Universität Graz / University of Graz als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

Nach etlichen Jahren noch immer negativste Überraschungen.

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Universität Graz in Graz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Wenn man was mit Außenwirkung sucht und mit den fixen Gehaltsschemata sein Auskommen findet, ok.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Größe macht Unübersichtlichkeit und fördert Fehlentwicklungen.

Verbesserungsvorschläge

Aufgrund der Größe des Betriebes halte ich persönlich eine Änderung der etablierten Fehlentwicklungen für kurzfristig nicht machbar. Die Evaluierung müsste dahingehend geändert werden, dass das Bild der einzelnen Bereiche nicht nur über Gespräche mit den Verantwortlichen geführt werden, denn jemand der Mist baut, wird das kaum als Leistung offen legen. Im Zuge dessen müssten auch Dienstanweisungen, welche Untergebenen einen Maulkorb auch gegenüber der Revision umhängen, explizit ausgehebelt werden.

Arbeitsatmosphäre

Bedrückend, wenn man auf den Job als Lebensunterhalt angewiesen ist und so manches über sich ergehen lassen muss.

Kommunikation

Stark abhängig davon, wo man ist. Aber es geht auch ohne Teambesprechungen und Transparenz.

Kollegenzusammenhalt

Ein florierendes Biotop für problematische Charaktere. Selbst Leute mit offen ausgelebten Aggressionsproblemen genießen unter wohlwollenden Vorgesetzten Narrenfreiheit.

Work-Life-Balance

Offiziell Gleitzeit, tatsächlich Druck präsent zu sein bzw. immer telefonisch erreichbar zu sein (Mittagspause, was ist das?).

Vorgesetztenverhalten

Äußerst problematisch, da keine Führungskräftequalifikation von den eingesessenen Vorgesetzten eingefordert wird und in dieser Hinsicht keinerlei Evaluierung erfolgt. Grenzwertiges Hinterschnüffeln am Arbeitsplatz und am Arbeitsplatz-PC über Administratorzugänge oder gleich dem Einfordern der persönlichen Benutzerpasswörter kein Einzelfall, d.h. persönliche Unterlagen dienstlicher Natur die den Vorgesetzten oder von ihm Autorisierte nicht zugänglich sein sollen (z.B. Unterlagen für die Arbeitsmedizin, Gehaltszettel, Einreichunterlagen sehr persönlicher Natur) darf man nicht unversperrt verwahren oder gar auf dem Dienst-PC liegen lassen. Mitarbeitergespräch habe zumindest ich trotz langjähriger Tätigkeit kein einziges geführt, wurde lediglich ein einziges Mal vor einigen Jahren vom Vorgesetzten dazu angehalten ein solches zu bestätigen ohne es geführt zu haben. Ich erlebe aktuell eine Mitarbeiterführung die über Drohungen abläuft (Jobverlust angedroht), bin in der jüngeren Vergangenheit lautstark bebrüllt und brutal von Arbeitsgruppen ausgeschlossen worden (Bossing/Mobbing), mir wurden so ziemlich alle halbwegs abwechslungsreichen Aufgaben entzogen, kein Schutz vor Mobbing.

Interessante Aufgaben

Hängt davon ab, ob man dem Vorgesetzten zu Gesicht steht, ansonsten wird man mit dem Müll abgespeist, für den sich favorisierte Rosinenklauber zu schade sind. Über zu leistenden Arbeitsaufwand zur Erfüllung von Aufgaben fehlt oft jegliches Bewusstsein auf so mancher Vorgesetztenseite, man wird regelrecht verheizt.

Gleichberechtigung

Es gilt das Prinzip der Gleicheren. Hinzu kommt die starke hierarchische Ordnung nicht nur innerhalb der Akademiker sondern vor allem zwischen Akademikern und Allgemeinem Personal. Bei Zugehörigkeit zu letzterem gehört man überwiegend der untersten Kaste an und kriegt das immer wieder recht drastisch zu spüren.

Umgang mit älteren Kollegen

Gerade im Allgemeinen Bereich läuft noch ein Austausch gegen junge Akademiker, die sich nicht gerade durch Kollegialität auszeichnen. Man darf noch den Coach spielen für die 'überqualifizierten' Jungspunde bevor man offen mit der Abservierung konfrontiert wird.

Arbeitsbedingungen

Schlechter geht immer. Lärm, Zugluft und Sommerhitze sind in meinem Fall seit meiner letzten Übersiedlung vor ein paar Jahren ein massives Problem, da die Fenster und Türen auch in geschlossenem Zustand diesen nicht erreichen. In den letzten Sommern kam ich immer locker an die 30 Grad Celsius, trotz Dunkelhaft mit heruntergelassenen Rollläden, wobei zu solchen Zeiten die morgendliche Abkühlung auf kaum unter 25 Grad sinkt und nur bis zum Vormittag dank fast ganztägiger Sonneneinstrahlung anhält. Der rauchfreie Arbeitsplatz ist zumindest für meine Arbeitsplatzsituation auch immer wieder nur eine Theorie.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Diverse Papiere sind nett, der Alltag sieht anders aus. Aus meinem unmittelbarem Umfeld erlebt: Teekochen durch volles Aufheizen eines ganzen Unterschrankboilers (5l Wasser aufkochen für ein Häferl Tee, der Rest landet kochend heiß im Abfluss). Lichtabdrehen ist ein Fremdwort. Das Entsorgen von Aschenbecher-Inhalten erfolgt 'umweltfreundlich' übers WC. PCs laufen durch (das mit der Brandschutzordnung ist auch so eine Theorie welche für Gleichere nicht gilt). Selbst im Winter bleiben Fenster über voll aufgedrehten Heizkörpern über Nacht oder gleich übers Wochenende offen (das fällt hofseitig hinter Fensterläden von außen nicht auf). Die baulichen Voraussetzungen für Energiesparen sind gerade in alten Gebäuden nicht immer gegeben. Was über die PR-Abteilung nach außen transportiert wird erreicht die Belegschaft nicht immer, abhängig vor allem vom Vorgesetztenverhalten (Vorbildwirkung, Unterweisungen an das zugeteilte Personal, Kenntnisse der Regeln und Grundsätze durch die Vorgesetzten selbst - wenn das fehlt treten solche beispielhaft geschilderten Unsitten auf).

Gehalt/Sozialleistungen

Das einzige, wo der unmittelbare Vorgesetzte nicht runterschrauben kann, auch wen einem Extraaufgaben aufgedrückt werden, die auch mal über Einstufung liegen, Extrastunden abfordern und eigentlich eine Sonderzahlung wert wären.

Image

Was nach außen hin als Bild transportiert wird, entspricht nicht immer den vorfindbaren Realitäten.

Karriere/Weiterbildung

Wer unten ist, bleibt unten, jedwege Bestrebungen dagegen werden unterbunden. Weiterbildung wird toleriert solange sie nicht auf ein Höherstreben schließen lassen (ich selbst hätte gerne auf dem Sprachsektor was gemacht, doch im Vorfeld hieß es schon mit leicht aggressivem Unterton 'Wozu brauchst das denn?'). Das Weiterbildungsprogramm als solches ist verbesserungswürdig, Benimmkurse wären dringend angebracht, damit zur Abwechslung mit so Kleinigkeiten wie Anklopfen, Grüßen etc. gepunktet werden kann.

Arbeitgeber-Kommentar

Ihr TeamPersonal- und Organisationsentwicklung

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