Vertrauen und Führungskompetenz wird hier täglich abgebaut - genauso wie die Mitarbeitenden.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gute Lage, kollegiales Miteinander, die Teams stehen hinter dem Produkt und haben Freude daran.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben. Achja... und die teilweise gefakten positiven Bewertungen, um die Quote zu verbessern. Arbeitet lieber mal ehrlich nach innen. ;-)
Verbesserungsvorschläge
Einiges Verbesserungspotenzial, s.o. In diesem Unternehmen wird sich so nichts ändern, solange sich der Geschäftsführer zwar Feedback anhört, dieses aber nicht ernst nimmt. Wer nicht zum "Inner Circle" gehört, wird bei Meinungsverschiedenheit gegangen.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn ist alles toll und freundlicher Schein. Fakt ist: Der Geschäftsführer legt viel Wert auf eine äußere, äußerst positive (Selbst-)Darstellung, was sich aber nicht im Arbeitsumfeld widerspiegelt. Es gibt aktuell keine vernünftige Personalplanung und eine permanente Unsicherheit aufgrund der ständigen Reorganisationen und der häufigen Entlassungen. Wohin "verschwinden" denn plötzlich zahlreiche Mitarbeiter von heute auf morgen? Das schafft ein Klima der Angst und des Misstrauens, in dem die Mitarbeiter sich nicht sicher fühlen, wie es in der Zukunft für sie weitergeht.
Kommunikation
Es wird versucht, zu kommunizieren. Allerdings vergessen, welche Reihenfolge sinnvoll ist. Der Flurfunk lebt durch und durch, mit getrieben von der Geschäftsführung, einzelnen Führungskräften und der Personalabteilung.
Aktuell fällt es schwer, ein klares Bild davon zu bekommen, wie es mit dem Unternehmen weitergeht und welche Prioritäten gesetzt werden. Infolgedessen wird das Arbeitsumfeld zunehmend von Frustration und Verunsicherung geprägt.
Kollegenzusammenhalt
Das Team macht Spaß, aber man muss auch aufpassen, einige nutzen Informationen zu ihrem eigenen Vorteil und um sich gut beim Geschäftsführer darzustellen, daher sollte man nicht jedem alles erzählen.
Work-Life-Balance
Wer nicht früh kommt und spät geht, arbeitet nicht. Homeoffice "mobiles Arbeiten" geduldet, aber nicht gewünscht. Nur wer vor Ort ist, ist sichtbar und arbeitet wirklich.
Vorgesetztenverhalten
Die wenigsten Vorgesetzten stehen für ihre Mitarbeiter ein. Es wird das umgesetzt, was der Geschäftsführer vorgibt. Teilweise dürfen oder können die Führungskräfte keine eigenen Entscheidungen treffen, denn sie werden regelmäßig durch die Geschäftsführung wieder verändert nach Nasenfaktor und Tagesform...
Interessante Aufgaben
Spannende Branche, abwechslungsreiche Aufgaben. Man darf viel ausprobieren. Teilweise Vorgaben durch den Mutterkonzern, diese werden dann aber versucht, mitarbeiterfreundlich umzusetzen.
Gleichberechtigung
Viele Nationen, unterschiedliche Menschen.
Umgang mit älteren Kollegen
Es könnten mehr Teilzeitmodelle für verschiedene Lebensphasen angeboten werden, Infoprogramme über die Pflege von Angehörigen, Altersteilzeit usw.
Arbeitsbedingungen
Modernes Gebäude, im Sommer durch die Glasfassade sehr heiß. Überwiegend höhenverstellbare Schreibtische, Laptops mit Dockingstations, Fernseher in den Besprechungsräumen. Schöne Dachterrasse.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was nützt Mülltrennung, wenn vor der Türe alles zusammengeworfen wird? Derzeit keine Initiativen zum Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement.
Gehalt/Sozialleistungen
Branchenübliche faire Vergütung, allerdings auch oft Nasenfaktor. Wer gut verhandelt, bekommt mehr. Wen der Chef mag, der bekommt mehr. Oft wird die Belegschaft auch monatelang vertröstet und die Gehaltserhöhung "ausgesessen".
Image
Variiert je nach Kunde.
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nur auf Einzelnachfrage, Führungskräfte gehören ebenfalls geschult, hier gibt es nichts an Weiterbildung und auch keine Fortschritte/Veränderungen erkennbar. Derzeit werden Führungskräfte eher degradiert oder Mitarbeiter ohne Erfahrung zu Führungskräften gemacht und dann nicht mal geschult. Und mit Schulung sind echte Schulungen gemeint, keine "internen Transformationsbegleitungen" durch unerfahrene Kollegen.

