Workplace insights that matter.

Login
Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Logo

Deutsche Apotheker- und Ärztebank 
eG
Bewertung

In der Krise zeigen sich die Prioritäten - Präsent beim Kunden und Mitarbeiter austauschbar

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Deutsche Apotheker- und Ärztebank in München gearbeitet.

Wofür möchtest du deinen Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation loben?

Schnelle und zügige Information. Außerdem ein gigantisches Angebot für die Kunden in der Krise (Webinar, LiveSendungen usw)

Wo siehst du Chancen für deinen Arbeitgeber mit der Corona-Situation besser umzugehen?

Die Zentrale nutzt ziemlich viele Möglichkeiten wie HomeOffice etc.. In München werden Präsenztermine erwartet und HomeOffice nur in Ausnahmefällen. Andere Banken schicken Ihre Mitarbeiter ins HomeOffice um Stärke zu zeigen, dass es auch ohne physische Präsenz geht. Die apoBank lässt die Filialen offen um Stärke zu zeigen. Damit setzten man den Mitarbeiter absichtlich, obwohl es vermeidbar wäre, Risiken aus. Das Managements des Südens ist selbst sofort ins HomeOffice gegangen. Die Mitarbeiter dürfen es aber nicht, da er ihnen offenkundig nicht vertraut. Ein starkes Zeichen in einer solchen Krise. Hier sieht man was die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter wert ist.

Wie kann dich dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation noch besser unterstützen?

Den Mitarbeiter zeigen, dass sie einen Wert haben.

Arbeitsatmosphäre

Je nach Team kann es sehr gut sein. Verlässt man das jeweilige Team oder kommt ins falsche, dann sieht es nicht gut aus. Lob geht nur mit anschließenden Tadel. Konkurrenzdenken und Intrigen sind an der Tagesordnung. Die Bank führt zunehmend mit Angst. Der Tenor ist: Die Digitalisierung ersetzt euch. Wenn ihr nicht verkauft, verliert ihr euren Job. Motivation wohl falsch verstanden.

Kommunikation

Infos kommen per Mail regelmäßig und teilweise dreifach. Sehr viele Meetings

Kollegenzusammenhalt

Kommt darauf an in welches Team man kommt. Teilweise sehr gut. Teilweise fördern die Führungskräfte Konkurrenzdenken, was ziemlich kontraproduktiv ist.

Work-Life-Balance

Ausgezeichnet für die Vereinbarkeit Familie + Beruf. Das stimmt vielleicht in Düsseldorf. Das Management des Süden hält nichts von Elternzeit und überhaupt nichts von HomeOffice. Neue Arbeitsmethoden und damit eine vernünftige Work-Life-Balance kaum möglich. Erwähnt sei, dass die Bank, aber ausreichend Möglichkeiten bietet, aber von gewissen Leuten in bestimmten Regionen nicht gewünscht ist.

Vorgesetztenverhalten

Fast alle Teamleiter machen hier einen guten Job. Leider richtet sich vieles nach „politischen Zielen“ und Eigeninteressen. Aber auch hier gibt es sehr starke negative Ausschläge und neue Ansätze sind nicht gern gesehen.

Interessante Aufgaben

Tolle Kunden in einer spannenden Branche. Bei den eigenen Kunden kann man sich austoben, wenn ihr Geschäft macht. Interessante Projekte laufen in Düsseldorf. In München hat man kaum Einfluss darauf etwas zu verändern. Für die Kunden wird sehr viel gemacht.

Gleichberechtigung

Die Bank bemüht sich sehr hier keinen Unterschied zu machen. In den Zahlen schlägt sich das aber nicht nieder.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Bank ist bemüht und macht aus meiner Sicht nichts absichtlich negatives.

Arbeitsbedingungen

Die Hardware ist okay. Die Software, die kommt ist eine Katastrophe. Der Rest passt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Newsletter und Beiträge im Intranet sind da. Darüber hinaus feiern wir Oldtimer-Rallyes und zeigen vor Ort kaum Engagement.

Gehalt/Sozialleistungen

Fair

Image

Bei Kunden okay. Bei Branchenkollegen sehr schlecht.

Karriere/Weiterbildung

Rein organisatorisch gibt es keine großen Möglichkeiten in München. Wirkliche Entwicklungsgespräch finden nicht statt. Wie immer kommt der weiter, der seiner Führungskraft nahe steht.

Arbeitgeber-Kommentar

Uwe PaulLeiter Regionalfiliale München

Liebe Kollegin bzw. lieber Kollege,

zunächst möchte ich mich für die Bewertung bedanken, auch wenn sie kritische Hinweise enthält. Gerne möchte ich diese Hinweise als Leiter der RF München kommentieren, um ggf. ein wenig mehr Transparenz zu schaffen und die Sicht der Dinge aus meiner Perspektive zu schildern. Da ich formal erst seit 1 Woche die Verantwortung trage, bitte ich auch hier um Nachsicht, dass sich bestimmte Dinge nicht sofort ändern (lassen):
Arbeitsatmosphäre:
Wenn es die von Ihnen geschilderten Zustände gibt, so verurteile ich diese. Das gehört nicht zu meinem Führungsverständnis, ebenso das (vermeintliche) Führen mit Angst. So können und werden wir keinen nachhaltigen Erfolg haben. Meine Bitte ist, diese Themen auch anzusprechen, denn nur so kann Abhilfe geschaffen werden.

