Spaß an der Arbeit

  • Sternenhimmel
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vor > 2 Jahre
@ all

" Arbeit ist alles, was keinen Spaß macht."
Dieser Spruch ist v. Bertold Brecht

Laut Studien, haben sieben von zehn Berufstätigen keine Freude im Job.

Gibt es eigentlich einen guten Grund, um jeden Tag schlecht aufgelegt einen
sinnlosen Job zu machen?
Einen Job, den man vielleicht überhaupt nicht mag?
Die meisten von uns werden dann antworten:
Ich muss arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Spaß an der Arbeit scheint das Privileg einer verschwindenden Minderheit zu sein.
Lt. einer Studie ist nur 49% der Österreicher eine sinnvolle und befriedigende Arbeit in ihrem Leben wichtig.
Vor zwanzig Jahren war es für 70% der Befragten wichtig.

Und wie sieht die Situation bei Euch aus?
Kann man eine gute Arbeit nur dann machen, wenn man auch Spaß dabei hat?

LGr.
Sternenhimmel
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 2 Jahre
Interessante Frage Sternenhimmel!

Meine Einschätzung ist, Spaß an der Arbeit korreliert mit der Bezahlung.

Wertschätzung und Freiräume zur Gestaltung im Tagesgeschäft findet man nicht bei Arbeitgebern, die sich gegenseitig mit schlechten Rahmenbedingungen überbieten.
Das ist meine Einschätzung für Jobs in der freien Wirtschaft (ohne Tarif). Mir hat mal jemand gesagt: "Für so wenig Geld (gemeint war mein Gehalt) kannst du nicht erwarten auch noch einen guten Job zu machen."
Das hörte sich arrogant an, war aber als freundschaftlicher Rat gemeint. Derjenige hatte mir indirekt damit meine Platzierung in der Gehaltsliste des Unternehmens gesteckt.

Spaß bei der Arbeit entsteht für mich nicht zuletzt durch anständige Bezahlung.

Viele Grüße,
C
  • Muellina
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 439
vor > 2 Jahre
@ Sternenhimmel

Nun hast Du schon wieder ein Thema gestartet, dem ich einfach nicht widerstehen kann...

Natürlich, @kanunu4me, ist die Vergütung wichtig. Trotzdem war ich zu Zeiten auch ohne angemessene Bezahlung in Unternehmen sehr glücklich, weil das Umfeld und die Kollegen einfach hervorragend waren. Für mich steht und fällt das Ganze nicht mit der Bezahlung - keinesfalls und noch nie!

Heutzutage, wenn man die Menschheit objektiv betrachtet, kann man wirklich nur froh und glücklich sein, wenn man - selbst bei schlechter Bezahlung - in einem beruflichen Umfeld begriffen ist, in dem man nicht werktäglich mit Kollegen oder gar Vorgesetzten zu kämpfen hat.

So blauäugig das nun für den Einen oder Anderen klingen mag: mein aus Erfahrung begründetes Prinzip lautet, daß mir meine Arbeit Spaß machen MUß. Ich arbeite inzwischen nicht mehr für meinen Lebensunterhalt, denn diesen kann man sich - wenigstens innerhalb Europas - auch auf andere sowie bei unglücklicher Berufstätigkeit auch zuträglichere Art und Weise sichern. Das kann es wirklich nicht sein, nur des lieben Geldes wegen tagtäglich zu leiden!

Augenblicklich gehöre ich tatsächlich zur privilegierten Minderheit. Aber auch wenn die Vergütung nicht stimmig wäre, würde ich mich hinzuzählen, weil einfach das absolut unbezahlbare Betriebsklima stimmt.

Für mich ist genau das das einzige, worauf es wirklich ankommt um Spaß an der Arbeit zu haben!
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 2 Jahre
Hallo Muellina!

Ich wünschte ich könnte hoffen.
Meine Einstellung ist leider das Ergebnis von sehr viel Enttäuschung.

