Kommentar
War bei dieser Firma als Externer zwecks Mitarbeit an einem IT-Grossprojekt an 2 Standorten.2. "Firma bietet": zu Mitarbeiterrabatte, Betr. Kindergarten, Betriebsarzt ... keine Angabe, weil nicht bekannt.3. "Bewertungen": nicht zu jedem Punkt konnte eine Bewertung vorgenommen werden, entweder aus Unkenntnis oder Mangel an Betroffenheit.Als Externer hat man ein möglicherweise etwas emotionsloseres, nüchterneres Verhältnis zu einem Kundenunternemen und die lehrreicheren Erfahrungen. Es war in meiner bisherigen Tätigkeit als externer Berater das schlimmste Projekt und derjenige Kunde, der mit externen bzw. ehemaligen, nun outgesourcten Mitarbeitern am schlechtesten umgeht. Oberflächlich korrekt und höflich (das ist nicht dasselbe wie freundlich), subtil bzw. hinter den Kulissen geht es jedoch sehr unkorrekt zu, und das ist freundlich formuliert. Man fühlt sich wie in einer Klassengesellschaft, entsprechend unterwürfig wirkt mancher ehemaliger und jetzt externer Mitarbeiter."Die Schweizer gehen sehr pragmatisch vor und planen nicht alles zu 100% vor wie die Deutschen". Im Falle dieses Kunden heisst das, es wird nichts richtig geplant, vor allem nicht mit entsprechender Vorlaufszeit. Das Projekttagesgeschäft ist chaotisch, ohne feste Regularien, viel läuft über Zuruf und damit über persönliche Strippen, Vorgaben (schriftlicher Art) sind sehr spärlich, Informationsbeschaffung ist sehr mühsam, Zuarbeit sehr mässig. Teilprojekte werden oft nicht vorangetrieben, sondern verwaltet und notfalls Druck aufgebaut oder gar behindert, je nach Interessenlage etc. Man fühlt sich, wie wenn jemand einen am ausgestreckten Arm verhungern lassen will, bevor man fallen gelassen wird. Die Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen des Unternehmens schiessen mitunter recht munter auf sich gegenseitig und spannen zu diesen Zwecken auch externe Mitarbeiter ein (die das teilweise bereitwillig tun, da man ja mit anderen externen Dienstleistern konkurriert, weil man ja pronzipiell konkurrieren muss, und dies offen und versteckt, oder weil man seine Karriere mit allen Mitteln verfolgt und sich alles erlauben zu können glaubt). Oft ist aber auch eine externe Firma bzw. sind deren Mitarbeiter direkt Objekt(e) der allgemeinen Missgunst. Insgesamt herrscht ein subtiles Misstrauen, man fühlt sich stets beobachtet und hat immer das Gefühl, jemand möchte einen in die Pfanne hauen. Insgesamt ist dieses Gefühl nicht vollkommen unberechtigt. Es geht vermutlich auch die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust aufgrund einer zukünftigen, nicht ganz zu Unrecht befürchteten Entlassungswelle um. Mitarbeiter, die sich davor schützen möchten, tun dies u.a. auch durch ein Verhalten nach dem Motto: "Ich werde ganz sicher nicht dazu gehören, denn ich bin unverzichtbar für das Unternehmen und kann ganz genau feststellen, ob das auf andere auch zutrifft". Bestimmte Abteilungen bremsen sich gegenseitig aus und betreiben oft nur pure Politik, ohne Rücksicht auf Verluste, manchmal gegen das Interesse des Gesamtunternehmens. Zu ein paar Kundenmitarbeitern konnte ich ein Vertrauensverhältnis aufbauen, einer hat innerlich gekündigt, ein anderer hat bereits gekündigt (er war zum 2. mal bei dieser Firma), ein Dritter überlebt, weil ihm der Schalk im Nacken sitzt und er es halbwegs mit Humor nimmt, ein Vierter hat das Glück, einen sehr guten Vorgesetzten zu haben, der sehr professionell ist und zudem Integrität und Stil hat.Das Topmanagement (Konzern) ist amerikanisch geprägt (ehemaliges PWC-management), das mittlere ist eher deutsch geprägt. Dieses Gemisch kommt bei den ausführenden Schweizer Mitarbeitern als nicht besonders schweizerisch/heimisch an.In dem Unternehmen gibt es je nach Bereich/Standort eine eher amerikanische, eine eher deutsche oder eine typisch Schweizer Unternehmenskultur. Es kommt also darauf an, wo und unter welchem Chef man sitzt, und das weiss man erst, wenn man schon drin sitzt.
