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überqualifiziert

  • Stellabella
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 11
vor > 6 Jahre
Immer wieder bekommt man Absagen mit der Begründung man sei "überqualifiziert". Schön langsam kommt mir vor, dass dies Ausreden sind. Oder was soll das sonst heißen :-::!:
  • 66Bäume
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 21
vor > 6 Jahre
Hallo,

ich denke mal, dass das eine Ausrede ist mit der die Firmen glauben gut dazustehen.
Kann natürlich auch sein, dass du wirklich überqualifiziert für die Jobs bist, bei denen du dich bewirbst. Dann solltest du dich natürlich um einen anderen umschauen.

Tschau dann
  • MantaFan
  • Status: Legende
  • Beiträge: 636
vor > 6 Jahre
Hallo stellabella,

Es gibt wirklich viele Firmen die einfach nur Hilfsarbeiter suchen, die ja dann auch nicht so viel bezahlt bekommen. Da kann es schon mal vorkommen, das einige Leute überqualifiziert sind. Denn wenn er die Leute dann anstellen würde, dann müsste er ja mehr bezahlen, deswegen meistens Absagen wegen Überqualifizierung!!

mantafan
  • bernyde
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 42
vor > 6 Jahre
Hallo,

leider ist es oft so dass wenn man eine wirklich fundierte Ausbildung hat und was vorzuweisen man die A....karte zieht.
Denn man möchte ja entsprechend verdienen und hat auch das Recht einen vernünftiges Gehalt zu verlangen. Die meisten Firmen suchen Leute die sie drücken können.
  • Infinity
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1382
vor > 6 Jahre
Es ist tatsächlich so das die Firmen Leute suchen für ein Taschegeld und Bewerber mit Erfahrung nicht nehmen weil diese dann zu teuer sind. Denn mit viel Erfahrung wird keiner ein Anfängergehalt akzeptieren. Und so heißt es seitens der Arbeitgeber: ÜBERQUALIFIZIERT
  • Profile
  • Status: Legende
  • Beiträge: 572
vor > 5 Jahre
Hallo, alle Gründe, die Ihr anführt, können natürlich zutreffen. Ich, als Personaler möchte jetzt den Grund nennen, der in meiner Praxis der häufigste für eine Absage mit der Aussage "Überqualifizierung" ist.
Die meisten Firmen sind an einer langfristigen und zufriedenstellenden Zusammenarbeit interessiert. Oft hat man auch konkrete Pläne, wie es mit dem neuen Mitarbeiter später weitergehen soll. Hat man nun einen Bewerber, der definitiv mehr kann, als im besagten Job von ihm verlangt wird, muss jeder Chef befürchten, dass der neue Mitarbeiter diesen Job nur als Zwischenlösung betrachtet, sich weiter nach einer Stelle, die seinen Fähigkeiten besser entspricht, umsieht und über kurz oder lang wieder aus dem Unternehmen verschwindet. Es ist eben keine Planungssicherheit gegeben. Wenn das im Einzelfall vielleicht gar nicht so ist und der Bewerber über jede Stelle froh ist, die er bekommt, so ist doch diese Tatsache ein häufiger Ablehnungsgrund.
Nicht entmutigen lassen und dranbleiben!!! Viele Grüße, Jürgen
  • Gesirone
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 18
vor > 5 Jahre
Hallo "Profile",
