Post ist ja schon 2 Monate alt? Ich kann dir nur folgendes raten: Guck nicht nur auf das Geld, weil kein Geld der Welt kann Folgeschäden von BurnOut aufwiegen: Probleme mit dem Partner, Lustlosigkeit in allen Belangen (Freizeit, Sex, Spaß am Leben ...) Ich war mal in derselben Situation - Arzt diagnostizierte mir "BurnOut" (Tinitus inklusive wegen dem Stress) und ich habe sofort gekündigt, weil meine damalige Arbeit nicht proaktiv "veränderbar" war (Handel/Verkauf). Ich wagte den Sprung ins kalte Wasser - erholte mich 3 Monate ganz bewußt (mein Partner unterstützte mich total) und danach hatte ich wieder die Kraft was Neues zu suchen und die nötigen 120% während der Einarbeitungsphase aufzubringen. 1. Wer arbeiten will - findet einen Job. 2. Wer fleissig ist - findet einen gutbezahlten Job! Also falls noch aktuell: Weine nicht dem Geld im alten Job nach, erhol Dich und auf gehts in ein neues Abenteuer in einem neuen Job. Alles wird gut. Auf bald - Jennifer
  • MantaFan
  • Status: Legende
  • Beiträge: 689
vor > 3 Jahre
Hallo locococo,

Ich finde auch das sich nikky zuerst einmal gut erholen soll. Danach kann sie sich ja wieder einen Job suchen. Aber ich finde es auch gut, das dein Partner in dieser schwierigen Situation zu dir gestanden hat. Das ist nämlich nicht selbstverständlich. Es gibt viele Partner, die dann mit der Situation total überfordert sind und dann das Handtuch werfen.

mantafan
  • wurzel
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  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
@ all
Vorab allen einen guten Morgen. So ein Burn-out ist eine Krankheit, bei der man wirklich schlecht mit sich klar kommt. Ich selbst habe 30 Jahre gearbeitet und musste mich Ende Januar geschlagen geben, d.h. die Depression wurde so schlimm, dass ich weder psychisch noch körperlich arbeiten konnte. Das Ganze ist nun ein halbes Jahr her und ich spüre, dass ich nach wie vor an der Grenze zu einer weiteren Depression stehe, was mir richtig Angst macht.
Begleitet hat mich die ganze Zeit mein Hausarzt und zum Glück mein Partner. Mein Hausarzt hat mir bereits vor drei Monaten empfohlen, dass ich zu einem Psychiater gehen soll. Habe den Gedanken bis letzte Woche weit von mir geschoben. Jetzt studiere ich plötzlich konkreter, ob mir diese Hilfe wohl gut tut.
Kann mir irgend jemand von euch einen Rat geben? Was soll ich denn überhaupt diesem fremden Menschen erzählen?

Vielen Dank und einen schönen Tag!

Wurzel
  • sunny67
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 3 Jahre
ich habe einen psychologen besucht, und mir hat das sehr geholfen, ich hatte als unterstützung auch noch meine chefin, da sie auf meine arbeitskraft nicht verichten wollte und hat mir den sogar spendiert, man kann gerade dieser fremdem person alles erzählen was man für richtig hält, oder von sich preisgeben will, das gute bei so einem besuch bei einen psychiater ist,
das er einem vermitteln kann, das man wichtig ist,das man etwas wert ist, das man auf sich selber schaun muss,auf familienmitglieder und freunde hört man zu diesem zeitpunkt nicht mehr,da man denkt sie müssen das sagen, damit man weiter funktioniert, was zwar stuss ist aber man denkt so,

ich rate auf jedenfall zu so einem besuch,wenn das verhältnis ziwschen arzt und patient passt, kann man grade dem alles sagen, mir hats geholfen, ich stosse zwar manchmal an meine grenzen, aber dann erinner ich mich wieder was ich den gesprächen mit dem psychologen besprochen habe, und versuche dannach zu handeln,

