Salärvorstellung im Lebenslauf

  • Madam007
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor > 2 Jahre
Hallo zusammen
Macht es Sinn die Salärvorstellungen im Lebenslauf aufzuführen?
In der Schweiz ist das meinem Wissen nach nicht üblich wenn man sich direkt bei Firmen bewirbt bereits eine Lohnvorstellung anzugeben. Sofern die Bewerbung allerdings von einem Personalvermittler weitergeleitet wird ist es eher üblich.
Ich war schon längere Zeit nicht mehr auf Stellensuche, aber das letzte Mal als ich mich bei verschiedenen Firmen beworben hatte, ist es einige Male vorgekommen, dass ich beim Vorstellungsgespräch merkte, dass man sich Lohn mässig nicht finden wird. Ich finde die dann aufgebrachte Zeit ist für Arbeitgeber sowie auch für Arbeitnehmer zu schade.
Was meint Ihr dazu?
Liebe Grüsse, Madam007
  • Profite
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 12
vor > 2 Jahre
Auch in Österreich (und wahrscheinlich auch in Deutschland) ist es nicht üblich Gehaltswünsche bei der ersten schriftlichen Bewerbung anzugeben.
In einigen Stellenanzeigen (eher selten) wird es aber von den Firmen ausdrücklich gewünscht.
In solchen Fällen schreibt man es in das einleitende Anschreiben und nicht in den zusätzlichen Lebenslauf.
Es spricht aber auch nichts dagegen vorher bei der Firma anzurufen und sich etwas näher nach dem Anforderungsprofil.zu erkundigen bzw ob ein Anfänger oder auch eine erfahrene Arbeitskraft gesucht wid. 
  • Seefahrer
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 190
vor > 2 Jahre
Hallo Madam007,
ich bin aus Deutschland, und da ist es üblich, seine Gehaltsvorstellung als Jahresbrutto im Anschreiben anzugeben.Und zwar ziemlich gegen Ende des Anschreibens.
Wenn man also mit einem knackigen Anschreiben geglänzt hat, und der Personaler bis unten liest, kann man es da noch verpatzen. :wink:
Wie schreibt man das? Ungefähr so: als Gehalt stelle ich mir XX.XXX EUR vor // Meine Gehaltsvorstellung liegt bei ....
Erfahrungswert: ich habe es ausschließlich bei Frauen gesehen, dass sie gleich den Zusatz schreiben: ", ist aber noch verhandelbar". Das ist der Freibrief, sie gehörig zu drücken.
Und ich habe es noch nie erlebt, dass man wegen der Gehaltsvorstellung ausgesiebt wird.
Wenn Du eingeladen wirst, fällt gegen Ende des Gesprächs die Frage, ob man da noch mit Dir reden kann. Antwort: Ja.
Ich finde, man sollte es einfach so sagen, wie man es sieht. Wenn es den Personalern nicht gefällt, fragst Du sie einfach, wieviel sie sich vorstellen. Klare Frage - klare Antwort.
Stellt sich nur die Frage, wo Du Dich einschätzen kannst.
Aber da helfen Dir die Anderen im Forum gerne.
  • Madam007
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 3
vor > 2 Jahre
Danke für Eure Feedbacks.
@ Seefahrer
Ich weiss ziemlich genau wo ich mich mit meiner Berufserfahrung, meinem Alter und meinem Ausbildungsstand einschätzen kann. Es ist auch nicht so, dass meine Gehaltvorstellungen exorbitant wären, im Gegenteil, sie sind für Schweizer Verhältnisse normal.
Ich habe momentan auch einen guten Job, möchte mittelfristig aber aus diversen Gründen etwas Neues suchen. Werde mir überlegen wie ich das angehe....
Ich habe vor ein paar Monaten bei meinem jetzigen Arbeitgeber selber einen neuen Mitarbeiter rekrutiert. In der Stellenausschreibung wollte mein Chef unsere Gehaltvorstellung nicht angeben, weil man Angst hatte auf diese Weise zu wenige Bewerbungen zu erhalten. Im Endeffekt war es dann so, dass wir einige Vorstellungsgespräche durchgeführt und viel Zeit investiert hatten, welche aufgrund der verschiedenen Vorstellungen gar nicht hätten stattfinden müssen, man war einfach zu weit auseinander. Obwohl ich an dieser Stelle auch erwähnen muss, dass mein Chef für diese Stelle einen berufserfahrenen qualifizierten Mitarbeiter zum Lohn eines Einsteigers suchte.
Ich finde den Input von Profit aber gut, dass man im Stelleninserat erwähnt, dass der Bewerber doch seine Vorstellung mitteilen soll. Somit hat man zumindest auf Arbeitgeberseite schon mal eine erste Vorstellung.
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