Arbeit in der Vorhölle

  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo liebe kununus!
.
Ich habe eine dringende Bitte an die community. Eure Meinungen,
eure Tipps sind dringend gefragt und ich zähle auf Euch.
Ich bin in einer verzwickten Lage, die nicht einfach zu
erklären ist.
Stellt euch vor, der Geschäftsführer eines mittelständischen
Unternehmens mit ca. 150 MA versetzt euch von Heute auf Morgen in die Rolle
eines Projektmanagers bei einer Bank. Die Aufgabe ist überschaubar im Bereich
IT angesiedelt, der Kunde schwierig, aber nach 8 Tagen habt ihr es geschafft
den Überblick zu gewinnen und handelt einen neuen Vertag mit dem Kunden aus. (Die beste Frau  im Projektteam, ein besonders liebenswerte
Kollegin,  ist zweitgleich und unerwartet
verstorben. Das erfahrt ihr aber erst beim Kunden und ringt um Fassung... Gestorben an der Arbeitsfront, aber "ganz tolle" Beerdigung.)
.
Ein paar Tage später, genau gesagt 8 Tage später, sagt euch
der gleiche Geschäftsführer, dass ab sofort ein neuer Projektmanager eure (also
meine) Aufgabe übernehmen soll und dass ihr (also ich) nur noch zum Fußvolk
gehört.  Er bittet euch sogar, dies dem
Kunden gegenüber zu kommunizieren und euch selbst zu degradieren.
Im Projekt beteiligt sind sowohl deutsche  als auch nicht-europäische Mitarbeiter, die
nicht den Vorzug der Freizügigkeit genießen, aber in Deutschland für begrenzte
Zeit arbeiten dürfen. Das verkompliziert die Situation, da ihr die
Profitabilität im Auge behalten müsst. Darüber könnt ihr (also ich) euch mal
Gedanken machen, was das für das verworrene Controlling einer Firma bedeutet.  
.
Der vorherige Projektmanager ist inzwischen aufgrund eines
Burn Outs nicht mehr ansprechbar und befindet sich auf unbestimmte Zeit in
Behandlung. (Der Krankenstand dieses Unternehmens ist inzwischen Thema jedes
Firmentreffens. )
.
Der Kunde schaut und wundert sich. Er ist aber schlau genug
diese sichtbare Schwäche auszunutzen, um bessere Konditionen für sich zu
verhandeln.
.
An dem Punkt wird mir regelmäßig schlecht !!!
.
Jetzt stellt sich für mich die Situation, dass ich mich dem
Kunden gegenüber als Projektmanager dargestellt und überzeugt habe und dem
gleichen Kunden sagen soll, dass ein anderer Kollege mich nach 8 Tagen ersetzen
soll.
Diesen Teil der finalen Kundenkommunikation soll ich dann
noch übernehmen, bevor ich mich ganz unten einordnen soll.
Ich denke, dass diese Konstellation jedes Vertrauen sprengt.
Meine Grenzen sind überschritten, jedes Fassungsvermögen... jeder Anstand.
.
Ich bin dankbar für Tipps, vergleichbare Erfahrungen und ehrlich gesagt ratlos.
 .
 VG,
C
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 1 Jahr
@kanunu4Me:
Wow, vorab muss ich sagen, dass es offensichtlich im IT-Bereich in der CH genau so besch....... aussieht. Ich versuche einmal, das Ganze von Aussen zu betrachten und möglichst sachlich zu bleiben (fällt einem schon ein wenig schwer....). Das Schlimme an diesen Situationen ist, dass man irgendwie akzeptieren muss, dass ein Mensch heute im Arbeitsumfeld rein gar nichts mehr zählt. Es dreht sich einfach alles nur noch um Zahlen, egal wie man es dreht und wendet.
 
Wie du selbst beschreibst, scheint diese Projektleitung unter einem schlechten Stern zu stehen, warum auch immer...... Das Verhalten deines Geschäftsführers kann ich nicht öffentlich kommentieren, aber es macht für dich in dieser Situation auch keinen Sinn.
Fakt ist für dich, dass du dieses Projekt abgeben musst (hintersinne dich deshalb nicht, denn es macht dich nur wütend). Fakt ist auch, dass dein Geschäftsführer von dir verlangt, dass du gegenüber dem Kunden diese Tatsache kommunizieren sollst. Davon würde ich mich distanzieren an deiner Stelle, denn ganz bestimmt ist dies nicht deine Angelegenheit. Zieht ein IT-Unternehmen - aus welchen Gründen auch immer - das Projektmanagement zurück, resp. wechselt er es aus, liegt es an ihm, dies gegenüber dem Kunden offen zu legen.
 