Hätte ich auch so mein Auskommen, würde ich nie mehr nach einer abhängigen Beschäftigung suchen, sondern meine eigenen Träume leben.

Viele Grüße,
C
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
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vor > 2 Jahre
@ kanunu4me,

Hallo kanunu4me,

Danke zuerst, dass Du Dich bei diesem Thema gemeldet hast.
Deine Einstellung zu diesem Thema verstehe ich.
Wie kann man über Spaß bei der Arbeit mitreden, wenn man gerade auf der Suche nach einem Job ist?
Wie Du uns berichtet hast, hast Du einen Job verloren und befindest Dich in einer Situation
wie viele hier im Forum.
Adäquate Bezahlung bei einer Tätigkeit, die man mit Freude und Einsatz ausübt, das wäre doch ein Traumjob für uns alle.
Ich kenne jemanden, der über Jahre gesagt hat: mein Job ist mein Hobby. Man hat es ihm angesehen, dass er Spaß am Job fand und ein glücklicher und ausgeglichener Mensch WAR.
Die Firma, wo er diesen Job hatte, wurde ins Ausland verlegt.
Er fand einen anderen Job, in dem er nur eine Geldquelle für seinen Lebensunterhalt sieht.
Ich kann mit ansehen, wie er als Mensch sich geändert hat.
Er sagt auch, dass diese Arbeit ihm keinen Spaß bereitet.

Was ich mit dieser Schilderung sagen wollte, wir brauchen Geld um unser Leben zu finanzieren.
Aber wenn gleichzeitig der Beruf (Job) auch Spaß bringt und wir in dieser Glückslage sind, ist es eine tolle Sache.

Ich wünsche Dir lieber kanunu4me, dass auch Du, genau so wie unsere Muellina, die auch in ihrem Berufsleben viel durchgemacht hat, einen guten Job findest und zu der Gruppe der privilegierten Minderheit gehörst.

Viele Grüße.
Sternenhimmel
  • Sternenhimmel
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vor > 2 Jahre
@ Muellina,

Liebe Muellina,

Dein Beitrag hier ist genau das Spiegelbild Deiner jetzigen Berufssituation.
Es ist sehr aufbauend und schön von Dir solche positive Meldungen zu bekommen.
Ich freue mich mit Dir.
Der Beitrag von kanunu4me ist genau ein Gegenteil. Diesen schrieb ein Mensch, der keinen Spaß an der Arbeit haben kann, denn er ist gerade auf einer Jobsuche und sicherlich eine Arbeit finden möchte, die ihm auch Spaß bereitet und ihn glücklich macht.

Ich grüße Dich herzlichst.
Sternenhimmel
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 2 Jahre
Danke Sternenhimmel!

Mir steckt einfach der Frust in den Knochen. Sorry, Heute ist nicht mein Tag.
Natürlich sollte jeder versuchen einen Arbeit zu finden, die auch Spaß macht.

Viele Grüße,
C
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ kanunu4me,

Aber nein, ich verstehe Dich.

Ich verfolge seit langem Deine Beiträge hier und ich sage nur kurz:
Du bist eine Bereicherung für dieses Forum.
Alles was Du hier vorträgst, ist sehr überlegt.
Ich grüße Dich herzlichst und Kopf hoch.
Vom Herzen.
Sternenhimmel

P.S. Ich weiß auch, dass ich Dich nie zu richtig hier im Forum willkommen hieß.
Wenn Du erlaubst, möchte ich es jetzt tun: :D :D :D.
Schön, dass Du da bist.

Zu dieser Zeit hatte ich hier ein kleines Problem, was Du auch sicherlich mitbekommen hast. Ich war damit sehr beschäftigt.
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vor > 2 Jahre
Hier mal zwei Thesen von mir zu diesemThema:

1.Es gibt keine schlechte Arbeit.
Sondern nur schlecht ausgeführte Arbeit.

2.Es kommt nicht darauf an, dass ich eine Arbeit habe, die mir Freude macht.
Es kommt nur darauf an, dass ich jede Arbeit mit Feude mache.

