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Computec Media AG Erfahrungsbericht

  • 29.Aug. 2018 (Geändert am 07.Sep. 2018)
  • Mitarbeiter

Endstation Tristess

1,15

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre ist grausig. Man spürt bereits durch bloße Anwesenheit, dass hier die Luft seit Jahren raus ist. Die Branche lacht über dieses Unternehmen und jeder, der dort arbeitet, sollte es besser niemandem verraten und wenn, dann bloß nicht über Atmosphäre und Zustände sprechen.

Vorgesetztenverhalten

Wenn es überhaupt noch Vorgesetzte gibt (die meisten wurden ausradiert), haben diese den Auftrag, die irrwitzigen Vorstellungen der Geschäftsführung durchzudrücken. Natürlich alles ohne Budget und Kosten. Organisation in der Führungsebene existiert nicht. Es wird gemacht, was beliebt. Was liegenbleibt, taucht Monate später wieder auf. Pläne werden oft geschmiedet, sogar Präsentationen abgehalten. Hinter vorgehaltener Hand wird darüber gelacht und gespottet, denn nichts davon wird auch nur ansatzweise in die Realität umgesetzt. Die Geschäftsführung erdreistet sich Vorgaben, die an Wahnsinn grenzen. Verlangt wird die Welt, gegeben wird ein Hauch von Nichts.

Kollegenzusammenhalt

Ist teilweise vorhanden, da man sonst keinen Arbeitstag überlebt. Wenn es den nicht gäbe, könnte man gleich einen Strick nehmen. Allerdings gibt es auch extreme Verfeindungen zwischen Abteilungen, Diebstähle, Diffamierungen, Ausraster und peinliche Aktionen, bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Konsequenzen gibt es für solches Verhalten natürlich keine.

Der größte Witz ist die IT. Unfreundlichkeit, kaum Hilfbereitschaft und Genervtheit, wenn man Probleme hat. Hier wird gerne in der Mittagspause (und vermutlich auch in der Arbeitszeit) gedaddelt und Probleme mit der Hardware werden hinten angestellt. Und die gibt es massiv, dazu weiter unten mehr.

Interessante Aufgaben

Videospiele - das Thema ist natürlich für viele interessant und auch das Einzige, was die Mitarbeiter dort hält. Allerdings gibt es auch viele Aufgaben, die vollkommen am Ziel vorbeischießen und sinnlos sind. Man kommt sich oft vor wie Mastvieh, dem Trockenfutter hingeworfen wird. Um Aufgaben sollte man sich in diesem Laden unbedingt selbst kümmern, sonst bekommt man nur den Mist ab, den keiner machen will. Devise: Am besten alles aufschieben, in 2 Wochen kräht kein Hahn mehr danach, obwohl es doch "so wichtig war".

Kommunikation

Kommunikation gibt es keine. Flurfunk ist die Informationsquelle Nummer 1. Auf den seltenen Betriebsfeiern wird sich nur selbst auf die Schulter geklopft, von den desolaten Zuständen ist keine Rede. Auch Veränderungen im Unternehmen erfährt man erst, wenn es soweit ist - und ist dann meistens vor den Kopf gestoßen. Eine schlechtere Kommunikation kann man sich auch mit viel Fantasie nicht vorstellen.

Gerüchte sind ständig im Umlauf, da keiner weiß, was wirklich abgeht. Bei Entlassungen werden einfach Nachfolger bestimmt, die ohne Gehaltserhöhung mehr Aufgaben übernehmen sollen.

Lob gibt es keinen. Dafür aber auch wenig Tadel, da den meisten alles relativ egal ist. "Irgendeiner macht's schon."

Gleichberechtigung

Frauen sind gerne gesehen. Ist ja klar, bei einem derart hohen Männeranteil. Schlechte Anbaggerversuche und Bevorzugung bei Aufgaben gehören hier zum Alltag.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden gerne entlassen, wenn sie noch "alte" Verträge aus den frühen 2000ern haben. Natürlich ohne oder mit einer lächerlichen Abfindung. Wenn das nicht geht oder schwierig ist, verfrachtet man sie in dunkle Ecken oder andere Stockwerke mit Alibi-Jobs und "neuen Positionen", bei denen sie viel mehr ackern müssen, aber nicht mehr verdienen.

