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Atypische Arbeit = immer prekär?
  1. User has not uploaded an avatar
    johannafly
    Neuling
    3 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    schreib gerade meine Diplomarbeit (Psychologie) mit dem hohen Anspruch, die Arbeitssituation vielleicht verbessern zu können. Es geht um atypische Arbeitsverhältnisse (also Neue Selbständige, geringfügig Beschäftigte, Teilzeit, Leiharbeiter, freie Dienstnehmer) und die damit oft einhergehende Unsicherheit bezüglich Einkommen, Arbeitsstelle....
    Findet ihr es gerechtfertigt, dass atypische Arbeit in den Medien immer als prekär bezeichnet wird? Fühlt ihr euch im Vergleich zu einem normalen Angestelltenverhältnis unsicherer? Wenn ja, warum?
    Würd mich interessieren, was ihr dazu sagt!
    Und wenns euch freut, könnt ihr mir ja vielleicht auch behilflich sein und meinen Online- Fragebogen ausfüllen (dauert max. 10 min).

    http://www.federwerk.net/umfrage/index.php?sid=52822&lang=de

  2. Sklaventreiber
    Sklaventreiber
    Neuling
    13 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    Hallo Johannafly,

    bevor ich Deinen Fragebogen ausfülle .... wieso werden "Neue Selbständige, Leiharbeiter" ..... als prekär bezeichnet?

    Prekär bedeutet ja brenzlig und ich verstehe das Wort im Zusammenhang mit den von Dir genannten Beschäftigungsverhältnissen nicht ganz - meiner Meinung nach sollte man die Beschäftigungsarten DERART umschreiben:

    * Neue Selbstständige "MUTIG": mehr davon! mutige Menschen, die von der Norm abweichen und aus eigener Kraft etwas aufbauen wollen

    * Geringfügig Beschäftigte "AUCH KLEINVIEH MACHT MIST": ist doch super, wenn es seriöse Jobs wie diese gibt. für studenten, arbeitslose und mütter in karenz ideal und tragen zum haushaltsbudget bei

    * Leiharbeiter "MODERNE SKLAVEN": arme Würschtel, die wie Nomaden von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz ziehen. werden in zukunft wohl mehr werden, wenn ich manche strassen entlang gehe und jede 1te bude eine kebabbude und jede 2te bude ein personalbereitsteller ist ...

    So das waren meine 5 Cent - will niemandem zu nahe treten. ST

  3. User has not uploaded an avatar
    johannafly
    Neuling
    3 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    Hallo Sklaventreiber,

    ich persönlich bin ja nicht der Meinung, dass atypisch prekär sein MUSS, aber in den Medien werden diese beiden Worte immer in einem Zug verwendet. Atypische Arbeitsverhältnisse haben sicherlich auch ihre guten Seiten ( so wie du sagst z.B. für Mütter, Studenten..) auf der anderen Seite werden sie in letzter Zeit häufig missbraucht, z.B. man ist geringfügig angestellt, arbeitet aber 40h und der Rest wird einfach schwarz verrechnet, damit sich der Arbeitgeber die Versicherungskosten ersparen kann. Oder auch bei den Neuen Selbständigen. Sich selbständig zu machen ist sicherlich ein mutiger Schritt, aber was hälst du vom Reinigungspersonal oder auch Krankenpfleger, die immer mehr als "Selbständige" herumsausen, weil der eigentliche Arbeitgeber sich damit viel Geld sparen kann und ihnen keinen Vertrag anbietet? Also nicht nur die Leiharbeiter rutschen immer mehr in die prekäre Zone ab.

  4. Sklaventreiber
    Sklaventreiber
    Neuling
    13 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    Hallo Johannafly,
    natürlich gebe ich Dir recht, daß solche Anstellungsverhältnisse eine Sauerei sind. Die Menschen durchblicken auch nicht die Versteuerungs- oder Versicherungsanforderungen .... Die AG putzen sich ab ...... aber der Prüfer kommt bestimmt irgendwann einmal....
    Finde ich gut, daß Du das Thema aufwirfst. Nur eins noch - die Politik verteufelt solche Anstellungskonstellationen aber wer bitteschön treibt, denn die Menschen in solche Arbeitsverhältnisse bzw. schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Beschäftigungsarten?
    LG, ST

  5. User has not uploaded an avatar
    johannafly
    Neuling
    3 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    Mir kommt es eher so vor, dass die Politik nicht genau weiß, was sie will. Einerseits schaffen sie diese Gesetze, weil sie sich irgendwie in dieser Globalisierungsgschichte mit Wettbewerbsdruck und freier Wirtschaft durchschlagen müssen. Und dann wieder wollen sie ja mehr Sicherheit ins Arbeitssystem hineinbringen. Sagt dir der Begriff Flexicurity etwas? Mit dem Gedanken spielt ja gerade die Politik, dass sie einerseits flexible Beschäftigungsverhältnisse wollen, auf der anderen Seite wollen sie aber soziale Sicherheit hineinbringen. Nur leider scheint das Konzept nicht so ganz aufzugehen. Und das was du angesprochen hast, dass die Menschen über ihre eigenen Rechte und Pflichten nicht Bescheid wissen, finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Denn nur wenn man sich damit mal beschäftigt hat, kann man Interessensgemeinschaften schließen und etwas dagegen tun.
    LG, jf

  6. MantaFan
    MantaFan
    Weiser
    260 Beiträge
    vor 4 Monate veröffentlicht

    Hallo johannafly,

    Ich kann dir nur recht geben. Denn die Politik weiss wirklich nicht was sie will. Heute so und morgen so! Das ist ihre Devise. Leider ist es wirklich so das viele Menschen über ihre eigenen Rechte und Pflichten nicht Bescheid wissen. Es wäre nicht schlecht wenn sie sich mal damit beschäftigen würden.

    mantafan


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