vor 47 Wochen
Hi,
da die letzte Bewertung dieses Unternehmens schon zwei Jahre alt ist, hier mal eine Aktualisierung.
Allerdings für ein anderes Unternehmen dieser Gruppe,
*******Das Unternehmen wurde auf Grund einer Insolvenz durch den Vorbesitzer durch die Villmann Gruppe übernommen.
Es folgten anfänglich blumige Worte,****
Leider stellte sich sehr schnell herraus woher der Wind wehte. Alles was einigermaßen an Inventar zu gebrauchen war, wurde sehr zügig an die anderen Unternehmen der Villmann Gruppe aufgeteilt. Es fuhren sehr viele Fahrzeuge vor und die Büromöbel und andere Materialen wurden aufgeteilt.
Stromkosten und Heizkosten sparen waren erstmal die großen Ziele der neuen Eigentümer. Im Winter fiel das Thermometer in der Werkhalle öfters bis auf 6 Grad ab, auch in den Büros konnte man es nur dank massiven Einsatz (was aber unverständlicher Weise wieder mehr Strom kostete) von elektrischen Heizkörpern aushalten.
Der Führungsstiel ist sehr autoritär. Kritik wird nicht geduldet und es gibt wahre Knebelverträge. Man erwartet von den Kolleginnen und Kollegen das sie sich quasi rund um die Uhr zur Verfügung halten. Wenn es jedoch darum geht selber sich an die Gesetze zu halten bekommt man schon mal den Spruch zu hören "Was wollen sie denn, auch sie fahren doch mal in der Stadt mehr als die erlaubten 50 km/h".
So wurde bei einigen Teilzeit Kollegen, trotz Bundesurlaubsgesetz der zustehende Urlaub aus dem Arbeitsvertrag gestrichen. Auch auf Hinweise des BR das dies gegen geltenes Gesetz verstößt, lies man die Sache einfach so obwohl die Zustimmung zur Einstellung durch den Betriebsrat auf Grund dieses Verstoßes versagt blieb.
Mitlerweile ignoriert die Betriebsleitung komplett die Mitbestimmung des Betriebsrates und gibt anstatt Daten zu der einzustellenden Person und den Arbeitsvertrag nur noch einen Blanko Arbeitsvertrag herraus. Nach Androhung von arbeitsrechtlichen Schritten steht eine Reaktion der Betriebsleitung noch aus.
Insgesamt muss man sagen, das es sich in dem Unternehmen um sehr körperlich schwere, schmutzige und arbeitsintensive Tätigkeiten handelt. Es werden nur Mindestvorraussetzungen geschaffen. Sehr geringer Stundenlohn, keine Erschwernisse, keine Schichtzulagen, keine Sonn und Feiertagsvergütungen, Mindesturlaub 21 Tage (wenn überhaupt). So ist es laut Arbeitsvertrag, dass wenn man eine weitere Anreise zu einer Baustelle hat (zum Beispiel Basel: Fahrzeit gute 8 Stunden) diese Fahrtzeit nicht vergütet oder als Arbeitszeit angesehen wird, sondern als Freizeit zu betrachten ist. Man bekommt also entweder Minus Stunden die man nacharbeiten muss oder man muss von seinen am Wochenende engearbeiteten Stunden sich diese abziehen lassen und verbringt also so seine Freizeit auf Autobahnen.
Es zählt kein Fachwissen sondern nur buckelei nach oben. Arbeitssicherheit wird ebenfalls sehr klein geschrieben. Auf Grund der eklatanten kalten Arbeitsplätze im Winter in Verbindung mit der schweren Arbeit, kam es zu einigen Krankschreibungen, selbst dies wurde als Faulheit der Kollegen ausgelegt und sehr genau Buch geführt wer wie oft und wie lange Krank war. Leider wird der Arbeitsmarkt durch Öffnung aus Richtung Ost weiter unter Druck geraten, so das diese feinen Herren weiter ihren Profit auf Kosten der Facharbeiter machen können.
Ich kann nur jedem warnen diese Unternehmensgruppe ist ein gutes Beispiel für den menschenverachtenden Manchester Kapitalismus des 19. Jahrhunderts. Ohne Betriebsrat ist man dort auf gedeih und Verderb ausgeliefert. Sollte also jemand aus einem anderen betrieb dieser Villmann gruppe diese Zeilen lesen, gründet einen Betriebsrat, schreibt mich an denn nur zusammen sind wir stark und können diesen Leuten ihre Schranken aufzeigen und unsere Rechte durchsetzen.
***** Namen wurden v. Admin entfernt
Zuletzt editiert vor 47 Wochen