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Burn Out


  1. User has not uploaded an avatar
    nikky
    Neuling
    2 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    Hallo,

    ich habe neun Jahre in einer Firma gearbeitet und bis an meine Leistungsgrenze getrieben.
    Nun bin ich seit einem halben Jahr arbeitslos und leide seither an Burn Out.
    Wenn ich mich jetzt für einen neuen Job entscheide, dann soll es ein Job sein, der mich wirklich erfüllt und mich auch persönlich begeistert.
    Ich möchte nicht mehr arbeiten gehen nur damit ich finanziell über die Runden komme. Schließlich verbringt man 80% seiner Zeit im Job.
    Ich bin auch bereit eine neue Ausbildung (berufsbegleitend) zu beginnen.
    Allerdings habe ich auch Angst, dass ich den üblichen schweren Start nicht überstehe, weil ich einfach keine Kraft mehr habe.

    Hat jemand Erfahrung mit Burn Out?
    Wie lange dauert so eine Phase?
    Ist man danach wieder so leistungsfähig wie zuvor, oder bleibt man ein "Vaserl"?

    LG

  2. Siegfried
    Siegfried
    Neuling
    48 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    Hallo nikky,

    meine Theorie ist, dass Burn Out gar keine schlechte Sache ist. Ein Schutzmechanismus so ähnlich wie eine Thermosicherung bei einem Elektrogerät, damit verhindert wird, dass die Wicklungen durchbrennen. Die Alternative lautet nämlich immer öfters auch bei jungen Leuten Herzinfarkt oder Schlaganfall. "Karoshi" (Tod durch Überarbeiten) war in den 80ern in Japan ein Begriff.

    Ich würde es langsam angehen und vesuchen die richtige "Drehzahl" für dich zu finden. Ich glaube nicht dass du ein Vaserl sein mußt, aber begib dich nicht unnötig in den roten Bereich, der hat keinen guten Wirkungsgrad.

    Lass dich ein bißchen Beraten bezüglich Jobneuorientierung oder Weiterbildung.
    Schau was für Weiterbildungskurse angeboten werden,
    und wie du dir tust dabei. Also etwas zurückschalten wenn es zu stressig wird. (Eine Kur machen, ein entspannendes Hobby zulegen...)

    Eine berufsbegleitende neue Ausbildung oder Weiterbildung ist nicht schlecht, vielleicht gibt es Förderungen in deinen Fall, oder vielleicht auch ein berufsbegleitendes Studium.
    In Österreich gibt es da zum Beispiel auch Förderungen.
    Im Prinzip bist du momentan in der guten Lage diese Dinge jetzt in Angriff zu nehmen, was für die Weiterbildung zu machen, wenn man im "Hamsterrad" drinsteckt hat man meist eh kaum Zeit und Motiation.

    Alles Gute, Sigi

  3. MantaFan
    MantaFan
    Legende
    513 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    Hallo nikky,

    Ich finde nicht das du deswegen ein Vaserl bist. Das kann jeden mal passieren. Ich denke auch du solltest es langsam angehen. Aber du wirst sehen wenn du was findest das dir richtigen Spass macht, dann hat auch für dich das Árbeiten wieder einen Sinn und kann dann auch Spass machen.

    mantafan

  4. User has not uploaded an avatar
    nikky
    Neuling
    2 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    Ich habe heute ein wenig im Internet gestöbert (vermutlich ein Fehler, denn ich bin jetzt wieder total deprimiert) und dabei bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen: Wenn ich wieder in einen ähnlichen Bürojob zurück gehe, wovor ich eigentlich geflohen bin, dann kann ich mit EUR 2000,- (brutto) im Monat rechnen, wenn ich allerdings die Ausbildung mache die mich eigentlich interessiert (Sozialarbeiterin bzw. Lebens- und Sozialberaterin), dann kostet mich die Ausbildung EUR 12.000,-, dauert drei Jahre und ich kann danach mit einem Gehalt zwischen EUR 1.400,- bis 1.800,- rechnen.
    Um meine Fixkosten decken zu können muß ich allerdings mindestens EUR 1.600,- NETTO (!) verdienen und deshalb gehe ich auch zusätzlich am Sonntag arbeiten.
    So wie ich das sehe ist es wohl besser, wenn ich meinen Traum aufgebe und schaue, dass ich viel Geld verdiene und bald wieder genügend Kraft habe, damit ich auch wieder viel arbeiten kann.
    Irgendwie bereue ich jetzt, dass ich damals den Job gekündigt habe, denn ich habe wirklich (inklusive Prämie und 13. + 14. Gehalt) sehr gut verdient. Auf´s Monat aufgerechnet waren das EUR 1.850,- (!!!)
    Ich hab´s aber leider nicht mehr ausgehalten, weil mich mein Chef so gemoppt hat und vermutlich auch, weil ich den Job gar nicht so richtig zu schätzen wusste (nach 9 Jahren wurde es mir einfach zu langweilig und ich wollte etwas arbeiten was wirklich Sinn und Freude macht).
    Ich bin ein Vollidiot!!! :evil:

  5. User has not uploaded an avatar
    bodrum56
    Erfahren
    93 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    Hallo nikky,

    Du hast damals sicher wichtige Gründe gehabt, den Job zu kündigen. Du warst dort unglücklich und hast es nicht mehr ausgehalten. Daher deine Entscheidung. Überlege dir einmal in Ruhe, was du wirklich möchtest und was dir wichtig ist. Vor allem welche Vor- und Nachteile jeder Job hat. Vielleicht fällt dir die Entscheidung dann leichter. Daß du damals gekündigt hast, solltest du dir jedenfalls nicht mehr vorwerfen.

