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BIG Bundesimmobiliengesellschaft 
m.b.H.
Bewertung

Toller Arbeitgeber mit, leider, massiven Problemen sich in das moderne Zeitalter zu transformieren...

4,1
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Wirklich spannende Projekte, es ist eine sensationelle und wichtige Aufgabe die Immobilien des Bundes (und somit aller SteuerzahlerInnen/BürgerInnen) zu betreuen und zu verwalten, sicherer Arbeitsplatz, zum Großteil tolle Kollegen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Es herrscht teilweise eine liebevolle, fast schon familiäre, Atmosphäre die ich sehr schätze.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die neue Homeoffice Regelung mit 75 Tagen ist absolut nicht zufriedenstellend. In der Pandemie wurden alle Mitarbeiter mehr oder weniger 2 Jahre lang intensiv ins Homeoffice geschickt. Resultat: die BIG ist nicht in Konkurs und die Arbeit wurde entsprechend erledigt. Von allen Seiten hört man, dass die Geschäftsführung stark gegen eine größere Homeoffice Ausweitung war und ist. Der Betriebsrat und die Personalabteilung kann sich hier anscheinend nicht entsprechend durchsetzen. Dabei ist das mittlerweile in vielen Konzernen Standard (3-4 Tage die Woche Homeoffice Möglichkeit - nicht Zwang!). Die BIG ist ein tolles Unternehmen. Leider wird es durch die aktuelle Führungsebene einer wirklichen kreativen Weiterentwicklung und Transformation beraubt... Modern Workplace geht anders... Die Angst vor dem großen Produktivitätsverlust haben zumeist diejenigen die selbst nicht produktiv sind... Ich sehe die Entwicklung dennoch in die richtige Richtung gehen, der anstehende Generationenwechsel wird einen zusätzlichen Schub bringen davon bin ich überzeugt.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Homeoffice, Altersschnitt in der Führungsetage massiv senken damit endlich modernere und mutigere Entscheidungen getroffen werden (wobei Jugend auch kein Garant ist, siehe österreichische Innenpolitik...), flexibler denken, sich weniger vor politischem Einfluss fürchten und wirklich unabhängig agieren... Wenn irgendwo im BMF einer hustet haben schon alle Angst... Es ist schon traurig, dass ich mich z.B. nicht traue dieses Feedback persönlich im Unternehmen zu geben und es daher anonym auf Kununu mache, ich denke das sagt viel über die Feedback Kultur im Haus, und den Umgang mit unterschiedlichen Ansichten, aus. Vielleicht ändert sich das in den nächsten Jahren noch...

Arbeitsatmosphäre

Was man so mitbekommt schwankt das in den Abteilungen sehr stark. Von "ultimative Katastrophe" bis zu "alles ist super".

Kommunikation

Regelmäßige Teammeetings oder "One on One" mit der Führungskraft gibt's bei uns sehr selten... Die wichtigsten Entscheidungen erfährt man oft aus der Presse.

Kollegenzusammenhalt

Kommt einem auch von Abteilung zu Abteilung verschieden vor... In meinem Bereich würde ich den Zusammenhalt als durchschnittlich einstufen.

Work-Life-Balance

Soweit okay, dafür muss man aber selbst sorgen. Wer sich stark engagiert wird im Laufe der Zeit mit Arbeit überhäuft während andere spazieren gehen... Wenn ihr am Jahresende mehr als 60 Überstunden habt werden Euch alle Stunden (bis auf 60) gestrichen. Also bei 150 Überstunden am Jahresende verliert ihr 90... Ob das arbeitsrechtlich wirklich in Ordnung ist kann ich nicht beurteilen, menschlich und motivationstechnisch ist es absolut nicht förderlich. Überstunden sind im Homeoffice zwar möglich (weil du sie halt machst), schreiben darfst du sie aber nicht... Das spiegelt das klassische Misstrauen der Führungsebene wider. Flexibilität vom Arbeitgeber gibt es kaum. Was in der Betriebsvereinbarung steht ist sakrosankt...

Vorgesetztenverhalten

Kommt stark auf die Abteilung an... Es gibt tolle Führungskräfte in der BIG, und dann gibts... naja... Personen ohne tiefergehende Kompetenz im eigenen Fachbereich, da scheinen Beziehungen zu genügen... Die Geschäftsführung macht teilweise enormen Druck, und das phasenweise mit einer sehr sehr unguten und unprofessionellen Art, die ich zum Teil als untergriffig bezeichnen würde. Das ist der Größe und Bedeutung des Konzerns wirklich unwürdig. Da werden LeiterInnen im mittleren Management wirklich heftig runtergemacht... Hört man immer wieder...

