@Muellina
<< Sicherlich habe ich nicht die beruflichen Aussichten, die Du hast..>
--> Danke für die Blumen, aber wie kannst Du das so genau wissen (= kein Vorwurf, sondern ein "Hinweis")? Ich habe in erster Linie von Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein geschrieben, sicher auch davon, daß ich gerade womöglich auch eine Glücksphase habe und daher "öfter als normal" im Gespräch bin. Aber das bedeutet noch lange nicht, um darauf nochmal genauer einzugehen, daß diese "schöne Regel(ung)" immer gilt

. Es hängt eben auch sehr von der aktuellen Marktlage und anderen wichtigen Kennzeichen ab.
In dem Ort in der Nähe einer Großstadt, in dem ich lebe gibt es in meinem Beruf z.B. so gut wie gar keine Möglichkeiten unterzukommen (schade eigentlich

, aber ich bleibe da, weils hier so schön ist

) und in der Großstadt gibt es zwar genug Angebote auf die ich aufgrund meines breiten Erfahrungsfeldes reagieren kann, aber so ganz leicht ist es trotz eines relativ guten Netzwerkes auch nicht an die für mich wirklich interessanten und guten Jobs heranzukommen. So gesehen sind meine Aussichten womöglich nicht unbedingt "besser" als Deine. Es sind andere Aussichten.
In den Jahren 2003/2004 z.B. waren meine beruflichen Aussichten und die von vielen anderen mehreren 1000 Mitstreitern in meinem Job, die sonst fast selbstverständlich aufgrund der Berufserfahrungen und Ausbildung unter Vertrag sind, absolut katastrophal. Auf eine der damals kaum vorhandenen Stellenausschreibungen kamen durchaus 700 - 1000 Bewerbungen. Reiner Irrsinn, der ja damals noch nicht einmal von den Unternehmen selbst umfänglich bewältigt werden konnte. Heute sind die Zeiten zumindest in meinem Bereich wieder rosiger.
ABER: auch ich mußte mich umstellen, mich umorientieren, zwischendurch sogar mal "improvisieren" da sich Märkte mittlerweile einfach schneller als die Jahre zuvor verändern. Um somit mehr und womöglich "bessere" Chancen zu bekommen habe ich mit mir eine neue Abmachung getroffen, die sich mit meinem Leben immer noch gut vereinbaren lässt, jedoch eine deutlich höhere Flexibilität von mir erfordert, als es mir natürlich lieber wäre. Gleichzeitig jedoch eröffnen sich durch meine Umstellungen auch komplett neue Entwicklungschancen und Wege, die mir Erfüllung und Zufriedenheit bescheren.
Lange Rede, kurzer Sinn: ich will sagen, Deine beruflichen Aussichten sind so groß, wie Du sie Dir in Deinen Träumen, Deinen Ideen und natürlich auch den realistischen Umsetzungsmöglichkeiten schaffst. Es gibt sicher Berufe, in denen es womöglich schwieriger ist als in anderen, sich zu verwirklichen. Aber wie Du schon sagst: Wege gibt es IMMER!
Ich will auch sagen "Bitte schenke Dir selbst mehr "Selbstsicherheit" anstatt dem Gedanken "Sicherlich habe ich nicht die beruflichen Aussichten, die jemand anderer hat" zu folgen. Merkst Du was? Da steckt ein Glaubenssatz drin. Verwandle ihn einfach liebevoll und sage zu Dir selbst "Sicherlich habe ich gute berufliche Aussichten!" Natürlich "sollten" dem dann auch Handlungen folgen (Analysen, Recherchen, Kontakte, Umsetzung etc.), das ist schon klar. Aber auf Basis dieser oder einer anders, Dir eigenen formulierten Selbstsicherheit gehst Du ganz anders an den Start und kommst entsprechend "sicher" am anderen Ufer an