ich bin zwar schon lange hier angemeldet, schreibe jedoch sehr selten. Es haben sich hier im Forum Grüppchen gebildet, die eines auf alle Fälle gemeinsam haben: auf Arbeitgeber loszugehen und da haben diese Menschen leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Das sollte man nicht vom Tisch wischen. Deine Anschauung, warum Arbeitgeber Leute mit Überqualifizierung nicht gerne einstellen, stimmt nur zum Teil. Mein Mann ist einer dieser Überqualifizierten Akademiker und hat den Doktortitel noch dazu, was noch schwerer wiegt bei der Anstellung. Er ist Experte in der OE und PE und hat sich als Personalleiter sehr oft bei Firmen beworben, ohne Erfolg. Dann sind wir auf folgendes drauf gekommen: ist der Geschäftsführer ein Mag. oder hat gar keinen Titel, dann hat man ihn schon gar nicht eingeladen, trotz hervorragender Arbeitszeugnisse und einer Referenz einer namhaften Institution. Wenn man im Nachhinein geforscht hat, wer als Personalleiter eingestellt wurde, dann waren es immer Leute ohne akademischen Grad oder Frauen. Viele dieser Geschäftsführer haben die Angst, dass der "Überqualifizierte" ihren Platz einnehmen könnte und er seinen Job dann los ist. Vielleicht hat mein Mann einen Fehler gemacht und einen überhöhten Gehalt fordern sollen. Man ist ja der Meinung, wenn jemand viel verlangt und solche Zeugnisse hat, dann muss er ja auch was können. In Österreich ist es vielleicht noch schlimmer als in Deutschland. Viele hochqualifizierte Leute gehen ins Ausland. Ein sehr guter Coach hat meinem Mann einmal gesagt, dass er zu stark beim Bewerbungsgespräch auftritt und dass es schwieriger ist sein Können zu unterdrücken, als auf den Tisch zu hauen und zu lügen, was man nicht alles kann. Mein Mann wurde vor kurzem auf einer Jobplattform von einem Headhunter aus dem Ausland gefunden und hat nun eine Topanstellung als HR-Manager. Nach über 2 Jahren hatte er Glück gehabt gefunden zu werden. Auch über diverse Consulter könnte er ein Buch schreiben. Schlecht ausgebildete Mitarbeiter, die hochqualifiziertes Personal für Firmen suchen. Es sind sehr viele Scharlatane darunter, die nur abcashen.
Wer ist heute schon überqualifiziert? Entweder man sucht jemand, der die Probleme lösen kann oder man sucht Ausreden, warum man diesen Bewerber nicht nehmen will. Einem Bewerber zu unterstellen, dass der Job für ihn nur als Zwischenlösung gesehen wird, ist mehr als unfair.
Ist das die Einstellung eines Unternehmers?: "Ich will Sicherheit, der Arbeitnehmer soll froh sein in meinem Unternehmen arbeiten zu dürfen". Für beide Seiten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - gibt es Risikos. Die meisten Personalleiter sind BWLer und haben keinerlei Gespür für Menschen. Den Firmen ist nur der Ertrag wichtig, sich mit Statistiken spielen, mit Zahlen zu jonglieren. Der Mensch bleibt immer auf der Strecke. Dabei vergisst man, dass gerade diese Menschen - ich nenne sie "Indianer" - die Firmen zu ihrem Erfolg bringen. Behandelt man die "Indianer" schlecht, so arbeiten sie nur, damit sie am Ende des Monats ihr Geld bekommen, aber sind nicht motiviert mehr als ihr Soll zu tun.
Ich bin eine glückliche Arbeitnehmerin, hatte einfach Glück mit meiner Firma und das ist in der heutigen Zeit schon etwas seltenes.
  • Ernie007
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 39
vor > 5 Jahre
Auch über diverse Consulter könnte er ein Buch schreiben. Schlecht ausgebildete Mitarbeiter, die hochqualifiziertes Personal für Firmen suchen.


Ich nehme an, mit "Consulter" sind die sog. Personalrekrutierungen gemeint, die wie Pilze aus dem Boden schießen; jedenfalls habe ich mit denen dieselben Erfahrungen: Leute, die von der Materie (bei mir: SW-Entwicklung) keine Ahnung haben, aber deine Fähigkeiten beurteilen wollen.
Bei Leuten mit Hochschulabschluß kommt natürlich noch der Standesdünkel hinzu. BWLer und Naturwissenschaftler können sich nunmal nicht riechen. Dasselbe ist es, wenn der Personaler Dipl. (FH) ist und sich ein Dipl. (Uni) bewirbt. Man kann sich die Zeit der Bewerbung sparen.

