Burn-out Syndrom

  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 4 Jahre
Viele meiner Bekannten leiden an Burn-out Syndrom.
Am Anfang wußte ich nicht so genau, was es bedeutet.
Hier eine kleine Info darüber :

Mögliche Warnzeichen sind :
Hyperaktivität, freiwillige unbezahlte Mehrarbeit, Gefühl der Unentbehrlichkeit, Gefühl, keine Zeit zu haben.Zurückstellen eigener Bedürfnisse, Beschränkung der sozialen Kontakte auf das berufliche Umfeld, Verdrängung von Misserfolgen.

Anfällig sind besonders jene, die sich im Beruf besonders engagieren und alles perfekt machen wollen.

Symptome sind :
Konzentrationsprobleme, Depressionen, Gereiztheit.
Die Betroffenen greifen oft zu Alkohol oder anderen Suchtmitteln.
Sie sind körperlich und psychisch so erschöpft, dass sie ihre Aufgaben nur beschränkt erledigen können.

Habt ihr Erfahrungen zu diesem Thema ?
Wie können sich die burn-out Symptome anders äußern :-:
  • Hasenbein
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 4 Jahre
Hey, basia!

Tja, muss leider sagen, dass ich solche Symptome auch kenne. Ich hab es damals noch rechtzeitig erkannt. Da ich mir mein Studium selber finanzieren musste, war einfach alles zu viel (ich muss es leider noch immer selbst finanzieren, daher schlepp ich gewisse Symptome noch immer mit mir mit).
Ich hab damals nur mehr geschlafen, hatte kein Zeitgefühl mehr. Der Sinn des Lebens war einfach nicht mehr vorhanden, das Leben war nur eine Qual. Hab in dieser Zeit wieder angefangen zu rauchen, ich bin eigentlich keine Raucherin. Mir hat nichts mehr Spaß gemacht!
Eine Freundin von mir zum Beispiel konnte ein ganzes Jahr gar nichts machen.

Ich hab ein paar Ratschläge, wie man ein Burn-out vermeiden bzw. "behandeln" kann:
- bewusst sich erlauben, nichts zu tun
- Faulheit als "kreative, Kraft- sammelnde Pause" zu sehen.
- sich von dem Stress zu distanzieren
- viel mehr im Jetzt leben und das Leben genießen (ja, ich weiß, das ist schwer, vor allem, wenn man in dieses Tief fällt)

Ciao,
Hasenbein.
  • superella
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 33
vor > 4 Jahre
vater von einer freundin von mir wurde auch alkoholkrank nachdem er jahrelang jede woche mind. 50-60 stunden gearbeitet hat. er war filial-leiter und dies blieb dann natürlich nicht lange unentdeckt, folge war zwangsbeurlaubung, abmahnung und versetzung in eine andere filiale, wieder als leiter. wurde nicht besser und da hat er von sich aus dann eine versetzung in eine nicht leitende stellung verlangt. worauf er dann wieder in eine neue filiale kam. familiäre auswirkung: scheidung, kein kontakt zu meiner freundin (vom vater aus). keine ahnung ob er noch immer am burnout leidet oder ob er noch alkoholkrank ist, aber fand es damals recht schlimm das alles faktisch durch meine freundin miterleben zu müssen. die hat das echt schwer getroffen. also man sieht, das burnout-syndrom schädigt nicht nur den menschen der darunter leidet, sondern kann auch aufs familiäre umfeld auswirkungen haben. damit ist echt nicht zu spaßen und man sollte sich selbst eingestehen können krank vom arbeiten zu sein, aber wer tut das schon, ist halt auch wieder die frage...
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 4 Jahre
@ hasenbein
@superella

Hallo an Euch beide,
ich habe Eure Beiträge wirklich genossen.
Wie man sieht , es ist ein sehr großes Problem.
Viele von uns merken es nicht , dass es ein psychisches Problem werden kann.Ich beobachte meine Freunde und muss leider feststellen , dass es immer mehr und mehr Menschen trifft.
Wenn man jung ist, denkt man nur an Geld, Karriere....
Wie Superella es beschreibt, zerfallen auch Familien daran.
Ich werde mich sehr freuen, wenn noch viele von Forumleser ihre Erfahrungen mit uns teilen.
LG
  • bewerber8
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 4 Jahre
Die Tendenz ist stark steigend. Immer mehr Personen leiden am Burn-out Sy. Die ständig wachsenden Anforderungen und der Leistungsdruck wirkt sich doch schon bei Kindern aus. Nur bei den Kindern heißt es leider oft sie sind Hyperaktiv, nervig und schlecht erzogen usw.
dabei sind es oft schon Übeforderung und Stress.
  • MantaFan
  • Status: Legende
  • Beiträge: 688
vor > 4 Jahre
Hallo bewerber8

