"Unerträglicher" Personalchef - persönliche Antipathie ist ein Alarmsignal

  • Sternenhimmel
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  • Beiträge: 2013
vor > 3 Jahre
@ alle
Zuerst eine( wahre) Geschichte :
Es war die Jobanzeige, auf die sie seit Jahren gewartet hatte:
mit dem Job, auf den sie seit Jahren gewartet hatte.
Die richtige Branche, die passende Funktion, ein Tätigkeitsfeld, das sie fasziniert.
Sie musste diese Stelle haben.
Sie freute sich auf das Vorstellungsgespräch.
Und dann das.
Auf den ersten Blick hatte sie gemerkt, dass sie diesen Personalchef nicht ertragen würde. Mürrisch, abweisend, mit kaltem Blick, schnarrender Stimme, klebrigem Händedruck.
Alles an ihm schien gegen sie zu sein.
Ihre Abneigung wuchs mit jeder Minute des Gesprächs:
gegen ihn,
gegen die Firma,
gegen den neuen Job.

Und hier einige Expertentipps, von Personalberaterin eines großen Konzerns :

- wenn euch so etwas passiert, nimmt dieses Signal ernst.
- versucht zu analysieren, ob es nur die Person des Personalisten euch zuwider ist, oder steckt mehr dahinter. Schließlich sei es kein Zufall, wer beauftragt ist, eine Firma nach außen zu repräsentieren.
- wenn es nur die Person des Personalisten ist, führt ihr das Gespräch zu Ende und hofft den Job zu bekommen.
- aber wenn ihr Grund zur Annahme habt, dass da, was euch abstößt, etwas mit der Firmenkultur zu tun hat, solltet ihr doch überlegen, ob der Job das Richtige sei.
- wichtig sei es, den künftigen Vorgesetzten kennen zu lernen. Vielleicht ist dann die Begeisterung wieder da.

Hat jemand von Euch so ein Erlebnis gehabt?

Besonders willkommen werden hier neue User, die uns von eigenen Erlebnissen erzählen werden. :D

Sternenhimmel
  • blue moon
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  • Beiträge: 53
vor > 3 Jahre
Solang ich nicht im Personalbüro arbeiten will, ist mir der Personalchef "wurscht".
D.h. man sollte genug professionelle Ignoranz aufbringen können, um klebrigen Händedruck, schnarrender Stimme und sonstiges für die Dauer eines Vorstellungsgespräches zu ertragen.
  • wurzel
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  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
Klar wäre es schön, wenn mir der Personalchef sympatisch wäre, aber solche Dinge kann ich wegschieben.

Viel wichtiger ist für mich, dass die Person resp. der für mich zuständige Vorgesetzte, ein gutes Bauchgefühl bei mir hinterlässt. Ich habe in all den vielen Arbeitsjahren gelernt, dass der Bauch oft wichtiger ist wie die Fakten.

Wurzel
  • bodrum56
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  • Beiträge: 408
vor > 2 Jahre
Ich kann das mit dem Bauchgefühl bestätigen. Vor rd. zehn Jahren bekam ich einen neuen Vorgesetzten, der schon immer in dieser Firma war und der mir nie sympathisch war. Ich hatte bei ihm kein gutes Gefühl, habe mir aber gesagt, ich mache ja meine Arbeit gut.

Mit diesem Vorgesetzten hatte ich nach einiger Zeit nur noch Ärger. Er bevorzugte einige Kollegen ganz deutlich, war unkorrekt und fing ein Verhältnis mit einer Kollegin in meiner Abteilung an. Das Arbeitsklima wurde unerträglich.

Dieser Vorgesetzte war zwar kein Personalchef, hatte aber eine sehr gute Verbindung zur Geschäftsleitung.

bodrum
  • Biker07
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vor > 2 Jahre
Ja das stimmt das Bauchgefühl sollte man wahrnehmen!!! :roll:
  • wurzel
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vor > 2 Jahre
@biker07

Herzlich willkommen im Forum. Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir.