Fakt scheint mir auch, dass du leider diesen Entscheid schlucken musst, trotz allem würde ich an deiner Stelle auf einer Erklärung von Seiten des Geschäftsführers bestehen! Ganz klar scheint auch, dass es hier um Gelder geht, was ja in dieser Branche üblich ist. Ein Controlling ist komplex mit solchen Mitarbeitenden, wird aber auch bei uns praktiziert, weil es halt eben billiger ist (mir fällt hier das Wort Sklaverei ein.....).
Auch die Reaktion des Kunden ist klar, denn auch er schaut nur auf seinen Profit. Versuche zu akzeptieren, dass es sich heute wirklich nur noch um Geld dreht. Alle, die noch an das Gute in dieser Hinsicht glauben, denen geht es eigentlich psychisch wesentlich besser.
 
Ich verstehe deine Reaktion, deine Wut, deine Unfassbarkeit, deine Ratlosigkeit, aber ich denke, dass auch du machtlos bist.
 
Dir wünsche ich viel Durchhaltevermögen und ich hoffe, dass du für dich die richtige Entscheidung treffen kannst.
 
Schöne Grüsse
Wurzel
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo liebe Wurzel!
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Vielen Dank für Deine besonnene Antwort. Gestern war ich
wirklich in Rage ...
.
In diesem Unternehmen fällt man von einer Krise in die
nächste und meine Gesundheit lässt inzwischen auch nicht mehr alles mit sich machen. Es ist eine Kette von chaotischen, übereilten Entscheidungen und unklaren Kompetenzen.
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Und, Du hast völlig Recht damit, dass es nicht an mir liegt
mich dort selbst zu degradieren. Manchmal verliert man eigentlich
selbstverständliche Dinge aus den Augen.
Wie es aussieht, werde ich sowieso nicht mehr lange dort arbeiten
können und wollen. Meinen Lebensgefährten hat diese Arbeit über Jahre schwer krank gemacht. Was nützt es um etwas zu kämpfen, dem man innerlich sowieso keine Zukunft gibt.
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Man darf sich in diesem Job eigentlich keine Emotionen leisten, aber dazu bin ich nicht mehr bereit.  Irgendwann erstickt man noch dran und wird zum Blechrobotter.
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Liebe Wurzel, ich hoffe Dir geht es soweit (wieder) gut.
 .
LG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 1 Jahr
Hallo Kanute,
das klingt ja grauenhaft - aber leider nicht ungewöhnlich. Naja.
Ich persönlich würde die Anweisungen befolgen. Eiskalt. Dem Kunden also sagen, dass er einen neuen Betreuer bekommt. Weil der Chef es so will... keine Ahnung warum. Damit fällt das auf die Firmenleitung zurück.
Das erspart den Ärger leider nicht - aber immer versuchen, alles irgendwie hinzubiegen und den Ruf der Firma hochzuhalten, gegen alle Schwierigkeiten, laugt einen zu sehr aus.
Damit machst Du Dich zwar unbeliebt. Aber es sind dann die schlechten Charaktereigenschaften der Führungsebene, also ihre ganz eigenen Fehler, die sie an Dir hassen.Und Du kannst nicht mal was dafür.....  Blöd, das.
  • bodrum56
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 408
vor > 1 Jahr
@ Hallo kanunu4Me
 
Das ist wirklich grauenhaft. Ich weiss, wie schlimm so etwas ist.  Deine Gesundheit leidet, ist kein Wunder. Kein Mensch hält diese Hölle lange aus.  Und - es tut mir leid, das sagen zu müssen - Dein Arbeitgeber wartet vermutlich täglich darauf, dass Du aufgibst und nicht mehr kannst. Du solltest versuchen, mit Deinem Arzt zu reden, Dich möglichst lange krank schreiben zu lassen und Dir einen anderen Arbeitgeber zu suchen. Denn wenn Du richtig krank bist an Körper und auch an der Seele, ist ein Neuanfang umso schwieriger. 
 