Interessante Aufgaben

Tolle Projekte, das erlebt man selten woanders!

Arbeitsbedingungen

Tolles Büro und tolle Kollegen, wäre dennoch lieber öfter im Homeoffice. MS Teams Meetings reichen mir.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man bemüht sich wo es geht. Homeoffice wäre halt super da viele mit dem Auto kommen auch wenn sie in Wien wohnen, weil die Öffis sind manchen ja "zu minder".. da könnte die BIG noch aufholen.

Gehalt/Sozialleistungen

Es gibt sicher einige die mehr zahlen, es gibt aber auch sehr viele die weniger zahlen...

Image

Die BIG kennt leider kaum jemand. Wenn man in der Zeitung von der ÖBAG liest steht immer "OMV, ÖBB, Post,..." aber die BIG erwähnt z.B. kaum jemand. Dabei sind wir ein wichtiger Teil der ÖBAG.

Karriere/Weiterbildung

5 Sterne für die Weiterbildung, 1 Stern für die Karriere: macht 3 Sterne. Für gewisse Leitungsposten musst schon gut "vernetzt" sein, oder vorher Assistent der Geschäftsführung werden... Die Personalabteilung macht einen tollen Job, die bemühen sich wirklich sehr!


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Mag. (FH) Josef Niki Kernmayer, Teamleitung Personalentwicklung & Recruiting
Mag. (FH) Josef Niki KernmayerTeamleitung Personalentwicklung & Recruiting

Hey! Danke für dein ausführliches Feedback und die Zeit und Herz (lese ich raus)!
Ein bissl Frust sehe ich da auch drinnen - Kein Wunder, wenn die Freiheit der Arbeitseinteilung wieder eingeschränkt wird. Aber: Mach Dir keine Sorgen, das ist ein Beginn in eine neue Ära und da ist uns auch wichtig, dass jetzt - wo es möglich ist - unsere Mitarbeiter*innen wieder ins Büro kommen. Der soziale Zusammenhalt ist uns enorm wichtig und da kann ich für den Betriebsrat und den Personalchef sprechen. Daher - vorerst wieder mehr Büro - und Vertrauen bleibt Vertrauen - egal ob im Home Office oder im Büro (dies macht keinen Unterschied...). Also lass Dich nicht frustrieren - alles wird Gut :-).

Kennst Du jemanden dem die Überstunden gestrichen worden sind? Das würde ich dann mit dem BR klären - kann ich mir nicht vorstellen. Die Regelung dient dazu, dass keiner Überstunden aufbaut in diesen Höhen - weil dies ist einfach nicht sinnvoll. Und soviel ich weiß, gibt es Gespräche bevor sowas tatsächlich passieren würde...

Wir stehen als BIG in der Öffentlichkeit - so auch unsere Geschäftsführer - und ich kann mir vorstellen, dass es für Hrn. und Fr. Österreicher kein Gutes Bild machen würde, sich auf den Lorbeeren auszuruhen ;-). Daher kannst Du Dir sicher vorstellen, dass unsere Geschäftsführung hier auch Gas gibt. Das wird ja den "Öffentlichen" manchmal vorgehalten - dass diese nur verwalten... Bei uns kann keine Rede davon sein. Es gibt immer was zu tun. Und wir haben eben nicht nur bei den Immobilienprojekten einen "State of the Art" Anspruch.

Also in Bezug auf Deine Karriere - komm einfach mal bei uns vorbei, Du hast ja einen guten Draht nehme ich an, dann können wir offen darüber sprechen, ob ein Aufstieg/Umstieg für Dich Sinn macht und in welche Richtung es gehen soll.

PS. Du kannst Dir sicher sein, dass das Thema Arbeitszeit laufend im Konzern weiter entwickelt wird. Wir prüfen genau, wie sich ein verstärktes Homeoffice auf das Miteinander im beruflichen Umfeld auswirkt. Eine verstärkte Digitalisierung verlangt auch intensive Möglichkeiten des sozialen Austausches im Büro. Wir wissen, dass unsere Geschäftsführung zu 100% hinter diesen Weiterentwicklungen steht und an einer permanenten Stärkung unserer Arbeitgebermarke arbeitet.

Liebe Grüße
Niki