Ich sehe das auch so und es wird immer schlimmer werden. Bei den Kindern sagt man wirklich das sie schlecht erzogen sind , dabei sind die Kinder den ganzen Stress und Druck sei es privat oder in der Schule gar nicht mehr gewachsen. Sie sind einfach überfordert. Aber leider wollen das viele nicht wahrhaben.
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 4 Jahre
Hi @ bewerber und mantafan

Als Verfasserin dieses Themas muss ich schon sagen, dass ihr zwei ein wenig übertreibt.
Was haben die Kinder mit dieser Thematik zu tun?
Man soll die Kinder fördern und gerade in der Kindheit motivieren und
auch manches verlangen.
Wenn sie erwachsen sind, sind sie dann " Weichlinge " die die Probleme mit Alkohol und Drogen zu bewältigen versuchen.
Überdenkt ein wenig dieses Thema 8O
Liebe Grüße
  • Jobritter
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 47
vor > 4 Jahre
also basia hat schon recht, mit kindern bringe ich das burnout syndrom nicht in verbindung. aber wenn ich auch mal abschweifen darf, wenn man die kinder nicht fordert, dann lernen sie nie sich im normalen leben durchzuboxen und so ist es nun mal...
  • 9Volt
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 16
vor > 4 Jahre
hmmm, da hätte ich mal zwei Fragen:
1) inwieweit sollten Kinder in dieser Richtung gefördert werden ?
2) kann es nicht doch sein, wenn man schon vom arbeiteh her zuviel um die Ohren hat, daß die lieben kleinen dann auch noch den letzten Rest drauf setzen ?
Oder ist es tatsächlich eine eigenständige Krankheit ?

gruss
9volt
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 4 Jahre
@9volt
hi,
ich verstehe die Fragen nicht.
Meinst du, dass man die Kinder vor dem Fernseher platzieren soll um eigene Ruhe zu haben :-:
Die Kinder zu fördern und sie auch fordern meinte ich, behilflich sein wenn sie Probleme haben aber auch zum Lernen , Kennenlernen von anderen Kulturen , zum Sport fordern.
Ist das zu viel was man von den Kindern verlangt :-:
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 3 Jahre
@ alle

Es ist schon lange her, seitdem ich dieses Thema hier gestartet habe.
Heute fand ich wieder einen sehr interessanten Artikel zu diesem Thema.
Ich bringe hier nicht viel Neues, aber es gefiel mir wie einfach darüber geschrieben wurde.

Zuerst über die Symptome:

- alles muss ich selbst machen, niemand unterstützt mich
- ich fühle mich überfordert, vernachlässige Bedürfnisse, mir fehlt die Anerkennung
- ich ziehe mich zurück, habe weniger soziale Kontakte, frage mich öfter " warum?"
- das Gefühl von Orientierungs- -und Hoffnungslosigkeit schleicht sich ein, auch anderen fällt das auf
- ich spüre innere Leere
- ich fühle mich depressiv, ich bin verzweifelt, körperliche Beschwerden nehmen zu

Das kann ich tun:

- mich selbst entlasten, Kollegen bewusst einbinden
- meine Bedürfnisse ernst nehmen, mir Zeit nehmen , Verantwortung teilen
- Reflexion meiner Werte, soziale Kontakte wieder aktiv pflegen, auf Balance zwischen Privatleben und Beruf achten
- psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen
Krisenintervention, Psychotherapie und medizinische Begleitung können mir helfen innere Kraft und Stärke wiederzuerlangen

Ich grüße Euch herzlich und hoffe, dass dieses Thema nur theoretisch Euch betreffen könnte.
Alles Gute
Basia
  • Franzisca
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 3 Jahre
Hallo,

hab eben erst alles gelesen. Ich weiß nicht ob ich ein Burn-Out hatte,
aber nachdem ich ein halbes Jahr in der Pflege gerabeitet habe gings
mir so schlecht. Ich war körperlich wie psychisch am Ende.
Viele der genannten Symptome waren bei mir vorhanden.
Aber niemand hat bei mir das Burn-Out-Syndorm diagnostiziert.
Finde das Thema auch sehr spannend. Interessiere mich sehr für solche Themen.