Liebe Grüße
bodrum
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo ihr Lieben!
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Ich danke Euch für eure Empathie und die klugen Ratschläge.
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Heute habe ich beschlossen, meinen letzten taktischen Vorteil auszuspielen. Ich bin beim Kunden :) Nicht der Geschäftsführer, er kann sich dort gerade nicht sehen lassen.
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Der Kunde soll entscheiden... Für mich oder gegen mich. Solle er sich für mich entscheiden, sitzt der Kunde immer am längeren Hebel. Wäre ja doch zu viel verlangt, wenn ich es nicht versuchen würde.
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@bodrum56 Er will, dass ich aufgebe! :(
Du hast leider recht. Ich hatte mich geweigert einen zweiten Kunden zu übernehmen. Das war's wohl.
@Seefahrer Den Ruf der Firma hochhalten. Mach' ich nicht mehr ...
Ich kann nur verlieren, aber ich verliere wenigstens zu meinen Bedingungen.
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Mal sehen ...
Liebe Grüße,
C
  • k493dc5
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 7
vor > 1 Jahr
Hallo,
aus eigener Erfahrung kann ich nur raten, den Job zu wechseln, wenn es einem an die Gesundheit geht. Und dazu gehört auch dauerhafter Stress und seelische Belastung. Meist dauert es nicht lange, bis der Körper streikt, um der Psyche etwas Ruhe zu gönnen. Anfangs sind es vielleicht "nur" Wehwehchen und Bagatellen, aber am Ende steht der Burn Out. Wenn du die Entscheidung zu gehen, gefällt hast, wird es dir besser gehen und du wirst viele Dinge klarer sehen. Für mich hört es sich so an, als hättest du innerlich schon abgeschlossen, aber willst es dir noch nicht eingestehen.
Bezüglich der Situation mit dem Kunden hast du nüchtern betrachtet folgende Möglichkeiten. Entscheide dich für die, wo du dich am Wohlsten mit fühlst.
1. Du sagst es dem Kunden und verkaufst es ihm so, dass du nicht schlecht da stehst.
2. Du überlässt ihm die Entscheidung und drückst es nachher beim Chef durch, wenn er sich für dich entscheidet. Wenn allerdings nicht, dann tut es noch mehr weh.
3. Du weigerst dich, es zu kommunizieren. Willst du nicht dort bleiben, hast du nichts zu verlieren. Weißt aber nicht, wie man dir das Leben noch schwer machen wird.
ABER du kannst nicht nur verlieren, sondern auch gewinnen! Such dir einen neuen Job, der Markt zieht an, besonders im Bereich IT. In einem Jahr lächelst du über die Situation.
Und an alle, die gleich schimpfen, dass es ja nicht so einfach sei und ich gut reden hätte. Ich habe in diesem Jahr ähnliches und heftigeres erlebt. Ich habe die Konsequenzen gezogen und auch einen neuen Job gefunden. :-) Und das im Marketing. ;-)
Wo ein Wille, da ein Weg. :-) Als Arbeitnehmer lässt man sich leider viel zu oft zum Opfer machen, das trifft auch auf mich zu.
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo k493dc5!
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Es freut mich Dich hier im Forum kennen zu lernen. Ganz offensichtlich spricht aus Dir die gesamte Leidenserfahrung dieser Branche.
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Du hast Recht, es gibt Schlimmeres und JA ich will dort nicht arbeiten. Der Ehrgeiz hat sich in einen andauernden Überlebenskampf gewandelt.
Mir fehlt die Kraft, das Tagesgeschäft dieser Branche noch weitere Jahre zu überstehen. 
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Und, ich habe mich für die Variante 2 entschieden:
Vorschlag dem Kunden kommuniziert, via Powerpoint übespitzt, stundenlange Panik vor dem Anruf des GF. Der Kunde ist sauer, aber erkennt vielleicht eine Verbündete in mir.
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Danach konnte ich mich mehrere Stunden nicht richtig konzentrieren. Wer solche Spiele spielt, sollte gute Kondition mitbringen.
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Upps jetzt kam gerade eine Email rein...
Mein GF will, dass ich nochmal hin gehe und das gleiche noch mal verkaufe.
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Ich drehe noch am Rad! ... Und breche hier ab..
VG,
C
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
... jetzt soll ich dem Kunden sagen, dass der Geschäftsführer des dienstleistenden Unternehmens "die Nase voll hat vom Kunden". O-Ton!
Hätte ich vorher gewußt, wofür ich bezahtl werde, hätte ich mir eine Baseball-Schläger als Arbeitsgerät besorgt. So ein Mist ...
...
LG,
C
P.S.: Es ist 21:30 und ich bin tot müde.
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 1 Jahr
Hallo K4m,
Daumen hoch für Deine Einstellung.
Zitat "Wenn ich verliere, dann zu meinen Bedingungen." Zitatende.
Gefällt mir sehr gut - wenn's nicht so tragisch wär'.
Und ich wiederhole mich: ich würde die Anweisungen der GF umsetzen. Also dem Kunden sagen, wie es ist.
Der GF legt keinen gesteigerten Wert auf die Geschäftsbeziehung. Da Du den Kunden aber schätzt, versuchst Du anderweitig unterzukommen, um ihn bedienen zu können. Ja, das ist ein Wink.
So oder ähnlich.
Dann kannst Du in die Zentrale zurückkehren, und den Auftrag als ausgeführt melden. Dafür müsste Dich Dein bisheriger Chef dann mögen ?????
Ich bin kein Freund des Krankfeierns. Aber manchmal ist das gar nicht so verkehrt.......
Kopf hoch!
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo Seefahrer!
Habe mich krank gemeldet, mir bleib keine andere Wahl.
Gestern 6 Stunden Heimreise aus Süddeutschland, danach Koffer mit letzer Kraft in die Wohnung buxiert und gepflegt zusammengebröselt :-(
Das ist Geschichte mit dem toten Pferd ... (kennst Du bestimmt).
Und Du hast Recht, der GF sucht jetzt einen Vorwand die Geschäftsbeziehungen abzubrechen. Ich vermute hier spielen Verwerfungen mit rein, die ich nur erahnen kann. (Tod der Kollegin)
.
Bei mir schwirrt auch einiges im Hinterkopf. (Für die Erkrankung meines Freundes ist für mich der Schuldige längst ausgemacht.) Da braucht es keinen Psychologen, um zu erkennen, es geht hier auch um eine moralische Bewertung, die die Beteiligten in einen verwirrenden Strudel zieht.
.
Alles in Allem: Es ist gelaufen.
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Danke für Deine tröstenden Worte, ich bringe mich jetzt besser in Sicherheit. Den Knoten kann ich nicht entwirren.
.
LG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 1 Jahr
@kanunu4Me:
Guten Morgen C
 