Gruss, Wurzel
  • Aida
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 19
vor > 2 Jahre
Zuerst eine( wahre) Geschichte :
Es war die Jobanzeige, auf die sie seit Jahren gewartet hatte:
mit dem Job, auf den sie seit Jahren gewartet hatte.
Die richtige Branche, die passende Funktion, ein Tätigkeitsfeld, das sie fasziniert.
Sie musste diese Stelle haben.
Sie freute sich auf das Vorstellungsgespräch.
Und dann das.

Das hätte von mir sein können...., nur, bei mir verlief das Vorstellungsgespräch und auch das Einstellungsgespräch super sympathisch. Alles war perfekt, das Büro nach Feng-Shui eingerichtet, überall standen Wassernebler, Musik lief, alle (Chef und Chefin) waren super nett. Gehalt super - einfach alles bestens - wie bestellt und geliefert.
Aber nach 4 Monaten entpuppte sich das alles als Fassade. Hinter der Fassade war alles verlogen, "falsch", geldgierig. Im Endeffekt wurde nur jemand gesucht, dem man Fehler unterjubeln und psychisch fertigmachen konnte. Die Lügen, Vorwürfe und Manipulationen, die ich dort in einem knappen Jahr aushalten mußte, haben meinen Bedarf fürs restlichen Leben gedeckt.
Nun bin ich bei meinen aktuellen Vorstellungsgesprächen sehr, sehr vorsichtig und mißtrauisch und sehe meine Gesprächspartner leider als Gegner an.....
  • klimaneutral
  • Status: Legende
  • Beiträge: 533
vor > 2 Jahre
Guter Link zum Themenkreis (gGmbH)
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Auch aktueller Kommentar zum "Emmely"-Urteil (Flaschenbons)http://www.fairness-stiftung.de/FSBlog.aspx
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@biker07

Hallo aida,

Herzlich willkommen im Forum :D,

Traurig, dass diese wahre Geschichte zu Deinen Erlebnissen passt.
Wie man sieht, bereitet uns das Leben verschiedene Versionen von wahren Geschichten...und ein nettes Vorstellungsgespräch und eine nette Aufnahme auch später eine negative Wende nehmen können.

Schönen Dank für Deinen Beitrag und herzliche Grüße.
Sternenhimmel
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
@aida
"Nun bin ich bei meinen aktuellen Vorstellungsgesprächen sehr, sehr vorsichtig und mißtrauisch und sehe meine Gesprächspartner leider als Gegner an....."

Kollegen sind keine Freunde. (Übrigens auch nicht, wenn man sich Duzt)
Eine Wahrheit, die ich auch erst lernen musste. Das muss nicht heißen, dass sie gleich Gegner sind. Wichtig ist nur, dass man das nicht aus den Augen verliert und dann völlig verblüfft ist, wenn sich herausstellt, dass Kollegen eben keine Freunde sind.
  • Profile
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  • Beiträge: 581
vor > 2 Jahre
hallo schneeschaufler,

nun das sehe ich völlig anders. Ich betrachte alle Menschen, denen ich begegne, als ehrliche, interessante und, wenn man das abgegriffene Wort "gut" benutzen darf, gute Menschen. Das der eine oder andere nicht ehrlich oder nicht gut ist, muss der jeweilge Mensch mir dann im Laufe der Zeit schon selbst beweisen. Aber vorverurteilen werde ich niemanden.
Ich habe das früher auch nicht so gesehen und geglaubt, dass man sich Enttäuschungen erspart, wenn man so denkt wie Du. Aber, seit dem ich es anders sehe erlebe ich zwar auch Enttäuschungen habe aber auch wesentlich mehr positive Erfahrungen als früher. Und was ist so schlecht an einer Enttäuschung? Ist es doch, im Wortsinn, das Ende einer Täuschung.
Viele Grüße, Jürgen
  • Schneeschaufler
  • Status: Erfahren
  • Beiträge: 161
vor > 2 Jahre
Hallo Profile,
ich habe nicht gesagt, dass die Menscheit um mich herum nicht gut sei, oder ich dies zunächst einmal unterstelle, ich sehe das im Prinzip genau wie Du.

