vor > 3 Jahre
@all
Es war einmal
Es war einmal ein Mensch mit einer gebrochenen Seele in der keine Heiterkeit und kein Frohsinn mehr seinen Platz fand. Die einzige Zeit in der er Ruhe fand, war, wenn er die Augen schliessen konnte und in die Dunkelheit des Schlafes sank.
Die Tage schleppten sich dahin und schienen ihren Sinn verloren zu haben. Nicht einmal die Sonne fand noch Platz im Herzen; weder der Frühling noch die sich erneuernde Natur hatten die Kraft ihn aufzuheitern. Der Mensch musste zuerst wieder zu sich finden und das Vertrauen in die Umwelt und sich selbst zurückerlangen.
Der Überlebenstrieb und der Wille zur Heilung haben irgendwann ein kleines Loch in die Dunkelheit gerissen. Der Mensch wollte wieder das Positive im Leben sehen, spüren und miterleben. Er wollte wieder am Geschehen teilnehmen und nicht mehr im Selbstmitleid versinken.
Mit kleinen Schritten hat er wieder Kontakt aufgenommen via e-mail zu seinen Bekannten und den nun ganz wenigen Freunden, die ihm geblieben sind. Vor dem Telefon oder dem direkten Kontakt mit Leuten hat er sich nach wie vor gescheut.
Der zweite Schritt war schon schwerer, nämlich die Gedanken und Wünsche auf das weitere Berufsleben zu fokussieren. Eine Lösung zu finden war Schwerstarbeit, denn die Richtung fehlte noch vollkommen. Langsam aber sicher kam nun der Mut zurück, sich an Bewerbungsschreiben zu setzen, sich beim Arbeitsamt anzumelden, sich dem Ganzen zu stellen.
Die Tage verrannen nicht mehr so sinnlos und dunkel. Die Leute waren nicht mehr eine Bedrohung, wenn sie einem direkt ansprachen. Die Sonne hat wieder angefangen zu wärmen und die Natur und ihre Kraft, der Versuch in ihr aufzugehen, hat Wunder gewirkt. Die Dunkelheit wich immer mehr.
Die Neugierde auf das Leben, auf eine sinnvolle Tätigkeit, hat ihn wieder zur Freiwilligenarbeit zurückgebracht. Die Suche nach einem neuen Job hat ihn irgendwann zu kununu geführt. Hier fand er Menschen, die ebenfalls Probleme hatten, Menschen, die einem zuhörten, Menschen, die Rat suchten und Rat gegeben haben. Hier fand er Kritik, Hilfe, Fürsorge, Lustiges und Trauriges. Hier fand er einen grossen Teil des täglichen Lebens, wenn ihm das Forum resp. eine Abhängigkeit davon auch Angst gemacht hat. Ihm hat es geholfen, so dass dieser Mensch wieder anderen helfen konnte. Kununu hat ihm in dieser schweren Zeit viel gegeben und er konnte die Nähe wieder zulassen, konnte wieder weinen und lachen.
Diese kleine Geschichte soll ein grosses Dankeschön an alle sein, die sich die Zeit genommen haben dafür. Ich werde es euch nie vergessen.
Eure Wurzel