Hallo ins Land,
mir schwirrt im Moment der Kopf. Und ich weiß gerade nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht von Vorne...
Seit
wir einen Sohn haben und er zwei Jahre als ist, kann ich nur noch
Teilzeit arbeiten. Der kaufmännische Bereich birgt allerdings mehr
Schwierigkeiten als mir lieb ist. Festanstellungen direkt bei Firmen
sind nicht bzw. nur schwer zu realisieren. Ich arbeite nun seit 2007
wieder, allerdings immer wieder mit befristeten Verträgen. Die Glücksfee
war immer nur kurz da und es endete immer mit betriebsbedingten
Kündigungen. Von Zeitarbeit, ohne scheint irgendwie heute nichts mehr zu
gehen, und davon habe ich mehr als nur die Nase voll. Das ist moderne
Sklavenarbeit, man verhökert die Menschen zu horrenden Preisen aber es
bleibt bei einem selbst nichts hängen. Die Zeitarbeitsunternehmen rühmen
sich mit einem Tarifvertrag. Wer sich da mal die Mühe gemacht hat und
mal reingeschaut hat, wird sehr schnell feststellen, dass die Wirtschaft
diesen sehr ausgehölt haben. Einst diente Zeitarbeit dazu
Arbeitsspitzen abzubauen, heute jedoch dient es nur noch dazu dem
Unternehmen bei den Lohnkosten sparen zu helfen - auf Kosten der
Menschen die in solchen Unternehmen beschäftigt sind.
Mir erst vor
einigen Tagen passiert. Ich war wieder einmal für ein
Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Dann nahm ein Unternehmen mit mir
Kontakt auf, für das ich letztes Jahr schon einmal gearbeitet hatte. Ein
Kunde wollte mich gerne wieder buchen, bei dem ich bereits einmal war
und dieses Unternehmen ist eins der wenigen, dass mich fair behandelt
hat, auch finanziell. So sagte ich meinem alten Zeitarbeitsunternehmen
adieu und gebab mich zum anderen. Zuvor sollte ich noch in einem
Unternehmen Urlaubsvertretung machen, in Assistentinnenstellung.
Eigentlich wollte ich nicht dort arbeiten, hatte aber keine Wahl. Von
Anfang an, also schon beim ersten Gespräch, zog sich mir die Magengrube
zusammen. Aber es sollten ja nur 6 Wochen werden und ich bin noch in der
Probezeit. Ich kam also in ein international handelndes Unternehmen und
sollte einen Assistentin zur Hand gehen und für 3 Wochen vertreten.
Dies war auch noch meine erste Stellung in der ich in englischer Sprache
arbeiten musste. Alles in allem wohl eine Nummer zu groß für mich.
Besagte Dame gehört auch nicht zu denen, die einem da hilfreich zur
Seite standen. Keine Chance für eigene Ideen - friss oder stirb. Ende
vom Lied, um das ganze mal zu verkürzen, man rief meinen AG an, ich
bekam am gleichen Tag noch einen Anruf von meimen Unternehmen und bat
mich für den nächsten Tag ins Büro, der Einsatz endete frühzeitig, ich
durfte nochmal zum Rapport antreten und verlor damit auch gleichzeitig
meinen Arbeitsplatz. Die Damen hat vorab bereits völlig die Zeitarbeit
überschätzt, denn nur in den aller seltensten Fällen passt es 100%. Der
Dumme ist immer derjenige der dort hingeschickt wird... Im Zweifel
kriegt man die Kündigung, Betriebsbedingt oder nicht, wegen fehlender
Folgeaufträge.
Zeitarbeit? Nein Danke. Schlecht bezahlt, unmögliche Firmen und dessen Mitarbeiter.
Wie machen es andere Mütter? Auch Zeitarbeit? Wie sind die die Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
Ich
rede jetzt nicht von Hochschulabsolventen, denn dafür scheinen wohl
andere Regeln zu gelten als die minderbemittelte Unterschicht. Ich meine
die gemeine Bürofachkraft, Bürokauffrau etc.
vor 40 Wochen