Puh, jetzt glaube ich, dass du es langsam überstanden hast. Da kann ich nur nicken. Habe jetzt lange überlegt, ob ich es dir schreiben soll, aber es ist vielleicht noch einmal ein Hinweis, wohin der Druck in dieser Branche führen kann.
 
Vor einem halben Jahr habe ich einen langjährigen Freund - 48 Jahre alt und auch aus D - zu Grabe getragen. Es war schrecklich, denn es sind noch zwei Kinder hier (eines ist erst 14 Jahre alt). Die Mutter musste stationär in eine Klinik eingewiesen werden, da sie schon längere Zeit unter Depressionen gelitten hat. Meinen Freund hat man gefunden auf einem Bahngeleise ops:
 
Also, DO IT und viel Glück dabei.
 
Schöne Grüsse
Wurzel
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Guten Morgen Wurzel!
.
Was Du erlebst hast ist ja schrecklich. Und schrecklich auch die Parallelen. Das tut mir sehr leid.
Dein Beispiel zeigt, wie wichtig es ist dafür zu kämpfen, dass man so leben kann, dass es mit dem Leben vereinbar ist.
Wären wir keine Arbeitssklaven und hätten keine Existenzsorgen, wäre Vieles so leicht.
Früher sind die Männer hier in der Region früh und an Staublunge gestorben. Das hatte fast noch was Ehrliches: Bergbau, Silikose, Tod und Witwenrente.
Jetzt rafft es die Enkelgeneration mit psychischen Leiden dahin, nur mit dem Unterschied, dass man ihnen jetzt die Schuld daran in die Schuhe schiebt und posthum auch noch den Respekt verweigert.
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Ich hoffe Du kannst die schrecklichen Erlebnisse auch für Dich verarbeiten.
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Liebe Grüße,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • bodrum56
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 408
vor > 1 Jahr
@ Wurzel
 
So ein Erlebnis ist ganz schrecklich. Mit den Ursachen für eine solche Reaktion will sich niemand befassen. Es ist so, wie kanunu4Me schreibt. Den Betroffenen wird meist selbst die Schuld gegeben. Es ist ja so auch für viele der bequemste Weg. 
 
