"Niedrige" Akademikerarbeitslosigkeit

  • Quiet Man
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vor > 3 Jahre
Hallo Leute!

Nachdem ich meinen Job im Dezember verloren habe (war in der Stahlbranche - brauch wohl ob der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr dazu zu sagen :wink:) und seither wieder auf Jobsuche bin könnte ich ob der Aussagen einiger Politiker und "Wirtschaftsexperten" regelrecht ausflippen.

So musste ich mir heute in den Nachrichten anhören, dass die Akademikerarbeitslosigkeit in Österreich bei 1,8 Prozent liegt. Obwohl Arbeitslosenstatistiken natürlich nie die Realität völlig abbilden können finde ich derartige Aussagen dennoch unverschämt. Wer sich umhört und wirklich mitbekommt wie es am Arbeitsmarkt läuft weiß dass diese Zahl völlig an den Tatsachen vorbeigeht. Es mag stimmen dass lediglich 1,8 % der registrierten Arbeitslosen Akademiker sind; rechnet man allerdings jene dazu, die eben nicht gemeldet sind ist die Zahl ungleich höher. Viele Akademiker sind schlichtweg deswegen nicht registriert, weil Sie nach absolviertem Studium keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben (in Österreich). Natürlich überlegt man es sich da doppelt und dreifach, ob man sich da beim Arbeitsamt registrien lassen soll; schließlich hat keiner Lust, sich in einen sinnlosen Kurs stecken zu lassen, nur damit die besagte Statistik wieder mal geschönt werden kann.

Hat man doch einmal einen Job muss man diesen mindestens ein halbes Jahr behalten; erst dann hat man, Gesetz dem Fall man ist über 25 Jahre alt und im Laufe seines Lebens zumindest einmal schon als arbeitslos gemeldet gewesen, Anspruch auf Arbeitslosengeld. Somit wäre es auch für mich sinnlos mich beim AMS zu melden; mein letzter Job wurde nach ungefähr 4 Monaten gestrichen.

Ich möchte mit diesem Beitrag nicht nur auf den Umstand der künstlich niedrig gehaltenen Arbeitslosenzahlen der Akademiker hinweisen; auch insgesamt bilden die Statistiken in Deutschland und Österreich die Realität nicht im Geringsten ab (allein der Umstand, dass Leute, die vom Arbeitsamt in, teilweise wirklich sinnlose Kurse gesteckt werden, während dieser Kurszeit nicht in der Statistik sind, ist eigentlich ein Witz).

Wie denkt Ihr darüber? Danke für´s Feedback im Vorhinein!
  • Sternenhimmel
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  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ quietman
Hallo,
Herzlich willkommen im Forum.

Ich habe es auch heute gehört und dachte es trifft mich gleich der Schlag.
Woher diese Statistik?
Ich kenne sehr viele Akademiker, die besonders nach Beendigung eines Studiums verzweifelt nach Jobs suchen.
Auch mein nahester Angehöriger suchte monatelang einen Job und schlussendlich nahm er die erst mögliche Stelle, wo er anfangen konnte, oder besser gesagt, wo er eine Chance bekam anzufangen...
Besonders die Absolventen, gleich nach Uniabschluß, suchen monatelang nach Jobs und in seltensten Fällen, bekommen sie einen Job, den sie sich während der langen Studienzeit erträumt haben.

Die Statistiken zeigen natürlich nur die Zahlen von den AMS Klienten.
Mein Angehöriger wollte, oder besser gesagt, dachte überhaupt nicht daran, sich dort zu melden.
Die jungen Menschen wollten arbeiten und nicht in die sinnlosen Kurse geschickt zu werden, wo sie nur verzweifeln können, wenn sie all diese Schicksale dort anhören...

Quietman , Du hast mir aus der Seele gesprochen.

Ich grüße Dich herzlich und hoffe auf viele Meldungen zu Deinem Beitrag.

