Hallo! Ich bin 47 Jahre, mit mehreren Berufen und seit 10 Jahren im Kaufmännischen tätig. Es gibt bei mir in Bayern (Region AB) im Einzugsgebiet von Frankfurt Main auch die Erfahrung, dass man mich mit Hungerlöhnen abspeisen will. Brutto 2400,00 € ist nichts ungewöhnliches. Trete ich aber nicht an, da ich leben muss und meine Fixkosten, wie Miete, PKW, Altersvorsorge als Alleinverdienerin finanzieren muss. Ich habe 2011 überwiegend für Leihfirmen gearbeitet. Die Eingruppierung mit entsprechenden Stundenlöhnen, sind ganz schön haarig. Ein Unternehmen hat mich mit 9,50 € brutto arbeiten lassen. Ein anderen dagegen für 15,20 €. Soviel zum Thema Stundenlöhne bei qualifizierten Mitarbeitern und entsprechender Berufserfahrung.
Mittlerweile nenne ich mein Gehalt von 3000,00 €. Wer die billige Arbeitskraft einstellen will, nimmt mich nicht. Die Zeiten in denen die Menschen für ein Appel und ein Ei schaffen gehen, sind für mich Vergangenheit. In Zeiten voller Auftragsbücher, keine Krise am Arbeitsmarkt, muss endlich auch in den Köpfen der Verantwortlichen ankommen. Man hat mir mal gesagt, gib nicht zu wenig an, weil man dir unterstellt, dass du nichts kannst. Außerdem gibt man ein Gehaltswunsch an. Folglich braucht man auch noch einen Verhandlungsspielraum!
Die top qualifizierten Kräfte auf dem Arbeitsmarkt sind abgegriffen und stehen nicht mehr zur Verfügung. Folglich können die mittel qualifizierten Bewerber eingestellt werden und auch entsprechend entlohnt werden. Ein top qualifizierter Bewerber der sich aus ungekündigter Position bewirbt, bietet etwas, verlangt aber auch viel. Ansonsten behält er seinen Job, weil er weiß was er hat (Betriebsklima, Gehalt, soziale Leistungen).