Liebe Grüße
bodrum
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Es ist 7:20 Uhr.
Gleich werde ich mit neuen Befehlen zum Kunden fahren. Jetzt soll ich bessere Kondition aushandeln oder die Beendigung der Zusammenarbeit in Aussicht stellen. 
...
Mir ist nur noch schlecht, weil ich permanent und ohne Pause mit Entscheidungen der Geschäftsleitung jonglieren muss, die ich nicht beeinflussen kann.
.
Ein Blechautomat hat fertig.
VG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Möchte den Faden noch einmal aufnehmen ....
.
Inzwischen sind 2 Tage vergangen. Kurz vor dem Ende dieser Woche kann ich eine Zwischenbilanz ziehen: Es ist mir gelungen alles genau so umzusetzen, wie ich es wollte. Ich konnte meine Rolle beim Kunden sichern, verhindern, dass die Zusammenarbeit aufgekündigt wird, bessere Konditionen und Ausbau der Kapazitäten. Strategie aufgegangen.
Meine persönliche Bilanz sieht dagegen anders aus: Ich bin fix und fertig, komme nur noch mit Medikamenten durch den Tag, vergesse alles Mögliche und kann unmöglich so weiter machen.
.
Jetzt, wo ich meine Ziele durchsetzen konnte, weiß ich einfach nicht, wie ich mich verhalten soll, wenn ich jetzt kündige. Mir ist klar, dass ich zu keiner Begründung verpflichtet bin, auch nicht zur Ehrlichkeit. Aber kommentarlos will und kann ich nicht verschwinden. Was sage ich dem Team, meinem Chef dem GF, dem Kunden, den Kollegen und anderen beteiligten Dienstleistern? Ich stehe unter Begründungszwang. Nichts sagen geht einfach nicht.
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Ich suche eine Sprachregelung, an der ich mich festhalten kann und möchte vermeiden, dass mein interner Zustand nach außen dringt.
Es ist fast schon komisch, aber diesen Teil der finalen Kommunikation bekomme ich einfach nicht auf die Reihe. Habt ihr eine Idee?
.
VG,
C
.
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 1 Jahr
"Ein Leben ohne (Firma) kann ich mir nicht vorstellen -
aber ich werd's versuchen."
Alternativ:
"Meine Lernkurve ist nicht steil genug -
ich kann nicht bei (Firma) bleiben."
Oder ganz klasse:
"Es liegt nicht an euch - es liegt an mir."
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo Seefahrer
danke, dann nehme ich den Klassiker: Es liegt an mir :?
... oder ich trete noch jemandem vor's Schienbein, dann erübrigt sich die Begründung meinerseits.
VG,
C
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 1 Jahr
@kanunu4Me:
Und, genau so habe ich es vorausgesehen! Leider kenne ich diesen Ablauf aus eigener Erfahrung.
Hier eine Empfehlung abzugeben empfinde ich mehr als schwierig. Ich MUSSTE  mir gegenüber auch hoch erhobenen Hauptes den heiligen Hallen den Rücken kehren..........
Versuche bei dir zu bleiben! Vielleicht kannst du einfach auch sagen:
 
Ich persönlich werde den Anforderungen dieser Firma nicht mehr gerecht!  ENDE DER DURCHSAGE!
Eine weitergehende Diskussion bringt dich meines Erachtens keinen Schritt weiter. Ich wünsche dir good luck dabei.
 
Liebe Grüsse
Wurzel
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
@wurzel
Danke für die guten Wünsche Wurzel!
Es ist tatsächlich nicht so lustig, wie es sich anhört. Und Du kannst es nachvollziehen.
Es hat mit einem Rest von Selbstachtung zu tun und damit wie man etwas zu Ende bringt. Es macht mich wütend und traurig, dass ich das hier aufgeben muss, um mich selbst zu retten. Ich will ja, aber ich kann es nicht mehr.
.
Über deinen Vorschlag werde ich nachdenken. "Ich werde den Anforderungen nicht mehr gerecht". Es stimmt. Auch wenn es noch niemand bemerkt hat ist es nur eine Frage der Zeit ...
Nur noch ein Projekt und ich liege ganz auf der Nase.
.
Bei sich zu bleiben ist schwer, wenn andere den Takt vorgeben.
.
Liebe Grüße,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 1 Jahr
@kanunu4Me:
 
Bei sich zu bleiben ist schwer, wenn andere den Takt vorgeben.
Ja, das kann ich bestätigen, aber, liebe C, wenn du erst ganz auf der Nase liegst, dann musst du dein ICH sehr lange suchen. Glaube mir, diese Aufgabe ist dann nie beendet.
 