lg und viel glück wurzel

sunny
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
"sunny

Vielen Dank für deine Unterstützung. Ich muss jetzt einfach noch den Sprung schaffen, dass ich mich endlich entschliesse zu telefonieren um einen Termin auszumachen.
Finde ich super, dass du im Geschäft unterstützt wirst. Bei mir in der Sozialhilfe war das Gegenteil der Fall und man hat mich wie eine heisse Kartoffel fallen lassen.
So kämpfe ich jetzt auch noch mit der Arbeitslosigkeit. Ist schon ein wenig viel Sch......... :!:
Trotzdem, heute scheint bei uns die Sonne und da versuche ich ein wenig positive Gedanken zu gewinnen.

Schönen Tag

Wurzel 8)
  • Muellina
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 439
vor > 3 Jahre
Hallo @ all,

wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, war ich in einer ähnliche Lage, wie einige von Euch. D.h. ich war zumindest kurz vor dem Burn-Out und wenn ich weiter gearbeitet hätte, dann wäre es auch ein Burn-Out geworden. Auch ich war bei einem Psychotherapeuten, kann aber dazu nur rein subjektiv sagen, daß mich das sehr genervt hat, denn da sollte ich meine Kindheit aufarbeiten etc. und habe einfach keinerlei Zusammenhang gesehen damit, daß ich massiv gemobbt wurde. Sicher, mobben kann man nur den, der es mit sich machen läßt, trotzdem, für mich war das nichts.

Auch bei einem Psychiater war ich - das war schon vernünftiger. Lest am Besten überhaupt erst mal im Internet nach, was der Unterschied zwischen Psychotherapeut und Psychiater ist, das bringt schon weiter, wenn man selbst beurteilen soll, wo man besser aufgehoben ist.

Mir hat beides nicht viel gebracht, ich habe das dann auch abgebrochen und beschlossen, lieber arbeitslos zu sein. Diese Entscheidung bereue ich auch nicht, denn es ist jedenfalls zuträglicher, als ernsthaft krank zu werden.

Lieben Gruß und alles Gute an alle hier!
  • Simba
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 17
vor > 3 Jahre
Ich glaube doch, dass es ganz wenige Menschen gibt, die wirklich froh über ihren Job sind und wirklich jeden Morgen gerne zur Arbeit gehen. Die meiste Motivation bekommen wir doch durch unser Gehalt und darum gehen die meisten auch arbeiten. Nur die Selbsständigen haben wirklich langfristig Spaß an Ihrem Job, obwohl es da auch sehr hart ist und Sie auch viele Überstunden machen müssen.
  • sunny67
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 3 Jahre
hallo muellina

das tut mir leid das es dir nicht geholfen hat, ich musste auch keine kindheit aufarbeiten, sondern mir wurde nur klargemacht, was für mich das wichtigste ist um nicht seelisch zugrunde zu gehen, meiner meinung nach bist du an leute gekommen, die ihren beruf machen weil sie dafür bezahlt bekommen, (auch rein subjektive meinung),

ich kann es mir leider nicht leisten nicht arbeiten zu gehen,(alleinerziehende mutter von 2 kindern)ausserdem finde ich es für mich besser eine arbeit zu haben,die mich zeitweise auch von den problemen ablenkt, als den ganzen tag zeit zu haben darüber nach zu denken, normalerweise weiss ja jeder selbst was gesund ist (seelisch mein ich ), bei mir war das in der ärgesten phase nicht mehr der fall,

und das mit dem arbeitspaltz mobben, sehe ich nicht so, denn wenn man seelisch schon am boden ist kann man sich gegen moobing garnicht mehr wehren, und erduldet es nur mehr, würd mich wahrscheinlich auch wieder in depressionen schmeissen (die ich damals noch net mal als depression erkannt habe)