Grüße
Franzisca :roll:
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 3 Jahre
@ Franzisca,

Hallo Franzisca,
Herzlich willkommen bei Kununuforum. :D

Ich habe gelesen, dass in den Sozial -und Gesundheitsberufen bereits 20% Prozent der Beschäftigten stark Burnout-gefährdet sind. Diese Personengruppe ist sehr stark durch emotionale Erschöpfung belastet.

Eine meiner Freundinnen arbeitete in einer Intensivstation in der Uni-Klinik in Wien.
Sie war dort mit so viel Elend konfrontiert, dass sie dann mit sich selbst auch nicht zurecht kommen konnte.
Sie erzählte mir auch, dass besonders junge Ärzte, Krankenschwester und das Pflegepersonal massive psychische Probleme hatten.

Du schreibst, dass Du in der Pflege gearbeitet hast.
Heißt es, dass Du jetzt einen anderen Beruf ausübst?

Ich wünsche Dir alles Gute und werde mich freuen wieder von Dir zu hören.
Ich grüße Dich sehr herzlich.
Basia
  • Franzisca
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 3 Jahre
Danke,

Das kann ich mir echt gut vorstellen, dass in den Sozial -und Gesundheitsberufen viele "gefährdet" sind. Kenne auch welche aus der Pflege, die mit soviel Verantwortung nicht mehr klar gekommen sind und gekündugt haben. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich war in diesem Heim nur Praktikantin und musste eine ganze Station alleine übernehmen. Von Morgens 6h bis 13.30h. Und ich hatte nicht mal 10mins Pause. Das hätte ich zeitlich sonst nicht geschafft. Alle Bewohner zu versorgen und so, war schon anstrengend. Und dann die Arbeitszeiten. Ich meine, es stört mich überhaupt nicht Früh oder Spätschicht zu haben. Aber wenn du erst einen Tag vorher erfährst, dass du nächsten Tag Spätschicht schieben musst. Die haben mich zu Hause und aufm Handy angerufen und gesagt, dass ich nächsten Tag zb. Spät arbeiten muss, weils sonst mitm Personal nicht hinhaut. Oder die rufen mich Morgens um 6h an und fragen ob ich spontan Frühschicht übernehmen kann, weil jmd ausfällt. Wäre kein Problem gewesen, wenn ich nicht noch 1 1/2h dahin fahren müsste. Musste mit Bahn und Bus dahin. Echt ätzend war das. Das hat mich dann auch körperlich fertig gemacht. Krass.

Ich hab in der Pflege dieses halbe Jahr gearbeitet und dann war ich für 3 Monate krankgeschrieben. Mit Klinikaufenthalten und so. Danach konnte ich nicht mehr in die Pflege. Das hätte ich nicht gepackt. Dazu war ich zu labil. Ich hab dann erstmal Praktikum in der Hauswirtschaft in dem Heim gemacht. Später dann hab ich Büroarbeiten gemacht.

Das ist schon echt heftig in diesen Bereichen. Kenne auch einige die damit zu kämpfen haben.

Wünsche Dir auch alles Gute!

Gruß
Franzisca
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@Franzisca @Basia

Vorab Willkommen Franzisca und guten Morgen Basia

Es ist interessant die Theorien zu lesen und dann die Praxis.
Früher hat man solche Ausfälle nicht Burn Out genannt, sondern man war einfach krank. Hierzu möchte ich sagen, dass man heute schnell einmal einer Erschöpfung Burn Out sagt. Zu dieser Krankheit gibt es aber ganz klare Attribute, die man auch auf guten Webseiten nachlesen kann.

