Wie geht ihr mit beruflichen Herausforderungen um?

  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
Hallo liebe Kununus!
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Ich bin in einem Beratungsunternehmen beschäftigt und trage seit einiger Zeit einen inneren Konflikt mit mir aus.
Mir passiert es immer wieder, dass ich in Bereichen zum Einsatz komme, denen ich mich nicht gewachsen fühle. Mir werden Kompetenzen „unterstellt“ die ich einfach nicht vorweisen kann.
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Jetzt wird der Eine od. Andere von Euch vielleicht sagen: Toll, so eine Herausforderung wünsche ich mir auch einmal. Dann kann ich zeigen, was alles in mir steckt.
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Mir macht das aber schlaflose Nächte, Aufgaben zu bekommen, die erfahrungsgemäß zu hochgradigem Stress führen. Zwar weiß ich, dass ich eine fehlende fachliche Qualifikation meist schnell ausbügeln kann. Das kann man von mir erwarten. Aber ich weiß auch, dass ich a) meine Persönlichkeit nicht ändern kann und es b) Herausforderungen gibt, die einfach zu groß sind.
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Ich tanze nicht auf internationalem Paket, bin nur mittelmäßig eloquent, bin meistens zu nett und übernehme ungerne Aufgaben bei denen mir Leute unter- oder gleich gestellt sind, die formal wesentlich qualifizierter sind als ich. Damit komme ich nicht gut zurecht.
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Jetzt meine Frage an Euch: Kennt ihr solche Situationen aus eigener Erfahrung und wenn ja, wie geht ihr damit um? Ist wirklich alles nur eine Frage der Betrachtungsweise und inneren Haltung, oder gibt es für euch auch Grenzen?
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Viele Grüße,
C
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • kanunu4Me
  • Status: Weiser
  • Beiträge: 430
vor > 1 Jahr
... um ein Beispiel für die nächste Herausforderung zu geben:
Es wird erwartet, dass ich über Marketingerfahrungen verfüge, die geforderte interkulturellen Skills mitbringe, internationale Telcos moderiere, neben verhandlungssicherem English Französisch, Spanisch oder Chinesisch beherrsche und auf diesem Tarrain Projekte in einer Branche manage, die ich noch nie von innen gesehen habe. Dass ich die Vertriebsstrategien der Konkurrenz kenne, ist natürlich selbstverständlich. (???)

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Sorry, kann ich nicht. Der Kandidat hat 0 Punkte. Und jetzt?
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VG,
C
I
  • fast_forward
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 1 Jahr
sagen, dass das nicht geht.
wer trägt denn die verantwortung, wenn was in die hose geht?
ich an deiner stelle würde - sofern diese herangehensweise usus in diesem unternehmen ist - schnell meinen mantel schnappen, und mir einen arbeitgeber suchen, dessen philosophie die meine widerspiegelt.
dinge, die man mit herzblut tut, tut man gut. ;-)
  • Faulpelz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 22
vor > 1 Jahr
ich glaub dass das ein ganz wichtiger Prozess ist, zu lernen, was zu einem passt. Wenn man ein Anfänger ist, überschätzt man sich schon gerne mal. Also ich habe mich überschätzt. ich habe meine Grenzen nicht so genau gekannt. Aber wenn man dann älter ist, macht auch der Körper nicht mehr so mit, aber auch die Psyche. Und man will dann ja auch noch mal leben und nicht immer nur arbeiten. Ich habe meine Freizeitwünsche immer weiter nach geschoben. Aber ich will nicht mit 79 meine Weltreise mache und einen ganzen Bomber voller Medizin mitnehmen.
  • segel1
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor > 1 Jahr
geb ich Dir in vollem Umfang recht Faulpelz. Leben kann nämlich verdammt kurz sein. Nur besteht oft das Problem, das man zwar genau weiss, was zu einem selbst passt, aber (auch durch die berufliche Vergangenheit) in Bereichen festgenagelt bleibt, die man eigentich nicht (oder nict mehr) will. Es ist dann extrem schwer sich daraus zu lösen, besonders wenn Du noch in der Verantwortung für ein Kind bist.
Was das Thema Überforderung angeht, hatte ich mal nen anz tollen Chef, der mir diese Thematik sehr nahe gebracht hat - nach etwa 1 Jahr brauchte ich 6 Wochen lang Beruhigungsmittel und nach 2.5 Jahren hab ich dann Knall auf Fall ohne einen neuen Job zu haben gekündigt.
  • segel1
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor > 1 Jahr
 
Zuletzt editiert vor > 1 Jahr
  • magnolia
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor > 1 Jahr
Die anderen haben vollkommen Recht. Man verbringt so viel Zeit seines
Lebens bei der Arbeit! Da muss man sich auf jeden Fall wohl fühlen, in
dem, was man tut.
Sprich mit deinen Vorgesetzten. Vielleicht
findet ihr zusammen eine Lösung. Eventl. bekommst du bei den Projekten
ja auch mehr Unterstützung oder wirst von derartigen Aufgaben ganz
entbunden. Wenn dir das alles trotzdem zuviel wird, dann halte Ausschau
nach einem neuen Job.
Ich habe im Internet auch mal so
Motivations- und Hilfekurse gefunden zu beruflichen Neuorientierungen.
Da gab´s Beispiele von vielen Menschen, die mit ihrem Job nicht
zufrieden waren und ganz neu anfangen wollten- und das auch geschafft
haben. Fand ich sehr interessant!  Leider weiß ich nicht mehr, auf
welcher Seite das war. Aber da findest du bestimmt was, wenn du etwas
googelst.
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