Ich sagte nur, dass sie keine Freunde sind. Vielleicht habe ich an Freunde andere Ansprüche.
Bekannte habe ich viele. Freunde sind etwas Seltenes.
Ich benutze das Wort nicht leichtfertig. Kollegen sehe ich eher als Lehrer. 8)
  • waere-gern_designerin
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 12
vor > 2 Jahre
Auch wenn der Beitrag schon etwas äletr zu sein scheint, muss ich was dazu loswerden.
Ich hatte ein ähnliches Erlebnis. Ich bekam einen Job angeboten, dessen Beschreibung perfekt klang, ich recherchierte etwas über die Firma und für mich war klar: Ich wurde für diesen Job geboren!
Schon beim Vorstellungsgespräch - direkt mit dem Chef - merkte ich, dass etwas nicht ganz richtig ist. An dem, was er sagte, lag´s nicht. Vielleicht war es sein labbriger Händedruck...
Ich nahm den Job an, weil ich dringend aus der Arbeitslosigkeit raus musste. Schnell fühlte ich mich bestätigt in meinem "komischen Gefühl".
Die Arbeitgeber und Vorgesetzten sind fürchterliche Menschen, unerträglich. Die Arbeitsstrukturen sind chaotisch und völlig übertrieben, die GF ist kontrollsüchtig, misstrauisch und hat überhaupt keine Ahnung was überhaupt mein Beruf ist. Das sind nur einige Punkte. Ich bin jetzt dabei meine Mappe zu überarbeiten und dann so schnell ich kann wieder da weg!

Aber zu der Sache mit den Freunden. Ich sehe das ähnlich, Kollegen sind keine Freunde, aber ich hatte das unfassbare Glück tatsächlich in meiner letzten Stelle eine intensive und gute Freundin zu finden. Hätte ich auch nie erwartet. Vorallem, weil unser Anfang schwierig war.
Wir ergänzen uns perfekt und haben immer bestens im Team arbeiten können. Gegenseitige Unterstützung war selbstverständlich, auch erzählen konnte man sich alles, hart arbeiten, aber auch viel lachen. Ich würde viel darum geben wieder mit ihr in einem Team sein zu dürfen!
Fazit: Manchmal hat man Glück.
  • Diva
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  • Beiträge: 2812
vor > 2 Jahre
@ waeregerndesignerin

Hallo , ich habe Deinen Beitrag mit einem lachenden & einem weinenden Auge gesehen.
Auch ich bin Designerin. Auch ich habe solche Erfahrungen gemacht . Hatte bei der Einstellung das gleiche ungute Gefühl ! Manchmal sollte man auf seinen "Bauch" hören ,dann könnte man sich vieles ersparen. Wie , warum & weshalb jetzt alles so gekommen ist , kannst Du Unter"Gutsherrenmodell" & unter OFISIO nachlesen. Suche Dir so schnell wie möglich etwas Neues & warte nicht so lange wie ich es getan habe .
Das Glück eine " Freundin" am Arbeitsplatz zu finden hatte ich leider noch nicht. Provisionsgeschäft - da ist sich jeder selbst der Nächste - leider. Herzliche Grüße DIVA

PS. Und willkommen im Forum , Du wirst KUNUNU sicher mögen :P
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ waeregerndesignerin

Hallo, herzlich willkommen im Forum :D
Der erste Beitrag in dieser Sparte kann an der Aktualität nicht verlieren.
Solche Situationen sind leider an der Tagesordnung.
Wie man in Deinem Beitrag lesen kann, hast Du die Situation gleich am Anfang richtig einschätzen können. Leider, hat es sich dann bestätigt.
Dass Du eine Freundin gewinnen konntest, ist schön und es erleichtert Dir sicher den Arbeitsalltag in der Firma.
Ich kann Dir nur raten, suche mit Geduld einen neuen Job.
ALLES, ALLES Gute für Dich.
Bleibe mit uns im Forum.
Sternenhimmel
  • sabsiel
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 7
vor > 2 Jahre
Auch ich gehöre zu denen die nicht auf das Bauchgefühl gehört haben. Resultate waren gesundheitliche Probleme und 7 Jahre langer Horror. Dann noch Bewerbungen die zu nichts geführt haben. Wenn mein zukünftiger Chef noch einmal erwähnen sollte, dass man ein dickes Fell braucht um mit Frau XY zusammenarbeiten zu können (in einem 2. Bewerbergespräch), dann sehe ich zu, dass ich das Weite suche. Zur Fluchttendenz führt auch der Satz "Meine Frau ist Pflegeleicht. Bin schon seit 40 mit ihr verheiratet.". Das sind Sätze da lese ich zwischen den Zeilen nichts gutes.
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ sabsiel