Sternenhimmel
  • Quiet Man
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 20
vor > 3 Jahre
Hallo Sternenhimmel!

Vielen Dank für Deinen Beitrag. Es scheint wirklich so zu sein dass uns die hohe Politik entweder für dumm verkaufen will oder aber - was eher anzunehmen ist - mit Ihren geschönten Statistiken schlichtweg Druck auf diejenigen ausüben will, die eine ihrer Ausbildung entsprechende Position im Berufsleben anstreben. Wenn man dann von 1,8 % Arbeitslosigkeit hört könnte man ja denken, dass man selber Fehler gemacht bzw. zu hohe Ansprüche hat. Eine qualifizierte Ausbildung sollte allerdings dazu dienen, nicht irgendeinen Job annehmen zu müssen (Finanzhaie, Call-Center - will nicht verallgemeinern, aber was dort so abgeht ist teilweise grenzwertig), nur damit man nicht zu den ominösen 1,8 % gehört. So wird schlichtweg Druck aufgebaut, im Sinne von "wer arbeiten will findet Arbeit". Früher hab ich das auch geglaubt aber den Zahn hat man mir gezogen!
  • 4um_mod
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  • Beiträge: 78
vor > 3 Jahre
Hallo quietman,

Willkommen im Forum. Auch in gehöre zu den "Studierten" :wink: und kann dir nur beipflichten. Ich habe nach dem Studium ca. ein halbes Jahr nach einem "anständigen" - meiner Ausbildung entsprechendem - Job gesucht. Natürlich schien ich in dieser Zeit in keiner Statistik auf, da wie Du richtig schreibst mind. 6 Monate ein aufrechtes Vollzeit-Arbeitsverhältnis gegegeben sein muss, damit man Anspruch auf AMS hat und dann in der Statistik aufscheint.

Politiker sehen nur das was sie sehen wollen und denken nur in Legislaturperioden. Wie sonst kann man sich erklären (off-topic), dass der österreichische GESUNDHEITSMINISTER sich gegen ein Rauchverbot in Lokalen ausspricht und meint, dass es früher oder später ganz "natürlich" dazu kommen wird, dass alle Menschen nicht mehr rauchen werden. Ich glaubte ich falle vom Stuhl als ich das gehört habe.

Lieben Gruß, Martin
  • wurzel
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  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
@quitman

Willkommen im Forum

Es scheint, dass es dir im Moment gut tut, deine Frustration, die ich ausgezeichneten verstehen kann, los zu werden. Ich verstehe dich auch, wenn du mit deiner Ausbildung einen entsprechenden Job suchst und dich nicht ausgerechnet in ein Callcenter begibst. Das sind wirklich AG, die den normalen Grenzwert übersteigen und ich kann nicht verstehen, dass solche Machenschaften einfach zugelassen werden.

Warum wird nur den jungen Menschen immer gepredigt, dass Ausbildung das A und O ist und wenn sie sich dahinterklemmen, stehen sie heute auf der Strasse.

Bezüglich der Arbeitslosenstatistik schaut es bei uns in der CH keineswegs anders aus. Die Politiker und auch viele Firmenbosse von Grossfirmen verkaufen uns schlichtweg für dumm. Wir sind es nicht, aber es scheint, dass wir trotz allem machtlos sind.
Ich verstehe dich auch, wenn du sagst, dass der Gang zum AMS nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Frage dabei ist doch auch, wie resp. mit welchen finanziellen Mitteln du dich über Wasser halten kannst. Es ist und bleibt ein elender Kreislauf. Machst du diese unglaublich erbauenden, weiterbildenden und tollen Kurse des AMS nicht mit, kannst du dir das Geld Ende Monat an den Hut schmieren :evil:

"Wer arbeiten will, findet Arbeit"! Tja, diese Aussage kann tatsächlich nur jemand machen, der sich nicht in dieser Situation befindet. Es tut mir sehr leid für dich.

