neuorientierung?

  • maja01
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vor > 2 Jahre
Hallo liebe mitglieder,

ich bin neu hier und wirklich sehr verzweifelt!

Als gelernte mediengestalterin Fachrichtung print habe ich, 29, bereits einen lebenslauf, der kaum mehr auf eine DIN A 4-seite passt.

Nach der FOS war ich ein jahr arbeitslos, in dieser zeit habe ich mich mit sämtlichen nebenjobs über wasser gehalten.

Ich begann eine lehre als rechtsanwaltsfachangestellte. Diese brach ich aufgrund unzumutbarer zustände (sexuelle belästigung, den ganzen tag nur kaffee kochen und dreckige hosen zur reinigung bringen) ab.

Ich ergatterte einen Ausbildungsplatz als mediengestalterin, und erlernte meinem eigentlichen wunschberuf. Einen "beruf mit zukunft", wir mir damals von der berufsberatung prophezeit wurde.

Nach meiner 3-jährigen ausbildung in einer werbeagentur arbeitete ich als schriftsetzerin in der buchherstellung. Dieser Abschnitt meiner "Karriere" hat mir besonders spaß gemacht. Leider wurde ich nach 3 jahren aufgrund der "schwierigen konjunkturellen lage" entlassen.

Nach 4 monatiger arbeitslosigkeit bekam ich dann einen zeitvertrag bei einer lithoanstalt, in der ich 2 jahre beschäftigt war. Auch dort entließ man mich weggen

Kurze arbeitslosigkeit nun wieder ein zeitvertrag, 2 jahre schwangerschaftsvertretung in einer werbeabteilung.

Seit bald 3 jahren führe ich eine fernbeziehung, möchte zu meinem freund ziehen, der einen festen vertrag bei einer firma in erlangen hat.
Ich sah in würzburg eh beruflich keine perspektive mehr.
Habe mich deshalb im raum nürnberg/erlangen/fürth orientiert,
in der freudigen hoffnung, hier neue möglichkeiten erschließen zu können. Leider völlig erfolglos!

Das kreative liegt mir nicht so, ich brauche klare richtlinien online-druckerei

Mittlerweile bin ich an einem punkt angelangt, wo ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Es plagen mich zukunftsängste.
Bald werde ich 30 und konnte noch keines meiner ziele erreichen.
Der ständige firmenwechsel, die fernbeziehung, das alles zehrt an den nerven. Wenn man ständig nur "herumgeschoben" wird.
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@maja01

Hallo maja und willkommen im Forum.

Ich habe deine Zeilen nun 3 Mal gelesen und komme immer wieder zum Schluss, dass du dein Leben nicht unbedingt im Griff hast, sorry!

Gleichzeitig frage ich mich, was du dir eigentlich für Ziele gesetzt hast, die du dann nie verwirklichen konntest. Klar, grosses Pech war sicher auch, dass du entlassen wurdest und immer wieder eine Stellenlose Zeit hinter dich bringen musstest.

Nun hast du offensichtlich seit einigen Jahren eine feste Fernbeziehung, wie du uns schreibst. Bist du wirklich ehrlich mit dir? Liegt es wirklich daran, dass du deinen Traumjob in seiner Umgebung nicht findest? Weisst du eigentlich, was du von Herzen gerne arbeiten möchtest?

Du wirst nicht hin- und hergeschoben, denn du triffst jeweils die Entscheidung, wie es weitergehen soll. Ich empfehle dir, dass du dich einmal in Ruhe auf einen Stuhl setzt und dir ernsthaft Gedanken machst, was du in der nahen Zukunft für dich möchtest (z.B. wie sieht es beruflich aus für mich, muss ich dafür umziehen, sehe ich eine vernünftige Alternative dazu, ist die Beziehung so, wie ich sie gerne möchte etc.). Arbeite aber unbedingt eines nach dem anderen ab (mache eine Liste mit zwei Spalten POSITIV/NEGATIV. Schreibe dort z.B. "Beruf", "Ortswechsel" etc. auf.

Ich wünsche dir viel Glück und ich bin überzeugt, dass wir dir hier helfen können. Es wäre schön, wenn du uns weiter berichten würdest.

