Nachdem ich meinen Job im Dezember verloren habe (war in der Stahlbranche - brauch wohl ob der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung nicht mehr dazu zu sagen :wink
So musste ich mir heute in den Nachrichten anhören, dass die Akademikerarbeitslosigkeit in Österreich bei 1,8 Prozent liegt. Obwohl Arbeitslosenstatistiken natürlich nie die Realität völlig abbilden können finde ich derartige Aussagen dennoch unverschämt. Wer sich umhört und wirklich mitbekommt wie es am Arbeitsmarkt läuft weiß dass diese Zahl völlig an den Tatsachen vorbeigeht. Es mag stimmen dass lediglich 1,8 % der registrierten Arbeitslosen Akademiker sind; rechnet man allerdings jene dazu, die eben nicht gemeldet sind ist die Zahl ungleich höher. Viele Akademiker sind schlichtweg deswegen nicht registriert, weil Sie nach absolviertem Studium keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben (in Österreich). Natürlich überlegt man es sich da doppelt und dreifach, ob man sich da beim Arbeitsamt registrien lassen soll; schließlich hat keiner Lust, sich in einen sinnlosen Kurs stecken zu lassen, nur damit die besagte Statistik wieder mal geschönt werden kann.
Hat man doch einmal einen Job muss man diesen mindestens ein halbes Jahr behalten; erst dann hat man, Gesetz dem Fall man ist über 25 Jahre alt und im Laufe seines Lebens zumindest einmal schon als arbeitslos gemeldet gewesen, Anspruch auf Arbeitslosengeld. Somit wäre es auch für mich sinnlos mich beim AMS zu melden; mein letzter Job wurde nach ungefähr 4 Monaten gestrichen.
Ich möchte mit diesem Beitrag nicht nur auf den Umstand der künstlich niedrig gehaltenen Arbeitslosenzahlen der Akademiker hinweisen; auch insgesamt bilden die Statistiken in Deutschland und Österreich die Realität nicht im Geringsten ab (allein der Umstand, dass Leute, die vom Arbeitsamt in, teilweise wirklich sinnlose Kurse gesteckt werden, während dieser Kurszeit nicht in der Statistik sind, ist eigentlich ein Witz).
Wie denkt Ihr darüber? Danke für´s Feedback im Vorhinein!


