Ich bin in meiner Branche, in der ich gelernt habe und seit 17 Jahren arbeite, total unglücklich
Ich komme mit den Leuten bzw. der Mentalität nicht klar (zu bieder, zu sehr auf Prestige bedacht, zu wenig feinsinnig / sozial) und natürlich auch mit der Unternehmensphilosophie. Ich hab quasi ein moralisches Problem mit meinem Job, v.a. jetzt in der Krise: Wir sind die "Bösen" (stimm m.E. teilweise auch) - und will nicht mehr dazu gehören!
Also nix wie raus hier!
Doch ich fürchte sehr, dass ich bei den ganzheitlich orientierten Unternehmen mit sozialem Verantwortungsbewusstsein, die mich interessieren, schlechte Karten habe, weil ich
a) von der falschen Seite komme
Dabei hab ich nie dorthin gehört - doch wie mache ich das in der Bewerbung plausibel?
b) zu teuer bin
Ich bin zu deutlichem Verzicht bereit, wenn der Rest stimmt - doch wer glaubt mir das und wie stelle ich das dar, ohne mich "billig" anzupreisen?
c) nicht die 100% passgenaue Qualifikation Berufserfahrung habe
Aber im verwaltenden / organisatorischen / kaufmännischen Bereich kann ich mich meiner Meinung nach in viele Stellen schnell einarbeiten - schnelle Auffassungsgabe kombiniert mit Sinn+Verstand, Lebens- und Berufserfahrung
d) zu alt bin für den Wechsel mit Ende 30???
Also das fände ich ja lächerlich, bin ein sehr junger / flippiger Typ, geistig beweglicher, aufgeschlossener und insgesamt aktiver als manch eine, die 15 Jahre jünger ist - aber Befürchtungen hab ich dennoch...
Die erste Hürde ich sehe diesbezüglich schon in der Formulierung des Bewerbungsanschreibens - alle Befürchtungen vorwegnehmen und entkräften oder ignorieren oder wie? Und dann natürlich auch im Gespräch, falls es denn überhaupt so weit kommt, denn man soll ja nie schlecht über den alten Arbeiteber reden, aber ich bin nur noch enttäuscht und negativ drauf... merkt man das?
Weiß jemand Rat oder hat vielleicht sogar eigene ähnliche Erfahrungen?
Vielen lieben Dank schonmal für ein bisschen Unterstützung und ein paar gute Ideen!!