Karriere / Weiterbildung

Nicht vorhanden, außer, man kämpft darum. Wenn es dann klappt, hat man 1000 Aufgaben mehr, aber keinen Cent mehr in der Tasche. Irgendwann kehrt sich dann alles wieder in den Alltagstrott, die gleiche Leier. Weiterbildungen gibt es keine. Wenn man fragt, dann "kann man das ja im Urlaub machen". Natürlich auf eigene Kosten.

Jährliche Entlassungen sind hier die Norm. Teils wurden Führungskräfte versetzt/entlassen, so dass die Belegschaft auf sich alleine gestellt ist und keinen Verantwortlichen mehr hat. Die Mannschaft schrumpft von Jahr zu Jahr mehr. Leute werden in "neue" Abteilungen versetzt, kehren oft nach Monaten wieder zurück, so dass jeder nur noch lacht, wenn Rundmails eintreffen, dass Kollege X jetzt wieder an Stelle Y sitzt.

Mails von der Firmenspitze werden lautstark belacht und ob ihrer Obskurität und Rechtschreibfehler "gefeiert".

Gehalt / Sozialleistungen

Sozialleistungen existieren keine, sieht man mal von ein paar Gratis-Spielen ab, die man bekommt. Darum muss man sich aber selbst bemühen und die Reputation von Computec aus den 90ern nutzen, um bei den Publishern anzufragen.

Gehalt ist ein Witz sondersgleichen. Kassierer verdienen mehr. 2.500 Euro - hier ist Schluss für 95% der Belegschaft und gleichzeitig das absolute Maximum. Einstieg ist natürlich viel geringer. Inflationsausgleich existiert nicht, Gehaltserhöhungen werden abgetan und belächelt. Hier herrscht Beschäftigung an der untersten Existenzgrenze.

"Beförderungen" mit neuen Aufgaben gehen mit massiven Arbeitsbelastungen einher, das Gehalt bleibt aber immer gleich. Dazu unten mehr.

Schön sind Ausflüge ins Ausland oder zu Events im Inland, die allerdings zu 90% nur dann stattfinden, wenn sie von Publishern/Entwicklern bezahlt wurden. Sonst kann man froh sein, überhaupt mal rauszukommen.

Wie gesagt, jeder Kassierer verdient mehr. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sind running gags, benefits ebenfalls.

Arbeitsbedingungen

Hier müsste man 0 Sterne vergeben, wenn das ginge. Die Ausstattung ist museumsreif und eine Zumutung. Die sogenannten Spielerechner taugen (bis auf PC Games Hardware) nur zum Ausschlachten oder Verbrennen. Die Arbeitsrechner sind eine absolute Katastrophe. 10-15 Minuten Hochfahren ist die Norm, Öffnen von mehr als 5 Tabs bringt das Gerät zum Erliegen. Tastaturen, Mäuse, Joypads und andere Geräte sind widerlich verklebt und in einem Zustand, der zum Schämen ist.

Praktikanten müssen mit noch schlimmeren Geräten auskommen. Es kostet Überwindung, sein tägliches Arbeitsgerät zu benutzen. Zu großen Teilen bringen Mitarbeiter ihre eigenen Sachen mit (natürlich auf eigene Kosten), wenn sie für Zuhause zu schlecht geworden sind oder ersetzt wurden. Selbst dann sind sie besser als die Ausstattung in diesem Unternehmen.

Kopfhörer sind 1 Euro-Billigware, die von der IT ausgegeben werden, sie verursachen Schmerzen, so dass jeder Mitarbeiter eigene Hardware angeschafft hat, um überhaupt vernünftig arbeiten zu können. Gerne werden diese Geräte auch von anderen Mitarbeitern "ausgeliehen". Tägliche Rundmails, wo Geräte abgeblieben sind, sind an der Tagesordnung.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Nicht vorhanden. Klimageräte und Heizungen bleiben über Nacht einfach an. Das Gleiche mit Monitoren, Rechnern und anderen Geräten. Eins muss man diesem Unternehmen lassen: Durch die Hardware aus den frühern 2000ern wird wenigstens die Technik bis zum letzten Atemzug genutzt. Und wenn sie kaputt ist, wird kurz rumgeschraubt und dann an die Praktikanten weitergegeben.

