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Firma bwcon GmbH
Stadt Stuttgart
Beworben für Position Projektassistent/-in Europäische Innovationsprogramme
Jahr der Bewerbung 2015
Ergebnis selbst anders entschieden

Kommentar

Das Bewerbungsverfahren, das ich bei der bwcon GmbH erleben musste, ist mir zuvor noch nie begegnet.
Dies bezieht sich vorrangig auf den gesamten Bewerbungsprozess. Für das Bewerbungsgespräch mussten eine Präsentation vorbereitet, 2 Artikel und mehrere Internetseiten studiert sowie ein Video angesehen werden. Alles in allem, also ein überdurchschnittlicher Aufwand für ein Gespräch.
Das Gespräch an sich lief relativ normal ab. Was danach folgte, war jedoch von Unprofessionalität nicht zu überbieten. Im Gespräch wurde gesagt, dass man sich in 3 Wochen melden würde, da noch weitere Kandidaten folgen würden. Diese sehr lange Wartezeit wurde jedoch nicht eingehalten, da ich nach 5 Tagen einen Anruf erhielt um 2 weitere Fragen zu klären und um mir anschließend eine Zusage zu erteilen.
Zum einen wurde der Eintrittstermin nochmals besprochen. Obwohl ich nach der Aussage im Bewerbungsgespräch erst mit einer Rückmeldung nach 3 Wochen gerechnet hatte, sollte ich nun in der darauffolgenden Woche bereits beginnen (5 Tage später!!). Weiterhin wurde das Gehalt besprochen und meine eigentliche Forderung um einen erheblichen Großteil nach unten gedrückt.
Mir wurde ein Entscheidungsraum von nur einem Tag gewährt, denn 5 Tage später sollte es ja jetzt schon losgehen. Aufgrund meiner bisher noch geringen Berufserfahrung sagte ich schließlich einen Tag später zu. Meine Frage, wann ich dann nun einen Vertrag sehen würde (es waren ja nun nur noch 4 Arbeitstag bis zum geplanten Starttermin), wurde mir mitgeteilt, dass dieser wohl erst Ende der Woche geschickt werden könnte. Aber ich könne ihn dann direkt am Montag zum Arbeitsbeginn mitbringen. Mir wurde somit keine Zeit oder Chance gegeben, den Vertrag einzusehen bzw. bei Nachfragen oder Einwänden nochmals Kontakt aufzunehmen. Es wurde direkt davon ausgegangen, dass ich diesen ohne zu Zögern unterschreiben würde und bei Arbeitsbeginn mitbringen würde.
Bis dahin gab es keine Informationen zu Überstunden, Urlaub, Arbeitszeiten etc.
Im Laufe des Tages entdeckte ich daraufhin eine Buchungsbestätigung für eine Hotelbuchung über 2 Tage in meinem privaten E-Mail-Postfach und eine Mail des Unternehmens, die mich darauf hin wies, dass die Geschäftsreise nach Brüssel nächste Woche nun gebucht sei und ich mich nun noch selbst um eine Zugfahrt kümmern müsste.
Das Unternehmen hatte mich weder darauf hingewiesen, dass der Job einen umfangreiche Reisetätigkeit beinhalten würde, noch wurde ich über ein Meeting in Brüssel informiert oder gefragt, ob eine geschäftliche (!!!) Hotelbuchung mit meiner privaten E-Mail-Adresse in Ordnung ist. Ich wurde nicht gefragt, ob ich überhaupt Zeit für eine mehrtägige Geschäftsreise habe. Meine privaten Termine waren nicht relevant. Informationen zu dem Meeting oder meiner Aufgabe dabei erhielt ich ebenfalls nicht. Dass hier eine Reise ohne mein Wissen gebucht wurde und ohne mir vorab umfangreiche Informationen zum Arbeitsverhältnis oder zumindest einen Arbeitsvertrag zu schicken, ist für mich unverständlich.
Daraufhin rief ich im Unternehmen an und bat um weitere Informationen, die mir die Kollegin leider nicht geben konnte, da sie selbst nicht über das Meeting Bescheid wusste. Tags darauf wurde ich von der verantwortlichen Person zurückgerufen. Dieser Anruf war schließlich die Krönung der Unprofessionalität und Unfähigkeit des Unternehmens, gesundes Bewerbermanagement zu betreiben.
Anstatt sich für die ungefragte Herausgabe meiner privaten E-Mailadresse zu entschuldigen, wurde mir vorgeworfen eine unfähige und überforderte Bewerberin zu sein, denn so liefe das bei ihnen eben. Weiterhin wurde erst in diesem Gespräch erwähnt, dass eine Reisetätigkeit von mindestens einer Reise pro Monat gefordert ist. Dies stand weder in der Stellenausschreibung noch wurde es im Bewerbungsgespräch erwähnt – auch auf explizite Nachfrage nicht. Weiterhin hieß es man müsse sich nicht rechtfertigen und ich solle die Dinge (also auch die ungefragte Reisebuchung) akzeptieren, sonst wäre ich die Falsche. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass man sich nun nicht mehr sicher sei, ob ich die Richtige wäre und man wieder nach neuen Bewerbern suchen würde. Eine Lösung des Konflikts wurde abgelehnt.
Die folgenden Punkte fassen meine Erfahrungen zusammen:
- Respektlosigkeit im Umgang mit den Bewerberdaten (ungefragte Reisebuchung mit meiner privaten Mailadresse)
- Keine Transparenz bei wichtigen Informationen (Reisetätigkeit, vertragliche Gegebenheiten etc.)
- die Nichtherausgabe des Vertrags, obwohl ein Zusage nach nur einem Tag Bedenkzeit und ein Arbeitsbeginn nach nur 5 Tagen gefordert wird
- Keine Intention, Konflikte zu lösen und völliges Fehlen von jeglicher Selbstreflektion
- Kein gesundes Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis absehbar (Bewerber soll schnell zusagen und anfangen, auf der anderen Seite fehlt der Vertrag und die Basisinformationen des Geschäftsverhältnisses)
- Absolute Nicht-Wertschätzung der Bedürfnisse und Interessen des Bewerbers; kein Gespür für Zwischenmenschliches
Seit dem Telefonat (Januar 2015) habe ich von diesem Unternehmen nichts mehr gehört. Das ist meiner Meinung nach auch kein Umgang mit einem Bewerber. Die zahlreichen Grenzüberschreitungen und der Unwillen, einen Konflikt vorab zu lösen, zeugen nicht von einem Unternehmen, in dem man später gerne arbeiten möchte.

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