Vorgesetztenverhalten:

Es zählt auch das vorher Geschriebene. Führen ist ein Prozess, in dem man auch mal Fehler macht. Konstruktiven Vorschlägen für Verbesserungen stehen wir immer aufgeschlossen gegenüber. Leider lässt sich nicht alles realisieren, dann gibt aber auch ein Feedback, warum und weshalb.

Kollegenzusammenhalt:

Schön, dass es überwiegend gut läuft. Wir müssen uns als gemeinsames Team der RF München begreifen. Gesundes (!) Konkurrenzdenken im sinne von sportiver Wettkampf ist hilfreich, zu viel davon kontraproduktiv.

Interessante Aufgaben:

Auch in der Zukunft wird die Bank interessante Projekte initiieren, in die sich MAinnen auch aus München gerne einbringen können.

Kommunikation:

Aktuell sind coronabedingt Telefonkonferenzen und Mails leider das einzig mögliche Mittel der Kommunikation. Nach Rückkehr zu normalen Zeiten werden Meetings nur in notwendigen Ausprägungen stattfinden.

Gleichberechtigung:

Ich nehme das Thema sowohl bei uns als auch in der Bank als ein absolut wichtiges wahr. Wenn sich das in den aktuellen Strukturen noch nicht wiederfindet, so liegt es daran, dass auf Positionen Menschen arbeiten, die ihren Job gut verrichten. Hier gibt es keine Veranlassung, etwas zu verändern, nur damit die Quote stimmt.

Umgang mit älteren Kollegen:

Hier nehme ich einen gleichmäßig respektvollen Umgang mit älteren Kollegen wahr. Im übrigen zähle ich auch dazu (leider)…

Karriere / Weiterbildung:

Die Nähe (oder Nichtnähe) zu Vorgesetzten darf und wird kein Kriterium für Möglichkeiten zur Weiterbildung sein. Karrieremöglichkeiten sind in einer überschaubaren Einheit in der Tat nur eingeschränkt gegeben, bei Bereitschaft zur Mobilität und Leistung sind Karrierechancen in der Bank stets vorhanden.

Arbeitsbedingungen:

Die alte Software wäre ohnehin abgeschaltet worden, also war die Bank gezwungen, sich nach einem Anbieter umzuschauen, der unseren Anforderungen als EZB-geprüfte Bank entspricht. Der zukünftige Anbieter ist in einem langwierigen Prozess ausgewählt worden, an dem sehr viele Entscheider im Haus beteiligt waren. Ich rate dazu, abzuwarten und sich gut vorzubereiten, dann wird das schon.

Umwelt- und Sozialbewusstsein:

Die Bank unterstützt sehr viele soziale Projekte und hat eine eigene Stiftung, mit der Personen oder Institutionen aus dem Heilberufssektor bzw. nahen Sektoren in Not unterstützt werden. Wir in München unterstützen finanziell auch diverse soziale Projekte unserer Kunden, jedes Jahr mit nicht unerheblichen Summen. Kommen Sie zu mir, ich zeige es Ihnen. Wenn Sie ein soziales Projekt in München unterstützen wollen, gerne. Die Oldtimerrallye ist ein Event für Kunden mit eigenem Oldtimer. Diese fahren auch so, ob wir eine Veranstaltung durchführen oder nicht. Aber es macht mehr Spaß, zusammen ein solches Event anzuhalten. Deswegen findet es statt.

Work-Life-Balance:

Zum Thema Elternzeit: Dies ist ein gesetzlicher Anspruch, hier gibt es nichts "nichts von zu halten" oder ähnliches. Ich bin selber Vater einer kleinen Tochter, ich habe Verständnis hierfür, glauben Sie mir.
Zum Thema "Home-Office (HO)": Hier bringen Sie möglicherweise die Begrifflichkeiten durcheinander: HO bedeutet die komplette Einrichtung eines Arbeitsplatzes incl. aller arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen bei jedem Arbeitnehmer/in. Dies bietet die Bank in der Tat nicht an, da wir überwiegend am Kunden arbeiten und nicht überwiegend zuhause, verbunden mit hohen Investitionen. Sie meinen vermutlich "mobiles Arbeiten". Dies wird von uns selbstverständlich ermöglicht, insbesondere in jetzigen Zeiten.

Image:

We try hard…

Verbesserungsvorschläge:

Jeder Mitarbeiter/in ist wertvoll und ich möchte eine langfristige Bindung an die Bank ermöglichen, insbesondere im Interesse unserer Kunden und auch im Interesse einer langfristig sicheren Stellung für den/die MAinnen.

Contra:

Niemand in der Bank setzt irgendeine/n MAin dem Risiko von Ansteckungen aus, wir haben diverse Sicherungsmaßnahmen eingezogen (Abstandshalter und Spuckschutz am Schalter, Splittinggruppe, ausreichend Desinfektionsmittel udgl.). Unser Job bleibt nun aber mal "am Kunden" und unsere Kunden danken es uns. Das Management des Südens arbeitet (teilweise, ich nicht) in der Tat mobil, dies aber auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstands, um eine sog. "mobile Reserve" für Führungskräfte zu haben, für den Fall der Erkrankung anderer FK. Alle unsere MAinnen sind wertvoll und wichtig und wir wären schlecht beraten, wenn wir Ihre Gesundheit mutwillig aufs Spiel setzen.

Ich hoffe, mit diesen Ausführungen Transparenz sowohl für Sie als auch die mitlesende Community geleistet zu haben und bedanke mich für Ihre offenen kritischen Worte.