Vom Chef betrogen

  • skilla
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vor > 1 Jahr
Hallo Leute,
ich muss es einfach mal loswerden. Als ich bei meinem Ex-Arbeitgeber anfing zu arbeiten, hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl im Bauch :roll:. Ich wurde dort als Assistentin eines Geschäftsführers und Buchhalterin einer anderen Firma eingestellt und dann an diese ausgeliehen. Was ich nicht wusste, ist dass der Geschäftsführer, für den ich arbeitete auch gleichzeitig der Gesellschafter beider Firmen war und ist. Es war also von Beginn an sehr undurchsichtig. Leider waren auch die Finanzen beider Firmen extrem unsicher und ich schlief fast keine Nacht mehr ruhig, denn ich befüchtete ständig die Pleite oder dass plötzlich das Gehalt nicht mehr bezahlt würde oder die Polizei vor der Tür steht. Es war alles extrem unsicher.

Nun ja, ich war insgesamt 18 Monate dort beschäftigt (18 Monate zu lange) und suchte mir schließlich, um endlich wieder ruhig schlafen zu können, einen neuen Job, mit dem ich sehr glücklich bin und wirklich pünktlich und sicher mein Gehalt erhalte.

Mein letztes Monatsgehalt und meine Arbeitspapiere habe ich bis heute nicht erhalten. Den Arbeitsgerichtsprozess hat die Firma verloren und musste schon diverse Besuche des Gerichtsvollziehers über sich ergehen lassen.

Gestern an Heiligabend erhielt ich schließlich einen Brief von meinem Anwalt, der mir mitteilte, dass der Gerichtsvollzieher die letzte Pfändung nicht durchsetzen konnte, da man ihm in den Räumen der Firma gesagt hatte, dass die Firma unbekannt verzogen sei!!!!!!! :evil: :evil:

:twisted:Ich könnte kotzen. Ich wusste ja, dass der Geschäftsführer es mit der Ehrlichkeit nicht so genau nimmt, aber nicht dass er die Nerven hat den Gerichtsvollzieher so offen anzulügen.

Weiß jemand einen Rat? Wie kann ich diesen Herrn der Lüge überführen und schließlich doch noch zu meinem Recht kommen? Ich brauche meine Arbeitspapiere sehr dringend und stehe leider unter Zeitdruck. Was kann ich noch tun, als vor Gericht gewinnen und Gerichtsvollzieher beauftragen? Soll/kann ich den Herrn anzeigen wegen Betrug und Unterschlagung?

Liebe Grüße
Skilla
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1654
vor > 1 Jahr
@skilla und Willkommen bei Kununu

Deine Geschichte tönt ganz toll! Leider kann ich dir nicht helfen, da ich mich im Arbeitsrecht in Deutschland nicht auskenne.

Trotzdem wünsche ich dir viel Glück bei deinem Kampf, den du auf keinen Fall aufgeben darfst. Du hast Arbeit geleistet, ergo musst du dafür entschädigt werden.

Wurzel
  • Status: Neuling
vor > 1 Jahr
Hallo , Habe Dir einen Typ : Hast Du den Arbeisvetrag noch ? Falls Ja ,Behalte diesen 5 Jahre . Auch wenn Du von deinem Ex-Arbeitgeber noch
Guthaben hast . Noch mals vor Arbeisgericht Einklagen wegen Betrug , Treu und Glauben . Solltest Du den noch nicht zu deinem Geld kommen , lass Dir einen Verlust Schein geben . Dann kannst Du wenn Du Erfährst ,
dass diese Person wieder einen Zahlungsbefehl zu kommen lassen .

In jedem Fall Behalte die Schriftstücke als Beweis Mittel . Viel Glück
und ein Gutes Neues 2009
  • Cybersnack
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 103
vor > 1 Jahr
Hallo Skilla,

ich hatte damals als Freiberuflicher Mitarbeiter nahezu ein ähnliches Problem.
Wo die Firma für die ich tätig war knapp 3 Monate vom Zahlungsziel im Rückstand war. Sich die Geschäftsführung "Fahnenfliegend" in das Ausland absetzte und jeglichen Kontakt blockte. Sodas ich schlussendlich rechtliche Hilfe durch einen RA in Anspruch nahm. Der mir sagte das wenn eine Insolvenz ansteht oder vollstreckt wird oder ist.
Ein jeder, der berechtigte Ansprüche gegen das insolvente Unternehmen hat. Diese binnen von 30 Jahren laut Pfändung oder gar der Schuldgeldverschreibung geltend machen kann.
Entscheidend ist hierzu jedoch in welcher Geschäftsform das Unternehmen tätig war :? und wer haftet bzw. an welcher Stelle Du folglich dabei stehst.

Also einen Titel hierzu erwirken und diesen durchsetzen!

Bei mit hat dies zwar knapp 2 jahre angedauert :evil: aber habe durch die Insolvenzmasse zumindest 2/3 der Forderung erhalten. :wink:

Gruß Frank
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