@ simba: und bei selbstständigen kommt auch teilweise noch der tägliche kampf ums überleben dazu und existenzängste

lg sunny
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
Hallo sunny

Wow, stell dir vor, vor einer Stunde habe ich mich doch tatsächlich durchgerungen und beide Telefonnummern, die ich vom Hausarzt bekommen habe, angerufen. Leider haben beide Psychiater im Moment keinen Platz frei. Stinkt mir ein wenig, denn ob ich jetzt noch einmal einen Anlauf nehme via Telefon :-: :-:

Ich hab im Job übrigens auch nicht bemerkt, dass ich eine Depression habe. Ich war lediglich ohne Ende völlig k.o., hatte nur noch Schmerzen an meinen beiden kaputten Bandscheiben, war nur noch müde, hatte keinen Spass mehr an irgend etwas und wäre am Liebsten nur noch im Bett geblieben. Der Zufall wollte dann, dass ich zum Frauenarzt musste und der mich umgehend zu meinem Hausarzt geschickt hat. Tja, so sind dann 6 Wochen zu 100 % und 3 Monate zu 50 % Arbeitsunfähigkeit daraus geworden.

Dir wünsche ich von Herzen alles Gute und viel Freude an deinen Kindern.

Wurzel :P
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ An nikky,

Liebe nikky, ich hoffe dass es Dir besser geht.
Es ist sehr schade, dass Du nicht mehr geschrieben hast wie es Dir geht.
Ich denke, dass viele Forumbeiträge wie zB. von Muellina , Bodrum, Blumenwelt....Dich ein wenig aufgebaut hätten.
Ich wünsche Dir viel Kraft, Kopf hoch, melde Dich.
Viele liebe Grüße
Sternenhimmel
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ an alle die hier reinschauen,

" Aus einem Tief entstehen oft wahre Wunder "

was ich Euch vom Herzen wünsche
Sternenhimmel
  • Diva
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  • Beiträge: 2812
vor > 3 Jahre
@Sternenhimmel. Ja, das kann ich nur bestätigen ! Mein Lebenspartner hatte einen Burn Out. Der Leistungsdruck im Job hat ihn so krank gemacht , bis nichts mehr ging. Er hat im Juni profesionelle
Hilfe in Anspruch genommen; die 7 Wochen gedauert hat. Das ist keine Schande !!! Aber auch die Liebe & eine überaus gefestigte Beziehung haben geholfen; das wir jetzt sagen können: Alles wird gut. Nur Mut !!!
L. Gr. DIVA
  • Muellina
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 439
vor > 3 Jahre
@ Nikky

ja, wo bist Du und wie geht es Dir eigentlich? Es ist einfach oft so, daß man sich hier "verschreibt", vieles auf sich selbst bezieht und den Initiator des Themas einfach vergißt - es wäre wirklich schön, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst, denn letzten Endes geht es hier um Dein Thema.

@ Sternenhimmel

Dich habe ich hier als sehr, sehr, sehr sozial eingestellte Persönlichkeit kennengelernt und Dein Beitrag hier bestätigt mir das wieder mal. Du bist einfach nur absolut liiiiieb!!!

Alles Liebe und Gute für Euch Beide und für alle hier.
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ Liebe Muellina,
Ich habe Dich auch in mein Herz geschlossen.
Ja das stimmt, ich bin sehr sozial eingestellt.
Leider konnte ich es nicht auch in meinem Berufsleben verwirklichen.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
Sternenhimmel

PS. Ich finde es nett, dass auch Du an nikky geschrieben hast.
  • sunny67
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 3 Jahre
@wurzel,

vielen dank für deine grüsse an meine kinder, nicht aufgeben eine versuch ist es alle mal wert, leider sind viele stellen mit terminen überhäuft und man bekommt selten einen platz, ist auch von bundesland zu bundesland unterschiedlich, wien zb ist sehr schlimm, ich hab mir zb aus dem internet nummern gesucht die man anrufen kann, und mir vorgenommen jede woche 4 nummern anzurufen, mehr hab ich nicht geschafft, und irgendwann hats dann geklappt, mein hausarzt hat sogar versucht mich in kur zu schicken, welche mir die krankenkasse mit den worten abgelehnt hat ich wäre kein akutfall (was immer das bei denen auch ist),bleib am ball, all meine wünsche sind mit dir, und ich hoffe sehr für dich das du ganz schnell hilfe findest,

