vor > 4 Jahre
@agaga
Natürlich kann das Motorradfahren auch berufliche Konsequenzen haben.
Wenn der AG wirklich was gegen Biker hat, könnte es bsw. sein, daß man deswegen bei Beförderungen etc. übergangen wird.
Und das dein AG nicht begeistert guckt, hat vielleicht eine gnaz banale Begründung. Wenn du Fragen haben solltest, stell sie ihm doch einfach.
Das auch AG eine Meinung haben ist nicht unprofessionell. Warum wird nur im Arbeitsleben immer davon ausgegangen, daß sich unprofessionell verhält, wer seine Meinung kundtut, und profesionell, wer den Mund hält und dem anderen ein Messer in den Rücken rammt.
Nein, nein, ich halte es für besser, Probleme offen zu anzugehen.
Ich bin selbst Motorradfahrer und vor 8 Jahren auf einer Urlaubsreise verunglückt. Nachfolgende Oberschenkel-Amputation.
Ehrlich gesagt Leute: Bei den Krankheitstagen, die ich seither habe, ist es kein Wunder, wenn mein Chef mal komisch guckt.
Allerdings bin ich in der komfortablen Situation, finanziell unabhängig zu sein. Dank sei meienm Versicherungsvertreter. Daher kann ich meinen Chefs gegenüber mit dem notwendigen Selbstbewustsein auftreten.
Seit dem Unfall mache ich einmal wöchentlich Schwerverletztenbetreuung in einer großen Unfallklinik, vor allem bei Motorradfahrern in unterschiedlichem Zustand körperlicher Versehrtheit. Was sie alle gemeinsam haben: Einen erbärmlich miesen Versicherungsschutz. Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung meist Fehlanzeige. Und die müssen dann hoffen, daß der AG lieb ist und sie weiter beschäftigt.
Ich fass es nicht!
Wer sich auf eine Karre setzt und behauptet, das Risiko wäre mit Skifahren vergleichbar, den lade ich ein, mal einen Nachmittag im Mai/Juni mit mir auf die Querschnittsstation in die Klinik zu kommen.
Im Übrigen ist nicht jede private Tätigkeit vollkommen belanglos. Einer meiner Bekannten wurde wegen mehrfacher längerer Krankheiten durch Unfälle (Hobbyeisläufer, kein Eishockey) gekündigt. Ob die Krankheiten als Begründung in der Kündigung standen weiß ich nicht und glaube ich nicht.