Work-Life-Balance

Überstunden ohne Ende. Vergütung oder ein "Danke" gibt es keineswegs - im Gegenteil. Das wird sogar noch verlangt! Mitarbeiter sind teilweise 14 Stunden im Büro und werden dann sogar noch angeschnauzt. Auf der anderen Seite wird auch Gekommen und Gegangen, wie es beliebt. Teilweise tauchen Mitarbeiter erst um 12 Uhr Mittags aus, obwohl Meetings oder andere Besprechungen stattgefunden haben. Natürlich werden die spärlichen Infos daraus nicht weitergegeben, was daraus resultiert, dass meist eine 0-Plan-Stimmung herrscht.

Image

Könnte nicht schlechter sein. Die Branche lacht über diesen Laden, man wird belächelt, ja bemitleidet, wenn man die Visitenkarte zückt (wenn man überhaupt eine bekommen hat). Es ist peinlich, zu sagen, wo man arbeitet. Ex-Kollegen, die den Absprung geschafft haben, lachen, wenn man selbst immer noch dort ist.

Die Leser der Hefte und Onlineportale hacken seit Jahren auf den Zuständen rum, die den desolaten Zustand natürlich mitbekommen haben. Die Foren werden nur spärlich moderiert, auf den sozialen Plattformen herrscht Anarchie. Hier hat man nicht nur den Anschluss an alle modernern Medien verpasst, sondern liefert auch eine peinliche Vorstellung nach Außen ab.

Ex-Praktikanten verbreiten die Zustände in Unis und auf Hochschulen, so dass man tolle Geschichten hört, die dort herumgeistern. Zum Fremdschämen.

Verbesserungsvorschläge

  • Das Unternehmen sollte verkauft und umstrukturiert werden. Ohnehin scheint sich der Verlag Richtung Event-Management zu verlagern, die alten Bereiche wurden schon lange aufgegeben. Eigene Events werden dagegen auf dem Hinterhof neben Mülltonnen abgehalten, erst nach massiv Beschwerden der Belegschaft wurde hier wieder einiges verbessert. Die jährliche Weihnachtsfeier ist der einzige Pluspunkt, den man von diesem Arbeitgeber erwarten kann.

Pro

Interessante Aufgabe, wenn man sie selbst sucht. Die Spiele-Branche möchte natürlich jeder Junge Mensch gerne mal ausprobieren. Einige Mitarbeiter wachsen einem ans Herz und können gute Freunde werden - zusammen leidet es sich eben einfacher. Es gibt einen Parkplatz und Bürohunde sind erlaubt. Zwei tolle Pluspunkte - und das war's.

Contra

So ziemlich alles. Angefangen von der "Karriere", dem "Gehalt" und den Zuständen des Arbeitsgerätes. Die Atmosphäre, die Geschäftsführung, einige Mitarbeiter, die IT-Abteilung, das Image, die Planlosigkeit und der Desolate Zustand. Wer sich hier bewirbt, ist selber schuld.

Arbeitsatmosphäre
1,00
Vorgesetztenverhalten
1,00
Kollegenzusammenhalt
2,00
Interessante Aufgaben
2,00
Kommunikation
1,00
Gleichberechtigung
1,00
Umgang mit älteren Kollegen
1,00
Karriere / Weiterbildung
1,00
Gehalt / Sozialleistungen
1,00
Arbeitsbedingungen
1,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
1,00
Work-Life-Balance
1,00
Image
1,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

Homeoffice wird geboten Parkplatz wird geboten Hunde geduldet wird geboten
  • Firma
    Computec Media GmbH
  • Stadt
    Fürth
  • Jobstatus
    Aktueller Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in