Jahresgespräch schlecht gelaufen

  • DasMoritz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor > 1 Jahr
Guten Tag zusammen,
vielleicht einmal kurz zu meiner Person. Ich
heiße Moritz und bin 21 Jahre alt. Ich habe im Januar 2010 eine
Ausbildung zum Fachinformatiker / Systemintegration abgeschlossen und
arbeite nun im nichttechnischen Einkauf eines IT Dienstleisters
(Mittelstand 1200 Mitarbeiter).Mein aktueller Arbeitgeber war auch mein
Ausbildungsbetrieb
Momentan erhalte ich 1750 EUR Brutto, ab dem
1.1.2011 erhalte ich dann 100 EUR mehr, also 1850 EUR. Irgendwie bin ich
über den Verlauf des Jahresgesprächs enttäuscht, da ich aufgrund der
sehr guten Resonanz und der guten Arbeit "mehr" erwartet hätte.
Weiterhin
habe ich das Gefühl, dass mein Chef ein berufsbegleitendes Studium
(B.A. an der AKAD) nicht so richtig "fördern" will, da die Klärung, ob
man sich an entstehenden Kosten beteiligt etc., doch sehr "zäh" ist. Ich
möchte mich möglichst zeitnah in Form eines Studiums weiterbilden, da
ich mein junges Alter noch nutzen möchte.
Ich weiß nun ehrlich
gesagt nicht mehr, wie ich am sinnvollsten weitermachen soll. Ein
Kollege sagte, dass ich nochmal um ein weiteres Gespäch zum Gehalt
bitten sollte. Da die Klärung mit der Beteiligung am Studium
wahrscheinlich noch mehrere Monate in Anspruch nehmen wird, bin ich am
Überlegen ob ich mich nicht einfach einschreibe und meiner Führungskraft
dann zeitnah die Info gebe. Einer Reduktion der Arbeitszeit hat Sie
schon zugestimmt.
Ich wüsste einfach gerne mal wie Ihr vorgehen würdet?
Danke und Gruß,
Moritz
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 1 Jahr
Mein aktueller Arbeitgeber war auch mein
Ausbildungsbetrieb
Momentan erhalte ich 1750 EUR Brutto, ab dem
1.1.2011 erhalte ich dann 100 EUR mehr, also 1850 EUR. Irgendwie bin ich
über den Verlauf des Jahresgesprächs enttäuscht, da ich aufgrund der
sehr guten Resonanz und der guten Arbeit "mehr" erwartet hätte.
 
Hallo Moritz,
das Problem besteht sehr oft: wenn man im Ausbildungsbetrieb übernommen wird, beginnt man meist mit einem relativ niedrigen Anfangsgehalt.
Nun hast Du knapp 6 % Gehaltserhöhung bekommen, dafür müssen andere lange streiken, also so schlecht ist das nicht.
Wenn Dein AG bereits einer Arbeitszeitreduktion zugestimmt hat, finde ich das eigentlich bereits relativ anständig,wobei dir klar sein muss, dass dann natürlich auch entsprechend weniger Gehalt fließt.
Zur Finanzierung des Studiums gibt es immer noch das Meister-BaFÖG, die Bildungsträger kennen sich hier gut aus, einfach mal nachfragen.
Deinem AG wird natürlich dämmern, dass Du nach dem Studium mehr Geld haben willst - und die Frage ist, ob er Dir überhaupt eine höherdotierte Position anbieten kann/will?
  • stoner2
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 1 Jahr
Hallo Moritz.
Also es gibt aus meiner Sicht zwei Gründe, warum dein Arbeitgeber deinen Wünsc hnach Weiterbildung nicht unterstützt:
entweder er traut es dir nicht so recht zu,
oder er hat keine Verwendung für einen Akademiker.
In beiden Fällen solltest du dich davon abe rnicht abbringen lassen.
Beginne dein AKAD-Studium.
Parallel kannst du dch ja nach einem anderem Job umgucken.
Viele Firmen schätzen es sehr, wenn Leute sich berufsbegleitend weiterbilden. Denn solche Leute zeigen mehr Ergeiz als "normale"Arbeitnehmer und mehr Fleiß.
Ein guter Arbeitgeber fördert das "Vornakommen" seiner leute. Wenn deiner es nicht tut, gucke einfach, ob du nicht einen anderen findest. :)
PS: ein früherer Chef hat mich untertsützt und hat mir angeboten, nach erfolgreicher berufsbegleitender Weiterbildung 50% der Kosten zu übernehmen, wenn ich a) die Prüfung bestehe und b) danach mind. 1 Jahr bei der Firma bleibe.
Und das hat er  von sich aus getan, dass ich informierte, dass ich mich für eine berufsbegleitende Weiterbildung angemeldet habe. Ich musste nicht mal danach fragen. 8)
Und das, obwohl die Weiterbildung nur indirekt etwas mit meinem damaligen Job zu tun hatte.
Das hat er aber auch getan, weil er sehr viel von mir hielt.
Viel Erfolg bei deiner Weiterbildung! :D
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