Überlebensstrategie im Projektgeschäft?

  • kanunu4Me
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vor > 1 Jahr
Hallo !
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Wer von Euch im Projektgeschäft oder in der IT-/ Management Beratung arbeitet, weiß wie anstrengend der Job sein kann.
Jedes Projekt verläuft anders und stellt einen vor neue Herausforderungen. Hinzu kommt: Projekte – also einmalige Vorhaben – „neigen zum Scheitern“.
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Es gibt viele mögliche Ursachen. Die einfachste ist, dass Positionen falsch besetzt werden und niemand zu Anfang wissen kann, was im Einzelnen zu tun ist, um erfolgreich zu sein. Projektpläne spiegeln immer nur den aktuellen Stand der Unwissenheit wider.
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Im schlimmsten Fall ruinieren Projekte ganze Unternehmen oder einzelne Mitarbeiter, die der Aufgabe nicht gewachsen sind. Die Beteiligten in einem Projekt haben oft einen heterogenen Erfahrungshintergrund, sind Quereinsteiger mit langer Vita und haben das, was man von ihnen verlangt, nicht gelernt. Sie haben aber gelernt zu Pokern und können meisterhaft Kompetenzen vortäuschen. Gerade so, wie man es von ihnen verlangt. Die Willkür der Besetzung wird dann zu einem andauernden Stress Faktor, der bis zum totalen Zusammenbruch verleugnet wird.
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Jetzt zu meiner Frage: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht  und wie minimiert ihr euer eigenes Risiko? Was habt ihr für Strategien entwickelt, um euch nicht „verbrennen“ zu lassen?
Wie weit geht ihr und wo ist bei euch die Grenze des Zumutbaren erreicht?
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Ich freue mich auf einen Erfahrungsaustausch.
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VG,
C
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo!
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Da es bisher auf meine Frage keine Rückmeldungen gegeben hat, habe ich ein wenig recherchiert und bin zu ernüchternden Erkenntnissen gekommen:
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"Die Burn-Out-Rate in der IT-Dienstleistung nimmt weiter zu. Nur 37% der IT-Spezialisten glauben, ihre Tätigkeit sei auf Dauer auszuhalten. [...]
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In den Altersgruppen zwischen 30 und 50 Jahren haben Aufsteiger in neue Position häufig mit Problemen der Rollenfindung und mangelnder Vorbereitung auf die neuen Aufgaben zu kämpfen.[...]
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Auch bei den "Mobilen Beschäftigten", die oft 'Grenzgänger' zwischen Kunden- und IT-Unternehmen sind, zeigen ebenfalls 67 Prozent hohe Werte. Bei den 40- bis 60-Jährigen sind insbesondere die "Mehrstelleninhaber" und die "Multi-Projektmanager" betroffen. Sie sind quasi "Diener mehrerer Herren" und müssen die Anforderungen der unterschiedlichen Projekte individuell für ihre Arbeit in Einklang bringen und die Termine koordinieren."
Quelle: zdnet.de
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Es gibt offenbar keine langfristige Überlebensstrategie... Oder?
Wer glaubt dem Druck des Projektgeschäfts noch 20, 30 Jahre stand zu halten, hat offenbar ein Lösung gefunden oder gehört zu den "High-Performance-Künstlern" dieser Gesellschaft.
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Ich gehöre nicht dazu, aber zu den erwähnten "Grenzgängern" zwischen Kunden und Arbeitgeber. Meine Vorgesetzten sehe ich so gut wie nie. Meine Arbeit ist der selbständiger, unternehmerischer Arbeit sehr ähnlich. Meine Hoffnung beschränkt sich im Grunde darauf, dass die Projekte erfolgreich sind, die Kunden erträglich, keine 60-Stunden-Woche droht und ich gelegentlich in meinem eigenen Bett schlafe.
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Ich habe meinem Arbeitgeber nicht nur meine volle, sondern gleich meine gesamte! Arbeitskraft, durch einen branchen-üblichen Vertrag zugesichert. Ferner bin ich verpflichtet auch außerhalb meiner Arbeitszeit das Unternehmen vorbildlich zu repräsentieren. Ein Wettbewerbsverbot verhindert im Gegenzug die Ausübung eines ruhigeren Jobs, z.B. bei Kunden. Ich werde nicht entliehen, dafür kann ich zusehen wo und wie ich "Umsatz mache".
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Jedes mal wenn ich die anderen "Business-Kasper" am Flughafen sehe, frage ich mich, wie die das wohl über Jahre aushalten. Getrennt von Tisch und Bett, dem Flexibilisierungs-Wahn der Arbeitswelt zum Fraß vorgeworfen. Und jeder Tag und jedes Projekt kann neue Katastrophen bringen.
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Als unzumutbar empfinde ich die Erwartungshaltung, mich komplett außerhalb meines Kompetenzbereichs souverän beim Kunden zu beweisen. Wie soll das gehen? Durch Eloquenz?
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Warum machen IT-Berater keine Organ-Verpflanzungen? Weil man dazu ein Staatsexamen benötigt!? Anderenfalls wäre man wohl bereit sich mal eben in die Materie einzulesen ... :lol:
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Ich wünsche mir jedenfalls eine Gegen-Strategie, statt  erwartungsgemäß früher oder später "vor die Hunde zu gehen".
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Eure Erfahrungen sind weiterhin gesucht.
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VG,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Ich mag meinen Job! Ich finde nur keine Alternative ... :P
  • tzulu
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 1
vor > 1 Jahr
mir geht es ähnlich. ich bin seit ca. 5 jahren im projektgeschäft (unternehmensberater). direkt nach der uni eingestiegen. was man m.e. nach braucht ist eine exit-strategie. irgendwann sollte man als bereichsleiter mit moderater 50 h woche bei > 100 TEUR in einem soliden unternehmen ankommen.
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo tzulu,
Exit-Strategie hört sich gut an!
So etwas in der Art suche ich. Auch für weniger.  :)
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VG,
C
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