War bei dieser Firma als Externer zwecks Mitarbeit an einem IT-Grossprojekt an 2 Standorten.2. "Firma bietet": zu Mitarbeiterrabatte, Betr. Kindergarten, Betriebsarzt ... keine Angabe, weil nicht bekannt.3. "Bewertungen": nicht zu jedem Punkt konnte eine Bewertung vorgenommen werden, entweder aus Unkenntnis oder Mangel an Betroffenheit.Als Externer hat man ein möglicherweise etwas emotionsloseres, nüchterneres Verhältnis zu einem Kundenunternemen und die lehrreicheren Erfahrungen. Es war in meiner bisherigen Tätigkeit als externer Berater das schlimmste Projekt und derjenige Kunde, der mit externen bzw. ehemaligen, nun outgesourcten Mitarbeitern am schlechtesten umgeht. Oberflächlich korrekt und höflich (das ist nicht dasselbe wie freundlich), subtil bzw. hinter den Kulissen geht es jedoch sehr unkorrekt zu, und das ist freundlich formuliert. Man fühlt sich wie in einer Klassengesellschaft, entsprechend unterwürfig wirkt mancher ehemaliger und jetzt externer Mitarbeiter."Die Schweizer gehen sehr pragmatisch vor und planen nicht alles zu 100% vor wie die Deutschen". Im Falle dieses Kunden heisst das, es wird nichts richtig geplant, vor allem nicht mit entsprechender Vorlaufszeit. Das Projekttagesgeschäft ist chaotisch, ohne feste Regularien, viel läuft über Zuruf und damit über persönliche Strippen, Vorgaben (schriftlicher Art) sind sehr spärlich, Informationsbeschaffung ist sehr mühsam, Zuarbeit sehr mässig. Teilprojekte werden oft nicht vorangetrieben, sondern verwaltet und notfalls Druck aufgebaut oder gar behindert, je nach Interessenlage etc. Man fühlt sich, wie wenn jemand einen am ausgestreckten Arm verhungern lassen will, bevor man fallen gelassen wird. Die Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen des Unternehmens schiessen mitunter recht munter auf sich gegenseitig und spannen zu diesen Zwecken auch externe Mitarbeiter ein (die das teilweise bereitwillig tun, da man ja mit anderen externen Dienstleistern konkurriert, weil man ja pronzipiell konkurrieren muss, und dies offen und versteckt, oder weil man seine Karriere mit allen Mitteln verfolgt und sich alles erlauben zu können glaubt). Oft ist aber auch eine externe Firma bzw. sind deren Mitarbeiter direkt Objekt(e) der allgemeinen Missgunst. Insgesamt herrscht ein subtiles Misstrauen, man fühlt sich stets beobachtet und hat immer das Gefühl, jemand möchte einen in die Pfanne hauen. Insgesamt ist dieses Gefühl nicht vollkommen unberechtigt. Es geht vermutlich auch die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust aufgrund einer zukünftigen, nicht ganz zu Unrecht befürchteten Entlassungswelle um. Mitarbeiter, die sich davor schützen möchten, tun dies u.a. auch durch ein Verhalten nach dem Motto: "Ich werde ganz sicher nicht dazu gehören, denn ich bin unverzichtbar für das Unternehmen und kann ganz genau feststellen, ob das auf andere auch zutrifft". Bestimmte Abteilungen bremsen sich gegenseitig aus und betreiben oft nur pure Politik, ohne Rücksicht auf Verluste, manchmal gegen das Interesse des Gesamtunternehmens. Zu ein paar Kundenmitarbeitern konnte ich ein Vertrauensverhältnis aufbauen, einer hat innerlich gekündigt, ein anderer hat bereits gekündigt (er war zum 2. mal bei dieser Firma), ein Dritter überlebt, weil ihm der Schalk im Nacken sitzt und er es halbwegs mit Humor nimmt, ein Vierter hat das Glück, einen sehr guten Vorgesetzten zu haben, der sehr professionell ist und zudem Integrität und Stil hat.Das Topmanagement (Konzern) ist amerikanisch geprägt (ehemaliges PWC-management), das mittlere ist eher deutsch geprägt. Dieses Gemisch kommt bei den ausführenden Schweizer Mitarbeitern als nicht besonders schweizerisch/heimisch an.In dem Unternehmen gibt es je nach Bereich/Standort eine eher amerikanische, eine eher deutsche oder eine typisch Schweizer Unternehmenskultur. Es kommt also darauf an, wo und unter welchem Chef man sitzt, und das weiss man erst, wenn man schon drin sitzt.


