    Liebe Grüße

  6. User has not uploaded an avatar
    sunny67
    Neuling
    4 Beiträge
    vor 5 Monate veröffentlicht

    hallo nikky

    ein guter rat, such dir auf jedenfall psychologische hilfe,ich spreche aus eigener erfahrung, mit viel glück und dem richtigen wohnort, bekommt man das sogar von der krankenkase bezahlt,

    mit burn-out, fühlt man sich zeitweise auch wieder sehr gut, nur die abstände zwischen den depressiven phasen werden immer kürzer bis man dann garnicht mehr kann, wichtig für dich ist jetzt nur mal auf dich rücksicht zu nehmen, auf deine bedürfnisse zu achten, auch wenns den mitmenschen manchmal ein bisschen egoistisch vorkommt,

    suche dir in ruhe die richtige arbeit und setze dich nicht unter druck und lasse dich nicht unter druck setzen,

  7. locococo
    locococo
    Neuling
    6 Beiträge
    vor 3 Monate veröffentlicht

    Liebe nikky, Wie gehts dir mittlerweile - dein Post ist ja schon 2 Monate alt? Ich kann dir nur folgendes raten: Guck nicht nur auf das Geld, weil kein Geld der Welt kann Folgeschäden von BurnOut aufwiegen: Probleme mit dem Partner, Lustlosigkeit in allen Belangen (Freizeit, Sex, Spaß am Leben ...) Ich war mal in derselben Situation - Arzt diagnostizierte mir "BurnOut" (Tinitus inklusive wegen dem Stress) und ich habe sofort gekündigt, weil meine damalige Arbeit nicht proaktiv "veränderbar" war (Handel/Verkauf). Ich wagte den Sprung ins kalte Wasser - erholte mich 3 Monate ganz bewußt (mein Partner unterstützte mich total) und danach hatte ich wieder die Kraft was Neues zu suchen und die nötigen 120% während der Einarbeitungsphase aufzubringen. 1. Wer arbeiten will - findet einen Job. 2. Wer fleissig ist - findet einen gutbezahlten Job! Also falls noch aktuell: Weine nicht dem Geld im alten Job nach, erhol Dich und auf gehts in ein neues Abenteuer in einem neuen Job. Alles wird gut. Auf bald - Jennifer

  8. MantaFan
    MantaFan
    Legende
    513 Beiträge
    vor 3 Monate veröffentlicht

    Hallo locococo,

    Ich finde auch das sich nikky zuerst einmal gut erholen soll. Danach kann sie sich ja wieder einen Job suchen. Aber ich finde es auch gut, das dein Partner in dieser schwierigen Situation zu dir gestanden hat. Das ist nämlich nicht selbstverständlich. Es gibt viele Partner, die dann mit der Situation total überfordert sind und dann das Handtuch werfen.

    mantafan

  9. wurzel
    wurzel
    Weiser
    329 Beiträge
    vor 2 Monate veröffentlicht

    @ all
    Vorab allen einen guten Morgen. So ein Burn-out ist eine Krankheit, bei der man wirklich schlecht mit sich klar kommt. Ich selbst habe 30 Jahre gearbeitet und musste mich Ende Januar geschlagen geben, d.h. die Depression wurde so schlimm, dass ich weder psychisch noch körperlich arbeiten konnte. Das Ganze ist nun ein halbes Jahr her und ich spüre, dass ich nach wie vor an der Grenze zu einer weiteren Depression stehe, was mir richtig Angst macht.
    Begleitet hat mich die ganze Zeit mein Hausarzt und zum Glück mein Partner. Mein Hausarzt hat mir bereits vor drei Monaten empfohlen, dass ich zu einem Psychiater gehen soll. Habe den Gedanken bis letzte Woche weit von mir geschoben. Jetzt studiere ich plötzlich konkreter, ob mir diese Hilfe wohl gut tut.
    Kann mir irgend jemand von euch einen Rat geben? Was soll ich denn überhaupt diesem fremden Menschen erzählen?

    Vielen Dank und einen schönen Tag!

    Wurzel

    Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag
  10. User has not uploaded an avatar
    sunny67
    Neuling
    4 Beiträge
    vor 2 Monate veröffentlicht

    ich habe einen psychologen besucht, und mir hat das sehr geholfen, ich hatte als unterstützung auch noch meine chefin, da sie auf meine arbeitskraft nicht verichten wollte und hat mir den sogar spendiert, man kann gerade dieser fremdem person alles erzählen was man für richtig hält, oder von sich preisgeben will, das gute bei so einem besuch bei einen psychiater ist,
    das er einem vermitteln kann, das man wichtig ist,das man etwas wert ist, das man auf sich selber schaun muss,auf familienmitglieder und freunde hört man zu diesem zeitpunkt nicht mehr,da man denkt sie müssen das sagen, damit man weiter funktioniert, was zwar stuss ist aber man denkt so,

    ich rate auf jedenfall zu so einem besuch,wenn das verhältnis ziwschen arzt und patient passt, kann man grade dem alles sagen, mir hats geholfen, ich stosse zwar manchmal an meine grenzen, aber dann erinner ich mich wieder was ich den gesprächen mit dem psychologen besprochen habe, und versuche dannach zu handeln,

    lg und viel glück wurzel

    sunny


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