Grüsse, Wurzel
  • BraWilli
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 2 Jahre
Hallo allerseits,
des mit dem Traumjob, ist ja schön und gut aber nur dann ist es ein Traum(Job)? wenn man in der Früh den Chef lächelnd, beim Zähneputzen, in dem Spiegel anschaut.
Wenn man sich in die Abhängigkeit begibtund glaubt an; Recht, Gerechtigkeit und an Zufall - dann kann man gleich jeden Morgen in die Kirche gehen und alle Tage 8-10 Stunden beten - es möge der "Zufall"- sich zu erkenne geben.
Das klingt hart, aber mir mit meinen 53 Jahren ist wahrlich nichts in den Schoß gefallen und meine Geschichte würde viele zum Weinen bringen jedoch aufgeben? an das habe ich nie gedacht.
Es gibt in jeder Gesellschaftsform Gewinner und Verlierer und wenn man alleine sich nicht verwirklichen kann dann sollte man sich den Gewinnern anschließen. Habe mal einen Spruch gehört: ?Mitleid kriegt man geschenkt und Neid muss man sich erarbeiten?!
MfG
  • Diva
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2812
vor > 2 Jahre
@ maja01

Hallo & willkommen im Forum.
Wurzel hat leider , mi allem was sie Dir geschrieben hat , Recht.
Überlege Dir mal was Du wirklich willst.
Mir hat in solchen Situationen immer eine Positiv / Negativ Liste geholfen.
Auf die linke Seite scheibst Du alles was Positiv ist , auf die rechte Seite was Negativ ist. Hinterher wägst Du ab.... Viel Glück. MFG. DIVA
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 189
vor > 2 Jahre
Hallo Maja,

willkommen hier!
Leider kann auch ich Wurzel Worten nur zustimmen.

Außerdem lese ich viele sog. gesellschaftlichen Normen bzw. Allgemeinplätze raus. Z.B.: Du bist bald 30. Suchst den Traumberuf, der Dir Spaß macht und Erfolg bringt. Der Lebenslauf darf nur 1 Seite lang sein....

Zum Vergleich:
ich bin über 30. Mit dem 30. hat sich nichts geändert. Aber mittlerweile gehts mir besser als z.B. mit 29. Also: vergiss das Alter.

Mein Lebenslauf passt schon lange nicht mehr auf 1 A4-Seite. Stört aber keinen.
Mein Leben war ähnlich turbulent. Aber auch das kann ich argumentieren.

Wenn es Dir also ernst ist:
- geh am Samstag Vormittag in die Buchhandlung und such Dir einen guten Bewerbungsratgeber. Damit bringst Du auch Dein Leben auf Vordermann, zumindest auf dem Papier. (hab' ich auch geschafft)
- wenn Du glaubst, jeder ausser Dir hätte einen perfekten Lebenslauf: starte eine Umfrage & Du bist um eine Illusion ärmer.
- wenn Du zu Deinem Freund ziehen willst: mach das einfach.
- wenn Du vom Traumjob träumst: such Dir einfach einen Job, der zu Dir passt und wo es menschlich zugeht.

Vielleicht musst Du ein paar Illusionen auf dem Weg lassen.
Aber: mit leichtem Gepäck fährt es sich besser (alte Seemannsweisheit).
Und weiter geht es immer, irgendwie.
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ maja01
Liebe Maja,
Auch ich begrüße Dich hier im Forum :D

Eigentlich müsste ich nur wiederholen, was andere User Dir bereits geschrieben
haben.
30 Jahre und keine Zeile erreicht?
Betrachte als Dein nächstes Ziel dein Privatleben zu ordnen.
Du hast Erfahrungen gesammelt und jetzt mit diesem Rucksack, der ein wenig schwer ist, wandere zu Deinem Freund, damit als Erste das Privatleben geregelt sei.
Erst dann, wenn diese Sache endlich einen Boden hat, versuche nach einem Job zu suchen.

Ich finde, es herrscht ein Chaos in Deinem Leben.
Das wirkt sich bestimmt auch auf die Beziehung zu Deinem Freund.
Fernbeziehungen sind schwieriger zu pflegen, als wenn man einen Menschen um sich hat, bei dem man sich jede Zeit anlehnen oder ausweinen kann, wenn es Dir danach wäre.

