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Computec Media AG Erfahrungsbericht

  • 04.Dez. 2018
  • Mitarbeiter

Hobby zum Beruf machen = viel schuften für sehr wenig

2,15

Arbeitsatmosphäre

Galgenhumor ist auch Humor. Auf unterer Ebene sitzen alle im gleichen Boot und alle sind wegen Begeisterung für die Themen da, aber die Arbeitslast ist erdrückend. Das Resultat ist eine Mischung aus locker und stressig.

Vorgesetztenverhalten

Die Hierarchie ist sehr flach und auch die mittlere Ebene ist, wenn sie ihren Job halbwegs ernst nimmt, stark belastet und bemüht, die eigenen Schäfchen trocken zu halten. Daraus resultieren ein Verhältnis auf Augenhöhe mit den unteren Rängen und 0 Fortschritte bei den Problemen.

Kollegenzusammenhalt

Auf menschlicher Ebene hoch - s.o.: Alle sitzen im gleichen Boot. Aber da alle überarbeitet und ohne Einfluss sind, resultiert aus der Kameradschaft nur etwas Hilfe bei großen Problemen, ein gemeinsames Auftreten gegen die Führung oder gar einen Betriebsrat gibt es nicht.

Interessante Aufgaben

Computer-Spiele. nuff said.

Kommunikation

Inexistent. Das die Nachbarabteilung aufgelöst werden könnte, erfährt man von den (Ex-)Kollegen, die gerade ihre Kündigung erhalten haben. Das die Rahmenbedingungen für die eigene Arbeit geändert wurden, bekommt man mit, wenn die eigenen Ergebnisse nicht mehr zu besagtem Rahmen passen. Und wo das ganze hinführen soll, kann sowieso niemand mitteilen, weil es niemand weiß.

Gleichberechtigung

Nerds. "Zurückhaltung", "Sinn für gutes Benehmen" oder ähnliches darf man nicht erwarten. Frauen sind nicht nur in der Redaktion Mangelware, sondern auch im Privatleben vieler Mitarbeiter. Die daraus resultierende Aufmerksamkeit ist positiv konotiert und frei von Benachteiligung, kann aber schnell aufdringlich werden und der allgemein derbe Humor machts nicht besser.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang innerhalb der Angestellten richtet sich nach Persönlichkeit und Arbeitsverhalten. Mit den einen kann man besser, mit den anderen schlechter und die, wegen deren Unfähigkeit man regelmäßig selber mehr arbeiten muss, kann man besonders schlecht. Das Alter ist dabei aber vollkommen egal und aufgrund der vielen Quereinsteiger durchmischter, als man in der Branche erwarten würde. Das "egal" gilt auch seitens der Vorgesetzen und Konzernführung. Die beachten nur das Alter des Arbeitsvertrages: So alt, dass noch große Summen drin stehen? So alt, dass eine Abfindung richtig hoch wäre?

Karriere / Weiterbildung

Die flache Hierarchie bietet keine Aufstiegschancen. Bildung jeglicher Art ist dem Unternehmen fremd. Neue werden nicht ausgebildet, sondern genießen lediglich ein paar Monate Schonfrist in denen sie sich alles selber aneignen sollen. Entsprechend sinkt das Niveau mit jedem erfahrenen Mitarbeiter der geht oder gegangen wird, aber das stört die oberen nicht. Gegenmaßnahmen/Weiterbildung gibt es deswegen nicht, dabei würde einigen der neuen Kollegen schon ein Rechtschreibkurs nützen.

Gehalt / Sozialleistungen

Gehalt ist natürlich "geheim" und von jedem einzeln auszufechten, die Praxis liegt aber rund 40% unter Tarif. Natürlich erst nach 2, 3, 4 Jahren, Einstieg ist auf Mindestlohnniveau. Zusatzleistungen gibt es nicht.

Arbeitsbedingungen

Ausstattung wird benutzt, bis sie auseinanderfällt und dann wird improvisiert. Wer Glück hat, bekommt von PC Games Hardware vernünftige Peripherie, aber deren Fundus reicht nicht für alle und angeschafft wird wenig bis gar nichts. Spätestens beim Möbilar wird das deutlich. Im Zuge der Entlassungen steht immerhin ausreichend Platz zur Verfügung, Ruhe ist im Großraumbüro aber eine Seltenheit.

Umwelt- / Sozialbewusstsein

Einmal im Jahr wird die Mail zur Radfahraktion einer Krankenkasse weitergleitet. Das war's. Schon bei einer Möglichkeit das Fahrrad dann diebstahlsicher unterzustellen scheitert der Verlag. Über den 24/7-Betrieb vieler Rechner braucht man gar nicht zu reden (10 Minuten Bootzeit gespart). Für die Klimatisierung gibt es mehrere unabhängige Anlagen pro Etage ohne trennende Türen zwischen den Bereichen, was regelmäßig dazu führt das eine auf Volllast läuft, während an anderer Stelle ein offenes Fenster die warme Luft rein lässt.

Work-Life-Balance

Your work is your life. 10-20% Überstunden sind die Regel und gelten laut Arbeitsvertrag mit dem normalen Gehalt als abgegolten. Immerhin: Solange die Arbeit irgendwie fertig wird, ist man sehr frei, seine Zeit einzuteilen. Plangung gibt es sowieso keine und die Vorgesetzen wissen, dass sie jedes Arbeitsgericht eine schriftliche Anweisung unter diesen Bedingungen in der Luft zerreißen würde.

Image

Die miesen Arbeitsbedingungen sind branchenweit bekannt. Die unter diesen Bedingungen erbrachten Leistungen werden aber zum Teil geachtet und halbtote Computec-Medien sind lebendiger als manch ganz toter Konkurrent.

Verbesserungsvorschläge

  • Wer Fachmagazine herausgeben will, braucht Fachleute. Wer jährlich 10% der erfahrenen Kollegen an besser zahlende Unternehmen verliert und nochmal so viele feuert, während Bewerbungen fast nur noch von Leuten kommen, die woanders kein Volontariatsplatz erhalten, sollte man anfangen nachzudenken. Und nicht darüber, welcher Suchbegriff letzte Woche auf Google getrendet hat.

Pro

Interessante Themen, große Freiheiten bei der Arbeitsgestaltung.

Contra

Miese Bezahlung, hohe Arbeitsbelastung und kein Konzept, wie der Laden jemals aus diesem Loch herauskommen soll. Damit meine ich nicht, dass ich das Konzept fragwürdig finde, sondern es gibt einfach keinen Plan, der weiter als bis nächsten Monat reicht.

Arbeitsatmosphäre
3,00
Vorgesetztenverhalten
2,00
Kollegenzusammenhalt
3,00
Interessante Aufgaben
5,00
Kommunikation
1,00
Gleichberechtigung
4,00
Umgang mit älteren Kollegen
3,00
Karriere / Weiterbildung
1,00
Gehalt / Sozialleistungen
1,00
Arbeitsbedingungen
1,00
Umwelt- / Sozialbewusstsein
1,00
Work-Life-Balance
1,00
Image
2,00

Folgende Benefits wurden mir geboten

Parkplatz wird geboten
  • Firma
    Computec Media GmbH
  • Stadt
    Fürth
  • Jobstatus
    Aktueller Job
  • Position/Hierarchie
    Angestellte/r - Arbeiter/in
  • Unternehmensbereich
    Sonstige