Hallo sabsiel,

Herzlich willkommen hier im Forum! :D

Hättest Du auf Dein Bauchgefühl gehört...aber wer macht es :-:
Man macht es meistens nicht mit der Hoffnung, dass es sich in Deinem Fall nicht bestätigen wird.
Schade nur, dass es so weit kommen musste und Deine Gesundheit darunter gelitten hat.
Aus Deinen Beiträgen kann ich annehmen, dass Du gerade jetzt auf Jobsuche bist.
Alles Gute dabei und viele liebe Grüße.
Sternenhimmel
  • Almaz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 2 Jahre
Hallo Sternenhimmel, ich hatte die Erfahrung auch gemacht, habe aber die Signale falsch eingeschätzt, weil ich dachte es läge an mir.
Der Chef war nach außen hin freundlich aber er ließ sich auch sehr von einer weiblichen Angestellte leiten, die jedesmal ihre Meinung umdrehte wie es ihr in den Kram passte, vorallem wenn er (Chef) in der Nähe war.
Man hatte mich vor der Frau (freundin jetzt ist es nur eine bekannte)gewarnt (Monster usw.).Ich konnte mit der Situation nicht umgehen und wurde dabei krank, obwohl es nur halbtags war. Bin jetzt wieder auf der Suche nach einem neuen Job.

Ich wünsche dir alle Gute Sternenhimmel und hoffe das wir alle auf unser Bauchgefühl hören.

Grüße
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ almaz

Liebe Almaz,
Zuerst herzlich willkommen im Forum :D

Es tut mir wirklich Leid, dass Deine schlimme Erfahrung zur Gefährdung Deiner Gesundheit und sogar zur Krankheit geführt hat.
Warum hast Du gedacht, dass Du an allem schuld bist?
Es ist auch kein Wunder, wenn man immer wieder als Schuldige dargestellt wird, irgendwann fängt man daran zu glauben und denken, dass vielleicht ICH diejenige bin, die alles falsch macht...und die anderen haben Recht.

Du hast aber die Situation richtig beurteilt, schade dass es nicht gleich am Anfang erfolgte, aber "besser später als gar nicht" so sagt ein Sprichwort... und jetzt bist Du weg von dort.
Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, dass Du einen besseren Job findest und auch diese von Dir gemachte Erfahrung eine Lehre für die Zukunft sein wird.
Vergesse nicht, man lernt das ganze Leben.
Schade nur, dass manchmal es schlimme Erfahrungen sein müssen um später zu wissen, wie man handeln soll?

Ich wünsche Dir alles, alles Gute für die Zukunft und einen baldigen Erfolg bei der Jobsuche.
Bleibe mit uns im Forum.
Viele Grüße aus Wien.
Sternenhimmel
  • Almaz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 2 Jahre
Hallo Sternenhimmel,

ich komme aus einer Familie, die eine sehr hohe moralische Ansätze hat und pflegt. Es hatte vielerlei Gründe, warum ich mich schuldig fühlte:

Am Anfang habe ich die Attacken nicht so richtig einschätzen können, desweiteren kam noch hinzu das ich nicht wusste wie man mit so was umgehen soll, weil ich so was nicht kannte, so mit der Zeit habe ich endeckt, was sie vorhatte, aber da war es zu spät und vor allem, warum dann die Vorgängerin, warum sie so von heute auf morgen gegangen ist;

Ich dachte, wir sind Freundinen, die belügen sich nicht oder man nutz nicht eine Freundschaft aus, weil man etwas vertuschen will oder sonstiges will.

Es war danach für mich schwierig, wieder fuß zu fassen, weil ich entäuscht und verletzt war, das ich nicht einmal meiner Familie
(Biologische und Pflegeeltern)den genauen Tathergang erzählt habe. Es gab Auseinandersetzungen mit meiner Familie über das Vertrauen, Kollegen und das nicht alle so sind usw., sie hatten sehr viel Geduld mit mir.

