Depressionen, Suzid

  • dirk.d
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vor 51 Wochen
Hallo,
ich arbeitet seit 2008 als Dipl.-Ing. (FH) in der R&D
Abteilung eines Mittelständlers. Davor habe ich eine Ausbildung zum
Elektroniker gemacht und ca. 1,5 Jahre als Facharbeiter gearbeitet.
Ich bin allerdings nicht zufrieden in meinem Job. Die Firma ist
eine einzige Katastrophe, keine Struktur und planlos. Das liegt hauptsächlich
daran, dass die Führungsmannschaft aus Ja-Sagern besteht die dem Chef nicht die
Wahrheit ins Gesicht sagen, sondern nur gut dastehen wollen und selbst keine
Entscheidungen treffen. Diese werden immer noch unten delegiert.
Die Planlosigkeit treibt besondere Blüten. Man hechelt der
Konkurrenz hinter her und entwickelt neue Produkte erst nach dem es mindestens ein
Mitbewerber längst auf dem Markt hat. Oft erfolgreich und etabliert, so dass
mit gesundem Menschenverstand klar ersichtlich ist, dass damit keinen Stich
mehr gelandet werden kann.
Der Druck wird natürlich in die R&D Abteilung getragen,
aber ich habe zu wenig Entscheidungskompetenz und Freiheitsgrade. Muss mich bei
schnellen Entscheidung rechtfertigen und andere Abteilung bremsen einem durch
unnötige Bürokratie und Grabenkämpfe zusätzlich.
Auch mein Vorgesetzter steht nicht hinter mir, kämpfe auf
verlorenem Posten. Einerseits macht man Druck, deckt dem Mitarbeiter aber nicht
den Rücken, sondern fällt ihm oft noch in selbigen. Es gilt die Devise, was
interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
Dieses ständigen Rechtfertigen und die Kritik zerren an
meinem Nervenkostüm. Ich habe inzwischen starke Depressionen, die je nach
Tagesform und Erlebnissen im Büro schwanken.
Ich sehe inzwischen keinen Sinn mehr, warum soll ich meine
Schaffenskraft einem undankbaren Vorgesetzten, einer undankbaren Institution
widmen, wenn es mich seelisch und körperlich zusehends kaputt macht?
Ich habe auch Zweifel, ob ich überhaupt im richtigen Beruf
bin.
In dem Betrieb in dem ich 1 Jahr als Facharbeiter gearbeitet
habe, war das Betriebsklima ebenfalls mäßig. Es gab einen Liebling des Chefs
den ich absolut nicht leiden konnte. Eine menschlich niedrige Kreatur die
keinen Anstand besaß, sondern egoman an sich dachte und dem die Mittel des
Psychoterrors lieb und billig waren, um andere in Misskredit zu bringen.
Bei mir scheitert es oft am Zwischenmenschlichen, da ich
hohe moralische Werte habe und diese auch vom Gegenüber erwarte. Dies brachte
mich dazu, auf den Tipp einer Bekannten eine medizinische Fakultät auf zu
suchen. Dort wurde bei mir das Asperger Syndrom diagnostiziert, eine leichte
Form des Autismus. In wie weit die Diagnose zutrifft weiß ich nicht. Bin nicht
so ganz davon überzeugt, da ich denke ich kam bis jetzt einigermaßen durchs Leben.
Anderseits sind die zwischenmenschlichen Defizite nicht von der Hand zu
weisen.
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Notbremse ziehen, um ein paar Monate Kraft zu tanken und
mich beruflich in Form einer Sinnfindung neu zu orientieren?
Ich bin ziemlich ratlos und sehe teilweise keinen Ausweg
mehr, denke des Öfteren über Suizid nach.
Zuletzt editiert vor 51 Wochen
  • k2a2677
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vor 51 Wochen
hm.....ich denke das der wunsch nach sicherheit(immerhin hast ja nen job) deine gefühl und gedankenwelt ordentlich durcheinander bringt!ich könnte mir gut vorstellen,das du morgens schon mit dem gedanken an deine arbeit aufstehst,und dich diese gedanken durch den tag begleiten,bis wieder ins bett gehst... :lol:
mir gehts nämlich ganz genauso!
ich denke zwar nicht über suizid nach(und du solltest auch mit dem scheiß aufhören) aber dennoch ist da ne belastung psychischer art!!
ich persönlich bin im moment krankgeschrieben,und total verzweifelt was ich machen soll wenn die krankmeldung wieder ausläuft...ich kann nicht mehr hin!!!ich kann nicht!!!
deshalb gebe ich solchen menschen mal den rat...denkapparat ausschalten....nach dem gefühl handeln.....job macht dich kaputt...also gehen!!!!!!
ich gebe nächste woche auch meine kündigung ab,ist mir egal was passiert,schlimmer kanns ja nicht kommen....werde mir sofort nen neuen job suchen...und wenns sein muss geh ich putzen...alles ist besser...und dann wenn diese last mal abgefallen ist,tun sich bestimmt neue wege auf....mut...ich denke das ist alles was wir brauchen...mut uns zu verändern!!!!
sei gegrüßt
  • k4729a9
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor 51 Wochen
 