Viele deiner Aussagen kann ich zu 100 % bestätigen, was es keineswegs besser macht :!:

Ich hoffe, dass du im Forum weiterhin "Zündstoff" lieferst und wir darüber diskutieren können. Ich wünsche dir von Herzen viel Durchhaltevermögen und Zuversicht.

Wurzel
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 3 Jahre
@4ummod

Hallo Martin

Oh, oh, tut mir natürlich auch leid für dich, dass du so kämpfen musst für einen guten Job. Es muss schon frustrierend sein, wenn man so jung ist und sich eigentlich freuen würde sein Können praktisch anzuwenden.

Beinahe "hammermässig" finde ich die Aussage bezüglich des Rauchens von eurem Gesundheitsminister. Frage mich manchmal, ob die sich selbst oder uns an der Nase rumführen wollen (muss auf die NE achten...... :wink:).

Ich wünsche dir einen ganz tollen Tag und schicke liebe Grüsse nach Austria.

Wurzel
  • Quiet Man
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 20
vor > 3 Jahre
Guten Morgen!

Danke für Eure Rückmeldungen. Diese bestärken mich in meiner Ansicht, dass mittels der offiziellen (nicht nur Arbeitlosen-) -statistiken die Bevölkerung schlichtweg "ruhiggestellt" werden soll, im Sinne von "du bist schon selbst Schuld an deiner Situation, also reg dich nicht auf".

Wichtig ist diesen Umstand zu artikulieren. Dieses Forum ist eine geeignete Plattform dafür. Wenn ich auch vieles, was mittels Internet heutzutage möglich ist, indiskutabel finde (Internetkriminalität, Pornografie,...) so ist es doch sehr erfreulich, dass man seine Meinung relativ einfach "unter die Leute" bringen und dadurch auch Gleichgesinnte finden kann. So gesehen freu ich mich auf weitere spannende Diskussionen hier!
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ Hallo quietman,

Es ist sehr erfreulich, dass Meldungen auf Dein Beitrag gekommen sind.
Hast Du auch die Kununu-Bewerbungsbeurteilungen gesehen??
Du bist auf Jobsuche und sammelst bestimmt (was ich für Dich sehr hoffe) auch eigene Erfahrungen, daher wäre es gut, wenn Du dort einige Bewertungen abgibst.
Vielleicht findest Du dort auch Bewertungen über Firmen, die für Dich nützlich sein könnten.

Ich wünsche Dir viel Ausdauerkraft und wünsche Erfolg bei Deiner Jobsuche.
Bleibe mit uns im Forum.
Wir brauchen junge User die ihre Anfangsschwierigkeiten aber hoffentlich auch dann
über Berufssituationen im Arbeitsalltag schreiben werden.

Viele Grüße und alles Gute.
Sternenhimmel
  • Rick-NRW
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 13
vor > 2 Jahre
Ich habe die Kündigung erhalten wegen Auftragsmangels bei meinem Ingenieurdienstleister, bin noch bis Ende Februar angestellt.
Externe gehen halt zuerst.
Im Sommer kamen noch Anrufe auf der Arbeit, ob ich nicht Wechseln möchte.
So kann es gehen.Bundesweite Flexibilität hat das auch nicht verhindert.

Wer sucht Ingenieure & Co. ?
Zu 90% zum Teil sehr kleine Zeitarbeitsfirmen, die alle mind. 20-30 Superingenieure suchen.

Ich habe so den Eindruck, ein Grosskonzern plant demnächst eventuell einen (1) externen Ingenieur einzustellen, und daraus werden 10 Stellenangebote bei den diversen Personaldienstleistern bzw. Bewerbungsmappensammlern.
Daher auch der große Bedarf an Ingenieuren in den Medien.