Sicherlich sind die Mitarbeitenden in den Sozial- und Gesundheitsberufen stark gefährdet, was ich am eigenen Leib erfahren musste Anfangs dieses Jahres. Man darf aber auch nicht vergessen, dass viele Manager diesem Syndrom unterlegen sind. Hier kann man dann sehr oft erleben, dass sich Kokainsucht oder Alkoholsucht oder gar beides breit macht. Die heutige Zeit in der Wirtschaft ist anders wie früher. Loyalität einer Firma gegenüber wird nicht mehr so gross geschrieben, hauptsache man ist "funktionstüchtig"!
Hört man ein wenig auf seinen Körper merkt man schon, dass etwas nicht stimmt, aber man will ja nicht versagen. Es warten bereits einige auf deinen Arbeitsplatz. Die Kollegialität leidet deshalb innerhalb eines Teams auch enorm, d.h. es ist oft kein Miteinander, sondern ein Gegeneinander. Der oder die Bessere gewinnt.

Die Symptome, Basia, die du beschreibst, entsprechen meinem seinerzeitigen Krankheitsverlauf. Nur, was kann ich dagegen tun, ist blanke Theorie.
Kollegen hast du nämlich in einer solchen Situation keine mehr, denn du funktionierst ja nicht mehr so, wie du solltest.
Zeit für deine Bedürfnisse kannst du dir auch nicht mehr nehmen, denn du musst ja schauen, dass du in deinem Zustand überhaupt noch einigermassen funktionierst und deine Arbeit schaffst.
Eigenreflexion ist nicht mehr möglich, da du nur noch kämpfst gegen deine körperlichen und psychischen Probleme.
Soziale Kontakte bist du nicht mehr fähig zu pflegen, denn du bist froh, wenn der Tag endlich vorbei ist und du mit keinem Menschen mehr sprechen musst. Nicht einmal Telefonate nimmst du mehr entgegen. Ich persönlich bin sogar in meiner freien Zeit mit einer Sonnenbrille aus dem Haus, damit ich jeden, den ich kennen könnte, übersehen kann.
Hast du den Zusammenbruch dann ganz, dann musst du "Krisenintervention" (ist ein tolles Wort und wird in den Sozialberufen ganz gross geschrieben)machen. Eine Therapie ist dann ebenfalls unumgänglich!

Bist du aber bereits so weit gekommen, dann bist du krank geschrieben und nach wie vor betrachtet die Gesellschaft dich dann als "bekloppt" respektive unfähig! Zu diesem Zeitpunkt brauchst du auch keine Kollegen mehr zu suchen, denn die wollen mit dir nichts mehr zu tun haben. Diese stehen zum Teil ebenfalls unter enormem Druck und jeder schaut auf sich selbst.

Hab mich hier reingehängt, damit die Veranschaulichung zwischen Theorie und Praxis ein wenig deutlicher wird.

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Wurzel
  • Basia
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 119
vor > 3 Jahre
@ Wurzel,

Liebe Wurzel,
Nachdem ich Dich auch schon länger kenne, wusste ich auch, ich war sogar sicher, dass Du auf meinen neuen Beitrag reagieren wirst.
Ich wollte ursprünglich Dich sogar bitten, Deine Erfahrungen zu schildern.

Ich danke Dir für Deinen Beitrag, wo Du exakt alles so beschrieben hast, wie ich gemeint habe.
Ich hoffe, dass auch andere Forumuser ihre Erlebnisse uns beschreiben werden.
All das, was man in der Presse liest, sind nur gut gemeinte Ratschläge, aber meistens von den Experten oder Journalisten. Echte Erlebnisse kann man nur von den Betroffenen erfahren und dann aus diesen Erlebnissen für sich selbst Rückschlüsse ziehen.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute und vor allem Gesundheit und gute Freunde.

Basia
  • topfenbaellchen
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 4
vor > 3 Jahre
Hallo Zusammen!
Die Frage ist auch - wie kann ich handeln, wenn ich bei jemandem burn-out vermute? Was kann ich dann tun? Gehe ich hin und sag: du brauchst Hilfe, du hast burnout?
LG
  • Profile
  • Status: Legende
  • Beiträge: 581
vor > 3 Jahre
Hallo zusammen,

für alle am Thema "burn out" interessierten User, bitte unter
http://hpz.anthope.net/HPZsPowerPodcast31.mp3
besteht die Möglichkeit, sich umfassend und hilfreich zu informieren.
(einfach runterladen und anhören!!)