Liebe Grüsse
Wurzel

  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
... habe gekündigt...persönliche Gründe ...
.
Der GF hat mir trotzdem gestern am späten Abend seine neuesten Ideen verkündet. Jetzt stellt er die Wirtschaftlichkeit der geamten Bank (für die ich gearbeitet habe) in Frage. Er hält einen Verkauf für sinnvoll und sucht schon nach Lösungsalternativen. (Das ist kein Witz!)
.
Ich solle mich aber noch mal melden. Und warum ich mich nicht einfach krank gemeldet habe.(?)
.
Ist das normal? Mir kommt langsam mein Urteilsvermögen abhanden...
.
VG,
C
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 1 Jahr
aaaahha. Hm.Interessant.
Also: noch mal melden. Bedingungen anmelden (kein Reingequatsche, Projekthoheit, etc.) - und schauen was passiert.
Dass die Dinge derzeit ganz, ganz komisch laufen, ist leider nichts Neues. Aber man muss ja nicht alles verstehen......
(Ich glaube sogar, die Zuständigen verstehen die Welt selbst nicht mehr)
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo Seefahrer!
.
Ich wurde gestern ersetzt.
Und jetzt geht es um's große Ganze. Zuerst war es ein durchschnittliches Projekt. Daraus wurde die ganze Bank und Morgen wird man die Weltherrschaft an sich reißen.
.
Mein Nachfolger ist ein echtes Geschoss - Top Management Attention. Viel mehr geht kaum noch.
.
Meine Güte!
C
(Wäre ich nicht gesundheitlich angeschlagen, hätte ich bestimmt eine Menge Spaß dabei.)
  • bodrum56
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 408
vor > 1 Jahr
@ Hallo kanunu4Me
 
Sei froh, dass Du dort nicht mehr beschäftigt bist. Deine Gesundheit ist wichtiger.
 
Manche Menschen findet sich unheimlich toll, sind aber einfach nur hohl. Solche Geschosse passen auch nur auf solche Stellenbeschreibungen.
 
