Hallo zusammen!
Eigentlich war ich auf der Suche nach Stellenanzeigen und bin dann über dieses Forum gestolpert. Vielleicht hat ja hier jemand nen schlauen Tip.
Kurz zu mir: Ich bin seit über 12 Jahren in meiner Firma (Einzelhandel), habe 2 Kinder ( 4 und 7) und lebe mit dem Papa meiner Kids zusammen (nicht verheiratet). Mein größtes Problem: Mein Partner arbeitet ebenfalls im Schichtdienst, das heisst, damit die Betreuung der Kinder gewährleistet ist, muss ich entgegengesetzt seiner Schicht arbeiten ( also wenn er spätdienst hat brauch ich früh). Als ich damals aus dem Babyjahr kam, habe ich dies meinem damaligen Bezirksleiter auch mitgeteilt, der meinte, es wäre kein Problem. Ha, ich kämpfe seit 3 Jahren wöchentlich den gleichen Kampf. Meine Chefin weigert sich strikt,, mir diesen starren Dienstplan mit einer Woche durchgehend Frühschicht zu geben. Spätdienst klappt komischerweise immer. Also musste ich mich immer bei meiner Schwimu einschleimen, damit sie die Kinder betreut. Das Ergebnis dieser jahrelangen verbiegerei: Ich war jetzt 5 Monate wegen psychischer Probleme krank, sogar in einer Tagesklinik deswegen. Heute ist mein erster Arbeitstag nach der Krankheit und ich hab den totalen Horror. Ich war letzten Montag extra nochmal auf Arbeit wegen Dienstplan und um Bescheid zu geben, das ich mit Frühdienst anfangen muss. Und was hab ich am Freitag gekriegt? Heute und Freitag wieder spät. Ich könnt der ins Genick springen! Mal ganz abgesehen davon, das wir unseren Dienstplan für die kommende Woche immer erst Do oder Fr bekommen ( da kann man richtig gut planen *grrr), könnt ich mir selbst in den Hintern beissen, das ich auf das Hamburger Modell verzichtet hab. Ich dachte,wenn ich ihr entgegenkomme, kommt sie auch mir entgegen. War wieder mal ein typischer Fall von "Ich geb Dir den kleinen Finger und Du nimmst die ganze Hand". Ich bin bei uns die einzigste mit kleinen Kindern, warum ist das nicht hinzukriegen? Ich seh einfach nicht mehr ein, ständig in den Hintern getreten zu werden, obwohl ich immer geackert hab wie ein Pferd. Mein Plan jetzt erstmal: Versetzungsantrag läuft ( allerdings keine Ahnung ob der überhaupt und wenn ja wann durchkommt). Ich werde heute nochmal mit ihr reden und ihr dabei sagen, das ich eben nicht zur Arbeit komme, wenn die Kinderbetreuung durch die durcheinandergewirbelten Dienstpläne nicht gegeben ist ( Wenns wirklich mal erforderlich ist, bin ich die letzte die Nein sagt, aber nicht als Dauerzustand). Ich seh das nicht als Arbeitsverweigerung, ich will ja arbeiten, aber nicht unter diesen Bedingungen, weil ich weiß, das es möglich ist.
Solange ich einwandfrei funktioniert hab, war das Arbeitsklima einigermaßen erträglich, obwohl auch da schon das zur Arbeit gehen meine persönliche Hölle war. Es kann doch nicht angehen, das man als Arbeitnehmer nur Pflichten, aber keine Rechte hat und es ist ja nichts unmögliches was ich erwarte.
Ich bin noch lange nicht gesund,etwa 2 Jahre ambulante Therapie erwarten mich noch, aber ich bin zumindest psychisch erstmal wieder stabil und ich hab keine Lust wegen dieser Frau wieder in der Klinik zu landen. Ich weiß das ich meinen Job kann und gut mache, aber ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern arbeite um zu leben. Ich mein, wenn sie mit der Firma verheiratet und damit glücklich ist - bitte -, das kann sie aber nicht von anderen erwarten, meine Kinder kommen definitiv vor dem Job. Ich seh mich ja schon nach was anderem um, aber die liegen nunmal nicht auf der Strasse. Ich habe wirklich gerne in meinem Job gearbeitet, aber es macht nicht mal mehr im Ansatz Spass.
Freue mich auf alle Meinungen, vielleicht seh ich ja auch was falsch.
Ich hoffe, es ist einigermassen verständlich geschrieben, bin jetzt schon total durch den Wind....
LG Susanne
vor > 2 Jahre