Was das Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis angeht:
ich habe immer versucht, Verständnis auch für die Arbeitgeberseite aufzubringen; ich halte die Rolle von Unternehmern nach wie vor für wichtig, aber wie heutzutage Leute ausgenutzt werden auf Kosten der Gemeinschaft (Löhne müssen zB von der AA ergänzt werden, um damit leben zu können), ist Manchester-Kapitalismus in reinster Form. Ich wundere mich, wieso euch in der Gesellschaft inzwischen nicht größerer Haß entgegenschlägt als er dann und wann aufflammt. Nicht immer ist der Arbeitslose der Asoziale, die Asozialen machen sich inzwischen auch in den "oberen" Gesellschaftsschichten breit (und gemütlich)
  • Gesirone
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 18
vor > 5 Jahre
@ernie007

Ja diese Personalrecruiter meinte ich. Was die sich erlauben können ist sagenhaft. Wenn man die Karriereseiten in den Zeitungen ansieht, dann findet man fast kein Unternehmen mehr, das selbst die Leute aussucht. Von den Bewerbern wird ein einwandfreier Lebenslauf gefordert, denn - so sagen sie - nur so hat man Chancen am Arbeitsmarkt, da der erste Eindruck zählt. In Wirklichkeit können viele dieser Personalisten keinen Lebenslauf lesen. Wie du geschrieben hast, die haben keine Ahnung von der Materie.
Sicherlich gibt es Arbeitslose, die das Sozialsystem ausnutzen, aber das ist im Verhältnis zu denen, die Arbeit annehmen wollen, gering.
Ich habe gestern im 3Sat einen Bericht über "die Tafel" in Deutschland gesehen. Die Leute stellen sich um Essen an, die vorher von Firmen "abgebettelt" werden. Viele freiwillige Helfer versorgen Familien mit Kindern mit Essen. Wo bleibt der Staat? Arme helfen Armen und unsere Politiker bekommen eine Gehaltserhöhung um die 360,--Euro. Um dieses Geld müssen einige Menschen hier alleine leben und unsere Minister in Österreich können sich darum eine Flasche guten Weines leisten. Die Bevölkerung wird immer ärmer und die sogenannte Oberschicht weiß schon nicht mehr, was sie mit dem Geld machen soll.
Wenn jemand viel leistet soll er auch Geld dafür bekommen, aber was sich jetzt abspielt ist erschreckend. Ich bin niemandem etwas neidig, wenn er es ehrlich erwirbt.
  • Profile
  • Status: Legende
  • Beiträge: 572
vor > 5 Jahre
Hallo Gesirone,
dass meine Beschreibung nur zum Teil stimmen mag, habe ich bereits im ersten Satz angedeutet. Meine Erfahrungen, und nur die möchte ich hier beschreiben, sind eben die ausgeführten. Deine Erfahrungen bzw. die Deines Mannes bestimmen natürlich Deine Sicht der Dinge. Auch ich kenne solche Fälle, in denen Machtgerangel und Angst vor dem vermeintlich Besseren zu fragwürdigen Entscheidungen führen. Aber es gibt eine einfache Regel: Top Leute suchen als Mitarbeiter immer Top Leute, weil sie so immer besser werden und selbst noch dazu lernen können. Mittelmäßige Chefs stellen gern auch nur Mittelmaß ein, da Sie um Ihre Autorität fürchten (müssen). Insofern ist es um einen verlorenen Job bei solcher Firma nicht schade.
Eine Firma, die, wie Du schreibst, jemanden, der ihr Problem lösen könnte, nicht einstellt und nur nach einem Grund sucht eben diesen fähigen Mitarbeiter nicht einstellen zu können, schadet ja letztlich sich selber mehr als jeden anderen. Denn was wäre die Folge? Den Job macht jemand anderes, weniger qualifiziert und mit demzufolge schlechteren Ergebnissen. Bezahlen müssen sie die Pfeife trotzdem und das Problem wurde nicht gelöst, sondern ein weiteres hinzugefügt. Ist in meinen Augen unlogisch. Aber wie gesagt, das ist meine Erfahrung und meine Sichtweise. Sicher gibt es auch die von Dir beschriebenen, aller Unlogik (gerade für einen BWLer der rechnen kann) zum Trotz.
Umsomehr beglückwünsche ich Dich und Deinen Mann zu Euren Jobs!

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