Wie ehrlich muß man beim Vorstellungsgespräch sein?

  • Aida
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 19
vor > 2 Jahre
Hallo,
nachdem ich nun 2 Vorstellungsgespräche hinter mir habe (und auch 2 Absagen), interessiert es mich, wie ehrlich man bei einem Interview sein soll. Bei der 1.Stelle hätte meine Kollegin immer ihren Hund mit im Büro (ich habe extreme Angst vor Hunden, bin schon paarmal gebissen worden). Das habe ich auch erwähnt. Daher gibt es keine Anstellungsmöglichkeit. Bei der 2.Stelle waren erweiterte Excel-  und Accesskenntnisse erforderlich. Auf die Frage, ob mir xxxx in Excel bzw. Access etwas sagt, mußte ich verneinen. Diese Kenntnisse habe ich bisher in keiner Firma benötigt.
Nun bin ich am Überlegen, ob meine Mitbewerber diese Kenntnisse wirklich haben oder beim Gespräch ein bisschen geschummelt haben. So ungefähr, sich erstmal gut verkaufen und dann zeigen, dass man diese Kenntnisse "vergessen" hat.
Zumindest habe ich mich jetzt zu einem Excel- und Accesskurs für Fortgeschrittene angemeldet :wink:
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 2 Jahre
Hallo Aida!
Wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen bist, hat ein AG Dir bereits signalisiert, dass er grundsätzlich Interesse an Dir hat und will Dich näher kennen lernen.
Nutze die Chance und lasse Dich durch Detailfragen nicht aus der Ruhe bringen. Besinne Dich auf deine Stärken und was Du  anzubieten hast.
Dann überlege kurz, ob Du abschätzen kannst, wie groß der Aufwand ist die Wissenslücke auszubügeln und wann Du Deine neue Arbeit antreten würdest. Dann kennst Du das Risiko und kannst Dich entscheiden, ob Du ehrlich oder schlau antworten möchtest.
Ich wünsche Dir viel Erfolg
C
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 2 Jahre
Hallo Aida,
ich wäre auch ehrlich. Die Stelle zu bekommen (indem man mehr verspricht) ist das eine, sie zu halten das andere.
Du hast es richtig gemacht, einen Excel-Kurs zu buchen. Die Achilles-Ferse daran: Du hast das bestimmt nicht kommuniziert.
Also, beim nächsten Gespräch: würde ich ehrlich sagen, dass Du es derzeit (!) noch nicht weißt, Dich aber gerne einarbeitest oder auf Fortbildung schicken lässt.
Vielleicht hat Dein Mitbewerber es so gemacht. (ich war das nicht).
Dir viel Erfolg beim nächsten Gespräch!
Zuletzt editiert vor > 2 Jahre
  • Yvonne07
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 2 Jahre
Hallo Aida,
also ich bin der Meinung man sollte schon ehrlich sein bei einem Vorstellungsgespräch. Was nützt es dir wenn du vorgibst jemand zu sein der du nicht bist oder etwas zu können was du nicht beherrschst und hinterher kommt es raus... Klar sollst du dich gut verkaufen aber bleib lieber bei der Wahrheit. Und ich finde es klasse, dass du deine Defizite wie die Kenntnisse in Excel verbessern willst indem du jetzt diesen Kurs machst.
Ich drück dir weiterhin die Daumen,LG Yvonne :)


Hallo,
nachdem ich nun 2 Vorstellungsgespräche hinter mir habe (und auch 2 Absagen), interessiert es mich, wie ehrlich man bei einem Interview sein soll. Bei der 1.Stelle hätte meine Kollegin immer ihren Hund mit im Büro (ich habe extreme Angst vor Hunden, bin schon paarmal gebissen worden). Das habe ich auch erwähnt. Daher gibt es keine Anstellungsmöglichkeit. Bei der 2.Stelle waren erweiterte Excel-  und Accesskenntnisse erforderlich. Auf die Frage, ob mir xxxx in Excel bzw. Access etwas sagt, mußte ich verneinen. Diese Kenntnisse habe ich bisher in keiner Firma benötigt.
Nun bin ich am Überlegen, ob meine Mitbewerber diese Kenntnisse wirklich haben oder beim Gespräch ein bisschen geschummelt haben. So ungefähr, sich erstmal gut verkaufen und dann zeigen, dass man diese Kenntnisse "vergessen" hat.
Zumindest habe ich mich jetzt zu einem Excel- und Accesskurs für Fortgeschrittene angemeldet :wink:
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
auf die Frage gibt es eine arbeitsrechtliche und eine moralische Antwort.
Was darf es ein?
  • Aida
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 19
vor > 2 Jahre
Hallo Schneeschaufler,
mich würde mal Deine moralische Antwort interessieren.... es gibt ja verschiedene Auslegungen von Moral.
 
Zuletzt editiert vor > 2 Jahre
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
"moralisch" ist vielleicht ein unglückliches Wort, weil oft misverstanden.
Unter Moral verstehe ich weitgehend, was Tante Wiki sagt: "Moral bezeichnet meist die faktischen Handlungsmuster (http://de.wikipedia.org/wiki/Handeln) , -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen (http://de.wikipedia.org/wiki/Individuum) , Gruppen (http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Gruppe) oder Kulturen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur) ,
sofern diese wiederkehren und sozial anerkannt und erwartet werden. So
verstanden, sind die Ausdrücke Moral, Ethos oder Sitte weitgehend
gleichbedeutend.." (wikipedia)
.
Vielleicht hätte ich besser gesagt, das ist ein Frage des Gewissens und auch ein bisschen eine Frage von Mut. Wenn ich behaupte, etwas zu können, und es dann erst lernen muss.... ist das natürlich gefährlich. Wobei ein Excel-Kurs wirklich machbar ist.
Muss jeder für sich entscheiden.
  • Aida
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 19
vor > 2 Jahre
Habe mich in meinem Anfangspost vielleicht etwas ungenau ausgedrückt. Ich habe Excel- und Accesskenntnisse, die mir bisher auch immer gereicht haben. Nur diese Kenntnisse, die in der Firma gefordert wurden, kann ich nicht vorweisen und werde sie wahrscheinlich auch in keiner anderen Firma brauchen.
  • k4e962f
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Welche Firmen gibt es bitteschön wo man keine Excelkenntnisse anwenden muss ? Ist doch seit 10 Jahren Praxis.
  • Hades
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass in Vorstellungsgesprächen beide Partner normalerweise nicht die Wahrheit sagen bzw. sagen sollten. Bist du als AG zu ehrlich findest du keine MA. Bist du als AN zu ehrlich, findest du keine Stelle. Ich habe mich, zumindest als Mensch immer offen dargestellt, nur bei Fragen zu meinem beruflichen Werdegang habe ich das ein- od. andere beschönigt. Von Arbeitgeberseit habe ich immer nur Lügen erlebt. Mein letzter AG hat mir z.B. nichts darüber gesagt, dass das Betriebsklima derart vergiftet ist, dass die vertragliche Arbeitszeit von 42 Std. zu keiner Zeit ausreicht sondern sich die wöchtentliche Arbeitszeit zw. 45-55 Std. beläuft und man jeden Samstag zusätzlich arbeiten muss, um die Arbeit überhaupt zu schaffen und dass ständige Rückstände enormen Stress verursachen. Wie gesagt, gelogen wird wohl auf beiden Seiten.
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