Liebe kununus
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Seit einem Jahr beobachte ich ein Unternehmen in NRW, dass immer wieder Mitarbeiter einstellt und kurz vor dem Auslaufen der Probezeit entlässt.
Auf den Internetseiten wird besonders der stetige wirtschaftliche Wachstumskurs des Unternehmens hervorgehoben, der in einem völligen Gegensatz zu den jeweiligen Entlassungsgründen steht. Die Mitarbeiter sind, wenn überhaupt, nur sehr kurzfristig produktiv im Einsatz und erwirtschaften kaum die eigenen Personalkosten. Meines Wissens hatte das Unternehmen 2009 Kurzarbeit angemeldet.
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Die zahlreichen Kündigungen in der Probezeit, erfordern seitens des Arbeitgebers zwar keine schriftliche Angabe von Gründen, im Kündigungsgespräch erfahren die Mitarbeiter jedoch, dass die wirtschaftliche Situation eine weitere Beschäftigung unmöglich macht.
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Mir hat das Unternehmen ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Ich konnte aber bewirken, dass die betriebsbedingten Entlassungsgründe im Arbeitszeugnis fixiert wurden, sodaß mir weder eine direkte noch indirekte Mitschuld an der wirtschaftlichen Situation unterstellt werden konnte. (Mein Umsatz in der Probezeit deckte in etwa die jährlichen Personalkosten eines MA.)
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Meines Erachtens handelt es sich um eine andauernde arglistige Täuschung seitens des Arbeitgebers, wenn diese Praxis weiterhin so aufrecht erhalten wird. Es geht auch nicht um Einzelfälle, die Angelegenheit der AG wären, sondern um ein klar erkennbares Prinzip der Unternehmensführung.
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Wer kann mir einen Rat geben, was man in einem solchen Fall unternehmen kann?
Ich möchte erstens Bewerbern von diesem Unternehmen abraten und zweitens interessiert mich ob jemand etwas zur juristischen Seite sagen kann. Erfüllt die Täuschung seitens des Arbeitgebers überhaupt einen juristischen Tatbestand?
Ich bin aktuell nicht direkt betroffen, da ich inzwischen ein neues Arbeitsverhältnis eingegangen bin, aber würde aktiv werden, um diese zumindest fragwürdige Praxis zu behindern.
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Vielen Dank für euren Rat
vor > 2 Jahre
Zuletzt editiert vor > 2 Jahre