Mit Deinen 30 Jahren bist du sehr jung und hast genug Zeit um dein Leben neu zu ordnen.
Also liebe Maja, verzweifle nicht, tue etwas, handle schnell und denke nicht zu viel nach.
Man kann nicht immer im Leben alles vorplanen.
Ich wünsche Dir viel Glück und bleibe mit uns im Forum.

Viele Grüße.
Sternenhimmel
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ brawilli,
Hallo brawilli,
Herzlich willkommen im Forum :D

Ich bin mir nicht ganz im Klaren, was Du der Maja sagen wolltest.
Ich habe auf jeden Fall deine Aussagen positiv interpretiert.
Ich grüße Dich herzlich.
Sternenhimmel
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@maja01

Sag, konntest du mir unseren Beiträgen nichts anfangen? Haben wir dich mit unseren offenen Worten erschreckt?

Schöne Grüsse
Wurzel
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
also... vielleicht solltest Du an Deiner Rechtschreibung arbeiten, bevor Du Dich wieder bewirbst, egal als was.
Sorry, aber das geht gar nicht.

Hast Du Dir mal so Fragen gestellt wie:
was will ich eigentlich?
kann ich es überhaupt?
was bin ich bereit dafür zu geben?
Welcher Beruf ernährt mich eigentlich? Und wie komme ich da hin, dass ich für einen Arbeitgeber einen Mehr-Wert darstelle.
  • BraWilli
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 2 Jahre
ops:ich wollte nicht so, wie neulich "schneeschaufler" es geschrieben hat jedoch gibt es andere Wege - jemanden aufzubauen oder eben noch tiefer zu drücken.
Jeder hat seine Werte, früher oder eben später werden die sich bemerkbar machen - auch wenn man die Gramatik und Rechtschreibung nicht unbedingt beachtet... :roll:
MfG
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ Schneeschaufler,
Hallo, schön Dich wieder im Forum zu lesen :D

Brawilli wollte einfach die Maja aufbauen, so habe ich es interpretiert.
Und wie er es schreibt, ist es nicht egal?
Er hat es auf seine Weise gemacht.
Sei ein wenig toleranter:P.

Schöne Grüße
Sternenhimmel
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
natürlich ist es wurscht, wie jemand hier schreibt.
Aber es ging um eine Bewerbung, oder?
Ich kann jemanden aufbauen, oder ihm wirlich helfen. Da ist Wahrheit meist hilfreicher als eine Runde Mitleid.

Was will ich eigentlich und was biete ich dafür an
sind Fragen, die mal weh tun können, an denen man aber nicht vorbeikommt im Leben.
  • maja01
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 2
vor > 2 Jahre
Liebe Mitglieder :D

erst einmal danke für eure zahlreichen Antworten, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben!
Es war mir leider nicht möglich, eher zu antworten, da ich nur am Wochenende einen Rechner zur Verfügung habe.
Hinsichtlich meiner Rechtschreibung muss ich folgendes klarstellen:
Die Mail habe ich unter Zeitdruck verfasst und nicht mehr durchgelesen.
Aus Bequemlichkeit verzichte ich bei Mails generell auf Groß- und Kleinschreibung, da ich mich hier in einem Chat befinde und nicht in einer Bewerbungssituation. Manchmal schreibe ich dann so, "wie mir der Schnabel gewachsen ist :wink:.

Ich weiß schon, was ich möchte, und das ist
a) mit meinem Freund zusammenzuziehen,
b) als Mediengestalter, vorzugsweise in einem Satzbetrieb zu arbeiten.
c) mich in einem Betrieb zu etablieren
Leider lassen sich momentan nicht alle Wünsche realiseren.

Dass ein Lebenslauf heutzutage selten lückenlos präsentiert werden kann ist einleuchtend, aber der häufige Betriebswechsel lässt doch sicher einige Arbeitgeber nachdenklich werden, könnte ich mir vorstellen. Da kommt doch möglicherweise der Begriff "Jobhopping" auf... ob gewollt oder ungewollt, verschuldet oder unverschuldet. Das ist ein Thema, welches mir Sorgen bereitet.