Liebe Grüße
bodrum
 
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
@bodrum56
Das stimmt leider. Ich bin froh, dass ich jetzt erst einmal raus bin.
Ein wenig Sarkasmus gönne ich mir aber noch ...
Ich habe schon Platzhirsche platzen sehen :)
Das würde mich in diesem Fall nicht mal traurig stimmen.
.
Liebe Grüße,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Tja ... jetzt ist es vorbei. Die Emails werden weniger, die letzten
Erledigungen, die letzten Rechnungen, ... Dann wird es still.
Mein Lebensgefährte ist noch immer krank. Burn Out und es wird und wird
nicht besser. Je näher die Arbeit wieder an ihn heranrückt, umso schlimmer wird
die Situation.
Er käme nie auf die Idee schlecht über das Unternehmen zu sprechen. Er sucht und sucht nach Erklärungen und kann es nicht mit seinem Selbstbild vereinbaren. Er glaubt, dass die Menschen krank sind, die diesen Job nicht aushalten. Dass er
krank ist hat er akzeptiert, aber die Ursache ... wo liegt die Ursache?
Wie viele Arbeitnehmer schaffen es nach einem Burn Out dauerhaft mit hochgradigem Arbeitsstress im selben Unternehmen tätig zu sein? Diese Frage lässt mich einfach nicht los. Hier handelt es sich ja nicht klassische Arbeitsplätze in der Linie, sondern immer wieder um Projekte, verschiedene Standorte, neue Kunden, diverse Branchen, u.s.w. Man wird ständig zum Spagat
gezwungen und das verlangt nach beste Optik und Gemütsverfassung.
.
Ich habe begründete Zweifel, dass man durch ein wenig mehr an
Ausgleichssport, optimales Zeitmanagement und gesunde Lebensweise wieder zum Performer mutiert. Ich halte nichts von Ratgebern, die eine Ferndiagnose ohne Kenntnis der Biografie stellen und dann den Betroffenen obendrein noch Schuldkomplexe
einreden.
.
Das erklärt alles nicht, warum es so flächendeckend an der Tagesordnung ist. Es erklärt nur, wieso es Unmengen von Ratgebern zu dieser Problematik auf dem Markt gibt.
.
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Gefangen in der Mühle und kein entkommen ...
Ich MUSS das gleiche Arbeitsverhältnis wieder aufnehmen, da ich nicht in 1-2 Monaten einen Job finden kann der so gut bezahlt wird. Mit relativ hohen Verbindlichkeiten stehe ich nach 20 Jahren plötzlich allein da. Haus weg, Ex weg, Job weg... Klasse!
.
Das nenne ich fröhliche Weihnachten und Danke auch die Psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland / NRW: Ihr seit echt gut darin den Hinterbliebenen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ein Hoch auf die pharmazeutische Umnachtung! Das Leben ist für euch ein Spaß und was kümmert euch der wirtschaftlicher Ruin eurer Insassen.
.
Aber das ist wohl das falsche Forum... und kaum verständlich.
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Meine Uhr tickt. Wenn ich nicht schnellst möglich aus meinem Burn Out raus bin,  droht die Insolvenz. Was kann man machen, um unter Zeitdruck wieder zu funktionieren? 
.
Trotzdem LG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • Chrissi1406
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 1 Jahr
Hallo kanunu4Me,
erst mal, "Kopf hoch" :wink:
Ich weiß es ist immer leicht gute Ratschläge zu geben wenn man selbst nicht betroffen ist.
Aber ich habe selber schon oft so etwas mitgemacht oder erleben dürfen.
Leider (und das "Leider" ist auch so gemeint) bin ich kein Blender oder aufschneider.
Aber das scheint im Berufsleben völlig an der Realität vorbei zu sein.
Denn was nutzt Dir deine Kompetenz oder Qualifikation wenn sie nur von Dritten AUSgenutzt wird ?
Suche innerlich bloß nicht die schuld bei Dir (macht man ja meißtens).
Macht Dich ein Job Krank, dann möglichst schnell weg dort.
Einzige Problem heute sind ja meißt die verpflichtungen/Schulden die man irgandwo hat.
Mir geht es da ähnlich nur sind meine Verpflichtungen noch nicht ganz so schlimm das ich mir (nur fast) ein Strick nehmen möchte.
Das was du da über deinen Arbeitgeber schreibst, hört sich stark nach Mobbing an,
Ich würde die ganze Korrospondenz mit Ihm (EMails etc.) ausdrucken/aufbewahren  und Ihm, sollte sich das nicht zu den in deinem Arbeitsvertrag festgelegten Arbeiten und Konditionen ändern, ggf. mit dem Arbeitsgericht drohen.
Heißt für Dich, nur noch Dienst nach vorschrift (Arbeitsvertrag).
Frei nach dem Motto "Laß Dich nicht verarschen".
Du hast deine Qualifikation die Du Ihm zu verfügung stellst und nicht Er "Dein Mentor und Gott" , denn so kommen sich einige dieser Menschen wohl in Ihrem Größenwahn vor.
Wichtig ist für Dich, dein Selbstwertgefühl nicht zu verlieren.
Wenn du wirklich gut in deinem Job bist, Du einige Projekte hinter Dich gebracht hast, dann hast du auch etliche Menschen kennen gelernt.
Nutze diese Kontakte, auch wenn du vieleicht schon länger nicht mehr von den gehört hast, und mach Dich ggf. als Freelancer selbständig.
Das hat ein Bekannter von mir auch gemacht, der arbeitet jetzt immer an eigenen Projekten im IT-Bereich, allerdings Weltweit.
Er verdient aber meißt so um die 50-60.000 EUR pro Projekt und kann somit auch mal 3-4 Monate mit nichts tun bzw. Urlaub klar kommen. Und das ist besser als sich von Menschen mit einem Napoleon-komplex (die dann auch noch zu feige sind selber mit dem Kunden zu sprechen, wie dein GF) verarschen zu lassen.
Hoffe ich konnte Dich ein klein wenig aus deinem tief heraus holen.
Gruß Chris
ps: falls Selbständigkeit für Dich in Frage kommt, bei IT lassen sich viele Leute leider auf ein viel zu niedriges Preisniveau drücken bzw. setzten viel zu niedrig an (Datenbankmanagement für lau usw.), da solltest du Dich vorher möglichst genau erkundigen, dann kannst du auch Geld machen.
Das macht dann auch auf/zu deiner Seite einen nicht billigen (a la PC-Fummler) sondern Kompetenten Eindruck (IT-Fachkraft).
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo  Chrissi!

