Versuche, aus HARTZ IV/Teil 1
Vorausschicken muß ich, daß ich 58 bin und damals meinte, keine Möglichkeit mehr zu finden, in ein einigermaßen adäquates Angestelltenverhältnis zu gelangen, was jedoch mein unbedingtes Bestreben war.
Ich war entsetzt (wir reden hier von ca. 6,- ?/h), als ich von unserer ?Agentur? das Angebot einer Zeitarbeitsfirma und eines Personaldienstleisters bekam (jeweils Vertriebsaufbau). Für diese beiden Firmen und ihre Klientel war ich natürlich ein ?Schnäppchen?, das zu 50% gefördert würde ? für 1 Jahr. Einige von Euch werden die ?Zwangslagen? kennen, wenn man Hartz IV beziehen muß (Vermittlungsgutschein heißt das, glaube ich)? Ich unterstelle hier auch echtes Interesse daran, daß daraus ein Arbeitsverhältnis wird ? die 2000 ? ?Prämie? wird von der Agentur zur Hälfte bei Vertragsabschluß an den Personaldienstleister bezahlt, die zweite Hälfte gibt es ? glaube ich ? nach 6 Monaten.
Die Zeitarbeitsfirma (am Kurfürstendamm) handelte das ganze jedoch formal sehr korrekt, machte in ihrem Büro einen Termin zwischen dem Auftraggeber und mir und man konnte sich austauschen. Die vom symphatischen AG vorgestellte Idee und die Vorarbeit daran waren offensichtlich seriös, gut durchdacht und durchgeführt. Er machte auch klar, daß die Übernahme bei Gelingen feststeht und die Gehaltsverhandlungen dann natürlich entsprechend aussähen ? die von mir in den Raum gestellte Forderung fand er realistisch. Der Zeitarbeitsfirma müsse man sich aus ökonomischer Vorsicht bedienen. Leider hatte ich ein ganz übles Gefühl, was die Marktchancen seiner Idee betraf und bat mir 2 Wochen Bedenkzeit aus. Vorgriff: Mein Gefühl bestätigte sich leider ? sie haben den Markteinstieg nicht geschafft (eine Online-Mischung aus ?geizhals? und ?Warentest?, jedoch ausschließlich im Luxus-Segment).
Bei der Personaldienstleisterin (im größten Problembezirk von Berlin) inzwischen auch als Leiharbeitsfirma tätig, mußte ich zunächst einen ?Tippsentest? machen (!) ? aber immer gern, wer mit dem Diktieren nachkommt?
Später stellte sich heraus, daß ich durchaus nach meinem Lebenslauf ausgesucht wurde, für den späteren AG, mit dem sich diese Firma bis dato das Büro geteilt hatte?
Im anschließenden ?Vermittlungsgespräch? traf ich jedoch auf eine AN, eine Frau in meinem Alter mit ähnlichem beruflichem Werdegang, wir sprachen eine Sprache, sie gab mir obendrein zu erkennen, daß Sie sich über meine Gefühlslage im Klaren ist, aber sie hätte da was? ich soll es mir doch wenigstens mal anschauen, sie meint, das, was ich kann und das, was dort gebraucht wird, stimmt überein. OK. Sie machte mir einen Gesprächs-/Vorstellungstermin beim AG.
(folgt Teil 2)
vor > 2 Jahre


