Führungskräfte

  • Jimmy Dean
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  • Beiträge: 9
vor > 2 Jahre
Hallo zusammen,
was für Erfahrungen positiv/negativ habt Ihr mit Führungskräften/Chefs gemacht? Würde mich einfach mal interessieren. Ich persönlich habe sehr negative Erlebnisse und würde mich hier gerne eines besseren belehren lassen...
Viele Grüße :)
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2028
vor > 2 Jahre
@  Jimmy Dean

Hallo,
Zu Deiner Frage findest Du einige Antworten unter
Mitten im Job -" Chefqualitäten/ unsere Wunschvorstellung..."
Viele Grüße
Sternenhimmel
Zuletzt editiert vor > 2 Jahre
  • zacker
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 6
vor > 2 Jahre
@Jimmy Dean:
Hallo, bin neu hier.
Ich kann aus meiner Erfahrung nur sagen,  dass immer mehr Schwätzer in Führungspositionen gelangen.
Heute scheint nicht mehr Führungspotential, sondern Unterordnung (zur Chefetage) gefragt zu sein!
Leider (meiner Meinung nach) zählt heutzutage nur noch der Titel, es ist für den Arbeitgeber nicht mehr wichtig, sogar unerwünscht, "Persönlichkeiten" mit Führungsaufgaben zu betrauen.
Selbst durch ihre Ausbildung (zB. Meister)   fehlt den meisten "Führungspersönlichkeiten" die ich kennenlernen durfte die fachliche Qualität! Von der Führungskompetenz nur zu schweigen! Es ist erschreckend, wie wenig Verantwortung die mir bekannten Führungskräfte in der unteren oder mittleren Führungsebene übernehmen möchten.   
Nach über 25 Jahren Berufserfahrung(die letzten 10 Jahre stlv. Abteilungsleiter) bin ich desillusioniert . Die Besten Führungskräfte die ich erleben durfte waren "eingesetzte" Meister. Mann kann Führung nicht lernen, man hat es, oder nicht!
Und die besten Chefs sind die, die noch erkennen, dass ihre Mitarbeiter Menschen sind, nicht nur bewegliches Kapital.
Gruß
Zacker
  • kd625ed
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vor > 2 Jahre
Hallo,
ich kann mich den Beitrag von Zacker nur anschließen:? Bei uns in der Firma geht es nicht anders zu, die meißten Chefs haben keinen Plan die Mitarbeiter richtig zu führen bzw. positiv zu motivieren sind selber nicht kritikfähig und lassen ihre Misserfolge an ihren Mitarbeiter aus. Zeitdopping sind an der Tagesordnung und wer den Mund aufmacht sitzt direkt in der Schusslinie. Inder Zeit der Wirtschaftskriese wollen die Führungskräfte hauptsächlich nur billige Kräfte haben und versuchen mit allen Mitteln ältere bzw. langjährige Mitarbeiter los zu werden. Möchte nur dazu sagen das ich mit meiner Meinung  nicht alle Führungskräfte über einen Kamm scheren möchte, aber in den meißten Firmen ist das leider die Realität:( Gruß S.
  • Jimmy Dean
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 9
vor > 2 Jahre
Tja, ich frag mich nur, wenn so viele Menschen einer Meinung sind, wieso passiert dann nix???
Wegen einem Menowin der bei DSDS rausfliegt, gehen junge Menschen in ganz Deutschland auf die Straße, schreiben sich im Internet die Finger wund, überlegen sich Lösungen, treten an RTL ran und, und, und.
Der Abstieg deutscher Firmen hängt m.E.n. eindeutig mit den katastrophal unfähigen Führungskräften in diesem Land zusammen. Ein Unternehmen geht nicht in die Insolvenz, weil ein kleiner Sachbearbeiter o.ä. einen Fehler gemacht hat, auch eine Wirtschaftskrise lasse ich nur bedingt gelten. Nein, es geht ganz einfach um fehlende und langfristige Strategien, mangelnde Kreativität, keine Entscheidungsfreude und fehlende emotionale Intelligenz. Nun ja, ähnlich sehen das wahrscheinlich sogar bis zu 80 % der Bevölkerung. Nochmal... wieso passiert dann nix??? :twisted:
  • kd625ed
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  • Beiträge: 4
vor > 2 Jahre
@Jimmy Dean :
kann ich dir sagen!! Weil die meißten Angst um ihren Job haben :? Und in den Unterschichten also die ungelernten Arbeitskräfte wo haben die ne Chance etwas besseres zu bekommen z.b. gutes Arbeitsklima!!!! In unsere Firma hatten wir mal ein gutes Arbeitsklima aber das wurde von den Führungskräften nach und nach systematisch gestörrt, welcher Chef mag es das Kollegen sich verstehen???? Da könnte sich ja die Mitarbeiter gegen die Führungskräfte wehren wenn sie wieder versuchen den ein oder anderen unter Druck zu setzen. So haben die Chef`s ne bessere Kontrolle und können ihre "Macht" austragen.
  • zacker
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 6
vor > 2 Jahre
Hallo JD,
es passiert!
Immer wieder im Kleinen, aber unauffällig, da für die Medien nicht so interessant (hervozuhebende Ausnahmen sind zB. ZDF Frontal 21, oder Hart aber Fair mit Hr. Blasberg).
Oder, wer steuert die Medien?
Wer hätte Interesse daran, dass nicht bekannt wird, wie sich immer wieder Menschen gegen rein wirtschaftliche Interessen wehren?