Zum Glück hat es noch Menschen die einen manchmal unterstützen oder nur für einen da sind, obwohl sie nichts machen können. :)

Wünsche dir ebenfalls alles Gute :).

Grüße
  • wurzel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 1662
vor > 2 Jahre
@almaz

Hallo und willkommen im Forum Almaz

Deine Zeilen und die Lebenserfahrung, die du gemacht hast, tun mir wirklich sehr leid. Ich weiss, es hilft dir sicher nicht über das Erlebte hinweg. Die Wunden, die deiner Seele zugefügt wurden, brauchen sehr viel Zeit um zu heilen.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, dich mit dem Ganzen unbedingt auseinander zu setzen. Stelle dir gewisse Situationen vor und versuche sie möglichst auf der Sachebene zu analysieren. Analyse bedeutet in diesem Zusammenhang, dass du nicht nur die Fehler dieser Kollegin betrachten musst, sondern auch dein Verhalten in der bestimmten Situation. Warum habe ich so gehandelt? Warum habe ich die Alarmglocken zur Seite geschoben? Wie kann ich einer solchen Situation gegenüber anders handeln?

Verstehe mich bitte nicht falsch, denn ich weiss wirklich wovon ich rede. Weisst du, grundsätzlich ist es sehr positiv, wenn man die Characktereigenschaft MORAL hat. In der heutigen Arbeitswelt kann man aber auf keinen Fall bedingungsloses Vertrauen in einen Kollegen haben. Viele Ängste und persönliche Unsicherheiten lassen die Menschen rücksichtslos und egoistisch handeln. Gerade dieser Typus Mensch erkennt sofort, wenn er jemanden manipulieren und ausnützen oder gar denunzieren kann. Dieser Typus lebt von solch gutgläubigen und herzlichen Menschen und bestärkt sein eigenes Ego.

Du musst deshalb nicht deine persönliche Moral ad acta legen, aber du solltest aus dem Erlebten lernen, ansonsten es dir jederzeit wieder passieren kann. Werde ein wenig vorsichtiger, höre ein wenig mehr auf dein Bauchgefühl und bleibe bei dir.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du aus deiner Krankheit so bald wie möglich gestärkt herauskommst. Schaffst du es nicht alleine, scheue dich nicht davor einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen. Wir, im Forum, "helfen" dir gerne dabei.

Einen schönen Tag und viel Glück!

Wurzel
  • sabsiel
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 7
vor > 2 Jahre
Es ist typisch, dass man erst gar nicht versteht was da im Gange ist. Ich habe das auch erst einmal für normale Reibereien gehalten und das nicht mit mir persönlich in Verbindung gebracht. Das steigert sich dann schleichend und eher man die Auswirkungen erfasst hat ist es schon zu spät. Die Folgen sind gewaltig, wenn man bedenkt, dass der Krankenstand sprunghaft ansteigt und das kostet richtig Geld. Viel schlimmer ist es noch, wenn der eigene Chef das nicht sieht und so ein Verhalten abstellt. Im Endeffekt zahlt die Wirtschaft wegen solcher Charaktergestörten Leute Millionen. Die Schwierigkeit besteht meines Erachtens darin, das greifbar zu machen. Ich habe die magische Fähigkeit, dass ich ständig das Pech habe auf solche Leute zu stoßen. Der Unterschied zu früher ist einfach, dass ich dagegen sensibler geworden bin und die Füße nicht mehr still halte sobald ich diese Ansätze erkenne. Im Grunde genommen ist es doch ganz einfach: Ich möchte zufrieden meine Arbeit machen und gute Ergebnisse liefern. Das geht aber nur in einer entsprechend optimalen Arbeitsumgebung. Die Realität sieht leider anders aus. Jeder sägt am Stuhl des anderen. Jetzt erst wieder erlebt. Liebe Chefs, die das hier lesen: Einfach mal etwas sensibler für Stimmungen im Betrieb werden und solchen Leuten mal gepflegt über das "Schandmaul" fahren.
  • 9Volt
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 16
vor > 2 Jahre
Hy,

Ab und zu sollte man doch auf sein Bauchgefühl hören, aber es ist ja auch nicht immer einfach die Situation einzuschätzen. Aber ich meine auch man sollte sich dem ganzen auf sachlicher Ebene stellen. Denn man kann nur wirklich gute Arbeit leisten wenn auch das Klima stimmt. Das sollte sowohl dem Chef bewusst sein und auch dem Angestellten :roll:

9 Volt
  • Almaz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 2 Jahre
Hallo Wurzel, :)

ich bin froh nicht alleine zu sein und bin ebenso froh das ich
durch zufall hier gelandet bin, und danke das ihr so geduldig
mit mir seit, bin es nicht gewohnt über mein Leben (Beruf)
zu schreiben, aber es hilft.