Ach du heilige Sch.... mano du arme Socke!

Hier erst einmal ein Hallöchen!
Sorry Dirk, für mich ein Klares muss, zu fragen wie es dir grade so geht?

Mir, selbst wenn ich das Mal so einfach und so kurz und bündig ausdrücken darf,
bin voll im Arsch.
Zusammenbruch im Februar 2009 auf viele hoch und Heilige versprechen mehr Hilfe zu bekommen
auch er wäre, wenn ich doch nur bleiben würde, steht da für mich (heute wissend es waren nur leere Worte)
Na bis Dezember 2010 habe ich den Weg zur Arbeit noch irgendwie geschafft um täglich sein Messer im Rücken zu spüren von Namens ES Typ Marke eiskalt der sich am Leid anderer ergötzt und sich freuen über jede Leiche, die er einsparen kann.
Vor Weihnachten brachten mir zwei Kollegen frei Haus eine fristlose Kündigung Arbeitslosengeld sperre neben der Spur die Miete wird nun auch nicht mehr überwiesen.
Der erste neue Job in diesem Jahr verdient den Namen Verbrecher des Jahres 2011!
Nun arbeite ich bei einem privaten Unternehmer am ersten Tag war mir klar ich habe den nächsten Verbrecher ohne Umwege direkt gefunden.
Ich halte fest und will mir ja neue Arbeit suchen, nur wie?Ich habe nur keine Kraft!
Wie ich bereits schon sagte, ich bin voll am Arsch!

Wenn ich nur besser schreiben könnte, sorry ist mir schon was unangenehm ;-(
Ich wünschte so schreiben zu können wie du, mit den eigenen Worten so klar und treffend Gedanken Beschreiben zu können, das wäre schon ziemlich cool.
Einen guten Rat den kann ich dir leider nicht geben.Ich kann dir etwas schönes Wünschen,
ich glaube daran ,morgen schon kannst du über ihn frei verfügen.

Liebe grüße aus NRW
  • 4um_mod
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vor 51 Wochen
Hallo Dirk,
also vorweg - Suizid ist keine Lösung sondern nur eine Ausflucht - noch dazu eine egoistische, die viele um Dich herum sehr unglücklich machen würde.
Wie es scheint - 2008 - bist Du noch nicht allzu lange im Berufsleben und hast noch Deine gesamte Karriereleiter vor Dir. Es ist nunmal Faktum, dass man nach (s)einem Traumarbeitgeber (Chef, Kollegen, Betriebsklima, eigenverantwortliches Arbeiten etc.) suchen muss, wie nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Viel trial and error ist hier die Devise.
Weiters bin ich überzeugt, dass es den 100% Arbeitgeber einfach nicht gibt - hier muss man schon auch die positiven Aspekte eines Arbeitgebers (Sicherheit, Benefits ...) abwägen und die berühmte PLUS-MINUS Liste und das Bauchgefühl, sollten eine Entscheidungshilfe bieten.
Sobald einen die Arbeit "krank" macht, bin ich ein Verfechter vom Weitersuchen/Jobwechsel! Wie sagt man so schön? "You don´t go - you don´t know!" - also: Nimm wenn Du Dich kraftlos und ausgelaugt fühlst eine Auszeit, laß es Dir gut gehen, überleg Dir ein Job-Coaching und laß den beruflichen Kopf nicht hängen.
Die Traumchefs, -kollegen, -jobs da draußen gibt es! Man muss diese nur suchen. Finden wirst Du sie durch Jobwechsel, Gespräche mit Kollegen, Internetforen uä.
Viel Glück und lieben Gruß,
Martin
Zuletzt editiert vor 51 Wochen
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2028
vor 50 Wochen
@ dirk.d