Sicher, 30 ist noch jung, aber wenn das so weiter geht... die Jahre vergehen schnell und ich frage mich, wann gilt man denn auf dem Arbeitsmarkt eigentlich als "alt"?

Dachte mir, dass ich jetzt die 2 Jahre Schwangerschaftsvertretung durchziehe, quasi als Zwischenlösung, und hoffe, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt bis dahin verbessert bzw dass ich nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit, falls es wieder dazu kommen sollte, eine Umschulung mache, wenn sich in meinem Beruf gar nichts tun sollte.

Mit meinem Freund werde ich auf jeden Fall demnächst zusammenziehen, er gibt mir, wie ihr schon sagtet, den größten Halt. Hört sich vielleicht naiv an, aber emotionale Bindungen sind mir mittlerweile wichtiger als der perfekte Arbeitsplatz. Man engagiert sich für die Firma, tut alles für sie und dann folgt trotzdem der Rausschmiss, obwohl man ja "so gute Arbeit geleistet hat". Ist ja in der momentanen Lage verständlich, die Betriebe müssen selbst sehen wo sie bleiben, aber die Enttäuschung ist trotzdem jedesmal groß und es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, eine Art Resignation. Man zweifelt an sich, seinen Fähigkeiten, das bleibt nicht aus. Mir ist schon bewusst, dass ich kein Einzelfall bin, aber diese Tatsache tröstet einen halt auch nur bedingt. Nochmal danke

Liebe Grüße,
Maja
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
2 Jahre sind doch ok.
Das ist heutzutage überdurchschnittlich lange.
Wir müssen uns da mal ein wenig umstellen. Klar, ich will auch einen festen, sicheren Arbeitsplatz und zwar so lange ich will.
Aber so läuft es halt im Leben nicht mehr.

Ich befinde mich auf einem Markt (Marktwirtschaft) und verkaufe meine Arbeitskraft als Produkt. Mein Produkt muss ständig nachgefragt sein, attraktiv sein, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben und ich muss in die Innovation meines Produktes (Arbeitskraft) ständig investieren.

DH ich muss mich weiterbilden, die Nachfrage beobachten und ggf darauf reagieren. Ich verhalte mich also letzlich nicht anderes, wie jeder andere Unternehmer auf dem Markt. Ich setzte schon auch mal Bewerbungen ab, die nicht wirklich ernst sind, die ich aber als Training nehme. Man kann Gespräche auch mal führen, um zu üben, wie die auf das ein- oder andere reagieren, oder um den eigenen Marktwert kennen zu lernen. Marktlage analysieren eben.

Das sage ich jetzt mit 20 Jahren Berufserfahrung und inzwischen 4 Berufsabschlüssen, von denen ich mir 3 während des Berufslebens so nach und nach berufsbegleitend reingezogen habe. Den Stand von vor 20 Jahren kauft mir auf dem Markt heute einfach keiner mehr ab.

Der Markt ist kein Versorgungswerk, sondern ein Angebot-Nachfrage-Haifischbecken. Real life. Nicht virtuell verklärt. Seit ich das eingesehen habe, verhalte ich mich entsprechend, analysiere mein Produkt regelmäßig und betreibe benchmarking, dh ich beobachte den Wettbewerb (die anderen Bewerber, auch hier) und versuche mich da so zu positionieren, dass mein Produkt nachgefragt wird.
Die anderen Bewerber sind 20 Jahre jünger, haben bessere Abschlüsse und sind kostengünstiger.
Darauf muss ich reagieren.
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@schneeschaufler

Deine Ausführungen sind für mich immer sehr interessant, strukturiert, klar und deutlich. Wäre ich noch in deinem Alter, würde ich auch an all deine Worte glauben und mich weiterbilden wie irre.