Viele Grüße, Jürgen
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
@Profile

Nun ja, ich weiß nicht, ob ich dir zustimmen will.

zu 1) Es gibt keine schlechte Arbeit, nur schlecht ausgeführte Arbeit.

Ich meine, jeder kann nur so gut sein, wie sein Umfeld das zulässt. Würde man dich ganz konsequent auslegt, würde es ja bedeuten, dass die Verantwortung allein beim "ausführenden" Arbeitnehmer liegen. Ich sage dazu: Alle Fehler die gemacht werden haben ihre Ursache im (Qualitäts-)Management. Hätten z.B. die Mitarbeiter bei Karstadt (Arcandor) ihre Arbeit (noch) besser gemacht, wäre der Laden trotzdem Pleite.

zu 2) Wenn jemandem seine Arbeit keine Freude macht, dann kann das viele Ursachen haben. Vielleicht ist er oder sie einfach nicht geeignet für einen bestimmten Job. Dabei helfen den Betroffenen sicher keine Durchhalteparolen, wie sie so gerne von sprücheklopfenden Motivations-Gurus ausgegeben werden.
Für wenige mag das aber zutreffen. Typische Vertreter für so eine Art der Denke habe ich unter Vertrieblern kennengelernt. Die stehen schon früh am Morgen senkrecht im Bett und rufen: Heute mache ich Umsatz!
Das trifft meiner Erfahrung nach aber nur auf wenige Exemplare der Arbeitnehmerschaft zu. Ich finde es OK, aber es ist nicht mein Weg.

Ich meine es gibt tatsächlich schlechte Arbeit, die einfach keinen Spaß macht. Wer wollte die Mini-Jobber bei KiK (Tengelmann) da eines Besseren belehren.

Grüße,
C
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vor > 2 Jahre
hallo kanunu4me,

Du schreibst, du weißt nicht,ob du mir zustimmen willst.
Das ist okay, denn du hast einen freien Willen.
Und genau das ist der Punkt.
Ich kann mich, dank meines freien Willens, auch entscheiden jede Arbeit, auch bei KIK oder Tengelmann oder sonstwo, absolut zu 100 Prozent und mit Freude zu tun oder eben nicht.
Wenn mir meine Arbeit keine Freude macht und ich mir das jede Minute, und natürlich auch vor und nach der Arbeit immer wieder bewußt mache, wird sich auch nichts ändern.
Dann mache ich logischerweise diese Arbeit auch entsprechend schlecht.
Und schlecht gemachte Arbeit ist nun wirklich keine Empfehlung.
Kein Arbeitgeber wird sagen: Naja, diese miese Arbeit hat er schlecht gemacht, jetzt gebe ich ihm eben eine bessere...
Wenn mir persönlich nichts anderes übrig bliebe, als Toiletten zu putzen für 5 Euro die Stunde, ich würde die saubersten Toiletten der Stadt haben und ich würde den ganzen Tag nur singen und pfeifen und Freude und Spass bei der Sache bekunden. Und du kannst sicher sein, dass es nicht lang dauern würde, bis mich jemand anspricht, der der Meinung ist, das ich da mein Talent verschwende und mir einen besseren Job anbieten.
Aber wie gesagt, das kann jeder machen wie er will, wir haben ja einen freien Willen... :-)

Viele Grüße,

Jürgen
  • blue moon
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vor > 2 Jahre
Erinnert mich an:

"Wenn sie an Müll denken, denken sie an Akeem."
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vor > 2 Jahre
@bluemoon
Verfolge Euren Abtausch mit Interesse. Kann aber mit Deinem Zitat nix anfangen (Bildungslücke?). Help
Grüße
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vor > 2 Jahre
...dito,

Gruß, Jürgen :-:
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
@profile

Hallo Jürgen!

Du schreibst
"[...]
Und du kannst sicher sein, dass es nicht lang dauern würde, bis mich jemand anspricht, der der Meinung ist, das ich da mein Talent verschwende und mir einen besseren Job anbieten.
[...]"

