Zu alt - oder Akademikerflut?

  • anja63
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 19
vor > 4 Jahre
Schönen Tag erstmal,
meine Geschichte: ich bin nicht mehr dieJüngste, noch dazu Spätgebärende, habe eine klassische Lehre hinter mir und auch eine sehr abwechslungsreiche Berufslaufbahn.
Ich kann von überall ein wenig, aber eigentlich nichts wirklich perfekt.
Man wußte ja auch nicht immer, was man wirklich will.

Jetzt bin ich wieder unter den Arbeitssuchenden, jedoch wenn ich mir Stellenangebote, die mir zusagen durchlese, getraue ich mich nicht zu bewerben.
Matura ist das Mindeste, am besten mind. Magister, eventuell gerade noch FH.
Derzeit sammle ich nur Jobabsagen und könnte Zimmer damit voll tapezieren.
Woran liegt das? Bin ich zu alt? Habe ich zu geringe Bildung? Habe ich zu oft den Arbeitsplatz gewechselt?
Vermutlich spielt alles zusammen.
Kann jemand meine Erfahrungen teilen? Wie geht man damit um, ohne zu verzweifeln?

Bis dann
anja63
  • outoforder
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 6
vor > 4 Jahre
Diese Erfahrungen haben wahrscheinlich schon sehr viele gemacht, ein Patentrezept gegen Verzweiflung kenne ich leider auch nicht.

Aber es ist in Akademikerkreisen ja nicht viel anders, nehmen wir Lehrer her: wielange wurde diskutiert, dass wir eine Lehrerschwemme haben, andererseits haben wir eine hohe Schülernzahl in den Klassen, oder Ärzte: ein Uniabgänger wartet ewig auf einen Assistenzplatz, aber die Ärzte machen 48-Stundendienste.

Auf der einen Seite gibt es ausreichend Arbeitsplätze, auf der anderen Seite kriegt man aber keinen Job.

Alles Gute
outoforder
  • Biber13
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 4 Jahre
Hallöchen!

Ui, das sind ja schöne Aussichten für mich. Ich mach gerade ganz viele Überstunden und überlege, wie ich weitermachen soll, schließlich möchte ich von meinem Leben auch noch etwas anderes haben, als permanent so hart zu arbeiten.
Ich glaub aber, wenn ich hier ein wenig aus meiner Erfahrung weitergeben darf, dass man sich keine Angst machen lassen sollte. Wenn Grundeigenschaften wie Verlässlichkeit, Offenheit für Neues, Lernbegeisterung und Ehrgeiz vorhanden sind, glaub ich durchaus, dass sich die Arbeitnehmer davon beeindrucken lassen.

Herzliche Grüße,
Biber.
  • kiratu
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 26
vor > 4 Jahre
@anja63!

Hast du vielleicht schon mal versucht direkt bei den Firmen anzurufen?
Dann merken sie, dass es dir ernst ist und du wirklich an dem Job interessiert bist.
Auf jeden Fall darfst du dich nicht unterkriegen lassen!
Ich wünsche dir weiterhin viel Glück bei der Arbeitssuche!

LG, Kiratu
  • Jobritter
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 47
vor > 4 Jahre
das mit dem alter ist halt so ne sache. hab eine bekannte die einen sekretärinenposten ausgeschrieben hatte und unter anderem haben sich eine 19 jährige beworben die so auf die art meinte sie solle ihr eine chance geben, auch wenn sie so jung wäre, und dann noch eine 53jährige die auch meinte man solle ihr eine chance geben, weil sie ja schon so alt sei. daraufhin meinte meine bekannte was denn allgemein gesehen das "richtige" alter für eine arbeitssuchende sei? dürfe man nur zwischen 25-35 eine arbeit mehr suchen? ... damit hat sie schon recht. es ist halt immer schwierig bis zum bewerbungssgespräch zu kommen, hat man diese hürde überbrückt kann man sicherlich, auch als jmd der nicht im "richtigen" bewerberalter ist, einfach einen job ergattern. aber eben da mal hinkommen ist das problem.
ich kann dir nur raten es weiter zu versuchen, evtl. auch angeben das du eben sehr motiviert und engagiert bist und auf der suche nach einer neuen herausforderung. und auch bewerben, wo titel gefordert werden, da du eine hohe praxiserfahrung hast, die frische akademiker eben nicht aufweisen können.
sicherlich ist es heutzutage eben nicht von nachteil einen akadem. titel zu haben, ist halt immer gefragter. keine ahnung ob das jetzt so weiterbleibt oder ob es nur ein kurzfristiger trend ist.
mfg,
JR
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