Nun, ich bin 52 Jahre alt, habe meine letzte Zusatzausbildung (ebenfalls berufsbegleitend) vor rund 4 Jahren gemacht. Ich hatte Kaderpositionen inne, d.h. an Aus- und Weiterbildung mangelt es mir wirklich keinesfalls. Nur, was empfiehlst du mir - da du ja so strukturiert bist - wie ich mein Alter auf dem Stellenmarkt anpreise. Die Firmen hier in der CH wollen nicht mehr so hohe Kosten tragen. Hier geht es nicht nur um das Einkommen, sondern um die unglaubliche Höhe der Sozialleistungen, die ein Arbeitgeber in einen "alten" Arbeitnehmer investieren muss. Die Mittel- und Kleinbetriebe wollen oder können sich das schlichtweg nicht mehr leisten.

Ich bin nun doch schon seit bald einem Jahr ohne Arbeit, d.h. zur Zeit habe ich eine temporäre Stelle, die bald wieder endet. Es hat in dieser Zeit schon Vorstellungsgespräche gegeben, verkaufen kann ich mich gut, aber eine Anstellung würde eventuell erfolgen, wenn ich mit meinen Lohnansprüchen (hab sie schon extrem runtergeschraubt) beinahe auf das Existenzminimum runter gehen würde.

Es würde mich wirklich interessieren, ob du auch hier eine wirklich machbare Idee für mich hättest, die sich umsetzen lassen würde.

Wurzel
  • BraWilli
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  • Beiträge: 10
vor > 2 Jahre
Hallo "wurzel" und alle Andern,

alles was ihr so schreibt, habe ich auch schon mitgemacht, vielleicht noch ein wenig mehr - 53 Jahre alt bin ich auch schon.

Um es kurz zu machen:
?Ich hätte für euch eine Möglichkeit sich doch noch zu verwirklichen!

Um keine Konfrontationen in diese Forum zu erzeugen, könnt ihr mir gerne eure Mails zukommen lassen und ich werde mit jedem einzeln Verbindung aufnehmen um Näheres zu besprechen.

Mein Name ist Wilhelm Braisch - den man leicht in den Suchmaschinen finden kann.

Also, bis dann
MfG - BraWilli
  • Schneeschaufler
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  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
Hallo Wurzel,
ich kenne die Rahmenbedingungen in der Schweiz leider überhaupt nicht.
Was heißt das, "die unglaubliche Höhe der Sozialleistungen, die ein Arbeitgeber in einen "alten" Arbeitnehmer investieren muss.." ?
Gibt es da in der Schweiz ab 50 andere Regeln, wie für Jüngere?

Was das Lohnniveau angeht: ich habe früher auch schon mal mehr verdient, aber das waren eben andere Zeiten.
Wenn ich eine Currywurst verkaufen würde, kann ich auch nicht 40% über dem Marktpreis liegen, sonst kaufen die Leute die Wurst eben beim Wettbewerb.

Ich verstehe natürlich die Problematik. Wenn man sich in den letzten 10-20 Jahren einen gewissen Lebnsstandard erarbeitet und angewöhnt hat und plötzlich in die Lage gerät, 40% weniger Verdienst angeboten zu bekommen, bricht natürlich die Welt zusammen.
Nur: Für meinen Lebensstandard kann der Arbeitgeber nichts.
Der Orientiert sich am Marktpreis. Er zahlt nicht meine Ansprüche, sondern er kauft eine Leistung ein. Ganz nüchtern.

Eine Idee so en gros habe ich nicht, ich kenne Dich ja überhaupt nicht.
Ich hatte mir allerdings für mich schon einmal überlegt, eine Würstchenbude aufzumachen, als ich einmal länger arbeitslos war. Gegessen wird immer. :D
  • blue moon
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vor > 2 Jahre
@ brawilli

Was meinst Du mit "sich verwirklichen"?
Einen Job mit fairer Bezahlung, oder ein Hobby?
  • BraWilli
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 10
vor > 2 Jahre
eine Tätigkeit, mit fairer bezahlung natürlich...
servus
  • wurzel
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  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@schneeschaufler

Ach, weisst du, grundsätzlich geht es mir nicht darum, meinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Den habe ich schon längere Zeit zurückgeschraubt und es geht mir prima dabei. Da hast du mich vermutlich nicht richtig verstanden oder ich hab mich falsch ausgedrückt.

