Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit meinen Arbeitskolleginnen und hoffe von euch eine neutrale Meinung zu erhalten, denn ich weiß mittlerweile gar nichts mehr.
Ich versuche es knapp zu halten, da die Probleme schon seit geraumer Zeit bestehen.
Ich arbeite seit über 11 Jahren in der Firma. Die Arbeit ist vielfältig und gut. Allerdings hatte ich direkt zu Anfang eine Kollegin (diese hat 2 Monate vor mir dort begonnen), die war einfach nur nervig. Unsere Aufgabenbereiche waren unterschiedlich. Sie hat den ganzen Tag, ununterbrochen, gesprochen und geflucht. Eine Einweisung in meinen Aufgabenbereich lehnte sie immer ab mit dem Hinweis, sie hätte keine Zeit dafür. Das Ergebnis war, dass ich ca. 1 1/2 Jahre keinen Urlaub hatte, sondern immer nur halbe Tage. Da sie eine Vertragsverlängerung (nach 3 Jahren) erhielt und die Probleme enorm zwischen uns waren, wurde entscheiden, dass sie mit einer anderen Kollegin den Arbeitsplatz tauschen sollte. Mit dieser anderen Kollegin kam ich soweit gut klar, allerdings war sie auf dem neuen Arbeitsplatz total überfordert. Um ihr zu helfen, habe ich ihr neben meiner Arbeit insbesondere die Arbeit des Chefs abgenommen. Das Ergebnis war, dass ich beide Arbeitsplätze ca. 1 Jahr abgewickelt habe, daraus resultierend gar keine freie Minute mehr hatte und sie kaum Arbeit erledigte und damit einen enormen Redebedarf. Auch hier war das Arbeitsklima schnell bei Frost angelangt. Aufgrund des Todes einer anderen älteren Kollegin wurde sie dann in eine andere Abteilung versetzt. Die 3. Kollegin wurde auf den Arbeitsplatz eingestellt. HIer hatte ich zunächst den Eindruck, dass endlich eine kompetente Frau eingestellt wurde. Allerdings hatte sie aus einer Vollzeitstelle eine Stelle bis 14 Uhr verhandelt, was bedeutete, dass ich all ihre Fehler nachmittags (beim Postlauf aufgefallen) korrigieren musste. Besserungen waren nicht in Sicht, dafür aber immer deutlicher ihre Unkollegialität . Nach mittlerweile ca. 8 Jahren in der Firma bin ich physisch wie psychisch krank geworden. Nach langem hin und her war ich für ca. 6 Monate außer Gefecht. Erst hier hat sie offensichtlich gemerkt was ich sonst tagtäglich leiste und ist selbst an ihre Grenzen geraten. Sie hat das Arbeitsklima (nicht nur in unserer Abteilung) so schlecht gemacht und sich dementsprechend beim Vorgesetzten beschwert, dass sie auf eine andere Stelle versetzt wurde. Während meiner Abwesenheit wurde eine Kraft für nachmittags eingestellt. Mit dieser Person, die nun gar nichts konnte, durfte ich mich nun rumschlagen. Nachmittags mir noch erzählen, wie gut ich ihr Dinge erkläre und morgens bekomme ich sofort eine Rüffel vom Vorgesetzten, weil sie sich beschwert hat, ich würde ihr nichts beibringen und zeigen. Ca. 1/2 Jahr gab es verschiedene Bewerberinnen, die kurzzeitig da waren, von mir eingearbeitet wurden, aber dann doch nicht geblieben sind (Arbeit war wahrscheinlich zu viel), keine Ahnung. Tenor von meinem Vorgesetzten: Alle Bewerberinnen sind wegen mir weg. Natürlich hatte ich immer wieder darüber nachgedacht die Stelle zu wechseln, habe mich auch beworben, aber bin dann letztendlich doch geblieben, weil es ein Licht am Tunnel gab. Seit knapp 2 Jahren habe ich nun eine neue Kollegin. Es braucht bei ihr sehr viel Zeit und Nerven in Dinge einzuarbeiten (man muss ihr wirklich jedes Wort erklären), aber wenn sie etwas verstanden hat, dann sitzt es auch eigentlich. Das erstemal in der gesamten Zeit habe ich mich auf eine Kollegin gefreut. Dieser Zustand hielt ca. 1 Jahr. Seit letztem Herbst ist aber irgendetwas, was das Klima belastet. Tatsache ist, dass auf meinem Arbeitspplatz viel Arbeit ist, auf ihrem nur sehr wenig. Daher hatten wir gemeinsam vereinbart, dass die eingehende Arbeit in die Mitte gelegt wird und wir beide davon abarbeiten. Seit einigen Monaten aber habe ich das Gefühl, dass sie oft Arbeit liegen lässt und anderen "Kleinkram" erledigt (lässt sich viel Zeit dabei). Daraus resultierend muss ich wieder mehr arbeiten und bin somit wieder deutlich mehr eingespannt. Plaudereien sind da nicht mehr drin. Sie hat mich Anfang des Jahres auf mein Verhalten (bin ruhiger) angesprochen. Ich war darüber froh und habe ihr meinen Standpunkt erklärt. Sie sieht allerdings nur eine Veränderung bei mir. Nach einem weiteren Gesprächsversuch meinerseits machte sie mir klar, dass sie nicht weiß was ist und woran es liegt, nur ich hätte mich verändert, würde ihr keine Informationen weitergeben, sie nicht in meine Arbeit einbeziehen etc. Tja, und nun ist es wieder soweit. Ich hatte ab lezten Freitag 1 Woche frei. Seit dieser Woche ist sie mit der Arbeit alleine gewesen (sonst hatte sie eine Aushilfe vormittags) und offensichtlich überfordert, da sie wohl jeden Tag Überstunden gemacht hat. Heute, bei meinem ersten Arbeitstag wieder, wurde ich zum Vorgesetzten zitiert, der mir erklärte, dass sie sich über mich beschwert hat (Vorwürfe, wie sie mir zuvor schon gesagt hat, bei unserem ersten Gespräch) und es könne nicht sein, dass sie die Arbeit nicht genauso schnell erledigen könne, wie ich. Da wäre ja dann was dran an den Vorwürfen.
Ich kann euch sagen, ich habe keine Lust mehr. Seit ein paar Wochen mache ich mir wieder ernsthaft Gedanken die Arbeit zu wechseln. Ich kann einfach nicht mehr und vielleicht will ich auch nicht mehr. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so hintenrum ist, da sie mich ja gestern noch angerufen hatte, um mir vor allem mitzuteilen, dass sie so viel Arbeit hatte, nicht aber, dass sie sich beim Vorgesetzten beschwert hat.
Glaubt auch ihr, dass das ganze Problem (alle die Jahre, mit den verschiedenen Kolleginnen) von mir ausgeht?
Bin für jede Antwort dankbar.
vor > 2 Jahre