Viele Grüße,

Jürgen
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2028
vor > 3 Jahre
@ alle

Dresden (dpa/tmn) - Chronischer Stress kann gefährlich werden. Im schlimmsten Fall halten Arbeitnehmer die alltägliche Belastung im Hamsterrad nicht mehr aus:

Burnout-Syndrom

Wenn sich auf dem Schreibtisch ständig die Akten stapeln, kann der Stress im Job auf Dauer krank machen.

Damit ist nicht zu spaßen: "In schweren Fällen sind die Betroffenen sogar suizidgefährdet", sagt Frank Berndt. "Häufig geht an einer stationären Behandlung in einer Klinik dann kein Weg vorbei", so der Führungskräftetrainer.

Burnout gibt es schon lange. Es hieß nur nicht immer so und wurde früher nicht groß diskutiert. Anders geworden sei das erst, als über Burnout-Probleme von Spitzensportlern berichtet wurde, sagt Dirk Windemuth vom Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Unfallversicherung (DGUV) in Dresden. "Das war damals ein Tabubruch."

Offen mit dem Thema umzugehen, sei wichtig, sagt die Beraterin Nicole Truckenbrodt aus Feldkirchen-Westerham in Bayern. Das gilt auch im Job - schließlich ist es im Interesse des Arbeitgebers, einem Burnout vorzubeugen. Denn im akuten Fall fällt nicht einfach nur ein Arbeitnehmer aus: "Es ist ein Problem der besonders Engagierten", sagt die Psychotherapeutin Anne Katrin Matyssek aus Düsseldorf.

Burnout-Kandidaten sind laut Truckenbrodt "diejenigen, die im Betrieb alles geben". Sie haben nur nicht alles im Griff. Ihnen fehlt das rechte Maß in punkto Leistungsbereitschaft - und die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung: Sie bemerken ihre Probleme oft gar nicht. Frank Berndt kennt das Thema aus zwei Perspektiven: "Vor zwölf Jahren war ich selbst betroffen", erzählt er. Inzwischen berät der Trainer aus Neuburg an der Donau Führungskräfte. "Burnout kommt nie plötzlich", sagt Berndt. "Das ist eine Entwicklung über Monate, manchmal Jahre hinweg." Die Betroffenen verdrängen, welche Gefahren ihnen drohen.
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@Sternenhimmel

Vielen Dank, liebe Sternenhimmel. für den interessanten Beitrag.

Wurzel
vor > 3 Jahre
Dieser Beitrag wurde auf Wunsch des Users gelöscht.
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@argusauge

Noch einmal in diesem Abschnitt. Wo ist dein wirkliches Problem?

Wurzel
  • mondsüchtig
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 9
vor > 3 Jahre
Hallo zusammen,

Burn Out ist gesundheitsgefährdend und das nun endlich beim Namen genannte Boreout auch. Das eine ist die Überforderung und das andere die Unterforderung. Beide Syndromarten schaden nicht nur dem Menschen, den es betrifft, sondern die gesamte Gesellschaft. Leider erkennen das die wenigsten, und es ist schlichtweg in beiden Fällen das falsche Management.

Sternenhimmel hat dies bereits eindeutig auf den Punkt gebracht.