.
Willkommen im Forum und vielen Dank für Deinen aufmunternden
Beitrag!

.
Wie Du von mir lesen konntest bin ich nicht nur beruflich
sondern auch privat in eine ziemlich schwierige Situation geraten.

Wenn so nichts mehr im Leben mehr positiv ist, dann wird es schwer.

.
Deinem Kommentar entnehme ich, dass Du das Verhalten meines
AGs sogar als Mobbing bewertest. Das ist mir ehrlich gesagt nicht in den Sinn
gekommen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es gezielt gegen mich ging oder
man mir tatsächlich Schaden wollte. Ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass nicht
einmal eine böse Absicht dahinter steckt, sondern ein gewöhnlicher brachiale
Umgang, dem ich nicht mehr gewachsen war / bin.  

Das Geschäft ist rauh und das halten manche Arbeitnehmer
aus, manche zerbrechen daran. Es ist sicher auch eine Frage der Sensibilität.
Es gibt Menschen, die hätten sich mit so viel Aufmerksamkeit wohl gefühlt,
hätten sich ins Rampenlicht gestellt und den großen Retter gegeben. Naja, so
bin ich nicht gestrickt.

.
Es ist also auch eine Frage der eigenen Persönlichkeit und Konstitution,
wie man damit umgeht. Wenn es eine Frage der Schuld gibt, dann bin ich
inzwischen vorsichtig geworden. Was bedeutet eigentlich Schuld? Ist mein AG
schuld, dass sein Geschäftsmodell so funktioniert? Hätte ich es wissen können?
Ja! Bin ich schuld, dass ich nicht funktioniere? Vielleicht?

.
Ich habe Kollegen und Ex-Kollegen die sich als Freelancer
selbständig gemacht haben und ihr eigenes Ding machen. Die haben oft eine Mentalität,
die mir völlig abgeht und ehrlich gesagt, manche machen sich auch einfach was
vor. Wie lange geht das gut? Viele sind deutlich jünger als ich und leben die
Unbekümmerheit ihrer Jugend aus. Ich sehe das alles nicht mehr so locker. Die
Chancen im Leben sind nicht unendlich, ein Zurück in ein Angestelltenverhältnis
wird später noch schwieriger oder ist nicht mehr möglich. Bereits jetzt komme
ich für Funktionen in der Linie kaum noch in Frage, da auch den potentiellen
Arbeitgebern bekannt ist, dass Menschen am Werk sind, die nur noch
eingeschränkt führbar sind. Das bringt der Beruf so mit sich. Ich kenne auch Selbständige,
die würden gerne zurück in die Sicherheit eines festen Arbeitgebers, haben
sogar Angebote vorliegen, können aber nicht zurück, da die letzten Arbeitsjahre
nicht mehr reichen würden, um noch eine Altervorsorge / Rente aufzubauen.

.
Mit der Technik habe ich schon seit Jahren nichts mehr zu
tun. Bin nie PC-Fummler gewesen; die IT hat ja viele Facetten und meine Domäne
liegt im Management und div. Schnittstellenfunktionen mit dem Focus Finanzdienstleistungen. Mein Gehalt war auch nie das Problem, ich fand mich
meistens angemessen gut bezahlt.
.
Es ist alles doch nicht so ganz einfach. Mein Wunsch wäre,
einen Job zu finden, der mir nicht gleich Alles abverlangt und bei dem man ohne
Total-Engagement mit klar geregelter Arbeitszeit auch leben kann. Die viel
beschworene work Life balance ist für mich nur eine Farce solange es genügend
Arbeitnehmer gibt, die 100% arbeitgeber-optimiert agieren.
Naja, dagegen kann ich nichts machen ...
.
Ich danke für dein „Kopf hoch“. Irgendwie wird es schon
weitergehen.

.
Ein Lottogewinn wäre für mich auch eine Lösung ;-) Auf Arbeit
könnte ich nämlich inzwischen gut und gerne verzichten!

.
Viele Grüße,
C
Antworten

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