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Cornelsen Verlag 
GmbH
Bewertung

Billige Freelancer gesucht und gefunden

2,5
Nicht empfohlen
FreelancerHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Cornelsen Verlag GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Interessante Bücher, nette Kollegen, denen der Wert der geleisteten Arbeit offentischtlich bewusst ist

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Absolut miese Bezahlung, viel Druck von oben, der weitergegeben wird

Verbesserungsvorschläge

Ohne Freelancer würden Schulbücher in katastrophaler Rechtschreibung erscheinen. Hier sollte vielleicht bei der Personaleinstellung darauf geachtet werden, dass die Redakteure und Volontäre wenigsten einigermaßen Rechtschreibung und Zeichensetzung beherrschen und nicht nur 20 Prozent. Freelancer werden billig abgespeist. Eine Anpassung der Bezahlung an den Marktpreis müsste dringend stattfinden. Versicherung, Auto, Miete ... steigen jährlich, der Seitenpreis bleibt über 10 Jahre erhalten. Selbst eine kleine Preiserhöhung stellt einen in die Ecke der "Teuren".

Arbeitsatmosphäre

Überwiegend freundliche Atmosphäre. Als Freelancer von den Redakteuren/Redakteurinnen geschätzt, wegen der geringen Bezahlung bedauert. Die direkten Vorgesetzten ordnen sich den irrealen Entscheidungen der Vorstandsmitglieder unter und verteidigen sie vehement.

Kommunikation

Okay

Kollegenzusammenhalt

Im Großen und Ganzen sind alle Redakteure/Redakteurinnen freundlich. Sie wissen, dass sie ohne Freelancer-Korrektoren nicht auskommen _ die Gruppenleiter aber nehmen das nicht zur Kenntnis.

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte im mittleren Management versuchen, Inkompetenz durch autoritäres Verhalten zu kaschieren. Generell ist dem Verlag alles zu teuer. Egal ob Wochenendarbeit oder Arbeit zum nächsten Tag: "Wollen Sie die Arbeit übernehmen oder nicht?" Kein Zuschlag, rücksichtslos. Sie vergessen, dass Freelancer auch Kosten haben und ihnen weder Urlaub noch Krankheitstage zugestanden werden. Ihnen ist aber nicht bewusst, dass Cornelsen einen Ruf zu verlieren hat.

Interessante Aufgaben

Die Projekte sind interessant, sonst wäre ich schon weg. Es macht noch immer Spaß, ein gutes Schulbuch noch besser zu machen.

Gleichberechtigung

Es ist schon vorgekommen, dass Männer bervorzugt wurden wegen des Arguments:
Sie (Frau) haben ja einen Mann, aber er muss für die Familie sorgen.

Umgang mit älteren Kollegen

Die lange Erfahrung der Freelancer wird nur in der unteren Ebene wertgeschätzt. Die mittlere Ebene weiß manchmal gar nicht, was sie damit anfangen soll (ist ja häufig auch noch nicht lange im Job). Festzustellen, wer gut ist in seinem Job und wer nicht, liegt nicht in ihrem Interesse.

Gehalt/Sozialleistungen

Freelancer haben weder Urlaub noch Krankheitstage. Wochenend- oder Über-Nacht-Arbeit wird ignoriert (nicht zusätzlich bezahlt). Korrektoren werden über Seitenpreise honoriert. Diese liegen erheblich unter denen des Marktes. Zusätzlich ist den Mitarbeitern die Bedeutung der "Normseite" inzwischen völlig unbekannt. Die gedruckte Schrift wird immer kleiner und die Seite umfasst häufig mindestens 2 bis 3 Normseiten _ bezahlt wird aber nur 1 Seite.

Image

Mitarbeiter beklagen sich über den Arbeitsdruck, der auch von ihnen häufig nur mit Wochenendarbeit zu bewältigen ist. Die Bürokratie wird immer höher geschaukelt.

Karriere/Weiterbildung

Selbst nach jahrzehntelanger Mitarbeit kann man als Freelancer an keiner Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen. Man ist eben ein Externer, obwohl man die Mitarbeiter länger kennt als jeder andere.

Arbeitgeber-Kommentar

das Team der Personalabteilung

Lieber Freelancer, liebe Freelancerin,

vielen Dank für die ausführliche Bewertung. Gerne möchten wir zu einigen Ihrer Ausführungen Stellung nehmen.

Zunächst einmal möchten wir ausdrücklich betonen, dass wir nur punktuell dort, wo es Sinn macht, mit freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenarbeiten und uns diesbezüglich an die gesetzlichen Regelungen halten.

Wir können Ihre Einschätzung zum Vorgesetztenverhalten nicht ganz nachvollziehen. Uns ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit mit Externen immer wertschätzend und respektvoll verläuft. Wenn Sie in Ihrem speziellen Fall andere Erfahrungen gemacht haben, würden wir uns freuen, wenn Sie uns diesbezüglich noch einmal kontaktieren würden, damit wir die Sachlage besser nachvollziehen können.

Zum Punkt Karriere/ Weiterbildung: wir binden unsere Autorinnen und Autoren in Weiterbildungsprogramme mit ein, allerdings nur soweit, wie es der rechtliche Rahmen auch zulässt und wie es für die entsprechende Tätigkeit sinnvoll ist.

Auch in punkto Sozialleistungen können wir nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben agieren. Urlaub und Krankheitstage können von uns als Unternehmen für Freelancer nicht geregelt werden.

Wir nehmen Ihre Verbesserungsvorschläge sehr ernst und werden diese an die entsprechenden Verantwortlichen weiterleiten.

Viele Grüße