VG
mondsüchtig
  • klimaneutral
  • Status: Legende
  • Beiträge: 533
vor > 3 Jahre
Hallo, Community!
Bin 58, w, habe im Mai 07 zu 50% gefördert einen Job angenommen, habe Sachen erlebt, die glaubt man nicht - und das nach einem langen Berufsleben. Habe 1 Jahr lang für 950,- ? netto einen Vertrieb aufgebaut und durchgeführt, war sehr erfolgreich. Der Deal war (klar war, daß ich kann, was im Unternehmen nach einem Jahr "Versuchsstadium" keiner bringen konnte - belegt durch die Erfolge), daß ich nach diesem Jahr mindestens ein Jahr bei angemessenem Gehalt weiterbeschäftigt werde. Nun wird gerade entlassen und man schlägt mir vor, mich krank schreiben zu lassen und dennoch weiter zu arbeiten, gerne langfristig!!! Denn "das Geld wäre im März alle". Meinen Nachrücker (50% gefördert) soll ich einarbeiten und nochmal schnell alles in eine Datenbank übertragen, weil mit der Handhabung meiner 2000 Datensätze in Excel (WV usw./Organisation) keiner klarkommt. Burn out kenn ich, habe diverse Beschwerden, totale Erschöpfungszustände (Überstunden, Samstag, Sonntag, Feiertagsarbeit und ständige Handy-Bereitschaft), Kreislaufschwankungen von viel viel zu niedrig bis "grenzwertig hoch", Schwindelattacken, Rauschen in den Ohren - geht gottseidank bisher immer wieder mal weg..., Hexenschuß dauernd wiederkehrend, nehme jede Erkältung mit... (war bisher schön öfter kurzfristig krank geschrieben (wurde allerdings imemr zur Arbeit zitiert, da ja Alleinkraft/Zusammenarbeit mit Firmeninhaber). Was soll ich sagen, mir schwirrt der Kopf. Bewertung traue ich mich übrigens nicht abzugeben, man wüßte gleich, von wem die kommt...
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2028
vor > 3 Jahre
@ klimaneutral

Hallo,
Herzlichst willkommen im Kununuforum.

Dein Schicksal erinnert an unsere Wurzel, die hier im Forum vertreten sei.
Sie schreibt viel unter "Gedankenwühlkiste". Interessant sind auch diverse Beiträge unter "Mobbing, Pech...und wieder arbeitslos".
Wenn Deine Zeit erlaubt, lese dort einige Beiträge, besonders die von Muellina.
Du findest hier im Forum sehr viele ähnliche Schicksale.

Wenn Du auf Abschussliste stehst, ist dann egal, ob Du erkannt wirst, oder nicht, daher wäre eine Bewertung abzugeben gut um andere zu warnen.
Ich grüße Dich herzlich und wünsche Dir viel Kraft.
Vergesse nicht, dass die Gesundheit das Wichtigste in Deinem Leben ist.

Sternenhimmel
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@klimaneutral

Vorab Willkommen bei kununu

Deine Geschichte oder soll ich sagen, deine Leiden, sind leider heute nicht mehr so selten in einem Betrieb.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung dazu nur das Eine sagen, nämlich, lass es nicht über dich ergehen. Du wirst früher oder später total zusammenbrechen. Es ist schlichtweg nicht aufzuhalten, auch wenn der Wille vorhanden ist. Irgendwann streikt dein ganzer Körper und dann ist die Psyche vollständig im Keller.
Ja, ich weiss, vielleicht schiebst du nun dein Alter vor. Entschuldige, soll nicht beleidigend sein, aber auch ich habe die 50 überschritten.

Deinen Worten entnehme ich, dass du nicht so ganz daran glaubst, dass die Firma dich ins Aus stellt. Eine Bewertung willst du deshalb nicht abgeben. Sag mir doch einmal, was du noch zu verlieren hast? Auch mir hat mein AG vorgeschlagen, dass ich noch ein paar Wochen krank feiern soll, damit sie sich arangieren können. Vergiss es. Kein AG macht dir einen solchen Vorschlag, wenn es sich für ihn nicht lohnt.

So brutal es klingen mag, kann ich nur betonen, dass du dich abfinden musst mit der Tatsache, dass früher oder später eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses stattfinden wird. Du bist dann keinen Tag jünger, aber dafür so "zerstört", dass du psychologische Hilfe brauchst.

Es wäre schön, wenn du dir meine vielleicht etwas harten Worte ein wenig durch den Kopf gehen lassen würdest. Ich meine es nur gut mit dir, denn ich bin jetzt seit September 08 arbeitslos. Bin aber froh, dass ich wenigstens meine Psyche wieder im Griff habe. Es war harte Arbeit an mir selber und ich wünsche es niemandem.

Bleib einfach ein wenig bei uns. Diskutiere mit uns, klöne mit uns und nimm dir die Zeit, die Beiträge von Muellina, bodrum und mir zu lesen. Wer weiss, vielleicht können wir dir ein wenig Mut geben.