*am liebsten hinrennen würde und wurzel in den arm nehmen würde*

lg
sunny
  • wurzel
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  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
@sunny

Hallo Sunny

Vielen Dank für deine Worte, die mich doch tatsächlich zu Tränen gerührt haben. Es ist ein ganz neues Gefühl für mich, dass auch ich einmal Hilfe brauche und nicht immer nur diejenigen bin, die gibt. Ich habe das mein ganzes Leben lang gemacht und es ist mir schon fremd, einmal zugeben zu müssen, dass ich jetzt selbst am Anschlag bin.

Tja, das Telefonieren ist halt so eine Sache. Hab mir jetzt aber auch aus dem Internet Adressen raus gesucht. Es scheint auch in Basel (CH) sehr schwierig zu sein, aber ich werde es heute und Morgen weiter versuchen.

Am Sonntag gehe ich ja für zwei Wochen nach Seefeld ins Tirol. Ich freue mich riesig aufs Wandern, Nichtstun, Schwimmen und gut Essen. Ich hoffe ganz fest, dass ich danach genug Kraft gesammelt habe, dass die Arbeitslosenkasse nicht mehr so stressig ist für mich.

Wünsche dir einen tollen Nachmittag.

Alles Liebe
Wurzel
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  • Status: Legende
  • Beiträge: 581
vor > 3 Jahre
an alle, die am Thema burn out interessiert sind:
Hier die Adresse eines sehr interessanten und informativen Podcast zum Thema:http://hypnoseausbildung.blogspot.com/search/label/Burnout

Viele Grüße, Jürgen
  • Rosanne
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 202
vor > 3 Jahre
Servus wurzel,

Ich hoffe du kommst gut erholt wieder zurück. Lass die Seele mal so richtig baumeln. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute. Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin auch ein Mensch der immer wieder nur gibt und gibt und nichts zurück bekommt. Damals war ich dann auch völlig ausgelaugt und mit den Nerven am Ende. Heute sehe ich alles ein wenig anders und ich habe auch viel dazugelernt.

liebe grüße
rosanne
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
Hallo Rosanne

Danke für deine Wünsche, die ich mitgenommen habe. Es geht mir so gut, wie seit einem halben Jahr nicht mehr, juhui! Ich habe das Gefühl, dass ich wieder zu mir gefunden habe.
Wie stabil ich wirklich bin, sehe ich dann schon noch. Eine gewisse Unsicherheit habe ich nach wie vor bezüglich der Jobsuche, d.h. das Ding nennt sich Angst. Gleichzeitig fühle ich mich auch immer wieder "unterdrückt" durch das Arbeitsamt. Ich finde das überhaupt nicht toll, denn ich suche ja nicht für diese Sachbearbeiter einen Job, sondern für mich. Es ist sehr unschön, dass die Macht der Beamten oft so missbraucht wird.

Geht es dir auch gut? Liebe Grüsse
Wurzel
  • delphine
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor 51 Wochen
@nikky:

