LKW WALTER als Arbeitgeber

LKW WALTER

Hinter den Kulissen

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Lkw Walter in Wien gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Wofür möchtest du deinen Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation loben?
Mitte März wurde ein Großteil der Mitarbeiter spontan in Homeoffice geschickt. Weiters wurden einige Wochen später Desinfektionsspender im Bürokomplex montiert.
Was macht dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation nicht gut?
Die Infektionszahlen in Österreich steigen derzeit massiv an. Die Reaktion des Arbeitgebers darauf ist alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice per sofort wieder zurück ins Büro zu holen. Durch die Gegebenheiten von Großraumbüros - ein äußerst bedenkliches Vorgehen.
Wie kann dich dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation noch besser unterstützen?
Die Rücknahme von Schutzmaßnahmen (Sitzordnung mit Abstand, Möglichkeit zu Homeoffice, berufliche Reisetätigkeiten wieder einschränken) nochmals überdenken. Ohne diesen vermeidbaren, zusätzlichen Sorgen aufgrund der Situation wären die Mitarbeiter sicher uneingeschränkt produktiver.

Arbeitsatmosphäre

Der Lautstärkepegel des Großraumbüros (in Größenordnung 100+ Personen im Raum) beeinträchtigt die Atmosphäre sehr.

Kommunikation

Ein Punkt in dem wahrscheinlich viele Unternehmen Nachholbedarf haben und immer etwas dazugelernt werden kann. Allerdings ist hier der Nachholbedarf dringender denn je. Mitarbeiter werden zwar laufend mittels Rundschreiben informiert, allerdings erst im Nachhinein. Das Motto läuft eher in die Richtung, desto weniger wir informieren, desto weniger wird über ein Thema selbstständig nachgedacht. Außerdem wird gerne mit der Angst von Mitarbeitern gespielt.

Kollegenzusammenhalt

kommt aufs Team an, ich kann mich hier überhaupt nicht beklagen ganz im Gegenteil. Anders sieht es Teamübergreifend aus und extreme Abgründe gibt es in der Abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit. Für den Unternehmenserfolg wäre es sicher besser würden alle Abteilungen am selben Strang ziehen anstatt in verschiedenste Richtungen.

Work-Life-Balance

Fixe Arbeitszeiten - zusätzlich geleistete Überstunden werden mit einer jährlichen Prämie abgegolten.
40 Stunden private Abwesenheit werden jedem Mitarbeiter zur freien Verfügung gestellt, dies ist ein kleiner Versuch das Gefühl von Gleitzeit dem Mitarbeiter zu vermitteln. So rosig es auch klingt wird es im Alltag jedoch nicht gelebt. Durch das Fehlen eines Zeiterfassungstools wird der Hauptaugenmerk rein auf die Anwesenheit im Haus gelegt. Wer mehr Zeit im Gebäude verbringt wirkt somit angesehener und produktiver. Arbeiten die man nicht "sieht" existieren somit kaum.

Vorgesetztenverhalten

Grundsätzlich kann man jederzeit das Gespräch mit seinen direkten Vorgesetzten suchen, doch auch ihnen sind in vieler Hinsicht die Hände gebunden. Bevor Entscheidungen getroffen werden, werden sie von Stelle zu Stelle delegiert. Es macht oft den Anschein als wünsche man sich durch dieses Vorgehen, dass auf ein Ergebnis vergessen wird. Resignation macht sich demnach oft breit.

Interessante Aufgaben

Das Aufgabengebiet gestaltet sich durchwegs interessant und vielfältig.

Gleichberechtigung

Kaum bis gar keine Frauen in führenden Positionen.

Umgang mit älteren Kollegen

Das Unternehmen setzt im Schnitt auf eine junge Belegschaft, es gibt nur wenige ältere Kollegen - diese fühlen sich aber scheinbar wohl.