Ich selber war an einer Betriebsratbildung beteiligt, und glaube erfahren zu haben wie ungern einige Chefs dies sehen! Beweisen kann ich das natürlich nicht! :wink:
Jetzt warte ich schon seit gut einem halben Jahr darauf, ob das Arbeitsgericht die Kündigung von mir und einigen Kollegen (die auch bei der Bildung des BR tätig waren bestätigt , oder nicht.)
Natürlich :wink: bin ich nicht aus dem Grund gekündigt worden, weil ich einen BR gründen wollte, sondern  Betriebsbedingt! "Gute Anwälte"  :twisted:  finden dafür immer auch gute Gründe!
Aber zum Thema zurück, glaubst du wirklich, dass deutsche Firmen absteigen? Meiner Meinung nach gehts denen immer noch ganz gut. Mit Hilfe unseres Staates konnten sie sich zB. auch wunderbar aus der Krise retten, nur die Kleinstbetriebe oder die welche absolut schlecht gewirtschaftet haben, gehen und gingen den Bach runter. Große deutsche Unternehmen lassen sich nicht so schnell in die Knie zwingen, dafür gibt es eine Menge Beispiele und Gründe.
Denke  einmal einfach an die Unternehmen, die zB. vor, während, und nach einer in der deutschen Vergangenheit bestehenden "anderen" Regierungsform immer gleich gut dastanden. Da wirft sie doch so eine kleine Krise nicht um, man kann ja immer noch am Personal sparen, dann reichts noch für den Kaviar. Und dann gibt es noch die Produkte, viele verkaufen sich von selbst ( nur die Menge verändert sich ständig).
Mangelnde Kreativität würde ich unseren Wirtschaftsbossen auch nicht vorwerfen. Die haben doch immer wieder gute Ideen : Zeitarbeitsfirmen, Outsourcing von Teilbereichen eines Betriebes, Kündigungsschutz verändern, Insolvenzen erleiden usw. Meiner Meinung nach sind unsere Unternehmer ein wahrer Ausbund an Kreativität! Das Einzige, was sie auf die Dauer verlieren sind ihre Emotionen, die Erkenntnis, dass es Ethik und Moral gibt. Sie reduzieren ihre Menschlichkeit auf sich und ihr nächstes Umfeld. Wenn das Gewissen dann allzu arg drückt, kann man ja auch noch öffentlich spenden, dann sieht doch jeder welch ein Menschenfreund man ist.
Such mal die Mitmenschen, die mit dir (würdet du zB. deinen Arbeitsplatz riskieren?) auf die Strasse gehen würden. Im Haus sind sie alle deiner Meinung, werden kämpfen für ihre Rechte. Sobald du aber die Türe öffnest, fallen die Ersten um. Wenn dann noch draussen auf der Straße jemand von denen steht, denen du deine Rechte abringen möchtest, springen wieder einige zurück in die schützende Hütte. Am Ende stehst du nur mit ein paar Aufrechten da, die im Haus gebliebenen sind, jetzt sogar anderer Meinung. Sie fühlen sich sogar von dir betrogen, da du sie verführt hattest, besser es bleibt alles beim Alten, hauptsache mir passiert nichts. Wenn du dann Pech hast, kriegst du es dann von Aussen und aus dem Haus gleichermaßen um die Ohren.
Und das Alles ist Menschlich!
Nicht jeder hat die Kraft oder den Mut sich zu wehren, darum muß es immer ein paar Wenige geben, die so verrückt sind sich für andere einzusetzen. Wenn es die nicht gäbe, würde es noch schlimmer in Deutschland aussehen. Darum, nicht über die Massen schimpfen, sondern sich über die kleinsten Schritte in die richtige Richtung freuen.
Gruß
zacker
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
M.E. gibt es so viele Führungsstile, wie es Menschen gibt.
Den Beruf "Chef" haben die Wenigsten gelernt.  Die meisten Chefs haben einen anderen Beruf gelernt und sind nach und nach Chef geworden. Quasi nebenbei. Ergo sind die meisten Chefs Hobbychefs mit Hobbychefqualitäten.
Fachbegriff: Führungskräftemodell.
Wenn man sich das vor Augenhält,werden sich auch die eigenen Ansprüche an einen Chef etwas relativieren. Das sind keine Übermenschen, oder Götter, die immer alles richtig machen.
.
Dennoch kann man mit so einem Glück haben. Es gibt nämlich Menschen, die menschlich groß sind, das bleiben sie dann auch als Chef, jedenfalls ein Stück weit.
Ich hatte sone und solche. Alle haben sich mehr oder weniger redlich bemüht, manche mit Erfolg, manche ohne. Ich würde sagen, mit 80% meiner Chefs kann ich rückblickend recht zufrieden sein.
Schwierig wirds eben immer, wenn die Macht zu Kopfe steigt und man zuvor nicht die menschliche/ethische Größe erworben hat, mit Macht angemessen umzugehen. Das lernt man aber weder auf Unis noch in Seminaren. Ic habe gute Erfahrungen mit älteren Chefs gemacht, die schon ein wenig lebenserfahrener sind.... ein wenig gelassener sind, über sich selber auch mal lächeln können und bereits die Erfahrung gemacht haben, dass im Leben nicht alles schwarz oder weiß ist.
Zuletzt editiert vor > 2 Jahre
  • zacker
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 6
vor > 2 Jahre
@Schneeschaufler:
Du hast mit deinen Chefs sehr viel Glück gehabt, oder (wie du selber schreibst ) hast du deine eigenen Ansprüche bereits stark relativiert?
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