Schöne Grüsse
Wurzel
  • klimaneutral
  • Status: Legende
  • Beiträge: 533
vor > 3 Jahre
Hallo, Gemeinde, hallo Wurzel in der Schweiz!?
Danke für Deine Reaktion auf meine erste, wütend/hilflose/wirre meldung. Das Schreiben und dann Deine Reaktion haben erstmal gut getan. Danke. Bin dann zum Hausarzt gegangen, hab Überweisungen zu allen Fachärzten (5) bekommen, die zu besuchen ich immer aufgeschoben habe, schließlich bin ich jetzt beim Neurologen gelandet und für längere Zeit "aus dem Verkehr gezogen", also krank geschrieben - es wird wohl auf eine Kur hinauslaufen (mein AG läßt mich z.Zt. durch seine Ex-Gattin per SMS bedrängen :roll: - soll ihr meine private eMail-Adresse geben!!! - ich reagiere nicht. Und es hilft mir mental, daß mir Hausarzt und Neurologe jeglichen Kontakt untersagt haben.... Langsam klären sich meine Gedanken etwas, befreunde mich wieder mit meine Wohnung - die mal mein Zuhause war :?
  • wurzel
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  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@klimaneutral

Guten Morgen Klimaneutral

Wow, super, dass du endlich gehandelt hast. Da gratuliere ich dir ganz herzlich dazu. Jetzt weiss ich, dass du den Kampf gegen deine Probleme aufgenommen hast :P
Es wird nicht einfach für dich werden, denn sich wieder aufzurichten und an sich zu glauben ist harte Arbeit, aber es lohnt sich :!: Das Leben hat so viel mehr zu bieten, wie nur der Job. Klar, die Bestätigung im Arbeitsumfeld gehört auch zum Alltag, aber nicht unter den uns von dir geschilderten Umständen.

Rück ja nicht deine e-mail-Adresse raus! Diese geht den AG rein gar nichts an. Sollten die SMS nicht aufhören, dann lass dir eine neue Nummer geben wegen Belästigungen. Sollte auch in Deutschland kein Problem sein. So lange du immer wieder - wenn auch nur kurz - Kontakt zu deinem AG hast, kannst du nicht "runterfahren". Höre hier ohne schlechtes Gewissen auf deinen Arzt.

Schön ist auch, dass du dein Daheim langsam wieder als solches betrachtest. Du brauchst jetzt eine "Rückzugsecke" um deine Gedanken und Ängste zu ordnen. Vielleicht hilft es dir auch, wenn du dich hinsetzt und alle Gedanken, egal wie wirr sie sind, zu Papier bringst. Mache zwei Spalten: zur Zeit Negatives und zur Zeit Positives. Schau dir diese Liste nach jeweils einer Woche wieder an und versuche herauszukristallisieren, ob bereits bei irgend etwas eine Änderung eingetreten ist.
Wenn du wirklich an dir arbeitest (mit Hilfe des Arztes), sollte es möglich sein, dass langsam, langsam die Seite mit dem Negativen kleiner wird, wie die Seite mit dem Positiven. ES BRAUCHT DEINEN MUT UND DEINEN WILLEN ZUR VERÄNDERUNG!

Noch einmal: SUPER, DU HAST DEN ERSTEN SCHRITT GEMACHT :!:

Schöne Grüsse aus der Schweiz.

Wurzel
  • klimaneutral
  • Status: Legende
  • Beiträge: 533
vor > 3 Jahre
@ wurzel
Ganz herzlichen Dank für Deine Anteilnahme. Wie Du am Forum sehen kannst, konnte ich nachts nicht schlafen (in der Vergangeheit hatte ich auch einen ganz leichten Schlaf, bin immer wach geworden und hatte die sofort den Terminplan für den nächsten Tag präsent!...).
Ich arbeite daran, "mich einzubremsen", dieses Gefühl "da ist noch was, muß dringend erledigt werden... was war das nochmal..." ist in meine Zellen eingebrannt. Bin um 12:00 beim Neurologen - weiteres Vorgehen besprechen - erhoffe mir Hilfe von ihm... Haltet mir Däumchen.
Habe inzwischen übrigens eMail von der Ex-Gattin des Chefs erhalten (natürlich kannte Sie diese...). Werde nicht reagieren (wenns schwierig wird, schickt er "seine Frauen" vor...)
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1665
vor > 3 Jahre
@klimaneutral

Viel Glück beim Arzt!

wurzel
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