Warum sollte dir jemand eine Arbeit wegnehmen, die du doch so hervorragend machst, um dir einen besseren Job zu geben?
Ich habe nicht wenige gesehen, die die "sauberste Toilette der Stadt" hinterlassen haben und deren Talent sie nicht zu "höheren Aufgaben" qualifiziert hat.
Gut, bei Dir mag es anders sein und ich wünsche dir viel Erfolg.

Ich glaube, du hast mich falsch verstanden. Ich habe mir kein Urteil über die Arbeitsleistung der KiK-Mitarbeiter angemaßt.
Wie auch? Ich kenne dort niemanden persönlich und kaufe auch dort nicht ein.
Es kann dir allerdings nicht entgangen sein, dass es sich um eine Unternehmen der Tengelmann-Gruppe handelt, dass in die Schlagzeilen geraten ist. Karl-Erivan Haub ist dort Geschäftsführer und Berater von Bundeskanzlerin Merkel in wirtschaftlichen Angelegenheiten.

Seit Jahren kämpft die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di gegen die unlauteren Machenschaften des Unternehmens, wie Lohndumping und Ausbeutung von Mini-Jobbern. Übrigens auch bei der österreichischen Tochter.
Ich hätte jedenfalls für Beschäftigte des Unternehmens volles Verständnis, wenn es ihnen gelegentlich an Motivation mangelt. Da helfen keine Durchhalte-Parolen, nur bessere Arbeitsbedingungen.

Also ich denke, da hast du was in den falschen Hals bekommen.

Viele Grüße,
C
  • klimaneutral
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vor > 2 Jahre
@bluemoon
...ganzes Zitat in Google eingegeben:
"Der Prinz aus Zimunda", Eddy Murphis Text... Jetzt kann ich mir vorstellen, wie alt Du ungefähr bist... - vielleicht biste aber auch 'n alter IT-Freek :P 8)
Grüße
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vor > 2 Jahre
@kanunu4me

hallo C,

natürlich kann man da Verständnis haben.
Ich verfolge bei dem Problem aber einen anderen Ansatz:
1. ich bin mit den Bedingungen in meiner Firma einverstanden, dann ist alles okay.
2. ich bin nicht einverstanden und kann es ändern, dann ändere ich es.
3. ich bin nicht einverstanden und kann es nicht ändern, dann gehe ich.
UND JETZT KOMMTS: Gehen und etwas Neues finden kann nur der/ die, der immer eine überdurchschnittliche Topleistung abgeliefert hat!
Alle anderen haben schlechte Karten und müssen sich an den alten ungeliebten Job klammern, immer mir der Angst ihn ganz zu verlieren. Und ganz nebenbei verderben die sich mit der ewigen Unzufriedenheit und dem unkonstruktiven Gemecker auch noch ihre Freizeit.
Ob wir einen Karl-Erivan Haub ändern können, da bin ich mir nicht so sicher (kann auch seine Leistung nicht beurteilen, da habe ich zu wenig Einblick...würde mir nie zutrauen ein Unternehmen mit 125000 MA zu führen, da ist es reichlich anmassend den Mann beurteilen zu wollen)
Aber ich kann mich selber ändern, jederzeit.
Das macht natürlich Mühe und ist deswegen allgemein unbeliebt.

Aber es lohnt sich!

Ich spreche aus Erfahrung :-)

Viele Grüße, Jürgen
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
@Profile

"Love it, change it or leave it"
Da bin ich ganz bei dir.

Zu Karl-Erivan:
Ich lese Zeitungen.
Als Person und Mensch kenne ich ihn nicht. Sein unternehmerisches Handeln ist aber kein Geheimnis. Sein Wirken ist wirtschaftlichs-politisch, da erlaube ich mir mal eine Meinung zu haben.

Zu dir:
Ich glaube dir, dass du dir Mühe gibst und finde es gut.
Ich würde jedem, das selbe unterstellen.