Ich habe den Eindruck, viele Unternehmen sehen einen Ingenieurdienstleister ähnlich wie ein Pizza-Taxi-Dienst.
Anruf genügt und morgen steht der Wunschkandidat vor der Tür.
3 Ingenieure, einmal mit extra Käse und einmal mit ohne Zwiebeln. :wink:

Viel Erfolg bei Euren Bewerbungen
  • klimaneutral
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vor > 2 Jahre
@ RickNRW
dito! Grüße
  • mamacat
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor > 2 Jahre
Hallo an alle,
ich finde es schlimm das die Firmen nur nach Leuten mit langer Berufserfahrung suchen. Was ist den mit den jungen Leuten die gerade frisch von der Uni kommen? Wie soll man an Berufserfahrung kommen, wenn man keine Chance hat eine Job zu finden? So kommt man als Akademiker nur sehr schlecht von der Straße! Wo gibt es zur Zeit Stellen für Berufseinsteiger? Es kann nicht sein, das man nur über eine Zeitarbeitsfirma in das Berufsleben starten kann!

Die Wirtschaftslage macht einen Berufsstart derzeit unmöglich. :(
  • Sternenhimmel
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  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ mamacat,
Hallo,
herzlich willkommen im Forum :D

Das von Dir dargestellte Problem, existiert schon längst und hat mit der Krise nicht wirklich zu tun. Die Krise verstärkt dieses Problem nur.
Ich konnte mit meinen vielen Freunden erleben, wie lange sie nach Jobs gesucht haben.
Sie sind ausgebildet, haben Auslandspraktika absolviert und die meisten haben dann Jobs angenommen, die ihren Vorstellungen nicht entsprochen haben.
Sie nahmen Jobs, wo sie die ersten Berufsjahre ?abarbeiten? mit der Hoffnung später eine adequate Stelle zu bekommen.

Bei Deiner Jobsuche wünsche ich dir viel Glück.
Alles Gute und schöne Grüße nach Deutschland.
Sternenhimmel
  • Quiet Man
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  • Beiträge: 20
vor > 2 Jahre
Hi!

Ich hab gestern einen interessanten Bericht bei einem deutschen Politmagazin gesehen (ich glaube es war "Report aus München"). Da wurde auf äußerst kritisch-sarkastische Weise dargestellt, wie die Arbeitslosenstatistik in Deutschland im Lauf der Zeit immer stärker geschönt wurde; natürlich in erster Linie aus politischen Gründen. Es ist unglaublich, welche an sich erwerbsfähigen und -willigen Bevölkerungsgruppen nicht mehr in der Statistik aufscheinen. Ein Statistikprofessor geht davon aus, dass in Deutschland zur Zeit nicht, wie offiziell angegeben, 3,3 Millionen Menschen sondern 5,6 Millionen defakto arbeitslos sind.
  • klimaneutral
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  • Beiträge: 533
vor > 2 Jahre
@CatMama - Grüße und Glück!
@quietman
Was dieser Statistikprofessor glaubt, scheint mir auch eher logisch.
Zumal wir hier schon diverse male erleben mußten, wie die Verantwortlichen zurückruderten und zugeben mußten, daß die Statistiken auf alle möglichen Arten "bereinigt" werden... (da die "AAgentur" Gewinne erwirtschaftet, wäre die Wahrhheit - sie erwirtschaftet Gewinne, während die Zahl der Arbeitslosen steigt - kaum dem "Volk" begreifbar zu machen wäre/ist). :idea:
  • Rica
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  • Beiträge: 2
vor > 2 Jahre
Hallo Zusammen!

Ich bin Journalistin und suche für eine Print-Reportage eine/einen junge/n Akademiker/in, die mit dem Studium fertig ist und jetzt erfolglos einen Job sucht und sich vielleicht mit Nebenjobs/Praktika durchschlägt. Wie viele von euch richtig erkannt haben, ist das derzeit ein großes Problem und damit etwas, über das man unbedingt mehr berichten sollte. Wenn ihr betroffen, meldet euch bitte bei mir. Schön wäre es wenn ich aus Ba-Wü., bestenfalls Karlsruhe/Stuttgart wärd.