Lieber Dirk,

In deinem Beitrag beschreibst du uns deine Jobsituation,fragst nach Ratschlägen…
Meiner Meinung nach, hast DU bereits eine Antwort bzw. einen
Ausweg aus dieser miesen Situation gefunden.
Du selbst, siehst inzwischen keinen Sinn mehr, dort, dieser Institution deine Schaffenskraft zu widmen.
Verlasse die Firma, nehme eine Auszeit, suche in Ruhe eine
andere Stelle.
Du bist in deinem Job unzufrieden, daher die „dummen“ Gedanken.
Du bist jung,  hast das ganze Leben noch vor dir.
Mobilisiere dich, denke nicht NUR nach, konsultiere einen
Job-Coach.
Du hast eine gute Ausbildung, einige Jahre Berufserfahrung. Es
sind alles gute Voraussetzungen.
Suizidgedanken !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wäre es wirklich eine Lösung?
Es wäre feige, egoistisch.
Auch die Diagnose, dass du leicht autistisch bist, muss nicht stimmen.

Also lieber Dirk,
Kopf hoch, tue etwas …um deine berufliche  Situation zu ändern.

Ich wünsche Dir viel Kraft und drücke ganz fest die Daumen.
Berichte uns bitte, wie es weiter geht.
Alles, alles Gute.
Sternenhimmel
Zuletzt editiert vor 50 Wochen
  • kae4189
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vor 50 Wochen
Hallo Dirk und alle anderen die ähnliche Probleme haben:
Als ich Deinen Beitrag gelesen habe dacht ich erst dass es sich um eine Beschreibung meiner Situation vor etwa einem Jahr handelt!!
Ich war in genau der Selben Situation wie Du und bestimmt auch viele andere die den Beitrag lesen.
Nachdem ich mit meinen Kräften am Ende war habe ich es Gott sei Dank noch geschafft eine neue Stelle zu finden. Allerdings war aufgrund der langen Leidenszeit meine Kraft so am Ende dass ich beim Start in den neuen Job erst mal mit einem Burn out  Krank geschrieben werden musste. In meiner neuen Firma wurde dann sehr viel Rücksicht auf mich genommen und ich kann inzwischen sagen dass ich einen super Job in einer tollen Firma gefunden habe. Ja, man soll es nicht glauben aber das gibt es noch! Vor einem Jahr noch unvorstellbar aber inzwischen macht es mir wieder Spass morgens Zur Arbeit zu gehen!!
Hier meine Ratschläge:
Rede mit Freunden oder Vertrauenspersonen über Deine Situation!
Wie mein Vorredner schreib: Ich musste auch erst lernen dass ich die Situation nur selber ändern kann. Ich hab auch viel zu lange gejammert und gehofft dass alles besser wird. Und in der Tat mit Deiner Ausbildung gibt es zur Zeit überall Jobs und Du hast noch jede Menge Zeit wieder Karriere zu machen.
Gehe so schnell wie möglich notfalls über Krankschreibung oder besser einen anderen Job. Lieber mal eine Weile eine schlechtere Bezahlung als sich selber Kaputt zu machen. Glaubt mir ich weis von was ich Rede.
Solltest Du einen neuen Job haben gönn Dir eine Auszeit von ein paar Wochen oder Monaten und mach einfach nur das was Dir Spass macht.
Auch wichtig: Suche Rat bei einem Psychologen. Es ist heutzutage keine Schande mehr  und man ist auch nicht verrückt. Es gibt heutzutage auch sehr gute Antidepressiva ohne Nebenwirkungen die Dir über das Tal helfen.
Achte bei Deinen Bewerbungen drauf was die Firma für einen Ruf hat und was Dein Bekanntenkreis über die Firma erzählen.
Und wie meine Vorredener auch schon betont haben: Vergiss Suizid!!!!
So, das war es erst mal was mir spontan einfällt. Wer Fragen hat oder Ratschläge braucht kann sich gerne melden.
 