Ich habe auch verstanden, dass du auf Verhaltensänderung setzt, um die Dinge zu deinem Vorteil zu Wenden. Ich teile aber ganz und gar nicht die Auffassung, jeder sei seines Glückes Schmied. Der Haken an der Sache ist, dass das Leben einige ernst zunehmende Rahmenbedingungen festlegt.
Natürlich sollte man nicht Schicksals-ergeben auf bessere Zeiten hoffen. Leider gibt es auch harte Fakten, die werden durch deine positive Grundeinstellung nicht beeinflusst.

Zu mir:
Ich habe beruflich noch nie jemanden gekannt, der nicht bereit war sich weiter zu entwickeln. Kommt (kam) in meinem Beruf einfach nicht vor.
Deshalb liegt es mir fern Leute unter Generalverdacht zu stellen.
Meine Leute (wenn ich das mal so in die Runde werfe) waren so motiviert, dass man sie vor sich selbst in Sicherheit bringen musste.

Zu den High-Potentials:
Sie machen halt gerne unbezahlte Überstunden. Das wächst sich mit den Jahren aus.

Viele Grüße,
C
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vor > 2 Jahre
hallo C,

zu deiner Bemerkung: "Ich teile aber ganz und gar nicht die Auffassung, jeder sei seines Glückes Schmied."

Da gebe ich dir Recht. So mancher ist auch seines Glückes Henker.

Aber im Großen und Ganzen sind wir beide gar nicht so weit auseinander, glaube ich jedenfalls.

Viele Grüße,

Jürgen
  • Seefahrer
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vor > 2 Jahre
Hallo,

na, das wird aber eine große und auch theoretische Diskussion.

@ kanunu4me:
ich gehe in die Arbeit, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. In eine Firma, in der es mir menschlich gut gefällt. Und die Arbeit ist auch interessant.
Am Wochenende bin ich daheim und kann mich auch ganz gut beschäftigen.

Wenn ich die Arbeit finanziell nicht nötig hätte? Hätte ich genug andere Ideen...

Ich habe dazu mal den Spruch gehört, dem wohl viele un-selbständig Angestellten zustimmen:

Du löst ständig Probleme, die nicht deine eigenen sind. Für eine Firma, die nicht deine ist. Und das Geld das du dafür in Rechnung stellst: ist nur zum kleinen Teil deins.
  • Seefahrer
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vor > 2 Jahre
@ Profile

die saubersten Toiletten der Stadt zu machen, ist der beste Weg, niemals aufzusteigen. Das ist meine Erfahrung & Beobachtung.

Denn warum sollte dich jemand auf einen anderen Platz setzen wollen?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit tritt folgendes ein: du bekommst einen Chef vor die Nase gesetzt, der dir sagt, dass wir die saubersetn Toiletten machen. Und wie viele du davon machen sollst. Und allen erzählt, wie toll das in "seiner" Firma läuft.

Ein guter Indianer zu sein, ist der beste Weg, nie befördert zu werden. Denn um schlau daher zu reden, viel in Besprechungen zu sitzen, Dinge zu beschließen, die andere umsetzen sollen - dazu muss man kein guter Handwerker sein. Im Gegenteil. Wenn man die Fleißigen befördert: wer macht dann die Arbeit?
  • Morgenröte
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vor > 2 Jahre
hallo, liebe kununu`ies.

spass an der arbeit - ein sehr interessantes thema.

ich habe spass wenn ...
das, denke ich - kann nur jeder für sich selbst herausbekommen.

ich war früher einmal (von 1984 - 1989) fianzierungsberaterin bei einer Bausparkasse. ich lebe in deutschland, habt ihr sicherlich schon mitbekommen ...

diese arbeit hat mir sehr grossen spass gemacht:
menschen preisgünstig zu ihren eigenen 4 wänden zu verhelfen.
festgehalt, nicht auf provisionsbasis.
aber auch, faire aufteilung der gelder bei scheidung ...