Arbeitsbedingungen

Die Technik ist auf dem Neuesten Stand, die Arbeitsplätze sind meist mit 2 Bildschirmen ausgestattet. Wie schon in einem früheren Punkt erwähnt, sind die Großraumbüros mit einer Größe von 100+ Personen pro Raum viel zu groß und der Lautstärkepegel oftmals unaushaltbar. Auch der Teppichboden, mit dem jedes Büro ausgestattet ist, dämpft die Lautstärke nicht und stellt eher ein Problem aufgrund der schwierigen Reinigung dar.

Gehalt/Sozialleistungen

Das Gehalt kommt pünktlich. Es gibt eine Firmenkantine deren Preise in Ordnung sind, aufgrund der Größe der Kantine ist ein Gespräch unter Kollegen während dem Mittagstisch kaum möglich -> Lärm!

Image

Nach außen hat das Unternehmen sichtlich ein gutes Image, betrachtet man es allerdings von Innen näher, stellt sich bald heraus, dass sehr,sehr veraltete Denkweisen gepaart mit Misstrauen dem Mitarbeiter gegenüber den Ton angeben.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeit sich weiterzubilden ist gegeben. Es gibt ein internes Kursangebot für Mitarbeiter des Hauptgeschäftsbereichs. Auch gibt es die Möglichkeit für sich interessante Weiterbildungsangebote beim Vorgesetzten einzureichen und nach einem langen, undurchschaubaren Genehmigungsprozess (wenn man ausdauernd dahinter ist) werden diese auch in der Regel genehmigt.

Arbeitgeber-Kommentar

HR-TeamHuman Resources

Sehr geehrter Kollege, sehr geehrte Kollegin,



wir bedanken uns, dass Sie sich die Zeit für ein ausführliches Feedback genommen haben!



Nahezu alle Kolleg*innen unserer IT arbeiten seit Mitte März durchgehend ohne Kurzarbeit im Home-Office. Auch wenn wir nun gebeten haben, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter*innen aufgrund der hohen Auftragslage und Auslastung sukzessive wieder ins Office zurückkehrt, wird unser Corona-Krisenstab weiterhin wachsam die Entwicklung der Pandemie beobachten und die bisher sehr erfolgreich gesetzten Schutzmaßnahmen, weiter vorantreiben. Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen, wie auch unserer Unternehmens-Gemeinschaft hat weiterhin oberste Priorität.



Bitte sprechen Sie Ihren direkten Vorgesetzten – alternativ auch uns in HR oder den Corona-Krisenstab – aktiv an und sagen Sie uns „wo der Schuh drückt“. Wir werden uns bestmöglich bemühen, Sie zu unterstützen.



Eine Anmerkung zu den Großraumbüros: Aufgrund der laufenden Evaluierung und nicht zuletzt auch aufgrund des Wachstums unserer Konzern-IT hat der Vorstand beschlossen, das Bürogebäude mit Baubeginn 2021 weiter aufzustocken. Wir sind guter Dinge, dass dieser mittlerweile dritte Ausbau in den letzten beiden Jahrzehnten, ein weiterer Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität sein wird.



Bezüglich der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit bitte ich Sie vor Ort um Ihre aktive Hilfe. Unterstützen Sie die Kolleg*innen in dem Sie Verbesserungspotentiale direkt ansprechen. DANKE! Wie Sie vielleicht schon selbst erlebt haben, ist es nicht immer leicht die Perspektive zu wechseln und eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. In vielen Fällen ist es möglich die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gemeinsam zu verbessern.



Wir wollen uns in vielen Bereichen ständig weiter entwickeln und haben Workshops, Fokusgruppen und Projekte zur Verbesserung der Kommunikation, Chancengleichheit und Führungsqualität. Gerne würde ich mich diesbezüglich mit Ihnen austauschen. Bitte melden Sie sich bei mir – auch anonym – per Email.



Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!



Jan Michael Ehrenreich

Head of Human Resource Management