Großer Karrieresprung oder "Suizid"-Verdächtig?

  • thilopapa
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vor > 1 Jahr
Hallo,
sorry erst mal für den Krassen Titel, der allerdings nur bildlich verstanden werden sollte.
Zu meiner Situation. Ich bin 35 Jahre jung und seit 8 Jahren bei meinem Arbeitgeber im Großhandel beschäftigt. Damals als "ungelernter" Quereinsteiger als Arbeiter angefangen habe ich mich nun im Laufe der 8 Jahre bis zum Abteilungsleiter hochgearbeitet - fachlich kompetent und bisher immer engagiert.
Allerdings läßt die Motivation bei mir in letzter Zeit doch sehr nach, da im Gro der übrige Mitarbeiterstamm relativ unmotiviert daher kommt. Stressfrei ist der Job als AL (mit 57 Mitarbeitern in meinem Bereich) natürlich auch nicht unbedingt.
Zuletzt habe ich im November die Externenprüfung bei der IHK zum Groß- und Außenhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen und nun habe ich mir fest vorgenommen, einen neuen Job zu suchen in dem ich wieder voll motiviert durchstarten kann.
Durch etwas Glück habe ich durch eine gute Bekannte nun Kontakt zu einer Abteilungsleiterin aus dem Finanzsektor bekommen (arbeitet bei renomierter und namhafter Sparkasse). Also gleich mal mit ihr telefoniert und auf die Empfehlung meiner Bekannten verwiesen.
Die Dame war auch gleich sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig und erklärte mir am Telefon direkt, welche Dienstleistungsbereiche dort übernommen werden und das sie aufgrund der starken Expansion mehr oder weniger händeringend nach engagierten und motivierten Mitarbeitern sucht.
Evtl. auftretende Wissenslücken wären bei Neueinsteigern in dem Bereich normal und würden i.d.R. über Learning by Doing aufgefangen.
Ich habe auch gleich einen Termin zum Vorstellen bekommen und die Möglichkeit, mir das Team vor Ort anzusehen, damit ich selber einen Eindruck gewinnen kann.
Im Prinzip hört sich die Sache sehr interessant für mich an, ich frage mich nur, ob dieser Schritt gut gehen kann, da ich als Vertriebler aus dem praktischen Handel mit Waren komme und nun den Schritt in die Finanzdienstleistung wagen würde (Fachbereich: Auslandsgeschäfte und Abwicklung).
Was denkt ihr. Wäre dies ein normaler Werdegang für Mitarbeiter einer großen Sparkasse oder ist er eher mit hohem Risiko behaftet und eine absolut unübliche Abfolge?
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 1 Jahr
  Damals als "ungelernter" Quereinsteiger als Arbeiter angefangen habe ich mich nun im Laufe der 8 Jahre bis zum Abteilungsleiter hochgearbeitet - fachlich kompetent und bisher immer engagiert.
...
Zuletzt habe ich im November die Externenprüfung bei der IHK zum Groß- und Außenhandelskaufmann erfolgreich abgeschlossen 
  
Das finde ich erst einmal großartig, dass du berufsbegleitend einen Abschluss gemacht hast! Das wird dir einmal sehr helfen.
Die Frage ist nun - wo willst Du hin?
Wenn Du immer in eine Bank wolltest, bitte. In einer Bank bist du als Groß-Außenkfm allerdings nicht ideal qualifiziert und wirst immer hinter jeden anderen Bankkaufmann anstehen müssen, falls sich da einmal weitere Karriereschritte oder ein Jobwechsel ergeben.
Wenn Du später wieder in den Handel zurückwillst, wird man dich fragen, warum du seinerzeit zu einer Bank gegangen bist. (Knick beim "roten Faden").
Innerhalb des Großhandels hast du 2 große Pluspunkte: den einschlägigen Abschluss und Berufserfahrung in der Branche. Hier vermute ich dauerhaft bessere Chancen.
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • stoner2
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 1 Jahr

Innerhalb des Großhandels hast du 2 große Pluspunkte: den einschlägigen Abschluss und Berufserfahrung in der Branche. Hier vermute ich dauerhaft bessere Chancen.
 
Das sehe ich ähnlich.
Dritter Pluspunkt: branchenbezogne Führungserfahrung.
@ thilopapa: In einer Bank wirst du es eher schwer haben, Abteilungsleiter zu werden, denn dir fehlt Branchenerfahrung, eine spezifische Ausbildung usw..
MeinTipp wäre: bleibe in der Branche. Wenn dir dein momentaner Job nicht behagt, suche dir einen anderen in der gleichen Branche.
Zumal im Bankenbereich eher mit Jobbabbau als mit glänzenden Karriereaussichten zu rechnen ist.
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