Hallo Nikky und Hallo zusammen,
also ich kann nur sagen. Jeder der einen Partner hat der dabei eine Stütze gibt, hat einen wunderbaren Menschen an seiner Seite. Ich habe meinen Job auch aufgeben weil ich nicht mehr konnte. Bin dann in eine Umschulung und komplett mit einen Bournout zusammen gebrochen. Konnte die Ausbildung nicht beenden. Also vorsichtig mit neuen Ausbildungen. Da ich alleinstehend bin werden die Finanzen nicht besser. Einen neuen Job zu finden ist auch nicht leicht. Ich bin dabei wieder in meinen alten Bürojob zu gehen. Ob ich schaffe???? Mal schauen, aber kosten sind da und wenn allein ist dann muss eben Geld her. Also..überlege gut ob du eine eine Ausbildung machst wenn du keine Rücklagen hast- denn die gehen mit der Ausbildung raus....sorry wenn ich so direkt bin. Habe aber genau das was du beschreibst durch und die Depression wird nicht wirklich leichter....Schau das du vielleicht etwas findest wo du weniger machst und eben auch mal Leute kennen lernst...
 
Viel Glück
delphine
 
  • sunraiser
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor 49 Wochen
Hallo,
ich bin nun die erste Woche krankgeschrieben, nachdem ich heulend bei meiner Ärztin zusammengebrochen bin. Wir sitzen in unserer Firma zu fünft in einem sehr kleinen Raum, unsere Vorgesetzte "thront" inmitten von uns. Ständig spitzt sie die Ohren, beobachtet uns, ich habe mir ein Schulterleiden zugezogen, weil ich mich, um wenigstens ein bisschen "Privatsphäre" vor ihr zu haben mich hinter meinen Bildschirmen verkrieche. Dass ich sozusagen für sie unsichtbar bin. Ich kann diese Situation nach Jahren einfach nicht mehr ertragen. Meine Ärztin hat mir signalisiert, dass sie mich noch länger krankschreiben kann, ich habe jedoch große Angst davor, dass sich die Situation durch meine Fehlzeit noch mehr zuspitzt. Irgendwann muss ich ja wieder zurückkommen, kann mir Arbeitslosigkeit finanziell nicht leisten. Ich bin zwar schon am Bewerbungen schreiben und ich motiviere mich selber durch positive Gedanken,  dass ich im Laufe dieses Jahres einen besseren Arbeitsplatz finden werde. Von heute auf morgen wird dies aber sicherlich nicht sein und ich weiß nicht wie sich die Situation im meiner jetzigen Firma weiterentwickeln wird. Möchte noch hinzufügen, dass auch von der nächsten Führungsebene keine Unterstützung zu erwarten ist, da wir Kollegen alle den Eindruck haben, dass diese Vorgesetzte sozusagen Narrenfreiheit hat.
Viele Grüße
sunraiser
  • Faulpelz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 22
vor 43 Wochen
Hallo Nikky,
BO ist keine klinische Diagnose. Auf was hat dich der Arzt krank geschrieben? Depression?
LGFP
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor 42 Wochen
Um meine Fixkosten decken zu können muß ich allerdings mindestens EUR 1.600,- NETTO (!) verdienen 
  
was hast du denn für abgefahrene Fixkosten??
:-:
Mal grundsätzlich ein Tipp aus meinem lagen Arbeitsleben: Die Fixkosten dürfen nie höher sein, als das voraussichtliche Arbeitslosengeld, wenn ich morgen den Job verlöre. Das sind ca 60% des derzeitigen Netto. Alles andere, kann ich mir nicht leisten, und zerreißt mich im Ernstfall.
 
Zuletzt editiert vor 42 Wochen
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor 42 Wochen
Hat jemand Erfahrung mit Burn Out?
Wie lange dauert so eine Phase?
LG

also, das ist individuell verschieden.
Setz dir da mal keine Zeitgrenze,das dauert so lange, wie du eben brauchst. Such dir einen guten Arzt, eine gute Begleitung (ein Psychologe o.Ä.), weil de jemanden zu Reden brauchen wirst.
Alles andere ist erst mal egal - mit dem Krankheitsbild, geht alles andere eh gerade nicht. Jetzt bist du dran, und nun kümmerst du dich erst mal auschließlich um dich selber. Mit einer guten Begleitung, kommt man da raus.
 
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