Also auch Menschen oder Deine Nächsten werden Dich dann (womöglich plötzlich :wink

ganz anders sehen und Dich auch gerade deshalb unterstützen können.
<< ... einen ganz anderen Berufsweg einschlagen, den ich bisher immer gescheut habe, zu dem ich aber deutlich geeignet bin >>
--> Wie schön, Dein Herz hat Dich quasi "zurückgepfiffen"

und Dich an Dich selbst erinnert
<<... daß in solchen Lebenslagen ausgerechnet die Menschen, die einem am nächsten stehen, oft mit Unverständnis reagieren. Das ist bei mir so, d.h. ich werde von den meisten immer wieder gefragt, "wie konntest du nur", "denk doch mal an die Sperrfrist und alle anderen Konsequenzen", "wie soll das denn weiter gehen", "was willst du denn jetzt machen" etc.pp., als sei meine Kündigung praktisch so gut wie ein Freitod, der Weltuntergang oder der Abwurf einer Atombombe, statt eben schlicht und einfach eine Kündigung von Arbeitsumständen, die mich sehr belastet haben.>>
--> kenne ich auch ausreichend. Aus meiner Sicht sind solche Aussagen, die da aus Deiner nächsten Umgebung kommen, angstmotiviert. Was haben deren Ängste mit Dir und Deinen aktuellen Sorgen und Bedürfnissen zu tun? Nichts! Im Prinzip suchst Du ja Unterstützung und ich verstehe Dich, da kann man solche Kommentare überhaupt gar nicht gebrauchen. Ich finde sowas auch immer traurig und manchmal macht es mich auch wütend, weil ich erkenne, wie eng und unflexibel das Denken mancher Menschen ist. Unterm Strich betrachtet "funktionierst" Du halt grad nicht wie von Deinen Nächsten gewohnt oder gewünscht, was nur deren eigene Vorbehalte und Ängste auslöst, mit denen sie selbst nicht wirklich klar kommen. Man macht dann Dir die Vorhaltungen, weil es einfacher und bequemer ist, als sich mit Deinem Thema auseinanderzusetzen und sie selbst vielleicht keine geeignete Lösung kennen, mit welcher man Dich unterstützen könnte.
Man kann natürlich nicht immer alles von seinen Nächsten erwarten, aber zumindest könnte man liebevolle offene Ohren, die Chance auf fruchtbare und erkenntnisreiche Gespräche und Verständnis für die eigenen Bedürfnisse erwarten, BEVOR es Kommentare hagelt. Du bist aus meiner Sicht keine Erfüllungsgehilfin für die Bedürfnisse und Vorstellungen oder die womöglich über die Jahre "festgefahrenen" Weltbilder anderer Menschen. Du bist ja nicht gleich "schuldig", nur weil Du Dir erlaubst eine eigenverantwortliche Entscheidung zu treffen. Sie mag in den Augen anderer und vielleicht auch in Deine Augen riskant sein, aber sie bedeutet noch lange keine zielsichere Vorbotschaft für die negativen Gedanken und Erwartungen anderer.
<<Das tut nicht gut, denn dies sind Gedanken, in die ich mich nicht hinsteigern oder auch hineinsteigern lassen möchte. >>
--> Gedankenkonstrukte (Meinungen, Weltbilder, Vorstellungen etc.) gleich welcher Art beruhen meist auf eigenen Erfahrungen der Menschen, die sie äußern, also Geschehnissen aus der VERGANGENHEIT. Dem was in der Zukunft kommt und was man ja noch nicht WISSEN kann, kann man aus meiner Sicht am Besten mit offenen, neugierigen, positiven und freudigen Gedanken begegnen. Du willst ja nicht "gefangen" bleiben, sondern Dich verändern, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Von daher verstehe ich, daß Du Dich von negativen Gedanken, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen und sich deshalb noch lange nicht in Zukunft genau so wiederholen müssen, abgrenzen und freimachen möchtest.
In meinem Leben habe ich leider die Erfahrung gemacht, daß es in Veränderungsphasen womöglich besser sein kann, seinen Nächsten von "ungewöhnlichen" Schritten erstmal rein gar nichts zu erzählen und sich direkt an die Menschen zu wenden, von denen man aufrichtige und konstruktive Unterstützung sicher erwarten kann. Und wenn es ein professioneller Coach oder Berater ist. Das könnte in Deinem Fall tatsächlich interessant sein. Sollen Deine Mitmenschen von Deinem neuen Glück erfahren, wenn Du mittendrin sitzt, dann bist Du quasi einen Schritt voraus

Und wenn man es nicht vermeiden kann, dann erzählt mans halt, aber muß dann womöglich leider Kontra geben bzw. sich klar abgrenzen. Und je selbstsicherer Du Dir Deiner Sache bist, desto stabiler wirkst Du nach außen und weniger "angreifbar".
Im Gegenteil: am Ende erntest Du womöglich noch Bewunderung für Deinen Erfolg!
Viel Glück, Durchsetzungskraft und Zuversicht auf Deinen Wegen!
Die Blumenwelt