Eigentlich sollte ich mich freuen, denn ab morgen habe ich endlich wieder einen Job. Doch mittlerweile habe ich mein Vertrauen in Dienstgeber verloren, und auch die mir bereits bekannten Arbeitsbedingungen im neuen Job fördern nicht gerade die Motivation.
In meinem letzten Job war ich (da die 2te Kollegin ausgefallen war) alleine für eine Filiale zuständig, das heißt von Mo-Sa durcharbeiten. (Angemeldet war ich für 24St/Woche...)
Eine Kollegin wurde nicht mehr eingestellt, da die Filiale nur für 2 Monate geöffnet war (was anfangs verschwiegen wurde, uns wurde gesagt der Vertrag würde verlängert werden und die Befristung sei nur "sicherheitshalber"...)
Nach Ende des Dienstverhältnisses wurden mir sämtliche Überstunden schwarz ausbezahlt (da mir ein Platz in einer anderen Filiale zugesagt wurde habe ich mich natürlich auch darüber nicht beschwert)
Jedoch hatte ich bereits nach kurzer Zeit dermaßen Ärger mit ihm das ich auch keinerlei Wert mehr auf diesen Job legte und sich mittlerweile die AK um den Rest kümmern muss:
Auch nach direkter Anfrage beim Chef wurden weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld alequot (schreibt man das so? ^.^) ausbezahlt, so wandte ich mich an die AK. Dabei kam raus dass ich auch noch weit unter KV bezahlt wurde.
Wenige Tage später hatte ich einen wichtigen Arztbesuch den ich nicht verschieben konnte. Umso mehr war ich schockiert als mir dort mitgeteilt wurde dass meine Karte gesperrt wurde da ich nicht krankenversichert bin. Auch vom Ams habe ich dadurch natürlich erstmal kein Geld bekommen. Grund: Mein letzter Dienstgeber hatte mich nicht ordnungsgemäß bei der Gkk abgemeldet...
Doch es geht noch weiter...
Der Brief mit sämtlichen Forderungen der mir bei der AK verfasst wurde und den ich eingeschrieben an meinen ExDienstgeber geschickt hatte kam wieder Retour: Die am DV und auf den Gehaltszetteln angegebene Adresse ist nicht korrekt...
Die richtige Adresse wurde mittlerweile herausgefunden, jetzt muss ich erstmal warten ob ich das Geld das mir zusteht auch tatsächlich noch bekomme....
(Das ganze ärgert mich umso mehr wenn ich daran denke das er ohne mich den Laden gleich dicht machen hätte können?)
Auch beim Dienstgeber davor wurden mir sämtliche Überstunden nicht ausbezahlt. Erst nach etwa 4 Monaten Streitereien wurde mir zumindest ein Grossteil davon bezahlt. (Ich hatte damals gekündigt da mir ein DV als Filialleitervertetung versprochen wurde, als solche hätte ich natürlich auch mehr verdient. Nach knapp 3 Jahren war ich noch immer "nur" Verkäuferin...)
Unter anderem hatte ich auch die Ehre bei TopSales/TopLink zu arbeiten, wer den Namen kennt, kann sich vielleicht schon denken was jetzt kommt:
Beim Vorstellungsgespräch wurde mir mitgeteilt das ich, bevor ich eingestellt werde, an einer Verkaufsschulung in einem Institut teilnehmen soll. Bei dieser würden unter anderem auch diverse Tests durchgeführt (Messung der Gehirnströme etc.)? obwohl ich mich weigerte dort hinzufahren da mir das doch sehr seltsam vorkam wurde ich eingestellt. Da mir ein sehr hohes Gehalt und gute Provisionen versprochen wurden nahm ich das Angebot natürlich an.
Am ersten Arbeitstag sollte mir ein junger Kollege (ca 19 Jahre alt) erklären wie das Computerprogramm funktioniert, das ganze war relativ kompliziert, denn wir mussten ja hauptsächlich Handys anmelden, allein sich mal mit den ganzen Tarifen durchblicken?
Erklärt wurde mich jedoch gar nix, mir wurde nur ein Stapel Papier und ein Schlüssel hingeknallt mit der Bemerkung: ?Da steht alles drin, ich geh morgen in Krankenstand, hab kein Bock guck selber wie du klar kommst??
Toll war das er sich nicht mal krank gemeldet hatte und am nächsten Tag ein Mädel da stand das einen Probetag machen sollte (Wovon jedoch keiner etwas wusste, außer dem Personalleiter der das halt vergessen hatte?)
Sie wurde übrigens kurz darauf eingestellt, ich durfte sie auch einschulen, obwohl ich selber null Plan von irgendetwas hatte. (Aber wir haben zumindest zusammengehalten und uns da gemeinsam durchgekämpft)
Als ob das nicht genug war gabs auch noch Stress mit den Kunden: Bestellte Handys wurden einfach nicht geliefert, die Chefs waren plötzlich nicht mehr erreichbar?
Als wir ein Mail erhielten in dem uns erklärt wurde das TopLink pleite ist und wir erstmals kein Geld bekommen war uns auch klar warum?uns wurde nur in weiteren Mails erklärt das wir sämtliche Ansprüche verlieren würden falls wir jetzt kündigen oder uns krank melden sollten.
Die Chefs haben wir nicht mehr gesehen, eines Tages kam einfach jemand und räumte uns den Laden aus, nahm ohne Vorankündigung sämtliches Arbeitsmaterial mit und wunderte sich offensichtlich auch noch darüber das es noch ?Dumme? gibt die ohne Bezahlung weiterarbeiten?.
Nach vielen Monaten Ärger wurde uns endlich das ausständige Geld bezahlt. (Insolvenzentgeltfond sei dank?)
Auch in der Lebensmittelbranche habe ich bereits Erfahrung, jedoch nur wenige Wochen, denn das mir 2,5 Stunden Mittagspause abgezogen werden obwohl man nur 1Stunde machen darf ging mir gewaltig gegen den Strich...
Nunja?und ab morgen bin ich an meinem neuen Arbeitsplatz *seufz*?.durcharbeiten von 9-7 ohne Mittagspause?schließlich kann man ja nicht einfach das Geschäft zusperren und 2 Leute da reinzustellen wäre auch viel zu teuer?.
Da frage ich mich doch?.habe ich einfach nur Riesenpech oder haben die alle einen an der Klatsche? Gibt es denn keine Möglichkeit sich gegen solche Arbeitgeber zu wehren? Denn mittlerweile scheinen mir solche Methoden im Einzelhandel durchaus "normal" zu sein...doch welche Wahl hat man schon? Ich bin froh überhaupt teilzeit arbeiten zu können denn ganztags findet man ja gar keine Jobs mehr...
Lg,
Eure frustrierte Kiku
Ps.: Ich hasse meinen Job