das thema holte mich dann selbst ein bei meiner eigenen scheidung.
ich verlor alles: mein haus, meine arbeit, weil ich genötigt war, weiter wegzuziehen - meinen geliebten job musste ich aufgeben.

alles was danach kam, machte mir weniger spass, nicht nur weil weniger gehalt, sondern weil ich nicht mehr an meinem richtigen platz war.

was mir immernoch grossen spass macht, ist mit menschen zu arbeiten.
mein fachwissen weitergeben, ihnen zur vefügung zu stellen und meine gaben und talente zu meiner berufung - meinem beruf zu machen.

für mich ist die erfüllung im beruf wichtiger als der verdienst.

es grüsst euch
morgenröte
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
Hallo seefahrer!

Das sehe ich auch so. Im Laufe der Zeit ändert sich die Einstellung zu Arbeit. Andere Dinge werden wichtiger.

"Wenn ich die Arbeit finanziell nicht nötig hätte? Hätte ich genug andere Ideen..."
Ja, ich auch.

Viele Grüße,
C
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
@morgenröte
Hallo Morgenröte!

Du hast einen harten Weg hinter dir.
Es war bestimmt nicht einfach wieder auf die Beine zu kommen.

Viele Grüße,
C
  • Profile
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vor > 2 Jahre
Hallo Seefahrer,

"Ein guter Indianer zu sein, ist der beste Weg, nie befördert zu werden."
Wenn man nur drauf wartet, hast du sicher Recht.

Ich wiederhole mich:
Ich verfolge bei dem Problem aber einen anderen Ansatz:
1. ich bin mit den Bedingungen in meiner Firma einverstanden, dann ist alles okay.
2. ich bin nicht einverstanden und kann es ändern, dann ändere ich es.
3. ich bin nicht einverstanden und kann es nicht ändern, dann gehe ich.
UND JETZT KOMMTS: Gehen und etwas Neues finden kann nur der/ die, der immer eine überdurchschnittliche Topleistung abgeliefert hat!

Viele Grüße,

Jürgen

P.S. Pfeifen braucht niemand, weder in einem guten noch in einem schlechten Job.
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
Hallo profile!

Och Jürgen, sieh' das mal nicht so angestrengt.

Meinen letzen Chef hat die Firma rausgeworfen, weil die Zahlen nicht stimmten. Gekündigt.

Offensichtlich kein Top-Kandidat. Der hat schon wieder einen neuen Job mit Personalverantwortung. Top-Leistung hin oder her. Ich habe keine Top-Leistung an ihm entdecken können. Ehrlich!

Wieso soll ich nicht pfeifen? Verstehe ich nicht.

VG,
C
  • Morgenröte
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vor > 2 Jahre
@ kanunu4me

stimmt, ich habe einen harten weg hinter mir und es war auch nicht so einfach wieder auf die beine zu kommmen - sehr sehr leerreich überaus - lehr-reich !

es hat mich zu dem gemacht, was heut in mir ist:

klarheit und innere stärke.

es grüsst dich
morgenröte
  • Seefahrer
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vor > 2 Jahre
Hallo Profile,

ja, gehen und etwas Neues finden...
Hab' ich schon gemacht. Habe auch viele Kollegen gehen sehen in früheren Firmen...

Aber: wer sagt einem, dass es in der nächsten Firma besser wird?

Und wir sind uns einig, dass das Umfeld ähnlich wichtig ist, wie die Arbeit selbst. Was ich sehr ernüchternd finde.

Das Beste wäre also: sich selbständig machen, die saubersten Toiletten der Stadt putzen, und sich von keinem mehr reinquatschen lassen.
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vor > 2 Jahre
@seefahrer,

...in letzter Konsequenz: JA.
Selber besser machen ist allemal sinnvoller als meckern. :-)
  • kanunu4Me
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vor > 2 Jahre
Wenn das so ist, wünsche ich gutes Gelingen in der Keramik-Branche.
Geld stinkt nicht!

Viel Glück,
C
Antworten

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