Daimler AG als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

Es gibt noch sehr viel Verbesserungspotenzial!!!

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Mercedes-Benz Bank AG in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hier steckt so dermaßen viel Potenzial drin, dass Mercedes-Benz problemlos die Welt erobern könnte, wenn sie nur wollte. Ich als Ihr Mitarbeiter bin bereit dazu, wann sind Sie es?

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wo soll ich hier anfangen? Dieser laizzez-faire Führungsstil missfiel mir schon immer, es mangelt massiv an Servicementalität, Effizienz, Engagement, Gründlichkeit, Motivation, Schnelligkeit und den natürlichen Drang sich verbessern zu wollen. Sehr engstirnig mit gänzlich fehlendem Fingerspitzengefühl und sehr schlechtem Händchen, was den Geist der Zeit betrifft. Wir könnten alle wesentlich mehr von einander lernen, stattdessen altmodisches Abteilungsdenken anstatt man das Unternehmen einfach mal im ganzen betrachtet. Zuviel gegeneinander statt miteinander.

Verbesserungsvorschläge

Grundlegend die Struktur der vorderen Front zu überdenken, die Serviceline ist die Visitenkarte des Unternehmens und das Potenzial dieser Abteilung wird massiv unterschätzt. Führen Sie Ihr Experiment mit Bosch fort und stellen Sie fest, wie früher oder später eine Premiummarke nicht um ihre eigene Telefonie herumkommen wird.

Arbeitsatmosphäre

Im Büro sehr schön, im Home Office eher dürftig...

Kommunikation

Unsere Anrufer tun mir mittlerweile einfach nur noch leid, eine Servicementalität wie beim Arbeitsamt. Es geht nur darum den Anrufer so schnell und mühelos wie möglich "abzuwimmeln". Unser "Servicelevel" ist nur auf unsere telefonische Erreichbarkeit ausgelegt, das Annehmen und die Erledigung der Anruferanliegen ist eher nebensächlich. Oft wäre es möglich ein Anliegen in 4-8min nach dem Anruf fallabschließend zu bearbeiten, stattdessen sind wir gezwungen Aufträge an Fachabteilungen zu leiten, in denen diese dann oft tage-, wenn nicht sogar wochenlang auf Bearbeitung warten, da wir strengen Zeitvorgaben unterliegen, Engagement ist somit Gift für den Telefonisten. Im Grunde genommen spielen wir hier Stille Post zu Lasten der Kunden und unserer Vertriebler.

Kollegenzusammenhalt

Der Großteil an Kollegen ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit, ansonsten arbeitet jeder für sich.

Work-Life-Balance

Wenn man die Arbeit richtig, schnell und unternehmerisch effizient ausführen will, steht man unter Dauerstrom. Daher ist es üblich sich besser dem Durchschnitt anpassen und 2-3 Gänge runterschalten. Es gibt viele Möglichkeiten die Vorgaben zu umgehen, da nur unsere Zeiten festgehalten werden, nicht jedoch der eigentliche Inhalt des Gesprächs, da davon ausgegangen wird, dass dieser schriftlich von uns festgehalten wird. Oft wird keine Gesprächsnotiz gesetzt und dem Anrufer einfach einen vom Pferd erzählt oder auch einfach ein Gesprächsabbruch vorgetäuscht, etc.. Es dreht sich eben alles um Quantität, nicht um Qualität.

Vorgesetztenverhalten

Freundlich und nett, jedoch fehlende Motivation und Vorbildfunktion. Ich habe nie verstanden, warum es drei Vorgesetzte in der Serviceline gibt, wenn bereits die Supervisoren zur Verfügung stehen. Zuviele Häuptline und zu wenige Indianer. Was zählt ist allein das Vorantreiben der Digitalisierung, die Zufriedenheit der Anrufer ist nebensächlich.

Interessante Aufgaben

Jeder neue Anruf ist quasi ein Überraschungspaket, Abwechslung ist vorprogrammiert. Jedoch leider oft sehr negativ behaftet, da sowohl Kunden als auch unsere Vertriebler meist dann anrufen, wenn etwas schief läuft. Und dies passiert in letzter Zeit leider immer öfter.

Gleichberechtigung

Warum auch immer kommt es einen nicht so vor. Trotz der Tatsache, dass kein direkter Kundenkontakt besteht, herrscht Kleiderordnung. Männer müssen ihr Bein vollständig bedecken. Frauen dürfen soviel Bein zeigen, wie ihnen lieb ist. Den scheinbar akzeptierten Schlabberlook einiger anderer Mitarbeiterinnen (z.B. Schlabber-/Jogginghose, gemütliche Schlappen) lasse ich an der Stelle unkommentiert. Anzumerken sei, dass im Erdgeschoss neben unserem Haupteingang ein StartUp-Unternehmen seine Mitarbeiter in Socken und Schlabberlook arbeiten lässt und dies auch für jeden gut sichtbar zur Schau gestellt wird.

Umgang mit älteren Kollegen

Die älteren Kollegen sind nett und freundlich, aus unternehmerischer und meiner Sicht jedoch zu ineffizient und fehleranfällig. Teilweise habe ich das Gefühl, dass viele sich nicht ins Zeug legen, dies trifft jedoch leider Gottes gefühlt auf ca. 80% der Belegschaft zu.

Arbeitsbedingungen

Im Büro sehr gut, da zwei große Bildschirme, professionelles Headset, höhenverstellbarer Schreibtisch, kostenloses Wasser und Kaffee. Im Homeoffice arbeite ich am nicht ergonomisch korrekten Küchentisch mit einem kleinen Laptop, meinem alten Smartphone und altem Smartphone-Headset.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein? Wir sind der Grund, warum ein Verkäufer zwischen 50 und 1.000 Blatt Papier pro Vertrag ausdrucken muss. Vom CO2-Ausstoß der für uns täglich arbeitenden Rechenzentren mal ganz abgesehen.
Sozialbewusstsein bzw. ethische Verantwortung? Befristete Verträge werden nicht verlängert, sehr gut in die komplexe Produkt- und Prozesswelt eingearbeitete Mitarbeiter werden aufgefordert zu gehen, da die Telefonie immer weiter outgesourct wird. Leider durch einen Dienstleister, welcher noch immer erhebliche Defizite aufweist. Ein herber Rückschlag für die ohnehin schon sehr schwach ausgeprägte Servicementalität. Das Unternehmen macht den Anschein, als hätte man bewusst vergessen, dass sich hinter jedem Vertrag ein Mensch verbirgt.

Gehalt/Sozialleistungen

In Ordnung, nicht der Rede wert. Wirklich bedauerlich, dass die Vergabe des Mobility Budgets eingestellt wurde.

Image

"Das Beste oder nichts." sagt alles. Wirklich traurig mitanzusehen, wie eine Premiummarke immer mehr an Ansehen verliert und von oben auch noch immer mehr Salz in die Wunde gestreut wird.

Karriere/Weiterbildung

Die Karriere-/Weiterbildungsmöglichkeiten sind äußerst dürftig.