 
  • Mr.Wosch
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  • Beiträge: 1
vor 47 Wochen
Hi Leute!!!
Ich habe mir die vorherigen Beiträge durchgelesen bin auch in einer etwa gleich aussichtslosen Situation.
Gelernt habe ich Kfz-Mechaniker bin aber schon überall herumgejobbt weil dieser Beruf keinen Dank hat für dass was man leistet!!!
Ich bin aufs Land gezogen weil ich es in der Sadt nicht mehr ausgehalten habe, bin aber noch fast ein Jahr nach Wien arbeiten gefahren( 35km eine Richtung).
Ich habe mir hier eine Arbeit gesucht und prompt auf die erste Bewerbung die ich geschrieben habe eine gefunden. Produktionsmitarbeier bin ich jetzt in einem ziemlich stressigem umfeld die Leute die mit mir zusammenarbeiten sind alle über 15 Jahre in der Firma und erwarten von mir dass ich nach1,5 Monaten die selbe Leistung bringe. Wie meine Kollegen mit mir sprechen ist meistens ziemlich von oben herab, früher hatte ich damit kein Problem aber jetzt bin ich am überlegen ob ich nicht teilweise einfach das Handtuch werfen sollte.
Es gibt 3 verschiedene Firmen hier draussen aber ich weiss nicht wie es dort so verläuft, habe keine Ahnung was ich wirklich machen soll. Hier ist es nämlich so dass in diesem Kaff jeder über jeden alles weiss und noch vielmehr dazu. Vielleicht nehme ich mir viel von dem gesagten einfach zu sehr zu Herzen. Suizid ist keiner meiner Gedanken aber welcher Weg ist der bessere?
Euer Mr.Wosch
  • kae4189
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor 47 Wochen
Hallo Mr. Wotsch,
ich kann sehr gut versthen wie Du Dich gerade fühlst, wie Du im vorherigen Beitrag sicher gelesen hast ist es mir vor etwa einem Jahr genau so ergangen.
Also ich kann Dir eigentlich nur die Tips geben die ich schon geschrieben habe.  Wenn Du KFZ Mechaniker gelernt hast dann hast Du im Gegensatz zu den anderen die vermutlich meist überhaupt keine Fundierte Ausbildung haben einen klaren Vorteil auf dem Stellenmarkt. Ich geh mal davon aus dass die meisten Anlernkräfte sind und Ihren Vorteil dass sie schon lange dabei sind und dadurch mehr wissen haben ausspielen wollen um Dich niedrig zu halten.
Wenn denen das nicht passt dann bist Du fehl am Platz!!!
Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage kann ich Dir nur raten darüber nachzudenken was Dir Spass machen könnte und dann eine Entsprechende Stelle zu suchen, auch wenn ein paar Kilometer mehr zu fahren sind.
Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit als Quereinsteiger irgendwo anzufangen. Mit Deiner Ausbildung kannst z.B. als Servicetechniker oder im Vertrieb bei den Meisten Anlagenbauern anfangen. Die suchen zur Zeit überall Leute mit Grundkenntnissen in Elektronik und Mechanik.
Ich hoff das hilft Dir ein bissel weiter, ansonsten kannst Dich gerne noch mal melden.
 
  • LadyMHH
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor 36 Wochen
hey, ich habe eine ähnliche situation. Hat jemand schon Erfahrung mit bei der Jobsuche über TalentFrogs.de gemacht?
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