Diese Bekannte war früher auch eine Nachbarin und hatte auf ihr
Kind hin und wieder mal aufgepasst. Ich bin davon überzeugt, dass
ich nicht so schnell, auf so eine Geschichte mich einlassen werden.

Ich werde auf jedenfall deinen Rat beherzigen, ich hoffe dass ich es umsetzten kann.

Hatte mal einen alten Chef (Kosename: Brummbär, wurde er von allen Angestellten liebevoll genannt): was ich damit sagen möchte ist, froh zu sein, die andere Seite auch mal kennenlernen durfte.

Ich bin froh auf der einen Seite so eine Erfahrung gemacht zu haben, aber Ich hätte gerne darauf verzichtet, weil man ja durch die Hölle auf Erden (Selbstzweifel usw.)geht.

Liebe Grüße

Almaz
  • MantaFan
  • Status: Legende
  • Beiträge: 689
vor > 2 Jahre
Hallo almaz,

Es ist gut wenn du über deine Erfahrungen berichten kannst.
Denn es hilft uns allen wenn man weiss das man mit seinem Problem nicht alleine ist. Ich kann dich verstehen wenn du schreibst das du gerne auf solch eine Erfahrung verzichtet hättest. Jedem anderen würde es nicht anders ergehen.

Mantafan
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ Almaz,

Hallo Almaz,
Du bist nicht alleine hier. Du kannst mit uns so viel plaudern, wie Du willst.
Dieses Forum existiert schon beinahe zwei Jahre und wir haben, hoffe ich, vielen die es gebraucht haben, helfen können.
Oft ist es so, dass man nicht alles mit Familie besprechen kann oder will.
Hier kannst Du anonym über Deine Sorgen und Ängste schreiben.
Wir sind geduldig und manche von Usern können Dir mit einem Rat oder Hinweis einen Gedankenstoß geben. Du kannst dann selbst entscheiden was Du damit machst.

Ich grüße Dich herzlich und sende sonnige Grüße nach Deutschland.
Sternenhimmel
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ sabsiel

Hallo,
Wie geht es Dir?

Viele liebe Grüße.
Sternenhimmel
  • begood
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 13
vor > 2 Jahre
Wer gibt Dir das Geld? Die Firma! Also musst du Dich absolut unterordnen. Wenn du was zu sagen hast, hättest du selber Chef werden sollen!
  • Almaz
  • Status: Neuling
  • Beiträge: 8
vor > 2 Jahre
Hallo MantaFan, Wurzel, Sternenhimmel, sabsiel ...

du hast recht MantaFan und bin so aufgeregt, weil ich morgen ein Vorstellungsgespräch hab, es war schon immer ein Traum von mir in der Entwicklung mitzuwirken als Helferin (bin leider nicht Studiert, weil ich sehr bald mit 19J ein Kind bekamm, da hatte die Versorgung eine große Rolle gespielt und die Zukunft meiner Tochter und jetzt ist sie 17J). Hoffe das ich morgen aufjedenfall die Signale gut einschätzen kann und guten Eindruck hinterlassen kann. Bin sogar heute schon die Strecke abgefahren :), verückt nicht wahr?
Meine Arbeitsberaterin, die mir von der Arge mir zugeteilt wurde, sagte lachend: "man merkt, wenn bei mir ein Vorstellungsgespräch ansteht".

Grüßle

Almaz
  • Sternenhimmel
  • Status: Legende
  • Beiträge: 2013
vor > 2 Jahre
@ Almaz,
Ich drücke Dir die Daumen.
Alles, alles Gute.
Sternenhimmel

P.S. Sage uns wie es war.
Antworten

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