Hilti Austria GmbH als Arbeitgeber

Hilti Austria GmbH

Leider ist der Mitarbeiter nichts wert, es zählt nur der Profit.

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Hilti Austria GmbH in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Image ist nach wie vor gut. Modernes Bürogebäude, Autos darf man privat nutzen, allerdings fährt man dafür auch 24/7 Werbung. Laptops und Handys sind auch gut.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Siehe Verbesserungsvorschläge.
Wenn man gekündigt hat muss man noch wochenlang seinen Unterlagen, die einem zustehen hinterherrennen. Arbeitszeugnis leider auch sehr 0815, fertige Textbausteine, die gerade mal so eine DIN A4 Seite füllen, das ist für eine Firma in dieser Größenordnung her schwach.

Verbesserungsvorschläge

Man sollte über einen Wechsel in der GF nachdenken, weniger Druck auf die MA ausüben, Wachstum auch an der Wirtschaft ausrichten und den MA Ziele geben, die sie auch erreichen können, dann klappt es auch mit der Motivation. Leute einstellen, die auch wirklich die entsprechenden Jobs machen wollen und nicht völlig überqualifizierte Studienabgänger, die 2 Jahre Außendienst durchdrücken aber jeden Tag darauf warten, etwas anderes machen zu dürfen. Generell muss den Mitarbeitern mehr Wertschätzung entgegen gebracht werden. Momentan hat man den Eindruck, der einzelne MA ist nichts wert, Kündigungen (selbst oder von AG Seite) sind leider an der Tagesordnung. Das drückt auf's Betriebsklima. Mitarbeitern, die im Guten gekündigt haben ebenfalls mehr Wertschätzung entgegen bringen und nicht "beleidigt" sein.

Arbeitsatmosphäre

Leider wird Druck immer direkt auf die unteren Mitarbeiter weitergegeben. Weicht das aktuelle Ergebnis um nur wenige Prozentpunkte vom Ziel ab, werden sofort Meetings verboten, die Außendienstler dürfen sich nicht mehr in Stores und Büro blicken lassen, egal weshalb sie da sind. Leider wird immer nur gesagt, was nicht passt, aber keiner macht sich die Mühe eine Strategie (langfristig!) zu entwickeln, wie man wachsen kann, besser werden kann, Kompetenzen aufbauen kann. Der Profit und damit der persönliche Gewinn des GF steht über allem. Die MA-Umfragen zeigen seit Jahren, dass die Leute unzufrieden sind, weil der Erfolg der MO Österreich allein dadurch erreicht wird, dass man Druck ausübt, teilweise Leute entlässt ohne richtigen Grund und unrealistische Wachstumsziele vorgibt.

Kommunikation

Es gibt schon regelmäßig Geschäftsführungsupdates (Mails etc.), regelmäßige Shopsfloors in den meisten Teams und die Kommunikation wurde auch über Intranetmeldungen im letzten Jahr verbessert. Leider läuft aber trotzdem vieles falsch und es kommen nicht alle Informationen bei den Mitarbeitern an.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der Verkaufsteams (4-8 MA) meistens recht gut, man hilft sich und nutzt die Stärken im Team. Die Atmosphäre zwischen Außendienst und Innendienst ist leider meistens sehr schlecht, Mitarbeiter im Kundenservice oder Hilti Center wollten den Außendienst-Mitarbeiter nicht helfen, auch wenn es ihre Aufgabe ist. Da ist die Zusammenarbeit leider oft sehr unangenehm.

Work-Life-Balance

Kann man sich im Außendienst meistens relativ gut selbst einteilen, teilweise werden jedoch Meetings so geplant, dass man um 05:30 Uhr im Auto sitzen muss.