Viele Grüße Ricarda
  • Rica
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 2 Jahre
Hier noch meine Email, damit ihr mich auch kontaktieren könnt: axana@directbox.com
  • Onkogen
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 1 Jahr
 
 Schade, das das Thema wieder eingeschlafen ist. Die Akademikerarbeitslosigkeit betrifft nicht nur junge, sondern auch ältere Semester wie mich. Nachdem man mir meine alten einigermaßen gut bezahlten Job weg rationalisiert hat, und ich auf Grund einer schweren Operation einen mehrmonatigen Krankenstand hatte, war´s für mich unmöglich wieder einen gescheiten Job zu finden. Entweder ich bin zu alt (41 Jahre) oder überqualifiziert oder meine Qualifikationen stimmen nicht zu 100% mit dem Anforderungsprofil überein!  :x
Es ist zum Kotzen heutzutage!
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Yvonne07
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 1 Jahr
Also ich bin gerade auf dieses Thema gestoßen und würde euch gern von Bekannten von mir berichten, die ebenfalls nach ihrem Uniabschluss eine schwere Zeit hatten bzw. teilweise auch noch haben.
Meine eine Freundin ist direkt nach dem Abschluss für ein Jahr ins Ausland gegangen. Von dort aus hatte sie sich schon beworben für Jobs etc. aber leider keinen Erfolg und sie war fast ein halbes Jahr danach arbeitslos. Das Dumme daran war, dass sie wieder bei ihren Eltern einziehen musste und somit keinerlei Unterstüztung bekommen hat, nicht einmal die Krankenkasse wurde bezahlt...Meine andere Freundin hat nach dem Abschluss ein Praktikum absolviert weil sie auch keinen festen Job gefunden hatte und nach dem Praktikum wurde ihr vom Amt gesagt sie möge doch bitte schnellstmöglich eine feste Anstellung finden, sonst müsse sie an einer Maßnahme teilnehmen. Tolle Aussichten oder? Beim Arbeitsamt hat man auch oft das Gefühl als Akademiker nicht so ganz ernst genommen zu werden, da man "super ausgebildet ist und sich keine Sorgen zu machen bräuchte".
Heutzutage ist es nun mal sehr schwer einen sicheren festen Job zu finden...und man denkt nach Studium, Auslandsjahr etc. hat man gute Chancen...was meint ihr dazu?
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Quiet Man
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 20
vor > 1 Jahr
Hi Yvonne!
Ich weiß aus eigener Erfahrung dass es Akademiker, besonders jene mit sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund, heute sehr schwer haben. Das hat zweifellos mehrere Gründe und Auswirkungen; spontan fallen mir da zwei ein:
Man scheint nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik auf da man nach absolviertem Studium nur in den seltendsten Fällen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat (Hotel Mama ist somit oft der einzige Ausweg). Das erklärt auch die Perversion, dass gleichzeitig die niedrige Akademikerquote als auch die hohe Akademikerarbeitslosigkeit beklagt wird 8O.
Viele Unternehmen scheuen sich, Akademiker einzustellen, es sei denn, es handelt sich um explizit mit Akademikern zu besetzenden Positionen - dann dürfen sich aber auch nur die mit einer langen akad. Berufserfahrung drum streiten. Die unter Jungakademikern weit verbreitete Vorstellung "ich beginne halt mit einer Tätigkeit unter meiner Qualifikation und arbeite mich dann hoch" kommt kaum zu tragen - die Unternehmer befürchten, das diese Mitarbeiter das Unternehmen umgehend wieder verlassen, sobald sie einen adäquaten Job in Aussicht haben.
So gesehen sieht es wirklich nicht gut aus...dennoch niemals aufgeben!
  • Yvonne07
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 1 Jahr
Hallo Quiet Man,
ja du hast völlig recht. Und aufgeben darf man wirklich nicht. Dir alles Gute!
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