In der CH ist es so, dass du grundsätzlich folgende Sozialleistungen bezahlen musst:
- AHV = Alters- und Hinterbliebenen-Versicherung (fixer Prozentsatz vom Bruttoeinkommen = je hälftig vom AN und vom ABG)
- PK = Pensionskasse = Rente (hier fängt der Prozentsatz an zu steigen, sobald du 30 Jahre alt wirst und der Prozentsatz variert von Versicherung zu Versicherung = ca. 18 - 22 % vom Bruttoeinkommen = hälftig AN und ABG)
- UVG = Unfallversicherung (fixer Prozentsatz vom Bruttoeinkommen = i.d.R. je hälftig vom AN und vom ABG)
- KKV = Kollektiv-Krankenversicherung = Taggeldversicherung bei Krankheit = x Prozente und ist variabel, d.h. abhängig von der Branche (wird i.d.R. vom ABG bezahlt, kann aber auch z.T. an den AN abgewälzt werden)

So, vielleicht habe ich dir damit einen kleinen Überblick über die Sozialleistungen in der CH verschaffen können.

Weisst du, es ist nicht so, dass mich weniger Geld beschäftigt, sondern einfach die Tatsache, dass die Firmen zur Zeit (sie können ja wunderbar aussuchen in der jetzigen Phase) ausgezeichnete Fachkräfte suchen, aber nichts dafür bezahlen wollen. Klar, es ist wie auf einem Bazar: Angebot und Nachfrage.

Wünsche dir einen schönen Tag.

Gruss Wurzel
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
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vor > 2 Jahre
@ wurzel
Danke, sehr interessant. Man hört ja hier oft vom "schweizer Modell" nun kann ich mir darunter ein wenig mehr vorstellen.

"PK = Pensionskasse = Rente (hier fängt der Prozentsatz an zu steigen, sobald du 30 Jahre alt wirst..." ist zwar gut gemeint, mag aber tatsächlich zu einer sog. "Altersdiskriminierung" führen, was eigentlich dämlich ist. Das Problem haben wir so in D nicht. Die PK-Beiträge sind prozentual immer gleich, derzeit 19,9% vom steuerpflichtigen Bruttogehalt (je hälftig AG und AN), maximal aber bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze (BBG) von ? 5.400 monatl. Alles was darüber verdient wird, ist beitragsfrei.
Vom Alter ist das völlig unanbängig. Ab dieser BBG ist man auch gar nicht mehr rentenversicherungspflichtig, dh man kann sich ganz aus der Beitragszahlung verabschieden und sich viel günstiger privat rentenversichern. Tun auch parktisch alle Spitzenverdiener. Somit tragen die Rente ausschließlich Normal- bis Kleinverdiener. Drum funktionierts auch nicht.

Noch ein Wort zum "Bazar":
Es nennt sich Marktwirtschaft... und ich bin nicht ganz sicher, ob alle verstanden haben, was das konkret heißt.
In einem kapitalistischen, marktwirtschaftlichen System geht es um Wertsteigerung. Ausgaben machen nur Sinn, wenn sie Einnahmen steigern oder sichern. Ausgaben mache ich nur soviel ich unbedingt muss, um mein privates-, oder Unternehmensziel zu erreichen.
Eine Gesellschaft, die dieses System politisch will, muss natürlich dann auch die Konsequenzen leben.
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@schneeschaufler

Hallo "Rasenmäher" :wink:

Danke auch dir, für die Ausführungen. Du hast nicht ganz unrecht, wenn du sagst, dass diese Art und Weise der Rentenversicherung zu einer Altersdiskriminierung führt. Es ist auch nicht wie bei euch, dass es an einem gewissen Punkt (sprich höhe des Einkommens) endet. Das gesetzlich versicherte Einkommen hat kein Ende bei der Pensionskasse, möchte man jedoch mehr versichern, kann man dies i.d.R. bei derselben Kasse für einen noch höheren Prozentsatz machen. Du siehst, die Spitzenverdiener haben auch damit keine Probleme.

Ein schönes Weekend wünsch ich dir.

Gruss, Wurzel
  • unbekannt
vor > 2 Jahre
Ich lebe in Ungarn. Ungarn und Deutschland haben auch verkauft Huhn ist entweder zu billig im Vergleich zu Preisen in Deutschland wird uns helfen, um jemanden.Wissen, Türkisch
Antworten

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