Vorgesetztenverhalten

Leider werden sehr oft Mitarbeiter in Positionen befördert, für die sie eigentlich nicht qualifiziert sind, einfach nur, weil sie sich die Sympathie des GF gesichert haben. Das merkt man dann leider im Tagesgeschäft. Beförderungen hängen zu 100% vom Vorgesetzten ab, wenn man sich mit diesem also nicht versteht, hat man kaum eine Chance voranzukommen. Glücklicherweise gibt es vereinzelt immer wieder auch gute Führungskräfte, die sozial kompetent und empathisch sind. Viele davon verlassen jedoch das Unternehmen nach einiger Zeit oder "werden gegangen".

Interessante Aufgaben

Zu Beginn sind die Jobs im Außendienst spannend, wenn man das Gebiet kennengelernt hat wird es leider oft eintönig, da man in seinen Entscheidungen und dadurch auch der eigenen Verantwortung stark eingeschränkt ist, man braucht für die kleinsten Entscheidungen das OK des Vorgesetzten oder sogar der Geschäftsleitung.

Gleichberechtigung

Es gibt viel mehr Männer als Frauen, was in der Branche aber normal ist. Grundsätzlich kann man keine offensichtliche Ungleichberechtigung erkennen. In der Geschäftsführung gibt es allerdings keine Frauen und auch auf Verkaufsleiterebene nicht. Ob das nicht gewollt ist oder es keine passenden Kandidaten gibt, kann ich selbst nicht beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt wenig wirklich "alte" Kollegen, da die meisten MA nach 1-4 Jahren das Unternehmen wieder verlassen. Einige, die wirklich schon sehr lange da sind, werden allerdings beschützt und können machen was sie wollen, was für die anderen Mitarbeiter oft nicht nachvollziehbar ist.

Arbeitsbedingungen

Außendienst heißt von 8-16 Uhr mindestens durchgehend beim Kunde zu sein, am besten man ist nur vor 8 Uhr und nach 16 Uhr im Büro/Hilti Store und macht seine administrativen Tätigkeiten unterwegs im Auto. Es werden 10 Face-to-Face Kontakte pro Tag erwartet, Druck ist teilweise sehr hoch. Autos sind teilweise immer noch ohne Navi ausgestattet und generell ist die Ausstattung für Mitarbeiter, die den kompletten Tag im Auto verbringen sehr günstig gehalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

350 MA die den kompletten Tag Auto fahren, quer durchs Land um teilweise Kleinstkunden wegen EUR 50,00-Aufträgen zu beliefern/beraten... Das ist nicht unbedingt umweltbewusst.

Gehalt/Sozialleistungen

Gehalt ok, allerdings gibt es auch selten Gehaltserhöhungen. Provisionen durch völlig inakzeptable Wachstumsvorgaben leider kaum zu erreichen. Sozialleistungen wie Lebensversicherung, Unfallversicherung und Pensionskasse werden bezahlt. Gehalt kommt immer pünktlich.

Image

Image nach wie vor recht gut, aber intern sieht es ganz anders aus.

Karriere/Weiterbildung

Interne Weiterbildungen gibt es gar nicht. Ausschließlich Team-Camps etc. die mehr dazu dienen, die Strategie noch mehr zu verinnerlichen und den Team Gedanken zu stärken. Fachliche Weiterbildungen werden nicht geboten. Karrieremöglichkeiten kaum vorhaben, es werden immer mehr Studienabgänger eingestellt mit dem Versprechen, dass diese ins Marketing kommen oder Verkaufsleiter werden, aber leider gibt es nur ca. 10 Jobs im Marketing und ebenso viele Verkaufsleiter, was bedeutet, dass 150 Leute auf 20 Jobs warten. Es gibt teilweise die Möglichkeit nach Deutschland zu gehen, Mobilität, am besten weltweit wird vorausgesetzt. Schlussendlich werden die befördert, die sich beim GF beliebt gemacht haben.

Arbeitgeber-Kommentar

Nina WeigoldEmployer Branding Specialist

Liebe/r Ex-Mitarbeitende! Herzlichen Dank für deine Bewertung. Wir nehmen uns dein Feedback zu Herzen und wünschen dir für deinen weiteren Lebensweg alles Gute. Liebe Grüße, dein Hilti Austria HR Team