@ Sternenhimmel und @ all:
Es ist genau das eingetreten, was anzunehmen war - die Sache wird erst noch entschieden und ist heute nicht geklärt worden, da mein "Fall" so kompliziert ist. Der Sachbearbeiter war wenigstens nett und menschlich und hat mir sogar geraten, im Zweifelsfall, also bei einer Sperre, am besten sofort Widerspruch einzulegen. D.h. er hat meine Lage, meine Beweggründe etc. deutlich verstanden, kann aber nun mal auch die Gesetze nicht ändern. Also werde ich nun einfach abwarten, was geschieht und dann danach handeln. Spaß macht es allerdings wirklich keinen, aber dazu ist es ja auch nicht da. Immerhin gab es eine Portion menschliches Verständnis und ich möchte nicht so undankbar sein, mich jetzt einfach so mal mies zu fühlen, denn schließlich ist ja nach wie vor keine Entscheidung gefallen. D.h. ich versuche jetzt mal, mich so richtig ins positive Denken hineinzusteigern und einfach nur das Allerbeste zu hoffen!
@ froschundfink:
Da hast Du aber wirklich Glück gehabt! Dir jedenfalls alles, alles Gute für die neue Stelle und sei einfach am besten nicht überkritisch. Ich denke, den Traumjob schlechthin kann man sich wirklich nicht herbeizaubern, es wird immer und überall die eine oder andere Angelegenheit geben, die nicht ins eigene Bild passt und einen nicht gerade motiviert, aber das Gros ist entscheidend. Nämlich sagen zu können: zwar bin ich nicht im siebten Himmel gelandet, aber ich kann mit diesem Job jetzt einverstanden sein und ihn ausführen, ohne mich minütlich angegriffen/überfordert/unterfordert, eben einfach konstant unglücklich zu fühlen.
Will sagen: ALLES richtig machen kann niemand, d.h. stelle auch an Dich selbst keine unerfüllbaren Anforderungen, denn dann wirst Du zwangsläufig enttäuscht werden.
Viel Glück und Erfolg im neuen Job jedenfalls!
@ Monika (wurzel):
Wenn es bei Dir so schlimm gewesen ist, solltest Du Dir keinesfalls mehr die Mühe machen, ehemalige Vorgesetzte und/oder Kollegen verstehen zu wollen. Das Einzige, was es da zu verstehen gibt, ist, daß sie Dich mit ihrem Verhalten, sei es aus Profitgier, Geltungsdrang oder auch nur schlichter Unmenschlichkeit heraus, krank gemacht haben. Ich verstehe schon, warum Du gerne mehr verstehen würdest, aber das geht einfach manchmal nicht. Menschen sind zu vielschichtig, als daß ein Fremder einen anderen ganz durchschauen könnte und was auch immer zu deren Verhalten geführt hat: es gehört sich einfach nicht, auf Kosten und Knochen anderer seinen eigenen Vorteil zu gewinnen.
Ich glaube das Wichtigste in Deiner Situation ist, wieder zu vollem Selbstwertgefühl zu gelangen, wieder zu wissen, was Du wert bist und Dich nicht von dem Druck von Außen unterkriegen zu lassen. Du hattest in Deinem Beruf eine sehr üble Situation, die Dich krank gemacht hat. Die berufliche Situation ist jetzt beendet, dafür setzen Dich nun die Ämter unter Druck. Tu Dir selbst einen großen Gefallen und laß das nicht zu! Laß es auf keinen Fall zu, Dich klein und krank machen zu lassen, sondern halte Deinen Kopf hoch erhoben und zeig allen, daß Du noch da und ungebrochen bist.
Mißverstehe mich bitte nicht: ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlen mußt und ich weiß auch sehr gut, daß es manchmal als der einfachste Weg erscheint, sich einfach fallen zu lassen. Aber glaub mir, das ist es nicht. Es mag gehörige Anstrengung kosten, stattdessen aufzustehen und es der Welt zu zeigen, aber es ist viel aufbauender und macht viel glücklicher, selbstbewußter und zufriedener, wenn man allen zeigt: ich bin es, ich kann es und ich werde nicht untergehen.
Was mir in dieser Lebenslage sehr geholfen hat, war, viel zu lesen, d.h. mich mit dem schon mal vorab zu befassen, was da unter Umständen auf mich zukommt. Es ist wichtig, nicht nur seine Pflichten, sondern auch seine Rechte zu kennen und es ist ebenso wichtig, diese auch durchzusetzen, nicht zuletzt auch, um vor sich selbst bestehen zu können. Deine Rechte werden Dir nämlich höchst selten freiwillig angeboten, während die Pflichten haltlos eingefordert werden.
In diesem Sinne: höre einfach mit dem Hadern und dem Fragen nach dem Warum auf; Du schreibst selbst, daß wir hier und heute leben, nicht in der Vergangenheit. Und was die Zukunft angeht: alles Liebe und Gute für Dich, ganz viel Selbstbewußtsein, vor allem erst Mal gute Gesundheit.
Liebe Grüße an Dich und an alle. Alles wird gut!